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Kunstmagazin am Puls der Zeit. Ein Abend zur Digitalisierung der frühen WELTKUNST

Walter Bondy schwebte ein „Börsenblatt“ des Kunstmarkts mit genauer, unbestechlicher Berichterstattung vor. Der Maler und Sammler gründete die neue Zeitschrift 1927 in Berlin. Unterbrochen von 1944 bis 1949, erscheint die WELTKUNST durchgängig bis heute. Mit seiner transparenten und facettenreichen Informationspolitik hat das Blatt den Kunstmarkt und die Museumswelt der späten Weimarer Republik, aber auch der NS-Zeit maßgeblich mitgeprägt: ein einzigartiges Archiv zum Kunstgeschehen einer ganzen Epoche. Dazu gehört, dass die WELTKUNST mit ihren Marktanalysen, den Auktionsvorschauen, Ergebnislisten bis hin zu den Anzeigen in den Handel mit Raubgut aus jüdischem Besitz eingebunden war. Darum ist die Zeitschrift eine so wichtige, oft sogar die einzige Quelle für die Provenienzforschung in Restitutionsfällen. Von der Forschung und vielen Kunstfreunden lange erhofft, hat die Universitätsbibliothek Heidelberg die frühe WELTKUNST von 1927 bis 1944 jetzt vollständig digitalisiert und über ihren Online-Katalog frei zugänglich gemacht.

Aus diesem Anlass laden die WELTKUNST (Dr. Lisa Zeitz, Chefredakteurin), die FERDINAND-MÖLLER-STIFTUNG (Wolfgang Wittrock) und die Berlinische Galerie (Dr. Thomas Köhler, Direktor) am Donnerstag, den 24. Oktober 2019 um 19 Uhr in die Berlinische Galerie zum Podiumsgespräch mit anschließendem Empfang ein.

Redner*innen:

Dr. Maria Effinger
Universitätsbibliothek Heidelberg
Referentin für Kunstgeschichte,
Leiterin der Publikationsdienste

Patrick Golenia
Museum für Angewandte Kunst Gera
Experte zur Geschichte der WELTKUNST

Dr. Wolfgang Schöddert
Berlinische Galerie
Wissenschaftlicher Mitarbeiter für
Provenienzforschung

Moderation: Dr. Sebastian Preuss
Senior Editor der WELTKUNST

Wir freuen uns auf Sie und bitten um persönliche Anmeldung unter anmeldung@berlinischegalerie.de

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124 –128
10969 Berlin

 

 

 

 

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