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	<title>Kommentare zu: Kunsthistorische Überproduktionskrise</title>
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	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
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		<title>Von: ih</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunsthistorische-uberproduktionskrise/#comment-236</link>
		<dc:creator>ih</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 10:15:58 +0000</pubDate>
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		<description>Der Beitrag von Frank Zöllner ist m.E. gut geschrieben. Ich habe mich stellenweise sehr amüsiert (vgl. beispielsweise Abs. 11), obwohl es im Grunde genommen nichts zu lachen gibt. Ebenso hat es gut getan, zu erfahren, dass auch andere in diesem Fach schlechte Literatur lesen müssen und das nicht nur nicht mehr wollen, sondern es ganz einfach nicht mehr können. Deswegen der Gegentrend, der alles unterstützt, was den &quot;Redner&quot; in den Hintergrund seines Gegenstandes rückt: Stille, leichte Ironie, konkrete Poesie oder sachliche Texte, zurückhaltender Schreibstil, neutrale Empathie und Internet, wenn - mit Rücksicht auf Individualität - ein Mehr an kollektiver Wahrnehmung, kollektiven Autoren und kollektiven Texten, die in Egozentrismus abgewanderte Subjektivität eindämmen. Was denn sonst?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag von Frank Zöllner ist m.E. gut geschrieben. Ich habe mich stellenweise sehr amüsiert (vgl. beispielsweise Abs. 11), obwohl es im Grunde genommen nichts zu lachen gibt. Ebenso hat es gut getan, zu erfahren, dass auch andere in diesem Fach schlechte Literatur lesen müssen und das nicht nur nicht mehr wollen, sondern es ganz einfach nicht mehr können. Deswegen der Gegentrend, der alles unterstützt, was den &#8220;Redner&#8221; in den Hintergrund seines Gegenstandes rückt: Stille, leichte Ironie, konkrete Poesie oder sachliche Texte, zurückhaltender Schreibstil, neutrale Empathie und Internet, wenn &#8211; mit Rücksicht auf Individualität &#8211; ein Mehr an kollektiver Wahrnehmung, kollektiven Autoren und kollektiven Texten, die in Egozentrismus abgewanderte Subjektivität eindämmen. Was denn sonst?</p>
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		<title>Von: Hubertus Kohle</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunsthistorische-uberproduktionskrise/#comment-235</link>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 11:51:14 +0000</pubDate>
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		<description>Die Dekonstruktion hat uns gelehrt, dass es zwischen wissenschaftlicher und anderen Formen der Rede keinen subtanziellen, sondern nur einen graduellen Unterschied gibt. Wissenschaft ist ebenso zeitabhängig wie etwa alltagssprachliche Rede. Insofern ist Frau Bickmann zuzustimmen. Das kann aber nicht heißen, dass nunmehr alles möglich und eine Überprüfung auf &quot;Wahr&quot; oder &quot;falsch&quot; vollkommen obsolet wird!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dekonstruktion hat uns gelehrt, dass es zwischen wissenschaftlicher und anderen Formen der Rede keinen subtanziellen, sondern nur einen graduellen Unterschied gibt. Wissenschaft ist ebenso zeitabhängig wie etwa alltagssprachliche Rede. Insofern ist Frau Bickmann zuzustimmen. Das kann aber nicht heißen, dass nunmehr alles möglich und eine Überprüfung auf &#8220;Wahr&#8221; oder &#8220;falsch&#8221; vollkommen obsolet wird!</p>
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		<title>Von: Bickmann</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunsthistorische-uberproduktionskrise/#comment-234</link>
		<dc:creator>Bickmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 17:37:36 +0000</pubDate>
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		<description>Den Text habe ich heute gelesen, hat mich allerdings nicht zu einem Kommentar veranlassen können, obgleich ich es sehr mutig finde, ihn in dieser Weise zur Diskussion zu stellen. Natürlich kann man die zum Teil haarsträubenden(Fehl-)deutungen berühmter Kunstwerke als das, was sie sind, darlegen. Ich denke aber, dass sie viel mehr über die Zeit aussagen, in der sie auftreten. Wäre Marcel Duchamps LHOOQ entstanden ohne die Informationen aus da Vincis Privatleben, die 1896 auftauchten, und die ganze Androgynie-Philie des Fin de siècle? Zur Lisa del Giocondo fasste Frank Zöllner schon 1994 den berühmten Paterschen Text (1873) unter &quot;Männerphantasie&quot; und brachte ihn in den Zusammenhang mit sensationsheischenden  Bilddeutungen der Boulevardpresse, ein stark vereinfachender Ansatz. Versuche um 1900, Leonardo zum Geheimwissenschaftler zu erklären, griff ja erst kürzlich der Romanautor Dan Brown auf. Interessanter finde ich es daher, den Quellen diesen neuen Mythen auf den Grund zu gehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Text habe ich heute gelesen, hat mich allerdings nicht zu einem Kommentar veranlassen können, obgleich ich es sehr mutig finde, ihn in dieser Weise zur Diskussion zu stellen. Natürlich kann man die zum Teil haarsträubenden(Fehl-)deutungen berühmter Kunstwerke als das, was sie sind, darlegen. Ich denke aber, dass sie viel mehr über die Zeit aussagen, in der sie auftreten. Wäre Marcel Duchamps LHOOQ entstanden ohne die Informationen aus da Vincis Privatleben, die 1896 auftauchten, und die ganze Androgynie-Philie des Fin de siècle? Zur Lisa del Giocondo fasste Frank Zöllner schon 1994 den berühmten Paterschen Text (1873) unter &#8220;Männerphantasie&#8221; und brachte ihn in den Zusammenhang mit sensationsheischenden  Bilddeutungen der Boulevardpresse, ein stark vereinfachender Ansatz. Versuche um 1900, Leonardo zum Geheimwissenschaftler zu erklären, griff ja erst kürzlich der Romanautor Dan Brown auf. Interessanter finde ich es daher, den Quellen diesen neuen Mythen auf den Grund zu gehen.</p>
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