blog.arthistoricum.net https://blog.arthistoricum.net/feed/ Der Blog von arthistoricum.net de-DE TYPO3 News Sat, 26 Nov 2022 20:36:00 +0100 Sat, 26 Nov 2022 20:36:00 +0100 TYPO3 EXT:news news-17334 Wed, 16 Nov 2022 15:55:57 +0100 4. Netzwerk-Treffen der WissKI-Community /beitrag/2022/11/16/4-netzwerk-treffen-der-wisski-community

Das diesjährige Netzwerktreffen für WissKI-Anwender:innen findet am 8. Dezember 2022 (9-13 Uhr) virtuell statt. Es werden Entwicklungen und Neuigkeiten aus der WissKI-Community und aktuelle Projekte vorgestellt.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, melden Sie sich bitte hier bis zum 2. Dezember 2022 an. Bitte beachten Sie, dass Sie nach der Anmeldung keine automatische Bestätigungsemail erhalten. Sie bekommen kurz vor der Veranstaltung eine E-Mail mit allen relevanten Informationen und den Zugangsdaten zum virtuellen Raum.
Bei Rückfragen oder Problemen melden Sie sich gern bei Peggy Grosse grosse@ub.uni-heidelberg.de.

Programm nach oben

9:00-10:50 Entwicklungen und Neuigkeiten aus der Community

9:00-9:15 Begrüßung (Maria Effinger, UB Heidelberg)

9:15-9:30 Neue Entwicklungen WissKI-Software (Mark Fichtner, GNM Nürnberg)

9:30-9:45 #RecentHacks: Ergebnisse der Hackathons (Robert Nasarek, GNM Nürnberg)

9:45-10:00 Neues in der WissKI Distillery (Laura Albers / Tom Wiesing, FAU Erlangen-Nürnberg)

10:00-10:15 Neue in der WissKI Distillery entstandene Module (Kai Amann, FAU Erlangen-Nürnberg)

10:15-10:30 Fragen und Diskussion


10:30-11:00 Pause
 

11:00-12:15 Projektpräsentationen aus der Community

11:00-11:15 Propylaeum-VITAE - Biographien mit WissKI (Gabriele Rasbach / Sandra Schröer-Spang, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin)

11:15-11:30 Die Forschungsumgebung zur Berliner Kunstkammer (Sarah Wagner, Museum für Naturkunde, Berlin)

11:15-11:30 Die Forschungsumgebung duerer.online - Virtuelles Forschungsnetzwerk Albrecht Dürer (Peggy Große, UB Heidelberg)

11:45-12:00 Performance-Tuning in WissKI am Beispiel Kunsthandlung Böhler (Robert Nasarek, GNM Nürnberg / Theresa Sepp, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)

12:00-12:15 WissKI-System des Africa Multiple Clusters der Uni Bayreuth (Myriel Fichtner, Universität Bayreuth)
 

12:15-12:45 Fragen, Diskussionspunkte und Wünsche

12:45-13:00 WrapUP

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme,
das Organisationsteam der UB Heidelberg und GNM Nürnberg

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit NFDI4Culture statt.
 

Besuchen Sie auch unsere Netzwerkseite!

 

Noch ein Hinweis: Wenn Sie WissKI für Ihr Projekt bereits einsetzen oder ein Projekt in Planung ist, in dem die Software zum Einsatz kommen soll, stellen Sie Ihr Projekt gerne zusätzlich der WissKICommunity auf https://sempub.ub.uni-heidelberg.de/wisski_projekte/de vor. Bitte senden Sie eine entsprechende Anfrage an: Nicole Sobriel sobriel@ub.uni-heidelberg.de.

 

]]>
news-17283 Thu, 10 Nov 2022 12:30:53 +0100 Das Künstler-Vademecum der Allgemeinen Transportgesellschaft /beitrag/2022/11/10/das-kuenstler-vademecum-der-allgemeinen-transportgesellschaft

Eine Quelle zu Ausstellungswesen, Kunstvereinen, Kunsthandel und Transport in der Weimarer Republik und in Mitteleuropa

Das Künstler-Vademecum wurde ab etwa 1909 bis in die 1930er Jahre von der Spedition ATG (auch ATEGE, Allgemeine Transportgesellschaft, vorm. Gondrand & Mangili m.b.H. in München) herausgegeben. Die Hefte erschienen jährlich und enthielten auf jeweils gut 50 Seiten ein auf „gesammelten offiziellen Berichte[n]“ [Vademecum 1920, S. 3] basierendes Verzeichnis der im betreffenden Jahr stattfindenden Kunstausstellungen, sowie konkrete Angaben zu Kunsthandlungen, Informationen über ständige und periodische Ausstellungen, Museen, Künstler-Genossenschaften und Kunstvereine – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Amsterdam, Budapest, Paris, Prag, Wien oder Zürich.

Im Archiv der ehemaligen Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst München e. V. (heute: Künstlerverbund im Haus der Kunst München e.V.) befinden sich sechs Jahrgänge: 1920, 1921, 1925, 1928, 1929 und 1931 (nicht öffentlich zugänglich). Vier weitere Exemplare, die sich teils damit überschneiden (1928, 1930, 1932, 1933) befinden sich in der Neuen Galerie Graz. Nachgewiesene Exemplare sind nach jetzigem Wissensstand sehr rar; die Lücken der fehlenden Jahrgänge sollen nach Möglichkeit sukzessive geschlossen werden.

Die große Bedeutung der Künstler-Genossenschaften und Kunstvereine für ein lebhaftes und vielfältiges, überregionales Ausstellungswesen in der Weimarer Republik wird anhand der zahlreich aufgeführten ständigen und periodischen Ausstellungen im Vademecum nachvollziehbar – es liefert den interessierten Künstler:innen auf jeweils über 20 eng bedruckten Seiten alle relevanten Vorgaben wie etwa die zugelassenen Sparten, Einreichungsfristen, Jurierung, Versicherung, Höhe der Provision und Ausstellungsdauer. Häufig werden Ansprechpartner namentlich genannt – Museumsdirektoren, Geschäftsführer oder auch Künstler in ihrer Funktion als Vereinsvorsitzende oder Schriftführer. So werden im Vergleich mehrerer Jahrgänge Kontinuität und Wandel in verschiedensten Bereichen sichtbar.

Darüber hinaus lassen sich auch Veränderungen im Kunsthandel wie Firmenumzüge, Geschäftsauflösungen, Um- und Neugründungen sowie Personalien gut belegen. So wird zum Beispiel die Ständige Kunstausstellung in Herwarth Waldens Galerie „Der Sturm“ in Berlin in der Ausgabe von 1920 noch nicht näher spezifiziert, 1925 hingegen werden „Expressionismus, Kubismus und Konstruktivismus“ präsentiert [Vademecum 1925, S. 32]. Während dort 1925 auch Werke „der Baukunst, der vervielfältigenden Kunst sowie solche der Kleinkunst“  [ebd., S. 32"] zugelassen sind, werden 1928 in der nun als „Verlag Der Sturm G. m. b. H.“ firmierenden Kunsthandlung „Kopien und Kleinkunst sowie Werke der vervielfältigenden Kunst … nicht angenommen“ [Vademecum 1928, S. 35].

Die überwiegend knapp gefassten Informationen enthalten darüber hinaus Details zu den Geschäftsschwerpunkten der Kunsthandlungen und deren Ausstellungsbedingungen von der Feuerversicherung über die Jurierung bis zur Höhe der Verkaufsprovision. Manche Regularien gehen, anschaulich und praktisch, bis ins kleinste Detail – wie bei Eduard Schulte, Unter den Linden 75 in Berlin, der das „Gesamtbild störende Rahmen“ nicht akzeptiert und bei dem Transportkisten aus durchaus nachvollziehbaren Gründen „nur mit Schrauben (nicht Nägeln) geschlossen“ werden dürfen [Vademecum 1920, S. 39 und 40].

Von Interesse dürften auch Informationen zu wenig bekannten oder kurzlebigen Kunsthandlungen wie etwa dem Kunstkabinett Walter Kollock in Hagen [Vademecum 1925, S. 37] sein, die bislang selbst in einschlägigen Portalen kaum auffindbar waren oder nurmehr in lokalen Archiven und Stadtadressbüchern zu finden sind. So ergänzt das Künstler-Vademecum auf einzigartige Weise Informationen aus dem Archiv Werner J. Schweiger, aus Auktions- und Ausstellungskatalogen, und liefert zugleich eine jährlich aktualisierte Übersicht zu den wichtigsten Ausstellungen und Akteuren auf dem Kunstmarkt in Mitteleuropa.

Auch die graphische Gestaltung des Vademecums geht mit der Zeit und wird im Lauf der Jahre deutlich modernisiert: In der ersten Hälfte der 1920er Jahre prangt auf den in gedeckten Farben gehaltenen Umschlägen ein noch deutlich vom Jugendstil inspiriertes Logo über schnörkeligen Serifenschriften, umgeben von dekorativen, teils pflanzlichen Elementen, die allerdings bis 1925 immer sparsamer eingesetzt werden. Während der Fließtext im Wesentlichen gleichbleibend übersichtlich gestaltet ist, macht das Heft um 1928 einen gestalterischen Quantensprung in die Moderne: Das kartonierte Cover ist nun pink (in den Folgejahren mal leuchtend tomatenrot, mal tiefblau). Das veraltete Logo wird von einer kühnen Diagonale verjagt, und im Kontrast zu einer klaren Typographie akzentuieren, möglicherweise vom Bauhaus inspiriert, markant schwarze geometrische Formen wie Kreise und Balken das Deckblatt. Eine fette Futura ersetzt die Serifenschriften. Auch in den Folgejahren spielt die Graphik mit Einzügen, Aufzählungszeichen und Jahreszahlen, bis hin zu einem industriell anmutenden, schablonenartigen Logo aus Kreisen, Drei- und Vierecken in der Ausgabe von 1931.

Durch die jeweils am Heftanfang stehenden Informationen zu Sammelstellen und Spediteuren und die ganzseitig hervorgehobenen besonderen Angebote der ATG gibt das Künstler-Vademecum nicht zuletzt Einblick in ein so professionelles wie ausgeklügeltes kommerzielles Kunsttransportsystem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Spedition ATG wirbt in eigener Sache mit ihrem Lagerhaus im Münchner Hauptbahnhof „mit Schienengeleise nächst der Hackerbrücke“ und bietet den „verehrlichen Künstler-Vereinigungen“ die jederzeitige Nutzung eines Jury-Lokals in der nahegelegenen Schwanthalerstr. 69 an. Es stünden „eigene zahlreiche große Möbelkabinen“ zur Verfügung. Wer eilige Güter zu versenden hatte, konnte den Schnelldienst ins Ausland inklusive „Balkan-Staaten und überseeischen Ländern“ oder beschleunigte Verkehre in alle deutschen Großstädte nutzen [Vademecum 1920, S. 3-6]. Und bereits im Jahr 1925 [S. 5] wird die versprochene „prompteste Beförderungsart von Eil-, Expreß- und Passagiergütern“ um ein innovatives Verkehrsmittel erweitert: „Flugzeug-Transporte“.


Julia Reich

]]>
news-17179 Fri, 28 Oct 2022 10:00:00 +0200 Der Deutsche Verband für Kunstgeschichte aktualisiert seine Honorarempfehlungen /beitrag/2022/10/28/aktualisierte-honorarempfehlungen Unter der Leitung von Dr. Ruth Heftrig, Vorstandsmitglied im Deutschen Verband für Kunstgeschichte, hat eine Arbeits­gruppe neue Honorar­empfehlungen für selbst­ständig tätige Kunst­historikerin­nen und Kunsthistoriker erarbeitet. Sie orientiert sich am Einkommen von Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst mit vergleichbaren Tätigkeiten und Qualifikationen. Als angemessenes durch­schnitt­liches Honorar wurde ein Stundensatz von 75,00 Euro zzgl. Mehr­wert­steuer ermittelt.

 

Kulturelle Institutionen und private Auftraggeber benötigen wissenschaftlich qualifizierte Kulturarbeit von gut aus­ge­bil­de­tem Fach­personal. Nicht selten wird dafür freie Mitarbeit in Anspruch genommen. Eine dauerhafte Etablierung im Markt ist aber nur mit wirtschaftlich stabilen „Freien“ möglich. In ihre Kalkula­tionen müssen neben den eigenen Lebens­haltungs­kosten auch Alters­vorsorge, Rücklagen und entstehende Betriebs­kosten einfließen.

 

Der Deutsche Verband für Kunstgeschichte möchte dazu beitragen, dass bei Honorar­sätzen Mindest­standards selbst­verständ­lich werden – für Auftrag­geber wie auch für Auftrag­nehmer.

 

zu den Honorarempfehlungen (Honorarzonen und Grundlagen der Kalkulation)
auf der Website des Verbandes

]]>
news-17141 Mon, 24 Oct 2022 11:55:05 +0200 Im Bilde: Open Access publizieren. Rechte und Möglichkeiten der Bildnutzung im Digitalen / Online-Workshop /beitrag/2022/10/24/online-workshop-im-bilde-open-access-publizieren-rechte-und-moeglichkeiten-der-bildnutzung-im-digitalen Was bedeutet das Publizieren im Open Access für Kunstschaffende und Forschende aus dem Bereich der Künste? Welche Herausforderungen und Orientierungspunkte gibt es bei der Nutzung von nicht-textuellen Materialien? Wissenschaftler*innen, künstlerisch-wissenschaftlich Tätige und Künstler*innen kreieren Texte, Bild- und Tonaufnahmen, Inszenierungen, Skripte uvm. Zu den Herausforderungen einer Open-Access-Publikation in den Künsten zählen neben der Wahl eines geeigneten Formats auch die Einbindung medialer Inhalte und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Nachnutzung dieser.

 

Der Online-Workshop "Im Bilde: Open Access publizieren. Rechte und Möglichkeiten der Bildnutzung im Digitalen" findet am 21. November 2022 von 9:30 bis 12:00 Uhr statt.
Veranstaltet wird er im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network gemeinsam vom Open-Access-Büro Berlin und der Universitätsbibliothek der Universität der Künste (UdK).

 

Wir möchten Raum zum Erfahrungsaustausch zwischen den Wissenschaftler*innen, künstlerisch-wissenschaftlich Tätigen und Künstler*innen zum Thema Open Access und dort speziell zu Bildrechten bieten. Dr. Ing. Dagmar Pelger (Universität der Künste, Institut für Architektur und Städtebau) gibt den Teilnehmenden am Beispiel der Open-Access-Veröffentlichung  For Dis-Closing Separate Space. Kartierungen kooperativer Planungsarbeit am Cotti, am Kotti und am Hermannplatz in Berlin  Einblick in ihre Forschungs-, Arbeits- und Veröffentlichungspraxis. Einen Abriss über Grenzen und Möglichkeiten der Einbindung von Fotografien, Grafiken u.a. Formaten bietet der PD Dr. Dr. Grischka Petri (NFDI4Culture, Lgal Helpdesk). Darüber hinaus sollen Unterstützungsangebote zur Umsetzbarkeit vorgestellt sowie die Gelegenheit zum Netzwerkaufbau geboten werden.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Das ausführliche Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie unter: https://open-access.network/fortbilden/thematische-workshops/online-workshop-am-21-november-2022.

]]>
news-16991 Mon, 10 Oct 2022 12:23:05 +0200 NFDI4Culture-Forum zu Persistent Identifiers /beitrag/2022/10/10/nfdi4culture-forum-zu-persistent-identifiers Der Aufgabenbereich „Datenpublikation und Langzeitarchivierung“ (Task Area 4) von NFDI4Culture widmet sich im nächsten Forum dem Thema "Persistent Identifiers" (PIDs). Unter einem persistenten Identifikator wird ein permanenter und eindeutiger Verweis auf eine digitale Ressource verstanden, um sie somit auffindbar und zitierfähig zu machen. In der geplanten Veranstaltung möchten wir einen Überblick über diverse Identifikatoren geben und darüber sprechen, welche Persistent Identifiers für Repositorien, Datendienste und Bildarchive der Culture Community geeignet sind und wie eine gute Praxis für die Transparenz nach außen entstehen kann.

