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	<title>Kommentare zu: Kunstbibliotheken im 21. Jahrhundert</title>
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	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
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		<title>Von: klisch.net &#187; Blog Archive &#187; Kunstbibliotheken vs. Web2.0</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunstbibliotheken-im-21-jahrhundert/#comment-32</link>
		<dc:creator>klisch.net &#187; Blog Archive &#187; Kunstbibliotheken vs. Web2.0</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2009 10:04:10 +0000</pubDate>
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		<description>[...] hart wurden die Positionen auf der Fachtagung: Kunstbibliotheken im 21. Jahrhundert, zwar nicht aufgestellt, ging es aber letztendlich doch darum. Das Expertengespr&#228;ch [...] </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] hart wurden die Positionen auf der Fachtagung: Kunstbibliotheken im 21. Jahrhundert, zwar nicht aufgestellt, ging es aber letztendlich doch darum. Das Expertengespr&#228;ch [...]</p>
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		<title>Von: Rüdiger Hoyer</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunstbibliotheken-im-21-jahrhundert/#comment-31</link>
		<dc:creator>Rüdiger Hoyer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 20:58:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ergänzend zu dem Kommentar von Hubertus Kohle: Dieser evoziert den voraussehbaren Lauf der Dinge für die Bibliotheken im Allgemeinen. Digitalisierungen werden die Nutzung eines großen Teil der Bibliotheksbestände in geisteswissenschaftlichen Fächern stark senken. Verschwinden werden aber nicht so sehr die Bibliotheken als vielmehr die Bibliothekare alter Schule mit ihren gewohnten Katalogisierungsaufgaben. In dem Maße, wie sich das Publikationswesen elektronischen Formen zuwendet, wird jedoch z. B. der Bedarf an Fachleuten für die intellektuelle Produktion von international verwendbaren Referenzdaten (Normdaten) für den Publikationen unmittelbar beigegebene Metadaten, für Suchmaschinen, Tagging und Volltextindexierung steigen, ferner der Bedarf an effizienten Interfaces für die fachspezifische Informationsversorgung. Andererseits läßt gerade die zu konstatierende anhaltende Blüte des als gestalterisches Objekt konzipierten Kunstbuches, auch im Bereich der Gegenwartskunst, vermuten, daß ein bedeutender Teil der Bestände der Kunstbibliotheken auf lange Zeit, vielleicht nie ein adäquates digitales Pendant haben wird. Was wiederum mitnichten die massenhafte Entstehung digitaler (Online-)Galeriekataloge, Künstler-&quot;Bücher&quot;, Reiseführer, Ausstellungskataloge etc. verhindern wird. Orte, an denen beide Formen für die Fachwelt unter bestmöglichen technischen Bedingungen unter Anbindung an die persönlichen Ressourcen konsultiert werden können, mögen irgendwann nicht mehr (Kunst-)Bibliothek heißen, werden aber schon aus Gründen der demokratischen Verfügbarmachung des Maximums an fachlich verwertbaren Informationen in ihrer Privilegiertheit von vitaler Notwendigkeit sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzend zu dem Kommentar von Hubertus Kohle: Dieser evoziert den voraussehbaren Lauf der Dinge für die Bibliotheken im Allgemeinen. Digitalisierungen werden die Nutzung eines großen Teil der Bibliotheksbestände in geisteswissenschaftlichen Fächern stark senken. Verschwinden werden aber nicht so sehr die Bibliotheken als vielmehr die Bibliothekare alter Schule mit ihren gewohnten Katalogisierungsaufgaben. In dem Maße, wie sich das Publikationswesen elektronischen Formen zuwendet, wird jedoch z. B. der Bedarf an Fachleuten für die intellektuelle Produktion von international verwendbaren Referenzdaten (Normdaten) für den Publikationen unmittelbar beigegebene Metadaten, für Suchmaschinen, Tagging