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Digitale Kunstgeschichte

So könnte sie aussehen

Unter dem Schlagwort "Digitale Kunstgeschichte" läuft ja ziemlich vieles. Das was Linus Kohl am Institut für Kunstgeschichte der LMU programmiert hat, scheint mir besonders bedenkenswert. Der Mann ist nach einem abgeschlossenen Studium der Informatik an der hiesigen TU auf die glorreiche Idee gekommen, auch noch ein Kunstgeschichtsstudium anzuschließen, und er macht sich jetzt nützlich: arteducate soll eine Plattform für verschiedene Lernspiele werden, die ganz auf die "Kraft des Auges" setzen.

Den Anfang macht ein Attributionsspiel, aber man kann sich natürlich noch eine ganze Reihe anderer vorstellen. Any suggestions? Dafür haben wir die Kommentarspalte. Und auch für Verbesserungsvorschläge zu diesem Spiel. Es handelt sich nämlich um eine beta-Version, eigentlich sogar alpha. Anmeldung bitte über eines der sozialen Netzwerke. Und dann: Viel Vergnügen

17 Kommentar(e)

  • Anne Fischer
    26.11.2014 09:14
    feedback

    Zu dem Angebot der Kunstspiele muss ich leider rückmelden, dass ich bislang leider noch keinen Zugang dazu gefunden habe - nach wiederholten Anläufen, auch gemeinsam mit einem Jugendlichen. Woran liegts? Das kann eine Frage zu Akquise und Vermarktung werden, wenns um das Wissen der Massen gehen soll. Ich bleibe dran und melde, sobald es auch bei mir klick gemacht hat ;)

  • Katharina Vukadin
    19.11.2014 21:19
    Perfekt, bis auf eins...

    Ich finde das Spiel richtig gut, es schult das Auge, man entscheidet sich schnell für ja oder nein, zudem ist es sehr einfach aufgebaut, man bracht keine langen Erklärungen. Die einzige Sache, die ich verbessern würde wäre, dass man wenn man am Schluss die Graphik mit richtig oder falsch hat, sehen könnte, welches Bild von wem war, wenn man über den Künstlernamen fährt.

  • Antonie Wiedemann
    18.11.2014 14:40
    Verbesserungsvorschläge II

    Ein kurzes Feedback nach ein paar gespielten Runden:
    - ich schließe mich Sabine Scherz an, was die Visualisierung der Ergebnisse betrifft.
    - im Künstlerverzeichnis taucht Caravaggio zweimal auf
    - bei Dürer wird es zum Teil ein bißchen einfach, weil die Monogramme so schön zu erkennen sind.
    - didaktisch gesehen wäre es vielleicht besser, vor oder nach dem Spiel ein bisschen Informationen zu geben - aber das hängt natürlich auch von der Zielgruppe ab. Für die Zukunft wäre es natürlich schön, wenn es mehrere Levels mit steigendem Schwierigkeitsgrad geben würde (wie z.B. in http://artournament.info/).




  • Sabine Scherz
    15.11.2014 22:02
    Verbesserungsvorschläge für arteducate

    Im Artikel ging es um das Computerspiel arteducate und nicht um cranachnet.

    arteducate wurde von einem einzelnen Programmierer mit Engagement für die Kunstgeschichte geschrieben. Kritik daran hilft nicht weiter. Nur etwas tun und selber machen. Und natürlich behandelt das Spiel Teilaspekte, was denn sonst? Auch dürfte die Absicht des Spiels gar nicht darin bestehen „die gesamte Kunstgeschichte digital abzubilden“.

    Im Artikel wurde um Verbesserungsvorschläge gebeten. Hier meine Gedanken dazu, die umsetzbar und im Bereich des Machbaren liegen dürften:

    Könnte der Startbutton für das Spiel auf den zentralen Fokus gelegt werden? Ich habe ziemlich herumgeklickt und ausprobiert, wo die Stelle ist, auf die man klicken muss, um das Spiel zu starten.
    Und dann wäre eine aussagekräftigere Beschriftung des Startbuttons oder –bereichs sinnvoll. „Attribution“ ist es, wie ich finde, nicht. Mein Vorschlag wäre „ARTeducate starten“.

    Außerdem schließe ich mich dem Vorschlag von Georg Schelbert an. Mir reicht die Grafik nicht aus, die im Anschluss an die Spielrunde gezeigt wird. Sie ist an sich eine gute Visualisierung, aber ich fände es interessant, wenn die Namen in der Grafik anklickbar und darüber die Bilder erreichbar wären.