 

Das Forum am 17. November 2022 von 9–12:30 Uhr richtet sich sowohl an Betreiber als auch Nutzende von Publikations- und Datendiensten. Geplant sind Impulsvorträge zu den von verschiedenen Diensten verwendeten PIDs. In Ergänzung dazu werden externe Anbieter und Initiativen, die sich auf die permanente Identifikation im Umfeld von digitalen Forschungsdaten und -ergebnissen spezialisiert haben, eingeladen, ihre Lösungen zu präsentieren.

 

Vorlaufiges Programm:

 

9:00–9:15 Begrüßung und Housekeeping

9:15–12:30 Impulsvorträge von Initiativen und Anbietern zu PID (u.a. DataCite, re3data, ePIC, URN)

12:30–13:00 Pause

13:00–14:00 Diskussion über PIDs für Repositorien, Datendienste und Bildarchive der Culture Community

14:00–14:30 Abschluss und Zusammenfassung

 

Das Forum findet virtuell statt. Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, melden Sie sich bitte hier bis zum 16. November 2022 an. Bitte beachten Sie, dass Sie nach der Anmeldung keine automatische Bestätigungsemail erhalten. Sie bekommen kurz vor dem Forum eine Email mit allen relevanten Informationen und den Zugangsdaten zum virtuellen Raum. Bei Rückfragen oder Problemen melden Sie sich gern unter coordination-office(at)nfdi4culture(dot)de.

 

]]>
news-16691 Mon, 26 Sep 2022 14:22:00 +0200 "GLAM digital" – NFDI4Culture-Forum zu Datenkompetenzen, gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für GLAM-Mitarbeiter:innen /beitrag/2022/09/26/glam-digital-nfdi4culture-forum-zu-datenkompetenzen-gegenwaertigen-und-zukuenftigen-herausforderungen-fuer-glam-mitarbeiterinnen

GLAM digital – Datenkompetenzen für Kulturerbe-Einrichtungen
NFDI4Culture-Forum
3. und 4. November 2022 in Marbug (Hybridveranstaltung)
Programm und Anmeldung

Am 3. und 4. November 2022 richtet die Cultural Research Data Academy (CRDA) des NFDI4Culture – Konsortiums für Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter ein Forum aus, dass sich erstmals an GLAM-Mitarbeiter:innen, Volontär:innen und Studiengangskoordinator:innen im GLAM-Kontext richtet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die in Präsenz mit Streaming der Beiträge stattfinden wird, stehen Präsentationen und Fragen zu bestehenden und Ideen zu fehlenden Aus- und Weiterbildungsangeboten im GLAM-Bereich, mit einer thematischen Bandbreite von Forschungsdatenmanagement bis zu Data und Code Literacy. Das Forum präsentiert sich als Austausch- und Vermittlungsplattform und bietet in diesem Rahmen vielseitige Vernetzungsformate an, in denen die Teilnehmenden unter anderem die Services von NFDI4Culture, Nachwuchsinitiativen und Institutionen kennenlernen und sich austauschen können.

Im Rahmen des Projektes Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), das die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern, zugänglich machen und vernetzen soll, widmet sich das Konsortium NFDI4Culture in den kommenden Jahren dem Aufbau einer nutzer:innenzentrierten und forschungsgeleiteten Infrastruktur für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern. Das Konsortium adressiert dabei die Fachcommunities der Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft, Architektur sowie nicht zuletzt auch die Kulturerbe-Institutionen.

Als Teil von NFDI4Culture ist die Cultural Research Data Academy (CRDA) als interdisziplinäre und dezentrale Institution für die Belange im Bereich der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu Data und Code Literacy zuständig. In den kommenden Jahren sollen durch die Arbeit der CRDA bestehende Angebote in diesem Bereich gebündelt, Lücken identifiziert und mit bedarfsorientierten Angeboten geschlossen werden. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass Weiterbildungsmaßnahmen bezüglich Forschungsdaten, Forschungsdatenmanagement sowie Data und Code Literacy im GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums) zwar zunehmend angeboten werden, aber immer noch Lücken bestehen und auch mehr Austausch auf diesem Gebiet gewünscht wird. Unser Ziel als CRDA ist es einerseits die verschiedenen Institutionen und Beschäftigten in einen Dialog zu bringen und andererseits sicherzustellen, dass NFDI4Culture nah an den Bedarfen unserer Zielgruppen arbeitet sowie bezüglich Schulungs- und Weiterbildungsangeboten beratend zur Seite steht.

 

Wieso legen wir den Fokus auf Datenkompetenzen im GLAM-Bereich?

Nicht zuletzt nach einigen Gesprächen mit Vertreter:innen aus Kulturerbe-Institutionen wurde deutlich, dass im Hinblick auf Data and Code Literacy bereits viele Projekte auf die Beine gestellt worden sind und in diesem Zuge spezifische Kenntnisse angeeignet wurden, jedoch der Austausch auf diesem Gebiet noch nicht weitflächig stattfindet. Daher beschäftigt sich das Forum mit Fragen, die als Wegweiser für unsere Veranstaltung sowie Inputgeber:innen und Teilnehmer:innen fungieren sollen: Welchen Herausforderungen müssen sich GLAM-Institutionen gegenwärtig stellen? Wie spiegelt sich das bereits im Studium oder berufsbegleitenden Weiterbildungen wieder? Und welchen Stellenwert nimmt der "digitale Wandel" in diesem Kontext ein? Die sogenannte GLAM-Community ist eine sehr diverse Gruppe an Institutionen, die jede für sich vor ganz eigenen Herausforderungen steht. Trotzdem versucht die CRDA mit ihrem Forum einen großen Teil dieser Community anzusprechen. Denn insbesondere wenn es um die Digitalisierung von Datenbeständen und Datenmanagement geht, lassen sich ähnliche oder gar gemeinsame Probleme identifizieren, die institutions-, fach- und spartenübergreifend gelöst werden könnten. Aber auch in den Bereichen Vermittlung und digitale Werkzeuge gibt es einige Schnittmengen, die noch besser auszunutzen wären.

 

Was erwartet Sie bei unserer Veranstaltung?

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstagvormittag mit drei parallelen und virtuellen Workshops von Kolleg:innen aus dem Konsortium zu unterschiedlichen Themen rund um Datenkompetenzen im GLAM-Kontext. Neben einem von der CRDA veranstalteten Workshop zu FDM Basics, wird sich ein zweiter Workshop dem Thema "FAIR Datenmanagementpläne als begleitendes Instrument einer FAIR Roadmap für GLAM-Einrichtungen" widmen und ein dritter wird kollaboratives Arbeiten der GLAMs mit der Wissenschafts-Community in den Fokus stellen und unter anderem Tools zur 3D-Visualisierung vorstellen. Das Workshopangebot ist offen für alle Interessierten und wird online stattfinden.

Anschließend folgen zwei Panels, die sich mit den Themen der berufsbegleitenden Ausbildung und Weiterqualifikation sowie der Hochschulausbildung auseinandersetzen. Die Vorträge sind als jeweils zehnminütige Inputs mit daran anknüpfendem Austausch zwischen den Panelist:innen und dem Plenum geplant. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund der beiden Ausbildungs-Panels: Wie kann die Nachwuchsausbildung im GLAM-Bereich besser werden? Wie können Nachwuchsinitiativen die Ausbildung von Datenkompetenzen aktiv fördern? Was kann und muss die Hochschulausbildung leisten, um künftiges GLAM-Personal auf den Umgang mit Daten vorzubereiten? Außerdem wird am Donnerstagabend eine Round Table Discussion zu den Herausforderungen des "digitalen Wandels" im GLAM-Bereich stattfinden.

Der Freitag beginnt mit einem Panel unter der Überschrift "Sammeln und Bewahren", laut dem International Council of Museums (ICOM) essenzielle Aufgaben eines Museums. Aber nicht nur Museen sehen sich diesen Anforderungen gegenübergestellt und so werden in diesem Panel Mitarbeitende verschiedener GLAM-Institutionen ihre Erfahrungen und die Herausforderungen in der digitalen Sammlungsarbeit ansprechen und untereinander sowie mit dem Plenum darüber diskutieren.

Eng mit dem ersten Thema des Tages verwandt, wird das zweite Panel auf "Tools und Services" fokussieren. Hier werden einerseits innovative Projekte, digitale Werkzeuge und Services vorgestellt, andererseits fehlende Angebote in der Community oder bereits bestehende interdisziplinäre Lösungsansätze diskutiert werden.

Was gesammelt, bewahrt und digital verwaltet wird, möchte auch präsentiert und vermittelt werden: Das abschließende Panel der Konferenz konzentriert sich deshalb auf die Aspekte "Vermitteln und Zugänglich machen". Die Vermittlung vor Ort, in den jeweiligen Kulturerbe-Institutionen, wie auch im virtuellem Raum werden in dieser Runde angesprochen werden. Insbesondere die Corona-Pandemie hat zahlreiche digitale Vermittlungsangebote aus dem Boden sprießen lassen. Doch welche Ideen haben sich durchgesetzt und wie wurden innovative Ansätze nachhaltig gesichert und den Vermittelnden zugänglich gemacht?

Wir freuen uns sehr, dass zahlreiche namhafte Kulturerbe-Institutionen teilnehmen werden, unter anderem Sprecher:innen von Volontariats-Arbeitskreisen und -Netzwerken, Inputgeber:innen von der Technischen Hochschule Köln, der Archivschule Marburg, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Universität Würzburg, der Philipps-Universität Marburg, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen Deutschland, der Deutschen digitalen Bibliothek, dem eCulture-Projekt des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt, des Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, des Deutschen Filmmuseums – Deutsches Filminstitut e.V., der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf, der Technischen Universität Darmstadt und des Landesmuseums Württemberg. Außerdem sind auch Partnerinstitutionen von NFDI4Culture dabei, Kulturinstitutionen aus dem GLAM-Spektrum, die ebenso an der Arbeit des Konsortiums beteiligt sind, wie das documenta Archiv Kassel, die Deutsche Nationalbibliothek, der digiCULT Verbund und das Germanische Nationalmuseum.
 

Das Programm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie auf unserem Portal, welches fortlaufend aktualisiert wird. Alle Neuigkeiten aus dem gesamten NFDI4Culture-Konsortium erhalten sie auch über Twitter.

]]>
news-16750 Tue, 13 Sep 2022 15:22:33 +0200 Symposium: Ökotopien und Dystopien in Kunstgeschichte, Kultur und Film /beitrag/2022/09/13/symposium-oekotopien-und-dystopien-in-kunstgeschichte-kultur-und-film

Ökotopien und Dystopien in Kunstgeschichte, Kultur und Film
Symposium 22.09.2022 bis 24.09.2022
Universität Regensburg, Hörsaal H10
Universitätsstraße 31, 93053 Regensburg

Flyer als PDF-Download
Plakat als PDF-Download

Wir leben in apokalyptischen Zeiten: Gigantische Waldbrände, verheerende Überschwemmungen, unberechenbare Kriege, überschattet von einer weltweiten Pandemie und Klimakrise. Der globale Klimawandel stellt eine Herausforderung für die Weltgemeinschaft dar. Die aktive Teilhabe aller gesellschaftlichen Akteure ist zwingend notwendig, um die erforderlichen Transformationsprozesse zu realisieren. Hier können Kunst und Film eine überraschend wichtige Rolle spielen! Lange bevor der ökologische Imperativ unsere Gesellschaft durch die aktuellen Erfordernisse des klimatischen Wandels auf allen Ebenen erfasst hat, haben KünstlerInnen und Regisseure in Kunst und Filmen wegweisende Konzepte für eine Neudeutung der Natur und Denkmodelle der Ökologie entwickelt. Das Symposium untersucht in interdisziplinärer Form verschiedene mediale Erscheinungsformen gesellschaftlicher und künstlerischer Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Ökotopien und Dystopien aus den Bereichen von Kunstgeschichte, Kultur und Film.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Christoph Wagner (Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Regensburg) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger (FH Münster, School of Design)
Eintritt frei.
Kontakt: Institut.Kunstgeschichte@ur.de

 

Programm nach oben

Donnerstag 22.9.2022 DYSTOPIEN

14.00 Uhr
Prof. Dr. Christoph Wagner (Universität Regensburg, Kunstgeschichte)
Prof. Dr. Marcus Stiglegger (FH Münster, School of Design)
Eröffnung: Ökotopien und Dystopien in Kunstgeschichte, Kultur und Film

14.20 Uhr
Prof. Dr. Peter Schneemann (Universität Bern, Kunstgeschichte)
Szenarien und Systeme. Die Kunst im Angesicht der ökologischen Krise

15.00 Uhr
PD Dr. Andreas Rauscher (Universität Freiburg, Medienkulturwissenschaft)
Escape from Dystopia ‒ Urbane Settings zwischen Zukunftsvision und Hindernisparcours im Kino der 1980er Jahre

Kaffeepause

16.10 Uhr
PD Dr. Simon Spiegel (Universität Zürich, Filmwissenschaft)
Die Dystopie im 21. Jahrhundert

16.50 Uhr
Dr. Gerald Dagit (Universität Regensburg, Kunstgeschichte)
Dystopie- und Endzeit-Narrative in Science-Fiction Graphic Novels

17.30 Uhr
Prof. Dr. Marcus Stiglegger (FH Münster, School of Design)
Soylent Green oder die Grenzen des Wachstums

Freitag 23.9.2022 ÖKOTOPIEN

10.00 Uhr
Prof. Dr. Christiane Heibach (Universität Regensburg, Medienästhetik)
Ökologie und Engagement: Medienkunst als Utopie

10.40 Uhr
Dr. Thomas Klein (Berlin, Green Consultant für Film & TV)
Ist die Rettung aus der Klimakrise erzählbar? Perspektiven auf ein neues Verständnis von Zukunftserzählungen

11.20 Uhr
Prof. Dr. Nicolai Scherle (FOM Hochschule München)
Und alles wird gut? Imaginative Geographien und touristische Massenmedien in Krisenzeiten

Mittagspause

14.00 Uhr
Prof. Dr. Oliver Jehle (Karlsruher Institut für Technologie KIT, Kunstgeschichte)
Räume der Selbstsorge. Versuch über die Idylle

14.40 Uhr
Prof. Dr. Markus Pillmayer (Hochschule München, Tourismusgeografie)
Resiliente Räume: Auswege aus dem Overtourism

15.20 Uhr
Dr. Sung-Joon Park (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg)
Atmosphären des Misstrauens und der Angst in Epidemien

Kaffeepause

16.20 Uhr
Prof. Dr. Christoph Wagner (Universität Regensburg, Kunstgeschichte)
Wahrheitsversprechen der Kunst: Ökotopiekonzepte in der Moderne

17.00 Uhr
Prof. Rolf Teigler (SRH Berlin School of Popular Arts)
Filmische Blicke in die Zukunft – ist die Dystopie feige oder die Utopie naiv?

Samstag 24.9.2022 PERSPEKTIVEN

10.00 Uhr
Lioba Schlösser M.A. (Universität Düsseldorf)
Anthropogene Zyklusmetaphern im öko-dystopischen Spielfilm: Zur Substitution des Naturkreislaufs innerhalb zerstörter Ökosysteme

10.40 Uhr
Prof. Dr. Lars C. Grabbe (FH Münster, School of Design)
Design, Immersion und Natur. Embodied Storytelling im Kontext ökologischer Gefährdungsräume

11.20 Uhr
Dr. Lars R. Krautschick (Theaterwissenschaft)
Der Super-GAU macht sich rar: Visuelle Aussparungen radioaktiver Katastrophen und wie Radioaktivität kinematografisch am Ende doch sichtbar wird

12.00 Schlussbemerkungen

 

]]>
news-16654 Tue, 30 Aug 2022 11:53:09 +0200 Die Deutsche Fotothek wird 100: fotografisch-künstlerisches FELLOWSHIP zum Gründungsjubiläum 2024 /beitrag/2022/08/30/die-deutsche-fotothek-wird-100-fotografisch-kuenstlerisches-fellowship-zum-gruendungsjubilaeum-2024

2024 feiert die Deutsche Fotothek an der SLUB ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird 2023 ein fotografisch-künstlerisches Fellowship für eine fotografische Arbeit in Auseinandersetzung mit einem der größten deutschen Bildarchive vergeben – Bewerbungen bis 20.10.2022 möglich!

