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	<title>Kommentare zu: Publish first &#8211; filter later</title>
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	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
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		<title>Von: Kunsthistorische E-Journals im Überblick &#124; artefakt</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-268</link>
		<dc:creator>Kunsthistorische E-Journals im Überblick &#124; artefakt</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 19:42:15 +0000</pubDate>
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		<description>[...] M&#252;nchener Kunsthistoriker Hubertus Kohle, der sich deutlich&#160;f&#252;r Open Access und ein &#8222;publish first&#160;&#8211; filter later&#8220; [...] </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] M&uuml;nchener Kunsthistoriker Hubertus Kohle, der sich deutlich&nbsp;f&uuml;r Open Access und ein &#8222;publish first&#160;&#8211; filter later&#8220; [...]</p>
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		<title>Von: ih</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-267</link>
		<dc:creator>ih</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:39:07 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe gerade die Kommentare auf http://www.kunstgeschichte-ejournal.net/alle-kommentare entdeckt und einige überflogen. Könnte mir bitte jemand sagen, was daran auszusetzen ist? Ich lese gute Aufsätze, gute Kommentare und bin exzellent über den Stand der Dinge informiert. Würden mehr Texte drin stehen, wäre ich noch besser informiert. Wo liegt das Problem?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade die Kommentare auf <a href="http://www.kunstgeschichte-ejournal.net/alle-kommentare" rel="nofollow">http://www.kunstgeschichte-ejournal.net/alle-kommentare</a> entdeckt und einige überflogen. Könnte mir bitte jemand sagen, was daran auszusetzen ist? Ich lese gute Aufsätze, gute Kommentare und bin exzellent über den Stand der Dinge informiert. Würden mehr Texte drin stehen, wäre ich noch besser informiert. Wo liegt das Problem?</p>
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		<title>Von: Hubertus Kohle</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-266</link>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 09:24:23 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Filter later&quot; ist ja auch ein Filter, also ein Review! Ich stelle mir das so vor: Es werden differenzierte Bewertungssysteme entwickelt, die sowohl die Kategorien der Bewertung als auch die Qualifikation des Bewertenden beinhalten. Nach dem Motto: Ein guter Professor ist nicht derjenige, der von Studierenden mit gut bewertet wird, sondern ein guter Professor ist einer, der von guten Studierenden mit gut bewertet wird. Der Reviewer meldet sich im System an, charakterisiert seine Qualifikation und gibt dann seine Bewertung ab. Diese Bewertung wird je nach Höhe der Qualifikation gewichtet und fließt in das Gesamturteil ein. Zugegeben, das klingt momentan alles noch sehr utopisch, aber ich glaube, darauf läuft es hinaus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Filter later&#8221; ist ja auch ein Filter, also ein Review! Ich stelle mir das so vor: Es werden differenzierte Bewertungssysteme entwickelt, die sowohl die Kategorien der Bewertung als auch die Qualifikation des Bewertenden beinhalten. Nach dem Motto: Ein guter Professor ist nicht derjenige, der von Studierenden mit gut bewertet wird, sondern ein guter Professor ist einer, der von guten Studierenden mit gut bewertet wird. Der Reviewer meldet sich im System an, charakterisiert seine Qualifikation und gibt dann seine Bewertung ab. Diese Bewertung wird je nach Höhe der Qualifikation gewichtet und fließt in das Gesamturteil ein. Zugegeben, das klingt momentan alles noch sehr utopisch, aber ich glaube, darauf läuft es hinaus.</p>
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		<title>Von: Martin de la Iglesia</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-265</link>
		<dc:creator>Martin de la Iglesia</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 09:10:30 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Kohle,

