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Kunsthistorische Datenbanken

Der Schein trügt

Der Grove Dictionary of Art gehört sicherlich zu den inhaltsreichsten, seriösesten und aktuellsten Angeboten im Bereich der Kunstgeschichte. Für Abonnenten ist er seit einigen Jahren auch online zu benutzen. Unsere UB leistet sich das vielbändige Werk in dieser Form. Nutzbar ist es aber eigentlich nicht. Denn ein einziger Zugriff wird gleichzeitig ermöglicht. Egal zu welcher Uhrzeit ich das Lexikon zu lesen versuche, die Zahl der erlaubten Zugriffe ist immer schon erreicht. Bei der genannten Restriktion kein Wunder. Das ist vor allem deswegen ärgerlich, als man immer erst ein Weilchen braucht, um die Anmeldeprozedur hinter sich zu bringen. Letztlich hat das den Effekt, dass man diese Form des Angebotes für ganz überflüssig hält, vielleicht durchaus im Sinne der Verlage, die solche restriktiven Bedingungen durchsetzen. Da würde ich sagen: Lieber gar nicht als in dieser Form. Dann kann man sich das Geld für andere Dinge aufsparen.

2 Kommentar(e)

  • Georg Schelbert
    09.06.2014 22:45
    als online-Angebot nicht ernst zu nehmen.

    Buch-Derivate, die mit derartigen Flaschenhals-Mechanismen ausgestattet sind, können wohl kaum als vollwertige Online-Angebote gewertet werden und schon gar nicht als "Datenbank". In der Tat haben die Nutzer wohl immer noch mehr vom gedruckten Exemplar, weswegen evtl. Mehrkosten für den sog. Online-Zugang kaum zu rechtfertigen sind.
    Manchmal geht es freilich aus rechtlichen Gründen nicht anders. Wir haben unsere Video-Sammlung aus konservatorischen Gründen digitalisiert, können sie aber aus copyright-Gründen ebenfalls nur unter Beschränkung auf Einzelbenutzung online zugänglich machen.

  • Franz Hefele
    30.05.2014 09:40
    Es geht noch besser

    Vor kurzem hat mir ein Freund von einem ähnlichen Fall in Augsburg erzählt. Dort ist es noch "cleverer" gelöst: auch hier dürfen keine zwei Leser gleichzeitig das Angebot nutzen, statt aber dem nachfolgenden den Zugriff zu verweigern, wird einfach der aktuelle aus dem System geschmissen, sobald die Anmeldung des Neulesers abgeschlossen ist. Man kann sich vorstellen, wie viel Freude so wissenschaftliches Arbeiten macht - und wie viel Ärger dadurch entsteht ...

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