Die Deutsche Fotothek wurde 1924 in Chemnitz als Sächsische Landesbildstelle gegründet. Ab 1925 mit Standort in Dresden entwickelte sie sich nach 1945 zu einem Bildarchiv zur Kunst- und Kulturgeschichte mit zunehmend universalem Anspruch. Heute ist sie mit rund sechs Millionen Medien ein Ort für die Erhaltung, fachgerechte Archivierung, Erforschung und die webbasierte Präsentation fotografischer Werke und Nachlässe bedeutender deutscher oder in Deutschland arbeitender Fotografinnen und Fotografen.

Im Jubiläumsjahr möchte die Fotothek in verschiedenen Ausstellungen herausragende fotografische Positionen vorstellen und ihre Entwicklung im medienhistorischen wie im wissen(schafts)geschichtlichen Kontext reflektieren.

Um nicht nur zurückzuschauen, sondern die Institution auch in die Zukunft hinein zu entwickeln, vergeben wir ein fotografisch-künstlerisches Fellowship, mit dem eine fotografische Arbeit zur Deutschen Fotothek angeregt werden soll. Mögliche Themen sind die Fotothek als Ort, ihre historische Struktur respektive Funktionalität oder grundsätzlich das Dispositiv des fotografischen Archivs, die Sammlung oder einzelne fotografische Bestände wie auch mediale Schwerpunkte.

 

In 2023 realisiert, soll die Arbeit im Rahmen der Ausstellungen in 2024 gezeigt und anschließend in die Sammlung übernommen werden. Wir freuen uns auf die Bewerbungen und sind gespannt auf den (künstlerischen) Blick von außen, um darüber die Fotothek selbst neu kennenzulernen!

 

Hier geht es zur Ausschreibung.

 

]]>
news-16586 Thu, 04 Aug 2022 17:11:00 +0200 Auf Stein gezeichnet. Digitalisierung französischer Lithographien des 19. Jahrhunderts /beitrag/2022/08/04/auf-stein-gezeichnet

Im Augustinermuseum Freiburg werden zurzeit französische Lithographien des 19. Jahrhunderts aus dem Bestand des renommierten Sammlers Dr. Rolf Arnim Winkler (1904-1989) digitalisiert.

Die ca. 6.000 französischen Lithographien aus der Sammlung von Prof. Winkler hat sein Sohn Prof. Karl Tilmann Winkler vor einigen Jahren dem Augustinermuseum vermacht. Die Schenkung umfasst Werke von rund einhundertfünfzig Künstler*innen – Porträts, Landschaftsansichten, Militär- und Genreszenen, Karikaturen sowie Titelblätter von Zeitschriften und Plakate – darunter viele seltene Blätter, die heutzutage nicht mehr auf dem Kunstmarkt erhältlich sind.

Das aktuelle Digitalisierungsprojekt (Laufzeit bis Ende 2022), welches durch die Ernst von Siemens Stiftung ermöglicht wurde, hat zum Ziel, einen ersten Teilbestand von ca. 300 ausgesuchten Blättern verschiedener Künstler*innen digital zu erschließen.

Nach Abschluss des Projekts werden die Ergebnisse des Digitalisierungsprojekts in der Online Sammlung der Städtischen Museen Freiburg präsentiert.

Die Blätter werden einem breiten Publikum von Laien und Kunstliebhaber*innen sowie von Forschenden zugänglich und für alle recherchierbar gemacht. Sie werden in einem Themenalbum präsentiert, das in verschiedene Kapitel gegliedert ist: „Inkunabelzeit: Die ersten Lithographien“, „Meister*innen der Lithographie“, „Historische Ereignisse“, „Die französische Gesellschaft“, „Gebrauchsgraphik“, „Fin de Siècle /Aufkommende Moderne“.

Die Bilddateien sind kostenlos zum Download verfügbar und werden unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) angeboten. Jedes Objekt wird mit Stammdaten und einem Erläuterungstext erschlossen.

Wie geht es weiter?

Das Vorhaben fungiert als Pilotprojekt für eine schrittweise Aufarbeitung der Sammlung Winkler. Um die breit angelegte Sammlung zu erschließen und verfügbar zu machen, soll der Nachlass Schritt für Schritt weiter digital erschlossen werden. Wir freuen uns auf künftige Kooperationen mit Institutionen mit ähnlichen Forschungsschwerpunkten, welche ebenfalls Interesse an die Aufarbeitung dieses Bestandes haben und sich vorstellen können, gemeinsam ein Drittmittelprojekt aufzubauen.

 

augustinermuseum@stadt.freiburg.de
felix.reusse@stadt.freiburg.de
Hélène Iehl, M.A. / Dr. Felix Reuße
Gerberau 15
79098 Freiburg im Breisgau
Tel.: +49 761 201-2524

]]>
news-16620 Mon, 01 Aug 2022 15:36:32 +0200 Christoph Luitpold Frommels 'Der Römische Palastbau der Hochrenaissance' online zugänglich /beitrag/2022/08/01/christoph-luitpold-frommels-der-roemische-palastbau-der-hochrenaissance-online „The most monumental and thorough study of a theme in Renaissance architecture ever written“ urteilte der damalige Altmeister der Renaissancearchitektur-Forschung, James Ackerman, in einer Rezension im Journal of Architectural Historians (34.1, S.74) über Christoph Luitpold Frommels Werk „Der römische Palastbau der Hochrenaissance“ von 1973. Die Forschungen für diese Arbeit, die an der Universität Bonn als Habilitationsschrift angenommen wurde, hat der 1933 in Heidelberg geborene Architekturhistoriker während der mehrjährigen Beschäftigung als wissenschaftlicher Assistent an der Bibliotheca Hertziana, dem Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom, durchgeführt. Entsprechend erfolgte die Publikation als Nr. 21 der Reihe der Römischen Forschungen der Bibliotheca Hertziana [https://doi.org/10.11588/diglit.47054], gedruckt in drei großformatigen Bänden im Tübinger Wasmuth-Verlag. Der Titel ist längst vergriffen. Die Auflage war für ein derart grundlegendes Thema viel zu gering und wurde – so berichtet der Autor – durch einen Wasserschaden im Verlagslager noch weiter dezimiert. Daher findet sich der Titel in der Regel in gut sortierten Universitäts- und Institutsbibliotheken, aber private Exemplare werden inzwischen zu vierstelligen Europreisen gehandelt.

 

Frommel setzte mit dem römischen Palastbau die Tradition der Bibliotheca Hertziana fort, die spätestens seit dem ersten Direktor der Nachkriegszeit, Franz Graf Wolf Metternich, zu einem Zentrum der Architekturforschung – oder genauer gesagt: der St. Peter-Forschung – geworden war. Zugleich stieg die deutsche Romforschung mit dem Thema des Palastbaus gewissermaßen wieder vom vatikanischen Hügel herab, auf den sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit ebendieser  – sehr erfolgreichen und auch von Frommel selbst betriebenen  –  St. Peter-Forschung zurückgezogen hatte. Später, 1981, selbst Hertziana-Direktor geworden, erweiterte Frommel diese Öffnung noch durch eine intensive Zusammenarbeit mit internationalen, vor allem aber auch italienischen Kolleg:innen, was unter anderem in der 1994 und 1995 in Venedig und Berlin unter dem Titel „Die Renaissance – von Brunelleschi bis Michelangelo“ bzw. „Architekturmodelle der Renaissance“ gezeigten Ausstellung seinen Ausdruck fand. Noch heute forscht der bedeutende Wissenschaftler zur italienischen Renaissancearchitektur und -kunst und legte in den letzten Jahren unter anderem umfassende Studien zum Wallfahrtsheiligtum Loreto [https://doi.org/10.11588/arthistoricum.860] und zu Michelangelo als Bildhauer vor. Seine seit der Dissertation über die Farnesina 1961 erschienenen Schriften werden derzeit auf arthistoricum.net online zugänglich gemacht [https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/view/schriftenreihen/sr80.html]. Der Umstand, dass in diesem Rahmen nun auch der „Römische Palastbau der  Hochrenaissance“ für die Wissenschaft und das interessierte Publikum wieder verfügbar geworden ist [https://doi.org/10.11588/diglit.59324], wofür auch dem Wasmuth-Verlag für die freundliche Zustimmung zu danken ist, bildet den Anlass für diesen Text.

Mit seinem opus magnum konnte Frommel den Palastbau als architektonisch-künstlerische Schlüsselgattung etablieren, in der sich die wesentlichen Elemente frühneuzeitlicher Kulturgeschichte manifestierten. Nicht nur wichtige gestalterische und typologische Entwicklungen, die bis zum europäischen Schlossbau des Absolutismus führen, sondern generell die Entstehung einer städtischen – in Rom sowohl bürgerlich, feudal als auch kirchlich geprägten – Kultur lässt sich kaum irgendwo so gut ablesen wie am Palastbau der Renaissance. Hier haben die unterschiedlichsten Bereiche wie Urbanistik, Verwaltungswesen, Bau- und Haustechnologie, Festkultur, Kunst und Sammlungswesen sowie allgemein Wohnkultur entscheidende Entwicklungen vollzogen. Frommel war zu Beginn der 1970er Jahre mit seiner unmittelbar auf dem Quellenmaterial fußenden Arbeitsweise, die zugleich auf künstlerische, funktionale und soziale Aspekte der Bauten zielte, ein Vorreiter in der Architekturgeschichtsforschung. Dass seine Untersuchungen in lebendiger Auseinandersetzung auf älterer Forschung aufbauen, ist im Gebiet der Renaissanceforschung – die bereits mit der Selbstdokumentation und -reflektion der Zeitgenossen beginnt – selbstverständlich.

Hervorzuheben ist jedoch, wie unmittelbar Frommel auch an Forschungstraditionen des 19. Jh. anschließt, etwa an die Methoden der Architekten-Forscher Letarouilly und Geymüller, die für die akribische Vermessung der Bauten und die Arbeit mit historischen Architekturzeichnungen stehen.

 

 „Der Römische Palastbau der Hochrenaissance“ erschien in drei Bänden, was nicht nur dem Umfang des Stoffes geschuldet ist, sondern auch drei, sich ergänzende Herangehensweisen an den Gegenstand repräsentiert: Die thematische, die monografisch-katalogmäßige und die visuelle. Die physische Aufteilung in drei Bände dient ebenso dem praktischen Arbeiten und ermöglicht die Gleichzeitigkeit der Zugänge: Während man im 1. Band zu übergreifenden Themen liest, liegen der 2. Band zur Konsultation des Katalogs und der 3. Band zur Ansicht der Abbildungen aufgeschlagen daneben. Auch der Autor selbst hat vor allem Katalog und Tafelband seines eigenen Werks immer wieder auf diese Weise genutzt. Im digitalen Format werden aus aufgeschlagenen Büchern freilich „windows“, wodurch mehrere oder sehr große Bildschirme sowie einiges Geschick beim Wechsel der Ansichten nötig sind. Andererseits ist natürlich ein unvergleichlicher Vorteil, dass das Werk nun im Volltext durchsuchbar ist.

Der erste Band [https://doi.org/10.11588/diglit.59325] stellt den Palastbau als zentrale europäische Bauaufgabe vor, an der sich wesentliche Aspekte der Architekturpraxis und -geschichte der frühen Neuzeit ablesen lassen. In den Urbanistik, Stil, Funktion und Typus, Fassaden sowie Höfen gewidmeten Kapiteln thematisiert Frommel übergreifend Genese, Typologie und Gestalt des Adels- und Klerikerpalasts, wobei er aber stets mit konkreten Einzelbeispielen argumentiert und die entscheidende Bedeutung der einzelnen Protagonisten – seien es Schaffende oder Auftraggebende – unterstreicht.

Der zweite Band [https://doi.org/10.11588/diglit.59326] ist als Katalog konzipiert, der jedem der 32 als relevant ausgewählten Palastbauten – neben 31 römischen Bauten ist als Ausnahme der von Raffael geplante Palazzo Pandolfini in Florenz hinzugefügt – einen mehr oder weniger umfangreichen Eintrag widmet. Die idealtypische Gliederung jedes Eintrags in die fünf Abschnitte Schriftliche Quellen, Bilddokumentation, Bauherr und Besitzer, Baugeschichte, Rekonstruktion hat bis heute Modellcharakter für die monografische Behandlung von historischen Bauten. Insbesondere die Trennung zwischen dem heutigen Zustand und dem als Arbeitsgrundlage heranzuziehenden rekonstruierten Originalzustand ist methodologisch wichtig. Inhaltlich zeigen die Katalognummern höchste Souveränität im Umgang mit den Quellen, gleich ob es sich um Zahlungsbelege, Verträge oder zeitgenössische Beschreibungen handelt. Zu einer Zeit, in der die Schriftquellen zum großen Teil ausschließlich in Form ihrer Originalüberlieferung in den verschiedenen staatlichen, kirchlichen und privaten Archiven erreichbar waren, hat Frommel aus der für Rom bekanntlich übergroßen Fülle der Überlieferung die jeweils relevanten Ausschnitte transkribiert und zusammengestellt. Ebenso kennt er jede Ecke der Bauten und konnte daher, nicht zuletzt mit Hilfe der nicht immer leicht zu deutenden Architekturzeichnungen, die historischen Informationssplitter zuordnen und interpretieren. Insgesamt erreichen die Katalognummern erheblichen Umfang und Tiefe. Der insgesamt 48 eng bedruckte Seiten umfassende Katalogeintrag zum Flaggschiff der römischen Renaissancepaläste, dem Palazzo Farnese, wurde auch von späteren Monografien an Informationsgehalt nur selten überholt.

Der dritte, Bildtafeln enthaltende Band [https://doi.org/10.11588/diglit.59327] konzentriert sich ganz auf die Funktion einer Quellensammlung in Bildform. Ganzseitige Fotografien oder klassische Gesamtansichten sucht man nahezu vergebens. Stattdessen vereinen die Tafeln jeweils kleinere Abbildungen von Baudetails, historischen Stichen, Karten und Zeichnungen, die auf die relevanten Bereiche beschnitten und somit in ihrer eigentlichen Gestalt nicht immer leicht zu erkennen sind. Diese in unserer Zeit der äußersten Medien- und Überlieferungssensibilität möglicherweise befremdlich wirkende Vorgehensweise erzeugt eine beachtliche Informationsdichte und kann darüber hinaus gewissermaßen schon wieder als gestalterisches Werk eigenen Rechts gelten.

 

Nach wie vor findet sich zur Geschichte der Urbanistik in Rom, der Entwicklung von Idee, Struktur und Gestalt (hier noch ohne Umschweife mit „Stil“ bezeichnet) oder der typologischen und funktionalen Aspekte der römischen Renaissancepaläste kaum eine dem „Römischen Palastbau“ vergleichbar umfassende, klare und kompakte Darstellung in deutscher Sprache. Mit dieser Publikation hat Frommel zahlreiche weitere Einzelforschungen – nicht nur eigener Schüler:innen – angestoßen, die zusätzliche Detailkenntnisse zu einzelnen Palästen hervorgebracht haben oder auch andere, bislang kaum beachtete Bauten in und um Rom erschlossen haben. Auch die zahlreichen Monografien, die in den 1980er und 90er Jahren an der Architekturfakultät der römischen Sapienza in der Tradition der von Gustavo Giovannoni begründeten Baugeschichtsforschung erarbeitet wurden, dürften Anstöße durch Frommels gleichermaßen auf künstlerische Formen, funktionale Strukturen und handelnde Persönlichkeiten ausgerichtete Publikation erhalten haben. Selbst manche Arbeiten aus dem angloamerikanischen Raum wie die bedeutende Untersuchung von Patricia Waddy zu den römischen Barockpalästen sind ohne Frommels opus magnum kaum vorstellbar, auch wenn die Autorin sich nicht explizit darauf beruft. Jüngste Forschungen zum Palastbau, etwa von Renata Ago oder Gail Feigenbaum, haben die Autopsie der inneren Strukturen der Paläste durch die Betonung der Rolle der festen und beweglichen Kunstausstattung erneut ausgeweitet. Aber ohne das von der vorangegangenen Architekturforschung – und hier eben maßgeblich Frommel – gezeichnete Bild fehlte diesen neuen Perspektiven das nötige Fundament.