Ihren Beitrag verstehe ich so, daß Sie vorhersagen, Online-Publikationen ohne Peer Review würden die althergebrachten Print-Publikationen mit Peer Review verdrängen. Das halte ich für eine zu starke Vereinfachung: Vor dem Internet gab es ja bereits Print-Publikationen mit und ohne Peer Review, und heutzutage gibt es zusätzlich Online-Publikationen mit und ohne Peer Review. Ich wage die Prognose, daß diese vier Publikationsarten noch lange koexistieren werden (zumindest in unserem Fach). Zumal ja, wie Sie richtig schreiben, es immer mehr Wissenschaftler gibt, und dadurch immer mehr Publikationen. Diese werden sich - in welchen Mengenanteilen auch immer - auf die vier unterschiedlichen Publikationsarten verteilen, je nach Vorliebe ihrer jeweiligen Autoren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Kohle,</p>
<p>Ihren Beitrag verstehe ich so, daß Sie vorhersagen, Online-Publikationen ohne Peer Review würden die althergebrachten Print-Publikationen mit Peer Review verdrängen. Das halte ich für eine zu starke Vereinfachung: Vor dem Internet gab es ja bereits Print-Publikationen mit und ohne Peer Review, und heutzutage gibt es zusätzlich Online-Publikationen mit und ohne Peer Review. Ich wage die Prognose, daß diese vier Publikationsarten noch lange koexistieren werden (zumindest in unserem Fach). Zumal ja, wie Sie richtig schreiben, es immer mehr Wissenschaftler gibt, und dadurch immer mehr Publikationen. Diese werden sich &#8211; in welchen Mengenanteilen auch immer &#8211; auf die vier unterschiedlichen Publikationsarten verteilen, je nach Vorliebe ihrer jeweiligen Autoren.</p>
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		<title>Von: AndreasPraefcke</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-264</link>
		<dc:creator>AndreasPraefcke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 08:30:49 +0000</pubDate>
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		<description>Gut und schön, aber nach dieser &quot;weiten Auslegung&quot; ist auch die allerorten verteufelte Wikipedia &quot;peer-reviewed&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gut und schön, aber nach dieser &#8220;weiten Auslegung&#8221; ist auch die allerorten verteufelte Wikipedia &#8220;peer-reviewed&#8221;.</p>
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		<title>Von: Hubertus Kohle</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-263</link>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 08:09:30 +0000</pubDate>
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		<description>Graf hat recht. Eigentlich ziehen wir ja sowieso am gleichen Strang. Ich empfehle daher ausdrücklich sein Archivalia (den meistens etwas aggressiven Grundton kann man getrost überhören). Aber sein Kommentar hat mich natürlich geärgert. Wichtig vor allem der Hinweis auf die Forderung der open-access-Bewegung nach peer reviews, die sie wie eine Monstranz vor sich her trägt. Ich denke, dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die Angst vor den Leuten (das sind meistens die Etablierten), die den OA-lern ein Plädoyer für unkritische Massenproduktion vorwerfen. Das überkompensieren sie dann. Aber wer A sagt, muss auch B sagen. Also das Medium zu Ende denken und es nicht immer nur aus der Vergangenheit der Druckpublikation her einschätzen.
Zum peer-Begriff: Na ja, den legen wir weit aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Graf hat recht. Eigentlich ziehen wir ja sowieso am gleichen Strang. Ich empfehle daher ausdrücklich sein Archivalia (den meistens etwas aggressiven Grundton kann man getrost überhören). Aber sein Kommentar hat mich natürlich geärgert. Wichtig vor allem der Hinweis auf die Forderung der open-access-Bewegung nach peer reviews, die sie wie eine Monstranz vor sich her trägt. Ich denke, dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die Angst vor den Leuten (das sind meistens die Etablierten), die den OA-lern ein Plädoyer für unkritische Massenproduktion vorwerfen. Das überkompensieren sie dann. Aber wer A sagt, muss auch B sagen. Also das Medium zu Ende denken und es nicht immer nur aus der Vergangenheit der Druckpublikation her einschätzen.<br />
Zum peer-Begriff: Na ja, den legen wir weit aus.</p>
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	<item>
		<title>Von: ih</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-262</link>
		<dc:creator>ih</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 05:45:51 +0000</pubDate>
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		<description>toxic free zone!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>toxic free zone!</p>
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		<title>Von: Unkenrufer</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comment-261</link>
		<dc:creator>Unkenrufer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 19:57:55 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Kohle,

ich empfinde es als Unverschämtheit, mich als konservativen Unkenrufer zu bezeichnen.

Richtig ist, dass mir die Zeit fehlte, eine ausführliche Stellungnahme zu Peer Review und anderen Qualitätssicherungsverfahren abzugeben.

Sie finden aber zum Thema Peer Review über 80 Einträge in Archivalia, die zur Erhellung der Problematik beitragen:

* http://archiv.twoday.net/search?q=peer+review

Ich darf hervorheben:
http://archiv.twoday.net/stories/5886308/

Ich komme aus einer Disziplin, die kein striktes Peer Review kennt und ich selbst habe bei über 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen seit 1975 selbst auch noch kein Peer Review erlebt. Ich habe allerdings für eine englischsprachige Zeitschrift zum Thema Open Access einmal als Gutachter agiert. Und ich habe je ein Gutachten für die österreichische Forschungsförderungsorganisation und für die DFG abgegeben. Meine eigene Erfahrungen mit Peer Review kann man also durchaus als &quot;bescheiden&quot; bezeichnen.