  • Gast
    14.11.2014 17:55
    Ich versteh nur cranach.net,

    denn wer lauter schreit hat immer recht! Vielleicht wären ein, zwei Links zu cranach noch hilfreich, sonst versteht das doch keiner!

    • Michael Hofbauer
      15.11.2014 15:41
      Definition "Digitale Kunstgeschichte"

      Lieber Herr Kohle, vielleicht hantieren wir mit unterschiedlichen Begriffsdefinitionen? Gibt es eine einheitliche Definition des Begriffs, die mir entgangen ist?
      Für mich heißt "Digitale Kunstgeschichte" die Fortführung kunstgeschichtlicher Forschung mit digitalen Werkzeugen. Bislang konnte die erste Phase der "Digitalisierung analoger Forschungsergebnisse" sowie "analoger Forschungsressourcen" (Bilddaten usw.) noch nicht abgschlossen werden und es wird auch noch lange dauern, bis alles digital ist. Gleichzeitig stellt sich das Problem des Sortierens und Bereithaltens (zur wohl auch in Zukunft noch andauernden traditionellen Auswertung) der Datenflut. Vielleicht vereinen sich ja einst die Speichermedien Gehirn und Server und es kommt zu einem automatischen Austausch... Bis dahin ist meiner Meinung nach die Bewältigung der Digitalisierungsflut vordringliche Aufgabe digitaler Kunstgeschichte. Dazu braucht es einen unbegrenzt großen Güter- und Rangierbahnhof. In einem Wagon sind Lernspiele, im anderen wiss. Publikationen, und sicherlich einen ganzen Zug benötigen die Bilddaten. Das wiki, oder besser gesagt die "wiki-wolke" soll dabei nicht die "Digitale Kunstgeschichte" an sich sein, sondern der Güterbahnhof, der sämtliche wiss. Güter lagert, vernetzt und strukturiert. -Also auch nur ein Baustein der "DNA" (digital new art history") :-))

    • Hubertus Kohle
      14.11.2014 18:41
      Vorschlag zur Güte

      Also der Herr Hofbauer ist ein ganz feiner Kerl, der mit seinem cranach.net Schrittmacherdienste für die digitale Kunstgeschichte leistet. Nur formuliert er ein wenig bärbeißig und sollte vielleicht akzeptieren, dass es unterschiedliche Wege zum Glück gibt!

  • Michael Hofbauer
    14.11.2014 15:08
    Digitale Kunstgeschichte = Serious Games? -Ich bin raus!

    Lieber Herr Hefele,
    Sie haben sich nicht die Mühe gemacht, cranach.net einzusehen, zweifeln aber trotzdem. Da kann man nichts machen! Sorry, ich wollte nicht Ihr Spielzeug kaputt machen!
    Kennen Sie übrigens http://www.spielzwerg.de? Hat auch epistemisches Potential und Lese-Lern-Spiele gibts dort auch...

    • Michael Hofbauer
      15.11.2014 15:15
      Zurück zum Anfang

      Digitale Kunstgeschichte
      So könnte sie aussehen -
      ... lautet unmissverständlich der Titel von Herrn Kohles Eintrag! Daran schließt sich ein Bericht über eine Plattform für Lernspiele an. Diese (als Beispiel wurde ARTigo) genannte wurden von Herrn Hefele als "Serious Games" bezeichnet.
      Wenn ich mir also erlaubt habe darzustellen, dass es sich meiner Meinung nach um durchaus sinnvolle Werkzeuge der digitalen Kunstgeschichte handelt, ich jedoch zudem der Meinung bin, dass Lernspiele nicht die gesamte Kunstgeschichte (und damit meine ich kunstgeschichtliche Forschung überhaupt) abbilden können, so habe ich dies ohne jegliche Polemik getan.
      Sauer werde ich allerdings, wenn offensichtlich ohne Beschäftigung mit dem zur Diskussion gestellten virtuellen Institut cranach.net (sorry, dass ich es nochmals nenne) diesem epistemisches Potential abgesprochen und darüberhinaus (durchaus polemisch) "zumindest bezweifelt" wird, dass ein solches Medium dafür "uneingeschränkt tauglich" ist.
      Ich lade Sie, Frau Scherz und Sie, Herrn Hefele ausdrücklich ein, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Ich werde Ihnen dann einen Zugang freischaten lassen und Ihnen die Möglichkeiten unseres modifizierten wikis zeigen.
      Erst dann, und für mich völlig in Ordnung, können Sie dieses Medium wie auch immer bewerten.
      Zudem lade ich ebenso ausdrücklich zu einer Zusammenarbeit ein!
      Es ist eben nicht "mein" wiki, wie Herr Kohle schreibt, sondern ein demokratisches System von registrierten Benutzern, deren kunstgeschichtliche Forschung innerhalb des wikis geschieht und sofort dem allgemeinen Diskurs zur Verfügung steht. Momentan haben 75 Forscher Zugang und jeder kann selbst entscheiden, welchen Platz er bei der Weiterentwicklung einnimmt.