So hat die Forschung manches präzisiert und hinzugefügt und – das muss auch gesagt werden – in vielen Publikationen erheblich bessere Abbildungen zum aktuellen Zustand der Bauten bereitgestellt. Dennoch erwiesen sich die von Frommel im „Römischen Palastbau“ zusammengeführten Materialien als eine Grundlage, die auch nach Jahrzehnten nur um Weniges ergänzt werden konnte. Insbesondere blieben auch die von ihm getroffenen historischen Rekonstruktionen und Interpretationen weitestgehend gültig. Auch das hatte James Ackerman schon so eingeschätzt: „My guess is that its data on the buildings discussed and most of its opinions about their dating and authorship will remain valid and current for generations“. Umso erfreulicher ist es, dass diese Ergebnisse dank arthistoricum.net nun mit geringstem Aufwand erreichbar sind.

 

DOI der digitalisierten Version von Christoph Luitpold Frommel: Der Römische Palastbau der Hochrenaissance. Tübingen 1973: https://doi.org/10.11588/diglit.59324

 

]]>
news-16485 Wed, 13 Jul 2022 09:50:49 +0200 NFDI Call for Data | 3D Hackathon Berlin 2022 - Creating new dimensions /beitrag/2022/07/13/nfdi-call-for-data-3d-hackathon-berlin-2022-creating-new-dimensions

Liebe Interessierte und (zukünftige) Datengeber:innen,

wir, ein Zusammenschluss von Enthusiasten aus den beiden NFDI-Konsortien NFDI4Culture und NFDI4Biodiversity, werden gemeinsam mit dem Netzwerk AG3D im September den ersten Cross-NFDI-Daten-Hackathon mit dem Fokus 3D Daten veranstalten.
3D HACKATHON | Berlin 2022 - Creating new dimensions(24./25.9.) https://creating-new-dimensions.org/
Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, sich bei unserem 3D Hackathon zu engagieren und als Datengeber:in zu beteiligen!

 

Eckdaten

Unser 3D Hackathon startet mit einem Kick Off-Event am 24./25. September2022. Nach einer vierwöchigen Sprintphase wird es zum Abschluss des Hackathons eine Vorstellung der entstandenen Projekte und Preisverleihung am 24. Oktober 2022 geben. Als Veranstaltungsort wird Berlin fungieren, wobei die Sprintphase natürlich unabhängig davon ist und jedes Team hier über den Ort und die Kommunikation frei entscheidet.

 

Neugierig geworden?

Sie haben Interesse, als Datengeber:in dabei zu sein und möchten mehr zu unserem 3D-Hackathon und den Daten erfahren? Dann nutzen Sie gern unsere digitalen Prepare your Data Infoveranstaltungen. Dort erklären wir Lizenzierungsmöglichkeiten, Datenformate und Übermittlungswege, zeigen Beispiele und nehmen uns vor allem Zeit für Ihre Fragen und potentiellen Datensets. Dafür möchten wir Ihnen im Juli bis Anfang August verschiedene Termine anbieten. Alle Veranstaltungen finden virtuell statt und sind in ihrer Struktur identisch.

12. Juli, 13 - 15 Uhr
29. Juli, 10 - 12 Uhr
02. August, 13 - 15 Uhr
04. August, 10 - 12 Uhr

Die Registrierung für die Prepare your Data Veranstaltung erfolgt hier: https://events.gfbio.org/event/23/registrations/18/

Bei Problemen mit der Anmeldung können Sie sich gerne unter berenike.rensinghoff@adwmainz.de melden.

 

Worum geht es?

Wir sehen Daten-Hackathons als einen praxisorientierten, alternativen Rahmen, in dem Wissenschafts- und Kulturinstitutionen gemeinschaftlich ihre Daten zur Verfügung stellen. Für 2022 möchten wir gemeinsam mit Ihnen einen fächerübergreifenden Blick speziell auf digitale 3D-Kultur- und Forschungsdaten richten. 3D-Datensets müssen dabei jedoch nicht zwangsläufig als Grundlage dienen, sondern können ebenso das Endprodukt eines kreativen Transformationsprozesses sein.

 

Wer kann Datengeber:in sein?

Alle Institutionen, die spannende Daten haben und diese teilen möchten. Willkommen sind GLAM (Galleries, Libraries, Archives, Museums) Institutionen, Forschungseinrichtungen und andere, die Interesse haben. Spread the word!


Ist das gut für mich / meine Daten?

Ja! Denn unser aller Forschungsdaten sind mit großer Mühe und Sorgfalt entstanden. Wir erstellen und pflegen sie mit der Hoffnung, dass sie einen wissenschaftlichen Mehrwert generieren. Ein fremder Blick auf das eigene bekannte Werk kann neue und unerwartete Erkenntnisse bringen und es werden Aspekte erhellt, die Sie möglicherweise nicht in Ihren Daten vermutet hätten, insbesondere bei einem Mix and Reuse multidisziplinärer Datensätze!
Ihr Repositorium, Corpus, Konvolut oder Datenset tritt dabei in Kommunikation und wird einem großen, heterogenen Publikum vorgestellt. Nicht zuletzt könnte dies auch der Anstoß sein, Ihren Daten den letzten Schliff für die Nachnutzung zu geben und noch einmal zu überprüfen, ob sie so gut strukturiert sind, wie Sie immer angenommen hatten...
Drei Dinge können geschehen: 1. Die Daten werden besser. 2. Die Daten werden bekannter. 3. Sie staunen darüber, was alles noch in Ihren Daten stecken kann.

 

Wie kann ich Daten zu Verfügung stellen?

Die Voraussetzung für die Teilnahme am Hackathon ist eine ausreichend freie Lizensierung Ihrer Datensets per CC-Lizenz (CC BY, CC BY-SA, CC0). Daten mit Lizenzen entsprechender Rechtefreigaben werden genauso akzeptiert (z.B. Public Domain).

Die Objekte sollten:

  •  hinreichend erschlossen sein (vorzugsweise verknüpft mit Geodaten, Normdaten etc.)
  •  in hoher Qualität vorliegen
  •  einheitlich und maschinenlesbar sein
  •  neben Mediendateien auch beschreibende Daten, wie Metadaten, enthalten

 

Gibt es auch noch andere Möglichkeiten der Beteiligung?

Aber ja! Wir freuen uns über jede Institution, die Datensets zur Verfügung stellen möchte, aber auch ein Engagement als Sponsor, das Bereitstellen eines Messestandes oder eine andere Art der Partizipation ist gern gesehen. Sie haben diesbezüglich eine Idee oder wollen mehr erfahren? Melden Sie sich gern bei Katja Sternitzke unter coordination-office@nfdi4culture.de mit dem Betreff "3D Hackathon 2022".

 

Das klingt alles sehr gut, aber was ist ein Hackathon und wie läuft er ab?

Ein klassischer Hackathon ist eine Veranstaltung, bei der sich Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten treffen, um gemeinsam Softwareanwendungen innerhalb eines Tages oder Wochenendes zu entwickeln. Der Begriff „Hack“ (englisch für „technischer Kniff“) weist darauf hin, dass es darum geht, auf kreative, experimentelle und ungewöhnliche Weise Herausforderungen praktisch zu lösen. Im Gegensatz zu sonst recht kurzen Hackathons, wird sich unser 3D Hackathon über einen Zeitraum von vier Wochen erstrecken. So können sich die Teams über mehrere Wochen zusammensetzen und an ihren Ideen und Umsetzungen feilen.
Unser 3D Hackathon wird aus einem Kick-Off Termin, einer nachfolgenden Sprint-Phase und der abschließenden Preisverleihung bestehen.
Am ersten Tag des Kick-Off Wochenendes geht es vor allem darum, die Datengeber:innen und Datensets kennenzulernen. Im Laufe des Tages bilden sich Teams aus Teilnehmer:innen mit unterschiedlichen Hintergründen: Wissenschaftler:innen aus den Communities der NFDI-Konsortien und NFDI-Initiativen, Kulturschaffende, Coder:innen, Designer:innen und Enthusiasten. Und dann beginnt auch schon, etwa am Nachmittag, die konkrete Arbeit mit den Daten. Diese wird am zweiten Tag des Wochenendes und in der Sprintphase fortgeführt.
Am Ende der Sprintphase werden am Tag der Preisverleihung durch eine Jury die besten Ergebnisse prämiert und natürlich auch Preise vergeben. Damit endet der Hackathon.
Coding da Vinci - der uns als Pate zur Seite steht - hat es für Kulturdaten bereits erfolgreich vorgemacht. 

 

Zu guter Letzt

Tragen Sie sich gern auf unserer xNFDI-Hackathon-Mailingliste ein, um keine Updates zu verpassen.
Wir freuen uns auf Sie!

Franziska Fritzsche (NFDI4Culture)
im Namen von Berenike Rensinghoff als Datenkoordinatorin (NFDI4Culture) und des Orga-Teams

Lambert Heller (NFDI4Culture), Christin Keller (NFDI4Objects), Robert Päßler (AG3D), Berenike Resinghoff (NFDI4Culture), Juliane Röder (NFDI4Biodiversity), (Zoe Schubert (NFDI4Culture), Katja Sternitzke (NFDI4Culture), Martin Stricker (AG3D), Nadja Tata (Museum für Naturkunde) and Judith Weber (NFDI4Biodiversity)

]]>
news-16428 Tue, 05 Jul 2022 10:25:49 +0200 Neue Bildrecherche für die Onlinekollektion »Fotoliteratur digital«: historische Publikationen einfach nach Fotografien und Abbildungen durchsuchen /beitrag/2022/07/05/neue-bildrecherche-fuer-die-onlinekollektion-fotoliteratur-digital-historische-literatur-zu-fotografie-einfach-nach-fotografien-und-abbildungen-durchsuchen

Für die Onlinekollektion »Fotoliteratur digital« steht ab sofort eine neue bildzentrierte Recherchemöglichkeit zur Verfügung. Mit über 500 digitalisierten Veröffentlichungen zur Geschichte der Fotografie und Fotokunst, Fototechnik und -chemie, Bildbänden und Fotobüchern, Ausstellungskatalogen und Periodika wie Zeitschriften oder der Enzyklopädie der Photographie vereint die Kollektion eine besonders umfangreiche Überlieferung fotohistorisch relevanter Literatur aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Nachkriegszeit. Nun kann die Sammlung erstmals auch als einzigartige Quelle für die Bildrecherche genutzt werden.

War es bisher nur möglich, die in der Onlinekollektion gesammelten digitalisierten Fotobücher und fotohistorisch relevanten Publikationen als Volltexte zu durchsuchen, kann mit der neuen Einzelbildsuche jetzt auch gezielt nach in den jeweiligen Werken veröffentlichten Abbildungen und Fotografien gefahndet werden. Zu diesem Zweck wurden alle Bilder aus den digitalisierten historischen Veröffentlichungen tiefenerschlossen und für die Bildsuche vereinzelt, um sie als eigenständige Ressourcen verfügbar zu machen. Die neuen Bilddaten enthalten Titelinformationen, Angaben zu Fotograf*innen und Illustrator*innen sowie zum Veröffentlichungskontext und sind mit standardisierten Schlagwörtern aufbauend auf fotografischen Genres versehen. Wie gewohnt, werden alle Bilder über den arthistoricum.net-Werkzeugkasten auch im Bildaustauschformat IIIF angeboten.

Sie möchten noch weitere Quellen zur Bildrecherche auf arthistoricum.net kennenlernen? Alle Bildkollektionen und weitere Bildquellen finden Sie auf unserem Themenportal »Bildquellen digital«.

Der entstandene Bildkorpus von mehr als 11.000 Objekten bietet einen neuen innovativen Forschungszugang zu den historischen Veröffentlichungen sowie zu den Verwendungskontexten und der publizistischen Rezeptionen einzelner Aufnahmen. Alle Bilddaten sind über die Bildsuche im arthistoricum.net-Katalog oder über die neue gleichnamige Bildkollektion abrufbar. Die Bildkollektion ermöglicht einen kuratierten Einstieg, der die Recherche nach in der Sammlung vertretenen Künstler*innen, nach bekannten fotografischen Genres oder nach häufig vergebenen Schlagwörtern ermöglicht. Suchen Sie zum Beispiel nach Werken von bedeutenden Fotograf*innen wie Albert Renger-Patzsch, Hugo Erfurth, Lala Aufsberg, Karl Blossfeldt oder Paul Wolff oder starten Sie ihre eigene Suche.

Die neue Bildkollektion ist eine von mehreren Recherchemöglichkeiten auf arthistoricum.net, die Bilder aus historischen Veröffentlichungen systematisch erschlossen zugänglich macht. Neben der Onlinekollektion »Fotoliteratur digital« können über die Bildkollektionen »Illustrierte Magazine« und »Gebrauchs- und Reklamegrafik« mehr als 75.000 einzeln tiefenerschlossene Abbildungen und Fotografien unterschiedlicher Illustrierter Magazine aus der Weimarer Zeit sowie der Zeitschriften »Das Plakat« und »Gebrauchsgraphik« durchsucht werden.

Zur Bildkollektion »Fotoliteratur digital« 
oder zur Bildsuche im arthistoricum.net-Katalog

]]>
news-16236 Thu, 09 Jun 2022 12:55:12 +0200 Eine Tagung zum deutsch-deutschen Verhältnis von Kunst und Kunstkritik /beitrag/2022/06/09/eine-tagung-zum-deutsch-deutschen-verhaeltnis-von-kunst-und-kunstkritik Kunst/Kritik in Ost und West
eine deutsch-deutsche Geschichte

Historische und gegenwärtige Differenzen und Besonderheiten von ost- und westdeutscher Kunstgeschichte seit 1945 stehen im Mittelpunkt einer Tagung in Dresden. Die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA lädt gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zu einer vom Institut für Soziologie der Technischen Universität Dresden organisierten Debatte über diese Themen am 24. und 25. Juni 2022 in das Dresdner Albertinum ein.

 

Freitag, 24. Juni 2022 – 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Samstag, 25. Juni 2022 – 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Aktuell rückt vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine in Dresden auch die Problematik des kulturellen Dialogs zwischen Ost und West verstärkt in den Blickpunkt. Werden die neu erforschten grenzüberschreitenden „kulturellen Territorien“ nun durch die kriegerischen Entwicklungen und die damit einhergehenden geopolitischen Veränderungen wieder verstärkt zu Nationalismen führen? Vor diesem Hintergrund erscheint die programmatische Fragestellung der diesjährigen AICA Tagung von besonderer Relevanz. Denn auch in der Kunst wie in der Kunstkritik spiegeln sich solche national-politischen Parameter. Dies betrifft ebenso die AICA und ihre Historie.


Die Kunstexperten und Kunstexpertinnen beschäftigen sich auf der Dresdener Tagung gut 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung daher mit der unterschiedlichen Rolle von Kunst und Kunstkritik in den ehemals beiden deutschen Staaten. Eingeschlossen ist dabei die Frage der nicht erfolgten pauschalen Aufnahme der AICA-Mitglieder aus der DDR in einen gesamtdeutschen Kunstkritikerverband. Unterstützt wird das öffentliche Treffen von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Die Übertragung der Vorträge und Diskussionen per Live-Stream ist ebenso vorgesehen wie die Dokumentation auf YouTube.

Zur kostenlosen Tagung ist eine Anmeldung bis spätestens zum 20. Juni 2022 unter https://dud-poll.inf.tu-dresden.de/AICA-Dresden2022/

Das Tagungsprogramm zum Herunterladen.