Richtig ist, dass die Open-Access-Bewegung die Forderung nach Peer Review wie eine Monstranz vor sich her trägt, und dass mir dieser Fetischcharakter missfällt.

Da ich seit Jahren dafür plädiere, Abschlussarbeiten auch ohne Empfehlung eines Gutachters in den Hochschulschriftenservern zu veröffentlichen bzw. sogar eine Pflichtveröffentlichung zu fordern, frage ich mich, was an meiner Position &quot;konservativ&quot; ist. 

Ich habe auch keinerlei Sympathien für die Praxis von Hochschulen (z.B. Göttingen) eigene Open-Access-Server von den Servern für Dissertationen usw. zu trennen.

Was mir am E-Journal Kunstgeschichte missfällt ist, dass hier mit dem Begriff &quot;Peer Review&quot; geworben wird, obwohl nichts dergleichen stattfindet. Einzig und allein korrekt (und kein Betrug an Nachwuchswissenschaftlern) wäre von &quot;Open Review&quot; zu sprechen.

Ich denke, in der Sache sind wir uns einig. Wir sollten neue internetbasierte Bewertungsformen erproben und nicht fetischartig an &quot;Peer Review&quot; festhalten. Da sollte man dann aber auch Verbündete nicht durch unbegründete Herabsetzungen verprellen, denn ich kann nicht erkennen, dass mein Beitrag unsachlich auch (wenngleich sicher nicht willkommen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Kohle,</p>
<p>ich empfinde es als Unverschämtheit, mich als konservativen Unkenrufer zu bezeichnen.</p>
<p>Richtig ist, dass mir die Zeit fehlte, eine ausführliche Stellungnahme zu Peer Review und anderen Qualitätssicherungsverfahren abzugeben.</p>
<p>Sie finden aber zum Thema Peer Review über 80 Einträge in Archivalia, die zur Erhellung der Problematik beitragen:</p>
<p>* <a href="http://archiv.twoday.net/search?q=peer+review" rel="nofollow">http://archiv.twoday.net/search?q=peer+review</a></p>
<p>Ich darf hervorheben:<br />
<a href="http://archiv.twoday.net/stories/5886308/" rel="nofollow">http://archiv.twoday.net/stories/5886308/</a></p>
<p>Ich komme aus einer Disziplin, die kein striktes Peer Review kennt und ich selbst habe bei über 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen seit 1975 selbst auch noch kein Peer Review erlebt. Ich habe allerdings für eine englischsprachige Zeitschrift zum Thema Open Access einmal als Gutachter agiert. Und ich habe je ein Gutachten für die österreichische Forschungsförderungsorganisation und für die DFG abgegeben. Meine eigene Erfahrungen mit Peer Review kann man also durchaus als &#8220;bescheiden&#8221; bezeichnen.</p>
<p>Richtig ist, dass die Open-Access-Bewegung die Forderung nach Peer Review wie eine Monstranz vor sich her trägt, und dass mir dieser Fetischcharakter missfällt.</p>
<p>Da ich seit Jahren dafür plädiere, Abschlussarbeiten auch ohne Empfehlung eines Gutachters in den Hochschulschriftenservern zu veröffentlichen bzw. sogar eine Pflichtveröffentlichung zu fordern, frage ich mich, was an meiner Position &#8220;konservativ&#8221; ist. </p>
<p>Ich habe auch keinerlei Sympathien für die Praxis von Hochschulen (z.B. Göttingen) eigene Open-Access-Server von den Servern für Dissertationen usw. zu trennen.</p>
<p>Was mir am E-Journal Kunstgeschichte missfällt ist, dass hier mit dem Begriff &#8220;Peer Review&#8221; geworben wird, obwohl nichts dergleichen stattfindet. Einzig und allein korrekt (und kein Betrug an Nachwuchswissenschaftlern) wäre von &#8220;Open Review&#8221; zu sprechen.</p>
<p>Ich denke, in der Sache sind wir uns einig. Wir sollten neue internetbasierte Bewertungsformen erproben und nicht fetischartig an &#8220;Peer Review&#8221; festhalten. Da sollte man dann aber auch Verbündete nicht durch unbegründete Herabsetzungen verprellen, denn ich kann nicht erkennen, dass mein Beitrag unsachlich auch (wenngleich sicher nicht willkommen).</p>
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