    • Franz Hefele
      15.11.2014 10:07
      Polemik ja, aber ...

      "Digitale Kunstgeschichte = Serious Games?", das hat hier niemand behauptet. Ich habe davon gesprochen, dass sowohl Wikis als auch ... ach, lassen wir das.

  • Michael Hofbauer
    13.11.2014 08:34
    Kunstgeschichte ist kein Kinderspiel

    Wenn ich mich an dieser Stelle einmischen darf:
    Die genannten Programme sind super und haben sicher ihren Platz im Werkzeugschrank der Kunstgeschichte verdient. Aber sie behandeln Teilaspekte und sind sicher nicht geeignet, die gesamte Kunstgeschichte digital abzubilden.
    Was es braucht, ist eine vernetzbare Plattform, die sich des selben Quellcodes bedient. - Ein referenzierbares System von Einzelprojekten, die quasi von selbst Teil eines einheitlichen Ganzen werden. Als Lösung hierfür kommt meiner Meinung nach nur ein Datenbanksystem als offenes System in Frage. Wenn sich die Kunstgeschichte digitalisieren will, was unzweifelhaft und unabdingbar ist, wird sie nicht auf den Glücksfall warten können, bis wieder ein Informatiker Kunstgeschichte studiert (und der wird seine Arbeit nicht auf Dauer kostenlos anbieten können). Bei unserer Arbeit mit dem wiki www.cranach.net haben wir nicht nur die Erfahrung gemacht, dass es sich um ein uneingeschränkt taugliches Medium für unbegrenzte Datenmengen handelt, sondern dass ein wiki geeignet ist, auch vom weniger programmier-affinen Kunsthistoriker verwaltet zu werden. Das Beste: die wikimedia-software ist kostenlos und hat ihren Betatest bereits erfolgreich bestanden. Es stellt sich einzig die Frage: Worauf warten wir noch?

    • Franz Hefele
      14.11.2014 09:05
      Serious Games, die Spass machen, keine Spielereien

      Ich glaube, ich verstehe schon, was Frau Scherz meint: Ohne Frage ist ein Wiki eine tolle Sache, aber Serious Games wie etwa ARTigo besitzen ein epistemisches Potential, das ein Wiki eben nicht ersetzen kann. Ob es sich bei einem Wiki also tatsächlich um ein "uneingeschränkt taugliches Medium" handelt, darf zumindest bezweifelt werden.

    • Michael Hofbauer
      13.11.2014 20:46
      "Hab ich da was verpasst oder nicht richtig verstanden?"

      @Sabine Scherz: Ich befürchte beides...

    • Sabine Scherz
      13.11.2014 13:09
      Wiki-Spiele

      Mit der Wikimedia-Software kann man Spiele entwickeln? Oder wie darf ich Ihren Kommentar verstehen? Hab ich da was verpasst oder nicht richtig verstanden?

    • Michael Hofbauer
      13.11.2014 08:41
      P.S.

      Ach übrigens, hier auf arthistoricom.net gibts weitere Infos:
      http://www.arthistoricum.net/themen/portale/cranach-online/

  • Georg Schelbert
    12.11.2014 19:10
    ... da war ARTigo

    mit seinem upload-Aspekt eigentlich fortschrittlicher. Und auch das zugrundeliegende Werk-Meister-Konzept ist nicht das allerneueste. Aber es macht Spaß und ist in sehr zeitgemäßem Webdesign präsentiert. Tipp zur Weiterentwicklung: Gerne würde man noch einmal nachgucken können, wo man falsch gelegen hat...

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