Bewusst gewählt wurde das Albertinum als Veranstaltungsort für die öffentlichen Vorträge und Diskussionen, weil hier in den Jahren 2017/18 der „Dresdner Bilderstreit“ als späte und politisch aufgeladene Fortsetzung des bereits 1990 einsetzenden deutsch-deutschen Bilderstreits ausgetragen wurde. Der Kultursoziologe Prof. Karl-Siegbert Rehberg (TU Dresden) wird zum Auftakt des Treffens zeigen, dass die deutsch-deutschen Kunstkontroversen weit über das Fachpublikum hinaus in den neuen Bundesländern auf starke Resonanz stießen. Daher ist dieser Streit als stellvertretender Diskurs über die schwierigen Aspekte der Wiedervereinigung einzuschätzen.


Hierzu wollen auch die SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann sowie die Albertinum-Direktorin Hilke Wagner sprechen. „Es geht uns um ein Verständnis der Andersartigkeit unserer jeweiligen Erfahrungen“, betont die Präsidentin der deutschen AICA, Danièle Perrier: „Und es geht um eine Anerkennung, dass gerade diese Diversität einen Reichtum darstellen kann.“
Die damaligen Entscheidungen, AICA-Mitglieder aus der DDR nicht pauschal in die neue gesamtdeutsche AICA aufzunehmen, sollen im Lichte heutiger Bewertungen der Wiedervereinigung diskutiert werden. Ergebnisse ihrer Archivarbeit mit AICA-Dokumenten der „Wende-Zeit“ zu diesem Thema präsentiert die Kunsthistorikerin und Autorin Isa Bickmann in Dresden.
Neben dem Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich referiert auch der Berliner Kunsthistoriker Eckhard Gillen, Experte für die Kunst Ostdeutschlands in der Nachkriegszeit, über den Umgang mit westlicher und östlicher Moderne nach 1990; er plädiert „für eine ungeteilte Annahme des künstlerischen Erbes“.


Bei der Bewertung und Einordnung der zwischen 1949 und 1991 in Ostdeutschland entstandenen Kunst können „die Betrachtung transnationaler Peripherien, genderbasierte Analysen und intersektionale Kritik“ geeignet sein, einen isolierten "Sonderforschungsbereich DDR" zu vermeiden, erklärt die Kunsthistorikerin Susanne Altmann (Dresden), die das Thema im Gespräch mit weiteren Expertinnen bei der AICA-Tagung diskutiert. Bislang werde die Kunst Ostdeutschlands meist im Abgleich mit westlichen, speziell westdeutschen Phänomen oder nach bereits etablierten Kategorien beurteilt.
Ein kurzfristig organisiertes Tagungsthema widmet sich den gravierenden Konsequenzen des russischen Einmarsches in die Ukraine für den kulturellen Diskurs zwischen Ost und West. Gefragt wird danach, ob die Bemühungen gescheitert sind, die mittel- und osteuropäischen Kulturen nicht mehr nach den geopolitischen Maßstäben des Kalten Krieges zu beurteilen, sondern sie vielmehr als transnationale, kulturelle Territorien zu verstehen. Der Kunsttheoretiker und Kritiker Carsten Probst diskutiert mit Experten Versäumnisse und Perspektiven des Kulturaustausches in schwierigster Zeit.


Zur deutschen AICA-Sektion zählen mehr als 200 Autoren, Kritiker, Journalisten und Publizisten. In der internationalen AICA, einer von der UNESCO anerkannten Nicht-Regierungsorganisation (NGO), sind weltweit in 95 Ländern über 5000 Mitglieder organisiert. Der Zweck des in Deutschland 1951 gegründeten Vereins ist die Förderung von Kultur und Bildung sowie der Kunstkritik und der Schutz von Presse- und Meinungsfreiheit.

AICA Deutschland: www.aica.de

 

]]>
news-16179 Thu, 02 Jun 2022 10:31:40 +0200 Belvedere startet ein neues Open Access E-Journal für zentraleuropäische Kunstgeschichte /beitrag/2022/06/02/belvedere-startet-open-access-e-journal

In Anlehnung an seine bedeutende Kunstsammlung gründete das Belvedere in Kooperation mit arthistoricum.net das „Belvedere Research Journal“, eine neue Diamond Open Access E-Zeitschrift zur zentraleuropäischen Kunstgeschichte. Es setzt sich dabei das anspruchsvolle Ziel, Wissen und Innovationen unter Wissenschaftler*innen aller Nationalitäten und Institutionen zu teilen und zur Auflösung sprachlicher Barrieren in der Region beizutragen.

Die Zeitschrift orientiert sich thematisch am Sammlungsbestand des Belvedere und veröffentlicht Beiträge, welche die visuelle Kultur des ehemaligen Habsburgerreichs und Zentraleuropas im weitesten Sinne vom Mittelalter bis zur Gegenwart neu beleuchten. Es bietet insbesondere aktuellen Forschungstrends wie der Untersuchung transnationaler Kulturtransfers, der Dezentrierung von etablierten Narrativen sowie den interdisziplinären Ansätzen Platz. Die längeren „Research Articles“ zu solchen Thematiken werden einem strengen double-anonymized peer-review unterzogen, um den höchsten wissenschaftlichen Standards gerecht zu werden. Darüber hinaus lädt das Belvedere externe Expert*innen ein, auch die eigene Sammlung in der Rubrik „Discoveries“ wissenschaftlich tiefer zu erschließen und zu erfassen.

Das Journal bietet den Autor*innen größtmöglichen Komfort im Publikationsprozess. Die vom Belvedere organisierte professionelle Übersetzung der angenommenen Manuskripte aus den gängigen zentraleuropäischen Sprachen ins Englische soll dazu beitragen, den wissenschaftlichen Austausch über die Sprach- und Kulturgrenzen hinaus zu intensivieren und zu fördern sowie die internationale Rezeption und Sichtbarkeit der jeweiligen Artikel und Autor*innen zu erhöhen. Das Belvedere übernimmt ebenfalls ohne weitere Bearbeitungsgebühren das professionelle Lektorat sowie den Erwerb der Bildrechte.

Das Belvedere verpflichtet sich den Prinzipien von Open Access und setzt für die freie Zugänglichkeit von Forschung sowie für den internationalen Wissensaustausch zur zentraleuropäischen Kunstgeschichte. Das Belvedere bekennt sich weiters zu den Forderungen des Plan S, der Berliner Erklärung sowie der Budapest Open Access Initiative und unterstützt die Bemühungen von FWF, DFG und weiteren Fördereinrichtungen, öffentlich geförderte Forschungsprojekte durch die CC BY-Lizenz der Allgemeinheit frei zugänglich zu machen. Die Einbettung der Artikel in die transnationale Forschungsdateninfrastruktur erfolgt selbstverständlich über anerkannte Identifikatoren wie DOI oder ORCiD. Die Zeitschrift wird mit Open Journal Systems (OJS), einer Open-Source-Software, verwaltet.

Die Frist zur Einreichung der fertigen Manuskripte für die erste Ausgabe der Zeitschrift läuft bis 30. September 2022. Die Editor*innen begrüßen informelle Anfragen zu möglichen Themenvorschlägen. Der aktuelle Call for papers ist hier nachzulesen, weitere Informationen sind der Webseite zu entnehmen.

Anna-Marie Kroupova

 

]]>
news-16090 Mon, 23 May 2022 11:29:59 +0200 Deutsche auf Reisen im Frankreich Ludwigs XIV.: Das binationale Editionsprojekt ARCHITRAVE ist online /beitrag/2022/05/23/editionsprojekt-architrave-ist-online

Die Webseite ARCHITRAVE „Kunst und Architektur in Paris und Versailles im Spiegel deutscher Reiseberichte des Barock“ bietet erstmals Zugang zu Reiseberichten und Aufzeichnungen deutscher Architekten und Diplomaten, die Frankreich – und insbesondere Paris und Versailles – zwischen 1685 und 1723 besucht haben. Diese Zeitspanne war kriegerisch, so dass die Reisetätigkeit temporär stark eingeschränkt war. Nur wenige ausführliche Berichte haben sich erhalten. Sechs der für die Kunst- und Kulturgeschichte aussagekräftigsten Texte aus deutschen und österreichischen Bibliotheken wurden ausgesucht, an denen sich der Wandel der Wahrnehmung der Kunst und Kultur Frankreichs am Übergang zwischen Späthumanismus und Frühaufklärung untersuchen lassen. Das Quellenkorpus, das in einem mehrjährigen binationalen Editionsprojekt kritisch herausgegeben und online gestellt wurde, umfasst Texte von:

  • Christoph Pitzler (1657-1707)
  • Ferdinand Bonaventura Graf von Harrach (1637-1706)
  • Lambert Friedrich Corfey (1668-1733)
  • Christian Friedrich Gottlieb von dem Knesebeck (um 1685?-1720)
  • Leonhard Christoph Sturm (1669-1719)
  • Balthasar Neumann (1687-1753)


Das deutsch-französische Forschungs- und Editionsvorhaben wurde zwischen 2017 und 2021 von der Agence nationale de la recherche (ANR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Es wurde von Prof. Dr. Hendrik Ziegler von der Philipps-Universität Marburg geleitet.

Drei Einstiegsmöglichkeiten gewähren einen niedrigschwelligen Zugang zu den Editionen: Entweder kann man die Texte Seite für Seite durchblättern oder über die Register nach Personen, Orten oder Werken suchen, oder aber auf drei interaktiven Karten von Europa und Paris Informationen zu bestimmten Orten und Monumenten erhalten. Zudem unterstützt eine Suchmaschine die Recherche.

Neben den Editionen bietet die Webseite ARCHITRAVE Zugang zu den wissenschaftlichen Aktivitäten, die im Rahmen des Projekts stattfanden:


Noch ein Wort zu den Vorteilen des webbasierten Edierens:

  • Die dynamische Webseite lässt sich an die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer*innen anpassen. Verschiedene Ansichten sind wählbar und können beliebig nebeneinandergestellt werden: die digitalen Faksimiles, die Transkriptionen, die Übersetzungen und die kodierten Versionen in XML-TEI.
  • Alle Texteditionen werden im TextGrid Repository langzeitarchiviert, das von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen unterhalten wird. Über das Repository können auch sog. Voyant Tools zur quantitativen und qualitativen Textanalyse (Textometrie) genutzt werden: Das Textkorpus kann damit nach den Prinzipien des „distant reading“ auf gattungsspezifische Trends untersucht werden.
  • Entsprechend den Vorgaben von Open Access und Open Source sind alle Forschungsdaten nachnutzbar. Insbesondere sind die angereicherten Registereinträge zu den von den Reisenden gesehenen und besuchten Orten und Kunstwerken dabei für andere Projekte interessant. Sie sind auf heiDATA abrufbar. Von einem der Projektträger – dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris – wird eine Kooperation mit dem Konsortium „Time Machine“ angestrebt.

Hendrik Ziegler

 

]]>
news-15927 Tue, 10 May 2022 10:35:15 +0200 Ausverkauf deutschen Kulturgutes /beitrag/2022/05/10/ausverkauf-deutschen-kulturgutes
]]>
news-15889 Fri, 06 May 2022 08:00:00 +0200 Willkommen im Museum Luh! /beitrag/2022/05/06/willkommen-im-museum-luh

Museum - Wohnraum - Galerie - Künstleratelier - Werkstatt 

Besuchen Sie den in Kassel ansässigen Künstler Wolfgang Luh an dem Ort, an dem er lebt und arbeitet, dessen Existenz - weil angemietet - temporär ist! Im Rahmen einer Kooperation mit dem ebenso in Kassel lebenden Filmemacher Stephan Haberzettl ist  ein virtuelles begehbares 3D-Modell des real existierenden Museum Luh entstanden.

Der Rundgang durch das Museum beginnt an der Eingangstür der Mietwohnung. Einzigartige Höhepunkte der sechs Räume des Museum Luh sind der Küchenraum des Museums, der die Installation „VOLLVERSAMMLUNG“ beherbergt. Mit ca. 2630 Kasperletheater-Puppenköpfen aus Gummi, Zelluloid und Kunststoff, und 17 Kasperletheatern gehört diese zur größten Sammlung ihrer Art. Der Bad/WC-Raum, der sogenannte „INTIMBEREICH“, ist eine ständig weiter nach innen wachsende Installation verschiedenster gesammelter Objekte. 

Zusätzliche Informationspunkte in jedem Raum sorgen für eine Kontextualisierung dieses außergewöhnlichen Museums und seiner Sammlungen. Weiterführende Interviews mit dem Künstler, Presseberichte und Projektbeschreibungen können an den jeweiligen Punkten abgerufen werden. Diese im Laufe der Zeit von 1978 bis heute entstandenen Dokumentationen bieten viele interessante Hintergrundinformationen zur Entwicklungsgeschichte des Museum Luh. Hier geht es zum virtuellen Museumsbesuch!

Biographisches:

Wolfgang Luh wurde 1955 in Büdingen (Hessen) geboren. Er studierte Kunst und Germanistik sowie Freie Kunst zwischen 1976 und 1982. 1982 machte er seinen Abschluß als Diplom-Designer und 1984 im Bereich Freie Kunst. Seit 1985 ist er freischaffender Künstler. Seit  April 1984 lädt er jeden Montag zum Kasseler Herrenabend in sein Atelier - später in das Museum Luh - ein. Zu den Aktivitäten von Wolfgang Luh gehört die Herausgabe der Künstler-Zeitschrift ZEITSCHRIFT FÜR TIEGEL UND TUMULT, das Sammeln von Kasperletheater-Puppenköpfen aus Europa und ganz Amerika, die die Dauerinstallation VOLLVERSAMMLUNG bilden. Er vertritt Deutschland als kultureller Botschafter im Auftrag der deutschen Bundesregierung sowie des Hessischen Ministerpräsidenten, ist kuratorisch tätig und Initiator der SLOW-ART-Bewegung. Ausführliche Informationen findet man auf der Webseite des Museum LUH

Quelle: Pressemitteilung des Museum LUH - Das Projekt wurde unterstützt von:  der Stadt Kassel, der Messe Kassel, Kletterkogel Kassel, Clipmedia Kassel, Koch KG Kassel, Kulturnetz Kassel, Erster Kasseler Herrenabend, RTL Hessen GmbH.
 

]]>
news-15868 Wed, 04 May 2022 12:41:19 +0200 Briefe über Briefe. Joseph Hellers Korrespondenz ist digitalisiert /beitrag/2022/05/04/briefe-ueber-briefe-joseph-heller Die Staatsbibliothek Bamberg bewahrt den Nachlass des Bamberger Kunstgelehrten Joseph Heller (1798–1849). Insgesamt 4513 Briefentwürfe und Briefe konnten nun im Zuge eines Projektes digitalisiert, erschlossen und online gestellt werden. Der Heller’sche Briefwechsel bietet einen Blick auf den Kunstmarkt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gibt Aufschluss über Objektgeschichten, Provenienzen und Preise.

Das nach 10 Monaten Laufzeit abgeschlossene Digitalisierungsprojekt wurde ermöglicht durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Programms NEUSTART KULTUR. Die Staatsbibliothek hatte sich als Kultureinrichtung aus dem Netzwerk der Deutschen Digitalen Bibliothek im Frühjahr 2021 erfolgreich um die Projektfinanzierung beworben. Mit den Fördergeldern konnten eine Projektstelle finanziert und ein hochwertiger Aufsichtscanner angeschafft werden.

 

Die Bamberger Schätze präsentieren die Ergebnisse des Digitalisierungsprojekts.

 

Die Bilddateien werden in hoher Auflösung unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 4.0) angeboten und stehen kostenlos für Bildung, Studium und Forschung zur Verfügung. Die Benutzungsoberfläche erleichtert die gezielte Recherche in der Menge der Briefe. Neben der Schnellsuche unterstützt dabei die Möglichkeit, mithilfe einer Auswahl vorgegebener Merkmale zu filtern, beispielsweise nach Adressat bzw. Absender oder Entstehungsjahr. Individuelle Suchergebnisse lassen sich als Permalink dauerhaft speichern und in sozialen Netzwerken teilen. Ab Juni 2022 ist die digitalisierte Korrespondenz zusätzlich auch über die Deutsche Digitale Bibliothek abrufbar.

