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Kunstgeschichtsspiele

Macht das Sinn?

Spiele als Bildungsinstanz auch für komplexe Inhalte werden zur Zeit intensiv erforscht und entwickelt. Mit unserem artigo versuchen wir ja ebenfalls, auf der einen Seite die Kompetenzen der crowd für die Sichtbarkeit von Bilddatenbanken auszunutzen, andererseits aber auch Wissen zu vermitteln. Auf das folgende Spiel macht mich Holger Simon aufmerksam, und ich frage mich, warum es nicht viel bekannter ist. Veto lädt den Nutzer dazu ein, Bilder in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen bzw. sie nach bestimmten Kriterien einander zuzuordnen. Dabei geht es um Zuordnung zu einem bestimmten Künstler, einer Gattung und - wohl der interessanteste Aspekt - um die Anordnung in einer bestimmten chronologischen Reihenfolge. Am Anfang bekomme ich eine Anzahl von Bildern, die ich durch Ausspielen auf 0 bringen muss, um zu gewinnen. Der Clou bei dem Spiel: Ein Mitspieler (oder ist es der Rechner?) kann gegen meine Wahl ein Veto einlegen - und umgekehrt. Bei berechtigtem Veto bekomme ich Strafbilder, so dass ich beim "Herunterspielen" zurückfalle. 

Das Prinzip des Spiels finde ich faszinierend (wenn auch sicherlich noch optimierbar), da es durch permanente Anwendung eine Vertrautheit mit den Bildern erzeugt, die sich auf Datierung, Autorschaft und Gattungszuordnung bezieht. Es ist nur schade, dass das Spiel kaum jemand zu kennen scheint. Sicherlich hängt das auch mit der ein wenig altbackenen Aufbereitung der Website zusammen. Aber die Idee ist großartig, und es wäre schön, wenn sich solche Ansätze auch für andere Bereiche durchsetzten.

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