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»Eine Klasse für sich«

Mitarbeiter der Deutschen Werkstätten, Unbekannter Fotograf, um 1910 (Deutsche Fotothek)
Mitarbeiter der Deutschen Werkstätten, Unbekannter Fotograf, um 1910 (Deutsche Fotothek)

Mit »Eine Klasse für sich. Historischer Schiffsinnenausbau der Deutschen Werkstätten« legen die Deutschen Werkstätten Hellerau einen opulenten Band zur Ausstattung von deutschen Kriegs- und Passagierschiffen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Die Firma schuf in dieser Zeit einige der fortschrittlichsten und elegantesten Ausstattungen deutscher Passagierschiffe, darunter die ›Kronprinzessin Cecilie‹ (1907), die ›Bremen‹ (1929) und die ›Wilhelm Gustloff‹ (1938).

DS Deutschland (1924), Staatszimmer, kolorierte Entwurfszeichnung des Wohnraums, Albert Niemeyer 1922 (Hauptstaatsarchiv Dresden)
DS Deutschland (1924), Staatszimmer, kolorierte Entwurfszeichnung des Wohnraums, Albert Niemeyer 1922 (Hauptstaatsarchiv Dresden)

Mit der Publikation wird ein bedeutendes Stück Designgeschichte wieder sichtbar, an der unter anderem Künstler wie Richard Riemerschmid, Adelbert Niemeyer, Karl Bertsch und Bruno Paul beteiligt waren. Vorgestellt wird der Schiffsinnenausbau in den einzelnen Phasen: Es begann mit der Ausstattung von Kriegsschiffen für die Kaiserliche Marine Anfang des 20. Jahrhunderts. Kurz darauf folgte der Einstieg ins Luxusgeschäft. Vor allem in den 1920er und 1930er Jahren bauten die Deutschen Werkstätten im großen Umfang Ozeandampfer aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Unternehmen zudem an der Neuausstattung mehrerer Schiffe im Auftrag der Sowjetunion beteiligt.

Unterstützt wurde das Projekt vom Hauptstaatsarchiv Dresden, der Deutschen Fotothek und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

 

Eine Klasse für sich.
Historischer Schiffsinnenausbau der Deutschen Werkstätten.
Herausgegeben von den Deutsche Werkstätten
Sandstein Verlag, Dresden 2018.

 

 

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