Online einsehbar sind einerseits Hellers Briefkonzepte. Zwischen 1818 und 1821, als Heller seine frühen Sammelambitionen intensivierte, führte er ein Buch, in das er Entwürfe für Anfragen, Aufträge und Abwicklungsgesuche notierte. Anschließend von seinem Sekretär ins Reine geschrieben, wurden Hellers Briefe an Verleger, Kunstsammler und -händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz versandt. Ab 1822 verfasste Heller diese Entwürfe nur noch auf losen Blättern. Diese gingen, ebenso wie die zum Buch gebundenen, in den Bestand der damals Königlichen Bibliothek (heute Staatsbibliothek) Bamberg über, wo sie heute – chronologisch sortiert – unter der Signatur JH.Comm.lit.4 eine Fundgrube für Forschende darstellen.

Ebenfalls digitalisiert sind die zwischen 1816 und 1849 von Künstlern, Verlegern, Kunstsammlern und -händlern an Heller gerichteten Briefe. Zu Hellers Korrespondenzpartnern gehörten Sammlerpersönlichkeiten, deren Namen noch heute mit international bedeutenden Institutionen verbunden sind. Zu nennen sind beispielsweise Hieronymus Klugkist (Kunsthalle Bremen), Georg Ernst Harzen (Kunsthalle Hamburg) oder August Anton Pfaundler (Tiroler Landesmuseum). Die eingegangenen Briefe werden alphabetisch nach Absender sortiert unter der Signatur JH.Comm.lit.5 aufbewahrt.

Seit Projektbeginn im Mai 2021 wurden mehr als 40 000 Zugriffe auf die neu erstellten Digitalisate registriert. Zahlreiche, auch internationale Forschungsanfragen zeugen von der hohen Relevanz der Bestände sowie der gelungenen Wiederentdeckung durch die Digitalisierungsmaßnahme. Sie flankiert das Projekt Die Graphiksammlung Joseph Hellers in der Staatsbibliothek Bamberg – Visualisierung und Vernetzung einer Sammlungsstruktur und ermöglicht eine weitere Vernetzung, eine aktive Benutzung sowie das Entdecken neuer Zusammenhänge.
 

 

Link zum Themenportal
Aus der Sammlung des Kunstgelehrten Joseph Heller

 

Kontakt
Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz
Domplatz 8
96049 Bamberg

]]>
news-15590 Mon, 02 May 2022 10:25:00 +0200 Ein vertrauter Blick – Hans Hoffmanns „Apostel Paulus“ /beitrag/2022/05/02/hans-hoffmann-apostel-paulus In der umfangreichen Kunstsammlung des Bambergers Joseph Heller (1798–1849), die nach seinem Tod vollständig der Königlichen Bibliothek (heute Staatsbibliothek) seiner Heimatstadt übergeben wurde, befinden sich einige Werke des in Nürnberg geborenen Künstlers Hans Hoffmann (1530–1591).
Neben einem Skizzenblatt (SBB, Sign. I A 80) oder dem Flügel einer Blauracke (SBB, Sign. I A 13h) wird auch ein kleinformatiges Schulterstück aufbewahrt, das den bärtigen Apostel Paulus (SBB, Inv.-Nr. Gem.43) zeigt.

 

Der zum christlichen Glauben Bekehrte ist im Halbprofil vor dunklem Grund dargestellt. Das dünn gewordene Haar fällt ihm in die Stirn, die Augenbrauen sind kritisch zusammengezogen und der Blick ruht ernst auf den Betrachter*innen.

 

Dass dieser Ausdruck recht vertraut erscheint, mag daran liegen, dass der nicht zuletzt für seine Dürer-Nachahmungen berühmte Hoffmann einen Bildnistypus aufgriff, den Albrecht Dürer (1471–1528) bereits Jahrzehnte zuvor geprägt hatte und in dem 1526 entstandenen Porträt des Nürnberger Ratsherren Hieronymus Holzschuher perfektionierte (Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Ident.Nr. 557E). Das Patrizierbildnis, das bereits in frühen kunsthistorischen Publikationen als lebendige, einfache und kunstreiche Darstellung nach der Natur (Heller Dürer 1827 II, S. 228) gerühmt wurde, war bis 1884 in Besitz der Familie Holzschuher, befand sich also über Jahrhunderte in Nürnberg. Im selben Jahr, in dem Dürer den befreundeten Ratsherren porträtiert hatte, schuf er sein berühmtes Diptychon „Die vier Apostel“, das noch bis 1627 im Nürnberger Rathaus hing. In der ausdruckstarken Gestaltung von Paulus‘ Gesicht (München, Alte Pinakothek, Inv.-Nr. 540) entdeckten Betrachter*innen eine Ähnlichkeit zu Holzschuher (Heller Dürer 1827 II, S. 202).
Wie andere Künstler hatte Hoffmann in Nürnberg Kontakt zu Vertreter*innen der reichstädtischen Oberschicht. Er kopierte Dürers charakteristische Darstellung des prominenten Holzschuher-Ahnen (Germanisches Nationalmuseum, Inv.-Nr. Gm1417). Für den Kopf des Apostel Paulus' übernahm er den Darstellungstypus und überlagerte damit in gewisser Weise ebenso wie Dürer die etwa ein halbes Jahrhundert zuvor porträtierte Person und die biblische Gestalt. 

 

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Werken von Hoffmann befanden sich sowohl die 1578 entstandene Kopie des Holzschuher-Bildnisses als auch der Apostel Paulus im sogenannten „Praunschen Kabinett”, einer über Jahrhunderte gewachsenen Kunstsammlung, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschlossen von der besitzenden Familie veräußert wurde. Diese beauftragte bereits vor 1797 Christoph Gottlieb von Murr (1733–1811) ein Verzeichnis anzufertigen. 1801 erwarb u.a. die Nürnberger Kunsthandlung Frauenholz die Sammlung, deren Verkauf sich über Jahrzehnte hinzog. 1824 sandte der Nürnberger Kunsthändler Johann Andreas Boerner (1785–1862) einen Brief an Heller, unterzeichnet mit „p[e]r proc[ura] J.F. Frauenholz“ (SBB, JH.Comm.lit.5). In diesem kündigte er die baldige Lieferung von Kunstwerken an, die der Bamberger sich zuvor in Nürnberg ausgesucht hatte. Ausgezeichnet mit einem Preis von 88 Gulden ist „1 S. Paulus, v. H. Hofmann, No 28. des P. v. Praun. Catal: wo jedoch d. Apostel falsch benannt” sei. In Murrs Katalog ist das Gemälde als „St. Jean Baptiste“ bezeichnet (Murr 1797, S. 5, Nr. 28).

 

 

Ausstellungshinweis
Hans Hoffmann – Ein europäischer Künstler der Renaissance
Vom 12. Mai bis 21. August 2022 veranstaltet das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg erstmals eine monographische Ausstellung zum Künstler. Auch sein Apostel Paulus wird dort zu sehen sein.

 

 

Link zu duerer.online,
dem Virtuellen Forschungsnetzwerk Albrecht Dürer, einem Projekt der Universitätsbibliothek Heidelberg, der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg und der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e.V.


Kontakt Projektbeteiligte


 

Link zum Themenportal Joseph Heller

 

]]>
news-15732 Wed, 20 Apr 2022 16:47:43 +0200 Einladung zum NFDI4Culture-Forum "3D-Objekte: Digitalisierung, Präsentation und Langzeitarchivierung" /beitrag/2022/04/20/einladung-nfdi4culture-forum-3d-objekte

Das Konsortium NFDI4Culture befasst sich innerhalb der Nationalen Forschungsdaten-infrastruktur (NFDI) mit den Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern. Das Ziel ist es, eine bedarfsorientierte Infrastruktur für Forschungsdaten aus den Bereichen Kunst und Medien, Architektur, Musik und den darstellenden Künsten aufzubauen. Um eine nachhaltige Forschungsdateninfrastruktur auszubilden, orientiert NFDI4Culture seine inhaltlichen Aufgabenbereiche entlang dem Kreislauf des Forschungsdatenlebenszyklus. Dieser umfasst die Prozesse von der Planung der Datenerhebung, über die Erzeugung, Aufbereitung und Nutzung der Daten bis hin zu ihrer Archivierung und Nachnutzung.

Im alltäglichen Forschungsdatenmanagement werden verschiedene Expertisen an unterschiedlichen Stellen im Projektverlauf benötigt, um einen nachhaltigen Umgang mit Daten zu realisieren. In der Folge sind etwaige Beteiligte bei der Datenerhebung und -anreicherung nicht zwangsläufig auch für die Archivierung und Publikation der Forschungsdaten verantwortlich. Doch gerade an diesen Stellen ist eine enge Zusammenarbeit für optimale Forschungsergebnisse nötig.
Aus diesem Grund richten am 12.05.2022 von 10.00-13.30 Uhr die NFDI4Culture Aufgabenbereiche "Digitalisierung und Anreicherung digitaler Kulturgüter" (TA 1) und "Datenpublikation und Langzeitarchivierung" (TA 4) gemeinsam eine Forumsveranstaltung aus, in der sich speziell auf das Thema der Langzeitarchivierung von 3D-Daten konzentriert wird. Ziel der Veranstaltung ist es, den Austausch zwischen 3D-Datengebern und Repositorienbetreibern zu unterstützen, um Bedarfe und Probleme aufzuzeigen und in Zukunft gemeinsam an deren Lösung zu arbeiten.

Während des NFDI4Culture-Forums wird zum einen über die Themen 3D-Digitalisierung, 3D-Modellierung, 3D-Annotation, 3D-Rekonstruktion und die Darstellung von 3D-Modellen mittels kompakkt und dem DFG-3D-Viewer gesprochen werden. Zum anderen wird es eine kurze Übersicht über die Grundlagen der Langzeitarchivierung mit Schwerpunkt auf die Herausforderungen bei der Sicherung von 3D-Daten geben sowie Präsentationen ausgewählter Dienste zum aktuellen Stand der 3D-Daten-Archivierung. Im Anschluss wird es ausreichend Zeit und Raum geben, um sich miteinander auszutauschen.

Vorläufiges Programm: nach oben

10:00 - 10:05 Uhr: Begrüßung

Impulsvorträge zu 3D und Langzeitarchivierung

10:05 - 10:20 Uhr: 3D-Digitalisierung, 3D-Modellierung, 3D-Annotation, 3D-Metadaten, inklusive Anwendungsbeispielen (Zoe Schubert und Katja Sternitzke | SBB, Guido Heinz | RGZM)

10:20 - 10:30 Uhr: Grundlagen und Methoden der digitalen Langzeitarchivierung (Jörg Heseler, Gerald Hübsch)

3D Präsentation

10:30 - 10:45 Uhr: Präsentation v. 3D-Modellen mittels kompakkt (Zoe Schubert)

10:45 - 11:00 Uhr: Präsentation v. 3D-Modellen mittels DFG-3D-Viewer (Sebastian Meyer)

3D Speicherung

11:05 - 11:25 Uhr: Der Weg ins digitale Archiv (Jörg Heseler, Gerald Hübsch)

11:30 - 12:00 Uhr: Pause

LZA-Angebote

12:05 - 12:30 Uhr: SLUBArchiv.digital (Jörg Heseler, Gerald Hübsch), heiARCHIVE (Leonhard Maylein), RADAR4Culture (Kerstin Soltau), Workbench FID BAUdigital (Andreas Noback)

12:35 - 13:30 Uhr: Abschlussdiskussion und Verabschiedung

]]>
news-15612 Thu, 07 Apr 2022 21:59:01 +0200 Rudolf Walter - Soziale Architektur in Charlottenburg /beitrag/2022/04/07/rudolf-walter-soziale-architektur-in-charlottenburg Rudolf Walter (1864-1941) war Magistratsoberbaurat in Charlottenburg. Durch den stetigen Anstieg der Einwohnerzahlen am Anfang des 20. Jahrhunderts musste Charlottenburg städtebaulich für eine entsprechende Infrastruktur sorgen. Als Baubeamter baute Rudolf Walter zahlreiche Sozial- und Zweckbauten sowie Schulen und Wohnhäuser. Seine Gebäude mussten auch mit knappen Ressourcen immer einen gewissen repräsentativen Charakter haben. Dabei berücksichtigte er die Bedürfnisse der Menschen, die in seinen Gebäuden wohnen und arbeiten sollten. Fast alle seine Gebäude sind erhalten geblieben und beherbergen teilweise heute noch soziale Einrichtungen.

Eine Ausstellung in der Rathausgalerie Charlottenburg, bei freiem Eintritt. Führungen, jeweils donnerstags um  16:00 Uhr. 

]]>
news-15597 Wed, 06 Apr 2022 08:46:58 +0200 Bericht 2. #ArthistoCamp /beitrag/2022/04/06/bericht-2-arthistocamp-1
von Yasmin Frommont

Als Vorkonferenz zum 36. Kunsthistorikertag (ab sofort Deutscher Kongress für Kunstgeschichte!) fand am 22. März 2022 das zweite #ArthistoCamp im digitalen Raum statt. An dem Barcamp, ausgerichtet vom Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte, beteiligten sich über 60 Interessierte. Einige Themenvorschläge und mögliche Referent*innen hatten sich schon im Vorfeld gemeldet, sodass die Teilnehmenden direkt in die Abstimmung der Sektionen starten konnten. Als besonders spannend am Format des Barcamps empfand ich die Hierarchiefreiheit, da sich von Studierenden bis Professor*innen alle gleichberechtigt einbringen können und miteinander ins Gespräch kommen. Drei Themen der gut besuchten Sessions wurden bspw. von Studierenden vorgeschlagen.

Bevor es in die erste Runde mit fünf parallelen Sektionen ging, startete das ArthistoCamp mit einem Input zum Kulturerbe in der Ukraine. Der Krieg und die Zerstörung von Kunst und Kultur sowie der beispielslose Einsatz der Kolleg*innen vor Ort sollte auch in den kommenden Tagen auf dem Kunsthistorikertag konstantes Thema bleiben. So fand an allen Tagen ein Ukraine Forum statt, dass sich u.a. denselben Fragen widmete, wie auch die nachfolgenden Sessions auf dem Arthistocamp: was können wir Kunsthistoriker*innen tun und wie ist es möglich, Bilder und Informationen über die Situation zu filtern und zu verifizieren. Wie sollte mit den Objekten in den Museen, Magazinen oder im Stadtraum umgegangen werden? Hier soll nur kurz darauf hingewiesen werden, dass der Deutsche Verband für Kunstgeschichte (vorher Verband Deutscher Kunsthistoriker) im Anschluss an die Konferenz in Stuttgart eine Resolution veröffentlicht hat, die hier zu finden ist.

Session: Ukraine (hands on) - kulturelles Erbe

An den Input anknüpfend, startete die Session mit einer Vorstellung von Wikidata und Wiki Loves Monuments und der Möglichkeit, durch Objekterfassung und Sichtbarmachung von Kulturgut die Ukraine zu unterstützen. Die Referentinnen stellten fest, dass ein großes Problem bei der Erfassung von ukrainischen Kulturgut darin läge, dass die Deutsche Kunstgeschichte zu lange die Osteuropäische Kunstgeschichte aus dem Blick gelassen hatte und nun großer Nachholbedarf in der Einordnung und Erkennung von Objekten bestünde. Auch wenn die ukrainischen Kolleg*innen im Bereich der Digitalisierung von Objekten, Museen oder Monumenten schon vor dem Krieg viel geleistet haben, ist weitere Unterstützung unabdingbar. Die Erstellung von Datenbankeinträgen stehe aber vor vielen Hindernissen: Ein Problem liegt darin, dass richtige Informationen von Falschinformationen unterschieden werden müssen, da von russischer Seite gezielt Einträge gelöscht oder geändert wurden. Außerdem sind viele ukrainische Seiten in den letzten Wochen Hackerangriffen zum Opfer gefallen, weshalb die Denkmallisten teilweise verändert worden sind oder die Daten mit Viren belastet sein können. Bei der Arbeit ist zu Vorsicht und Sorgfalt geraten. Zum Schluss der Session wurden noch praktische Hinweise zum Editieren von Wikidata sowie die bekannten Infoportale benannt, die bei der Arbeit helfen: SUCHO, das Herder Institut, Europeana oder auch ukrainische Museen selbst: Diese stellen schon viele Informationen und Bilder zur Verfügung, die mit Wikidata verbunden werden können. Die Erstellung von Einträgen erhöhe die Sichtbarkeit von ukrainischer Kunst und Kulturgut, sodass die Menschen in der Ukraine nach einem Ende des Krieges an ihre identitätsstiftende kulturelle Überlieferung anknüpfen können. Zugleich schafft eine Sichtbarmachung und Dokumentation des Kulturguts auch eine Sichtbarmachung des Landes.

