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Neue Funktionen im Mirador: Mit geschützten Workspaces jetzt kollaborativ arbeiten

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist es nun soweit: Seit Wochenbeginn ist die neue Version des arthistoricum.net-Bildviewers Mirador online. Diese umfasste zahlreiche Neuerungen und Komfortverbesserungen. Im Zentrum des aktuellen Releases unseres Entwicklerteams steht das neue Feature der geschützten Workspaces.

 

Mit den geschützten Workspaces bekommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine virtuelle Arbeitsumgebung innerhalb des Miradors an die Hand, um kunsthistorische Forschung direkt am Bild zu betreiben, parallel am gleichen Bildmaterial zu arbeiten und sich in Gruppen über Bilder auszutauschen. So können Forscherinnen und Forscher kollaborativ Bildkorpora aus IIIF-Ressourcen erstellen, bearbeiten und annotieren sowie Forschungsstände in Form eines Links zum Workspace gezielt für weitere Personen freigeben. Unterschiedliche Bearbeitungsstände werden dabei durch eine Synchronisationsfunktion angeglichen. Weiterhin ist es möglich, bei Bedarf mehrere Workspaces einzurichten und diese mit unterschiedlichen Ressourcen und Annotationen zu bestücken. Annotationen und Ressourcenlisten sind dabei direkt mit dem spezifischen Workspace verbunden und nur für angemeldete Nutzer*innen sichtbar, die über einen Link zum Workspace verfügen.

Neben den neuen Workspaces enthält die neue Version zahlreichen Detailanpassungen im Nutzerinterface. Um eine bessere Usability zu gewährleisten und die Benutzerführung noch intuitiver zu gestalten, wurden wertvolle Funktionen wie u.a. das Umschalten zwischen der Fenster- und Mosaikansicht hervorgehoben und in der Menüleiste platziert. Gleichzeitig konnte die Funktionalität der Ressourcenliste ausgebaut und die im Mirador bisher nicht vorhandene Option zum Löschen von vorhanden Listeneintragen implementiert werden.

 

Die neuen Features und Anpassungen sind ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, den arthistoricum.net-Bildviewer von einer ursprünglich reinen Präsentationsoberfläche hin zu einer interaktiven Forschungsumgebung zu entwickeln. Im Rahmen von SMArT.Pictures werden diese Bemühungen durch den digitalen Werkzeugkasten für den Bildsuchraum von arthistoricum.net ergänzt, der den Umgang mit IIIF-Ressourcen erleichtert und bei der Arbeit mit Bilddaten unterstützt. Gleichzeitig sind zahlreiche weitere Anwendungsszenarien, auch über die kunsthistorische Forschung hinaus, beispielsweise in der Lehre und Kunstvermittlung, denkbar.

Auch zukünftig soll der arthistoricum.net-Viewer im regen Austausch mit der fachwissenschaftlichen Community weiter verbessert werden. Geplant ist bisher u.a. die Entwicklung eines neuen, benutzerfreundlicheren Annotations-Plugins sowie eines Rechtemanagements, das die Veröffentlichung und dauerhafte Speicherung von Annotationen als Mikropublikationen ermöglicht. Die Weiterentwicklung erfolgt dabei in enger Zusammenarbeit mit NFDI4Culture. Ziel ist es, Lücken in der bestehenden Forschungsdateninfrastruktur zu schließen und nachhaltige und zuverlässige Dienste zu etablieren.

Probieren Sie den neuen arthistoricum.net-Viewer hier aus! Um Ihnen den Einstieg in die neue Arbeitsumgebung zu erleichtern, steht auf arthistoricum.net ein ausführliches Tutorial bereit, das alle Funktionen des Bildviewers erklärt.

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