 

Session: Forschungsfelder der Zukunft in der digitalen Kunstgeschichte

Die Teilnehmer*innen tauschten sich über die Möglichkeiten der digitalen Kunstgeschichte abseits der Nutzung von Datenbanken aus. Es wurde schnell klar, dass es schwierig ist, klare Forschungsfelder zu benennen, da die Anwendungsbeispiele so unterschiedlich sind. Aus der Diskussion ergab sich die Frage, wie Forschende oder Studierende in Erstkontakt mit digitalen Methoden kommen. Wie kann man als „klassische“ Kunsthistoriker*in sich dem Thema widmen? Wie sieht die Zusammenarbeit von Kunsthistoriker*innen und Informatiker*innen und die Finanzierung von gemeinsamen Projekten aus? Wie kommt man in Kontakt mit digitaler Kunstgeschichte?
Aus der Kunstgeschichte kommend ist der Zugang zu den Digital Humanities und digitaler Kunstgeschichte häufig ein Sprung ins kalte Wasser oder Try + Error – eine gute Grundlage sei Offenheit und Interesse an digitalen Medien. Es fehlen häufig Berührungspunkte im Studium, ein früherer Kontakt mit verschiedenen digitalen Methoden würde die Hemmschwelle in der Beschäftigung senken und frühzeitig aufzeigen, welche Möglichkeiten die Digitale Kunstgeschichte böte.

Session: Neu in Form gebracht? Von der Rekontextualisierung und Neuausrichtung einer 20 Jahren alten Datenbank (Datenkuration)

Das Projekt Deutsch-Franz. Kunstvermittlung 1871-1940 und 1945-60 des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris (DFK) stellt sich vor. Entstanden ist das Projekt im Rahmen einer Buchpublikation: Es beinhaltet rund 6700 Einträge, die zwischen 1870 und 1940 in deutschen und französischen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Darunter befinden sich Ausstellungsbesprechungen, Bücher, Reiseberichte und monographische Artikel, die sich mit der Kunst des Nachbarlandes beschäftigen. Innerhalb des Projektes stellte sich schnell die Frage, wie eine Datenbank genutzt werden könne, die ursprünglich als Arbeitsmittel eines Buchprojekts konzipiert worden ist. Werden die Daten durch die Einbettung in den historischen Kontext besser oder handelt es sich hier um eine Analoge Kunstgeschichte mit digitalen Hilfsmitteln? Klar wurde, dass die Aufbereitung der Einträge und die Überführung dieser in eine Datenbank zukünftige Forschungen möglich mache. Deshalb sollen in Zukunft die Daten über heiDATA publiziert werden und so zitierbar gemacht werden. Die Datenbank ist seit 2019 online und kann hier aufgerufen werden: https://t1p.de/dsu34.

Session: Digitale Architektur, Digitale Erschließung komplexer Objekte

Es gehört zum Barcamp, dass manche Sessions komplett spontan entstehen, auch wenn vielleicht gar keine Expert*innen für das Thema zur Verfügung stehen oder erst während der Diskussion festgestellt wird, dass doch mehr Personen zu einem Thema beitragen können, als sie selbst gedacht hätten. So auch in dieser Session.
Ausgehend von der Fragestellung, wie mit großen Objekten wie Bauwerken oder Raumgefügen umgegangen werden kann, stellte Rudi Risatti das rekonstruierte Modell des Freilichttheaters auf der Prager Burg vor. Das Modell basiert auf dem Stich von Giuseppe Galli Bibiena [Costanza e fortezza, 1723, Theatermuseum Wien]. Das digitale Modell war eigentlich nur zur Vorbereitung eines realen Modells für eine Ausstellung entstanden, bietet aber nun die Möglichkeit, die Rekonstruktion für weitere Vorhaben zu nutzen, wie VR oder AR. Die Nutzung von Modellen oder Rekonstruktionen kann in der Forschung helfen, Gedankenspiele zu testen oder neue Perspektiven auf den Untersuchungsgegenstand zu ermöglichen, wobei darauf geachtet werden muss, dass sich dadurch nicht der Blick verstellt. Wo müssen Bereiche „grau“ bleiben wegen unsicherer Quellenlage, wo sind Bilderquellen vielleicht auch manipuliert?

]]>
news-15591 Mon, 04 Apr 2022 19:07:29 +0200 Das “Netzwerk WissKI” 2022 /beitrag/2022/04/04/netzwerk-wisski-2022 Bereits im November des vergangenen Jahres wurde hier von Robert Nasarek über “Neues von WIssKI” berichtet. Nach dem nun erfolgten Abschluss des DFG-geförderten Projekts Semantics4Art&Architecture, welches die UB Heidelberg zusammen mit dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Marburg von 2018 bis 2021 durchführte, soll nun noch einmal zusammenfassend das aktuelle Angebot des Netzwerk WissKI vorgestellt werden. Alle Aktivitäten erfolgten in enger Abstimmung und in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (GNM).

Das Netzwerk WissKI richtet sich an alle, die die WissKI Software für ihre Projekte und Forschungen verwenden, vom Wissens- und Erfahrungsaustausch der Community profitieren möchten und an der nachhaltigen Weiterentwicklung des Systems interessiert sind. Um eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Software zu gewährleisten sowie die Akzeptanz und Etablierung virtueller Forschungsumgebungen mit ontologiebasierter, semantischer Dokumentation nachhaltig zu fördern, soll es eine Anlaufstelle für Anwender*innen und Entwickler*innen sein, die die an verschiedenen Standorten bestehenden Informationen, Aktivitäten sowie Kontakt- und Dokumentationspunkte im deutschsprachigen Raum bündelt. Die Zusammenarbeit zwischen den Entwickler*innen und Anwender*innen soll dadurch intensiviert und der Erfahrungsaustausch gefördert werden. So können der Wissensgewinn dokumentiert und geteilt sowie die Nachhaltigkeit und Optimierung der Anwendung und dessen Weiterentwicklung gesichert werden.

Die Kommunikation im Netzwerk erfolgt über einen WissKI-Slack-Channel.

Auf den seit 2019 jährlich stattfindenden Netzwerktreffen werden neueste Entwicklungen und Einzelprojekte vorgestellt und Anforderungen und Wünsche der Anwender*innen und Entwickler*innen diskutiert.

Die Netzwerkseite bietet darüber hinaus den Zugang zu weiteren Angeboten, die stetig ergänzt werden:

  • WissKICommunity: Das mit WissKI realisierte kleine Portal bietet einen Überblick der mit WissKI arbeitenden Projekte, Institutionen und Personen und zeigt zugleich das breite Spektrum an Einsatzmöglichkeiten des Systems - sei es als virtuelle Forschungsumgebung, Datenbank, Ausstellungsplanungssystem oder Publikationsplattform - und seiner Fähigkeit, die Komplexität der kulturhistorischen Dokumentation abzubilden. Aktuell präsentieren sich dort 76 Projekte, weitere sind in Vorbereitung
  • WissKI-Store: Hier werden Ontologien und Templates verschiedener Projekte zur zur Nachnutzung oder zur Orientierung für eigene Forschungsvorhaben im Bereich der kulturhistorischen Dokumentation und semantischen Datenhaltung bereitgestellt. u.a. finden sich hier auch die Ergebnisse unseres Projektes “Semantics4Art&Architecture”. Zum einen ist das die “Heidelberger Anwendungsontologie für Werkverzeichnisse” und das dazugehörige WissKI-Pathbuilder-Template (siehe dazu auch den Blogeintrag “Nachhaltige semantische Datenmodellierung für Werkverzeichnisse” von Nicole Sobriel). Zum anderen dient die Marburger “Building and Furnishing Ontology - BAFO” der Erfassung von Bauobjekten und damit verbundenen Ausstattungsstücken im Sinne eines Objektverzeichnisses. Neben der Anwendungsontologie und dem WissKi-Pathbuilder-Template ist hier auch das Demosystem BAFO verlinkt.
  • WissKI-Dokumentation: Zugang zu den in den letzten Monaten überarbeiteten  Dokumentation auf der https://wiss-ki.eu - Seite.
  • FAQ- Fragen & Antworten zu WissKI: Gemeinsam mit Mitgliedern des Netzwerkes wird aktuell ein FAQ-Bereich mit häufigen Fragen und Antworten rund um WissKI aufgebaut.
  • IGSD: Zugang zur “Interessengemeinschaft für Semantische Datenverarbeitung e.V.” die den Ausbau und die Förderung von semantischer Datenvernetzung, primär im Bereich der Digital Humanities, zum Ziel hat, in den letzten Jahren einen entsprechenden Service aufgebaut hat.

Als wir 2018 mit unserem Projekt “Semantics4Art&Architecture” begannen, war noch nicht absehbar, welche Synergieeffekte sich durch die enge Anbindung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (GNM) als “Participant” an das seit dem 1. Oktober 2020 aktive Konsortium NFDI4Culture ergeben würden. So konnte in Zusammenarbeit mit der TaskArea 4 (Datenpublikation und Langzeitarchivierung) und auf Basis von Ergebnissen der  “Semantics4Art&Architecture” durchgeführten Usability-Studie verschiedene Desiderate hinsichtlich der FAIR-Prinzipien bearbeiten werden. Für Herbst 2022 ist dann auch das nächste WissKI-Anwender*innentreffen in Kooperation mit NFDI4Culture geplant.

]]>
news-15589 Mon, 04 Apr 2022 16:17:49 +0200 Nachnutzbare semantische Datenmodellierung für Werkverzeichnisse /beitrag/2022/04/04/datenmodellierung-werkverzeichnisse

von Nicole Sobriel

Ein Werkverzeichnis oder Catalogue raisonné hat den Anspruch, alle Werke eines*einer bildenden Künstler*in aufzulisten und zu beschreiben, auch wenn die Werke nicht mehr erhalten sind oder ihre Existenz zum Beispiel durch Schriftquellen nur indirekt nachweisbar ist. Œuvrekataloge sind genuin auf stetige Fortschreibung hin angelegt. Damit kontinuierlich notwendige Ergänzungen oder Überarbeitungen zum jeweiligen Forschungsstand flexibel möglich sind, ist von einer wachsenden Bedeutung digitaler Werkverzeichnisse auszugehen.
In Zusammenarbeit mit Kunsthistoriker*innen und Forschungsgruppen erstellt, hostet und betreut die UB Heidelberg im Kontext von arthistoricum.net nachhaltige, datenbankgestützte Werkverzeichnisse.
In dem DFG geförderdeten Projekt "Semantics4Art&Architecture - Aufbau einer nachhaltigen Forschungsinfrastruktur für die ontologiebasierte Dokumentation und Erschließung von Kunst und Architektur", welches die UB zusammen mit dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Marburg von 2018 bis 2021 durchführte, lag der Heidelberger Fokus u.a. auf der semantischen Datenmodellierung für Werkverzeichnisse. Ziel war es dabei eine nachnutzbare Anwendungsontologie und ein Datenmodell für die Community bereitstellen zu können.

Für den Einstieg in die Thematik der Datenmodellierung mit WissKI stand das digitale Werkverzeichnis Anton Raphael Mengs zur Verfügung, welches an der UB Heidelberg in Kooperation mit Prof. Dr. Steffi Roettgen (München) entsteht und als Fortführung ihres monographischen Werkverzeichnisses Anton Raphael Mengs 1728-1779 gilt. Weitere wichtige Grundlagen für das zu entwickelnde Datenmodell und die dafür notwendige Anwendungsontologie bildeten Workshops mit der Fachcommunity und ein sich daraus ergebender Anforderungskatalog.

Die "Heidelberger Anwendungsontologie für Werkverzeichnisse" ist eine Erweiterung des CIDOC Conceptual Reference Model (ISO 21127), umgesetzt im Erlangen CRM / OWL (Version 200717). Sie bietet Klassen und Eigenschaften, die zur Beschreibung von Kunstwerken für ein Werkverzeichnis konkretisiert sind, sie kann jedoch auch zur Modellierung eines Datenmodells benutzt werden, dessen Fokus unabhängig vom Kontext „Werkverzeichnis“ ganz allgemein auf der Dokumentation und Tiefenerschließung von Kunstwerken liegt. Im Fokus steht das unikale Werk, bei reproduzierbarer Kunst zusätzlich das Werk-Konzept, welches mit identifizierenden und klassifizierenden Kategorien beschrieben und dessen Objektgeschichte durch Beschreibung einzelner Ereignisse wie Schöpfung, Herstellung, Auftrag, Auktion/Verkauf, Ausstellung, Restaurierung oder Provenienz respektive Besitztum ausführlich dokumentiert werden kann. Weitere Klassen und Eigenschaften, mit denen die mit dem Werk oder Werk-Konzept in Beziehung stehenden Entitäten detailliert beschrieben und dokumentiert werden können, erlauben es darüber hinaus, komplexere Fragestellungen als allein die Objektgenese und -geschichte zu behandeln. Damit auch die Integration von Normdaten und Thesauri wie z.B. der Gemeinsamen Normdatei Deutschland (GND), des Art and Architecture Thesaurus (AAT) oder Iconclass möglich ist, wurden die dafür relevanten Klassen in die Anwendungsontologie aufgenommen.

Zum Einsatz kommt diese neue Werkverzeichnis-Ontologie erstmals in dem WissKI-Projekt "duerer.online – Virtuelles Forschungsnetzwerk Albrecht Dürer", dessen Kern ein digitales Werkverzeichnis zum Œuvre Dürers ist.

]]>
news-15451 Tue, 22 Mar 2022 09:30:00 +0100 First View! Erste Werke auf duerer.online /beitrag/2022/03/22/first-view-erste-werke-auf-duereronline

Seit Juni 2020 entwickelt die Universitätsbibliothek Heidelberg gemeinsam mit den Museen der Stadt Nürnberg und der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e.V. eine virtuelle Forschungsplattform zum Nürnberger Ausnahmekünstler.
Nachdem die Homepage des DFG geförderten Projekts bereits seit letztem Jahr auf aktuelle Ausstellungen und Neuerscheinungen aufmerksam macht sowie verschiedene Einstiege in die Literatur- und Quellenrecherche bietet, sind jetzt auch erste Werke von und nach Dürer samt informativen Rahmen online.
 

Erschließung

Grundidee des Vorgehens ist es, sukzessive diejenigen Werke zu erschießen, die im schriftlichen Nachlass des Künstlers genannt sind, um sie digital mit den Quellenschriften, der Sekundärliteratur, aber auch weiteren Kunstwerken, wie Vorstudien von Dürers Hand oder Kopien nach seinen Bilderfindungen, in Bezug zu setzen. Perspektivisch wird eine zukunftsfähige und interoperable Forschungsplattform mit vollständigem Werkverzeichnis seiner Druckgraphik, Gemälde, Zeichnungen sowie seines Nachlebens entwickelt.
 

Was erwartet Sie – Stand Frühjahr 2022

Aktuell auf duerer.online 240 Werke, 922 Exemplare, 271 Literatur- und 280 Personendatensätze

Obwohl der Schwerpunkt in der ersten Projektphase (2020–2023) auf der Druckgraphik Dürers liegt, finden Sie bereits einige Unikate. Die gattungsübergreifende Auswahl diente als Basis, um die Anwendungsontologie für die wissenschaftliche Kommunikationsinfrastruktur (WissKI) zu erarbeiten. Zur Verdichtung wurden Abzüge verschiedener Institutionen samt exemplarspezifischer Details integriert – zunächst aus den Beständen der Projektpartner Museen der Stadt Nürnberg/ Albrecht Dürer Haus-Stiftung e.V. sowie den digitalen Angeboten ausgewählter Sammlungen international. So finden Sie beispielsweise im Datensatz zu Dürers zwischen 1507 und 1512 entstandener Kupferstichpassion eine Fülle an Informationen auf Werkebene, daran gebunden die 16 Einzelblätter der Werkfolge. Unter Ausführung (Exemplar) sind die jeweiligen Besonderheiten der einzelnen Abzüge, wie Wasserzeichen, Sammlermarken, etc. angegeben.

 

Wie geht es weiter bis 2023

Sowohl die inhaltliche Erschließung von Text und Bild als auch die technische und visuelle Umsetzung wird während der Projektlaufzeit konzentriert und weiterentwickelt. Hierzu gehört unter anderem:

  • das Erstellen wissenschaftlicher Aufnahmen von Kunstwerken, Textquellen, Personen, Institutionen/ Sammlungen, Verkaufsereignissen o.ä.
  • die digitale Transkription von Quellenschriften
  • die semantische Verknüpfung von Text und Bild über eine Registerfunktion
  • die Versionierung der Einträge und die Gewährleistung ihrer Zitierfähigkeit
  • die Optimierung der Suchfunktionen und der visuellen Benutzer*innenführung
  • die Integration eines IIIF-Viewers

 

Alle Inhalte und Funktionen der virtuellen Forschungsumgebung sind Work in Progress.
Bleiben Sie auch über Ihre ‚First View‘ hinaus gespannt,
Ihr Team von duerer.online

]]>
news-15343 Fri, 04 Mar 2022 10:14:51 +0100 arthistoricum.net und NFDI4Culture auf dem Kunsthistorikertag 2022 in Stuttgart /beitrag/2022/03/04/arthistoricumnet-und-nfdi4culture-auf-dem-kunsthistorikertag-2022-in-stuttgart Von Mittwoch, 23. März 2022, bis Freitag, 25. März 2022, ist arthistoricum.net mit einem Infostand auf dem 36. Deutschen Kunsthistorikertag in Stuttgart zu finden. Die Teams aus Heidelberg und Dresden sind vor Ort und beantworten Ihre Fragen zum Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design. Wir informieren außerdem über unsere vielfältigen Angebote und Services:

 

  • Open Access Publikationen in der Kunstgeschichte
  • Fachkatalog und Bild- und Literatursuche
  • Themenportale und Plattformen
  • Digitalisierung und Erschließung kunstwissenschaftlich

    relevanter Bild- und Textquellen
  • IIIF und Bildannotationstools
  • Netzwerk und Wissenschaftsaustausch

 

Am Mittwoch, 23. März 2022, 10:00–13:00 Uhr und 15:30–17:00 Uhr findet an unserem Stand außerdem eine offene Beratungsrunde zu NFDI4Culture statt. NFDI4Culture ist das Konsortium in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), das sich mit Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern befasst. Ziel ist, eine bedarfsgerechte Infrastruktur für Forschungsdaten in den Bereichen Architektur-, Kunst- und Musik-, Theater-, Tanz-, Film- und Medienwissenschaften zu schaffen. Als Partner von arhistoricum.net ist NFDI4Culture Ihr Ansprechpartner zum Thema Publikation und Archivierung von Forschungsdaten in der Kunstgeschichte.

 

 

Kommen Sie mit Ihren Fragen vorbei. Das arhistoricum.net Team freut sich auf Sie!

 

Mittwoch, 23. März 2022 – Freitag, 25. März 2022
Ort: Keplerstr. 17, Kollegiengebäude 2, Universität Stuttgart
Stand: arhistoricum.net

Für Fragen zu NFDI4Culture: Mittwoch, 23. März 2022, 10:00–13:00 Uhr und 15:30–17:00 Uhr

]]>
news-15317 Mon, 28 Feb 2022 09:53:17 +0100 Neuerscheinung: FONTES 93: Ulrich Pfisterer: „Wie man Skulpturen aufnehmen soll“ /beitrag/2022/02/28/neuerscheinung-fontes-93-ulrich-pfisterer-wie-man-skulpturen-aufnehmen-soll Frisch erschienen bei arthistoricum.net-ART-Books:

 

Ulrich Pfisterer: „Wie man Skulpturen aufnehmen soll“. Der Beitrag der Antiquare im 16. und 17. Jahrhundert

Seit den Jahren um 1500 gibt es druckgraphische Reproduktionen von antiken Statuen und anderen Monumenten des Altertums. Nachdem lange Zeit vor allem untersucht wurde, welche Werke diese Graphiken darstellen, richtet sich das Interesse nun zunehmend darauf, wie sie dies tun. Dieser Beitrag untersucht, wann und in welchen Zusammenhängen im 16. und 17. Jahrhundert begonnen wurde, antiken Werke systematisch aus mehreren Ansichten wiedergegeben. Dabei lieferte die antiquarische, nicht allein die künstlerische Beschäftigung mit antiken Skulpturen einen entscheidenden Beitrag zu ‚Vielansichtigkeit‘ und 'dokumentierendem Darstellungsmodus'. Gerade auch ungewöhnliche antike Werke etwa aus Ägypten oder aber nicht-europäische Götterfiguren und ‚Idole‘ erforderten innovative Abbildungen aus mehreren Blickwinkeln. Erst im 19. Jahrhundert sollte dann mit neuen Reproduktionsformen von Skulptur experimentiert und deren Einsatz diskutiert werden - bis hin zu den auf die Fotografie ausgerichteten Überlegungen Heinrich Wölfflins, "wie man Skulpturen aufnehmen soll".

 

Zum E-Book:  https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1016

Direkt zur HTML-Version

 

*****

FONTES stellt seit 2007 kommentierte Volltext-Versionen und Bilddokumente zur frühneuzeitlichen Diskussion über Kunst und Artefakte im weitesten Sinne zur Verfügung. Darunter sind nicht nur alle Textgattungen zu verstehen, die Julius von Schlosser in sein Standardwerk "Die Kunstliteratur" (1924) aufgenommen hat, sondern etwa auch antiquarisches Schrifttum, Archivquellen, Gedichte, Kommentare, Passagen aus lexikalischen und enzyklopädischen Werken.

 

Die nun neu erschienene Nr. 93 wurde zum Anlass nicht nur für die Änderung des Untertitels und damit auch die Ausweitung auf frühneuzeitliche Bildquellen genommen, sondern auch für einen Relaunch der FONTES-Webseite bei arthistoricum.net genommen.

 

Ab sofort sind zwei Publikationsformen in FONTES möglich: Entweder erscheinen sie nach den Richtlinien von den Autor*innen selbst formatiert weiterhin bei ART-DOK oder alternativ als eBOOK (ggf. auch als Printausgabe im Buchhandel) bei ART-Books erscheinen.

 

Nutzen Sie zur Recherche (inklusive Volltextsuche) in allen Ausgaben von FONTES unsere neuen FONTES-Online-Katalog.

]]>
news-15269 Wed, 23 Feb 2022 09:00:00 +0100 Bühnen - Technik - Bilder : Perspektiven auf den digitalisierten Nachlass der Bühnentechniker-Familie Brandt /beitrag/2022/02/23/buehnen-technik-bilder-perspektiven-auf-den-digitalisierten-nachlass-der-buehnengtechniker-familie-brandt

von Margret Schild (Theatermuseum + Filmmuseum Düsseldorf / Bibliothek)

Im Institut für Theaterwissenschaft an der Freien Universtiät Berlin konnte mit Unterstützung von digiS - Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung in einem halben Jahr der Nachlass der Theatertechnikerfamile Brandt digitalisiert und erschlossen werden. Die Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung finanzierte diese Maßnahme. Eingesetzt wurde die Open Source-Software Omeka S als neue Objektdatenbank der Theaterhistorischen Sammlungen. Am 21. Februar wurde das Projekt im Rahmen eines Online-Workshops vorgestellt. Ergänzt wurde die Präsentation durch zwei Vorträge aus der Forschungsperspektive zu Aspekten der Theatertechnik, die auch Bezug zum Nachlass nahmen, sowie eine Gesprächsrunde über die Nutzungspotenziale von digitalen Sammlungen (Programm).  

Der Nachlass nach oben

Anhand von knapp 1.000 Objekten ermöglicht der Nachlass der Familie Brandt einen Blick hinter die Kulissen im Theater während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: auf Hinter- und Seitenbühnen, in die Untermaschinerie, den Schnürboden, die Magazine und die Werkstätten. Eine systematische Ausbildung gab es noch nicht und das Wissen wurde von Generation zu Generation innerhalb der Familie weiter gegeben. Geboten werden verschiedene Sucheinstiege, die sich an Forschende und Interessierte richten (Link zur Einstiegseite):  

  • Theatergebäude in den Sammlungen
  • Objekte im Nachlass Brandt
  • Bauprojekte und Inszenierungen
  • Personen und Körperschaften
  • Kuratierte Sammlungen und Themen

Innerhalb der kuratierten Sammlung und Themen findet man auch 3-D-Rekonstruktionen anhand der vorhandenen Pläne, so beispielsweise die Rekonstruktion des fahrbaren Bühnenhimmels für das Königliche Operntheater (Krolloper) in Berlin. 

Forschungsperspektive nach oben

Gundula Kreuzer (Yale University) und Ulf Otto (Ludwig-Maximilian-Universität München) gingen in ihren Vorträgen u.a. auf den Nachlass aus der Forschungsperspektive ein. So findet man im Nachlass den einzigen Beleg, wie der Orchestergraben des Festspielhauses in Bayreuth erweitert wurde. In allen anderen Publikationen wird immer die gleiche  (einen veralteten Stand enthaltende) Zeichnung publiziert. Andere Archivalien der Gestaltung des Orchestergrabens und der Theatertechnik, auf die in der Literatur verwiesen wurde, existieren leider nicht mehr - sie wurden - so wurde es der Referentin mitgeteilt - kassiert, weil sie nicht mehr als für die Forschung bzw. die Überlieferung relevant betrachtet wurden. Die Geschichte der Elektrizität ist ebenfalls eng mit dem Theater verbunden. Es wurden immer wieder zeitlich parallel vergleichbare technische Lösungen entwickelt, wobei es vorkommen konnte, dass sich einzelne eher durchsetzten als andere, die dann in Vergessenheit gerieten. Wie ist das Verhältnis zwischen der Technik (dem Ideenreichtum der in diesem Metier tätigen) und dem künstlerischen Konzept (des Regisseurs) bzw. wie beinflussen sie sich gegenseitig? Die (dargestellten) Objekte sind nicht unbedingt selbsterklärend: Wie haben sie funktioniert? Wofür und wie häufig wurden sie eingesetzt?

Nutzungspotentiale digitaler Sammlungen nach oben

Den Abschluß bildete eine offene Gesprächsrunde mit Frank Fischer (Digital Humanities, FU Berlin), Gerd Müller (Stipendiat des Kulturhackathons Coding da Vinci), Bri Newesly (Szenografie & Theaterbau, BHT Berllin), Nora Probst (Theaterwissenschaftliche Sammlung Köln + Kultur der Digitalität an der Universität Paderborn) und Franziska Ritter (digital.DHTG, DFG-Projekt Theaterbauwissen an der TU Berlin). Welche Daten wünschen sie sich? Wie kann man die Daten nutzen? Als wichtige Punkte genannt wurden: die Offenheit der Daten und der Schnittstellen für eine Weiterbearbeitung oder -nutzung, Möglichkeiten der (automatischen) Vernetzung über standardisierte Referenzpunkte, die Notwendigkeit der kontinuierlichen Datenpflege und -anreicherung, die nachhaltige Sicherung des Wissens und der Daten aus den (zeitlich befristeten) Projekten, neue Kooperationen - so beispielsweise in Form von Hackathons wie Coding da Vinci, wo GLAM-Institutionen mit IT-Affinen zusammen kommen, neue kreative Anwendungen (auch und vor allem niedrig schwellig) entwickeln. Aber auch: die Vernetzung untereinander, der Austausch von Erfahrungen (Best Practice) und der Blick über den Tellerand auf verwandte Bereiche - thematisch (z.B. Kunstgeschichte, Architektur, Technikgeschichte) oder auch in Hinblick auf Werkzeuge zur inhaltlichen und formalen Beschreibung. 

]]>
news-15104 Wed, 02 Feb 2022 09:08:00 +0100 #arthistoCamp auf dem Stuttgarter Kunsthistorikertag 2022 /beitrag/2022/02/02/arthistocamp-auf-dem-stuttgarter-kunsthistorikertag-2022

Am Vortag des 36. Deutschen Kunsthistorikertages veranstaltet der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte als Vorkonferenz-Programm das zweite #arthistoCamp als Online-Veranstaltung.

Dienstag, 22. März 2022, 10:00–16:00 Uhr, online und kostenlos
Anmeldung zum arthistoCamp.
#arthistoCamp auf der Homepage des Kunsthistorikertag

]]>
news-15029 Fri, 21 Jan 2022 12:25:38 +0100 24 Nachwuchs-Reisestipendien für den Besuch des 36. Deutschen Kunsthistorikertags /beitrag/2022/01/21/24-nachwuchs-reisestipendien-fuer-den-besuch-des-36-deutschen-kunsthistorikertags Dank der großzügigen Förderung der Gerda Henkel Stiftung können 24 Reisestipendien an Nachwuchswissen­schaftler:innen für den Besuch des Deutschen Kunst­historikertags und des in diesem Rahmen veranstalteten Nachwuchsforums vergeben werden.


Bewerben können sich Studierende, Promovierende und Personen im Volontariat bis zum 15. Februar 2022. Einzureichen sind ein kurzes Motivations­schreiben, aus dem hervorgeht, inwiefern die eigene Forschung vom Besuch des Kunsthistorikertags profitiert, ein Lebenslauf inkl. Kontakt­daten (max. 1 Seite), sowie eine Immatrikulations- bzw. Promotions­bescheinigung oder Nachweis des Volontariats (Kopie), alles zusammengefasst in einem PDF-Dokument an:
formen.des.uebergangs@gmail.com


Es sollen für 24 Kandidat:innen die Reise- und Übernachtungs­kosten sowie die Kosten des Kongresstickets übernommen werden. Diese verteilen sich auf 19 Stipendien für Anreisende aus Deutschland und 5 Anreisende aus dem Gastland Polen und dem deutschsprachigen Ausland.


Der 36. Deutsche Kunsthistorikertag findet vom 23. bis 27. März 2022 in Stuttgart unter dem Motto „FORM FRAGEN“ statt. Diesmal soll das Nachwuchsforum angelehnt an das Thema des Kunsthistorikertags den Titel „Formen des Übergangs. Perspektiven des Kunstgeschichts­studiums“ tragen und Problemstellungen in den Fokus rücken, die sich beim Übergang vom Studium in das Arbeitsleben ergeben. Diese Themen werden in zwei separaten Veranstaltungen, einer Paneldiskussion am Eröffnungstag und einer offenen Diskussionsrunde aufgegriffen. Die zweiteilige Struktur bietet die Möglichkeit, gleich zu Beginn des Kunsthistorikertags Kontakte zu knüpfen und Impulse zu setzen und die im Verlauf der Tagung entstandenen Fragen, Erkennt­nisse und Anliegen zum Ende hin noch einmal zusammen­zuführen und auszuwerten.


Ein Interesse an den Aktivitäten des Nach­wuchsf­orums wird vorausgesetzt. Bewerber:innen sollten außerdem die Bereitschaft haben, einen Bericht / Blogbeitrag über eine von ihnen besuchte Veranstaltung des Kunsthistorikertags auf L.I.S.A. – dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung zu veröffentlichen.


Die Benachrichtigung der ausgewählten Bewerber:innen erfolgt bis spätestens Ende Februar 2022.

 

#kht2022
#FORMFRAGEN

➡️ https://kunsthistorikertag.de

➡️ https://kunsthistorikertag.de/Reisestipendien_2022/

➡️ https://www.instagram.com/formen_des_uebergangs

]]>