und Volltextindexierung steigen, ferner der Bedarf an effizienten Interfaces für die fachspezifische Informationsversorgung. Andererseits läßt gerade die zu konstatierende anhaltende Blüte des als gestalterisches Objekt konzipierten Kunstbuches, auch im Bereich der Gegenwartskunst, vermuten, daß ein bedeutender Teil der Bestände der Kunstbibliotheken auf lange Zeit, vielleicht nie ein adäquates digitales Pendant haben wird. Was wiederum mitnichten die massenhafte Entstehung digitaler (Online-)Galeriekataloge, Künstler-&#8221;Bücher&#8221;, Reiseführer, Ausstellungskataloge etc. verhindern wird. Orte, an denen beide Formen für die Fachwelt unter bestmöglichen technischen Bedingungen unter Anbindung an die persönlichen Ressourcen konsultiert werden können, mögen irgendwann nicht mehr (Kunst-)Bibliothek heißen, werden aber schon aus Gründen der demokratischen Verfügbarmachung des Maximums an fachlich verwertbaren Informationen in ihrer Privilegiertheit von vitaler Notwendigkeit sein.</p>
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		<title>Von: Albrecht Pohlmann</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunstbibliotheken-im-21-jahrhundert/#comment-30</link>
		<dc:creator>Albrecht Pohlmann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 08:57:36 +0000</pubDate>
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		<description>Der neueste Kommentar ermutigt mich, ebenfalls Bedenken einzustreuen - die ich als begeistertem Nutzer digitalisierter Literatur schon seit längerem hege. Digitalisierte Bilder lassen Qualitäten ihrer gedruckten Vorlagen. Und tatsächlich gehen einige der sekundären sinnlichen Buch- und Bildqualitäten verloren.
Aber auch etwas anderes: Die Bibliotheken werden die Digitalisierungsarbeit in ihren nationalen bzw. internationalen Verbünden koordinieren, und ein Buch, das einmal in Halle digitalisiert ist, wird nicht zusätzlich in Berlin digitalisiert werden. - Aber: einzelne Exemplare einer Auflage können sich unterscheiden, Beilagen, Anhänge, Verlagsanzeigen usw. müssen nicht in allen gleichermaßen enthalten sein. Und sie können mit Exlibris und persönlichen Zusätzen der Vorbesitzer versehen sein. - Ein (fiktives, aber mögliches) Beispiel: Das Ex. der hallischen UB von Chevreuls Farbenharmonie in der Bearbeitung von Jaennicke, 2. Aufl., Stuttgart 1902, enthält als Vorbesitzerstempel den von Schultze-Naumburg sowie Anmerkungen von seiner Hand. Ein Zeugnis für die ernsthafte Beschäftigung dieses Künstlers, der selbst ein Handbuch der Malerei verfaßt hat, mit Farbharmonielehren. - Würde aber lediglich das Ex. der Berliner Staatsbibliothek digitalisiert, welches als Bibliotheksexemplar erworben wurde und keine solchen individuellen Zusätze enthält, wäre dies künftig der Referenztext für alle Nutzer, und an das hallische Ex. würde man vermutlich schon aus Bestandsschutzgründen nur noch schwer herankommen.
Der Vorteil der Digitalisierung könnte hier darin bestehen, daß der online zugänglich gemachte Text mit Anmerkungen zu den Abweichungen anderer Exemplare und ihren Standorten versehen werden könnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der neueste Kommentar ermutigt mich, ebenfalls Bedenken einzustreuen &#8211; die ich als begeistertem Nutzer digitalisierter Literatur schon seit längerem hege. Digitalisierte Bilder lassen Qualitäten ihrer gedruckten Vorlagen. Und tatsächlich gehen einige der sekundären sinnlichen Buch- und Bildqualitäten verloren.<br />
Aber auch etwas anderes: Die Bibliotheken werden die Digitalisierungsarbeit in ihren nationalen bzw. internationalen Verbünden koordinieren, und ein Buch, das einmal in Halle digitalisiert ist, wird nicht zusätzlich in Berlin digitalisiert werden. &#8211; Aber: einzelne Exemplare einer Auflage können sich unterscheiden, Beilagen, Anhänge, Verlagsanzeigen usw. müssen nicht in allen gleichermaßen enthalten sein. Und sie können mit Exlibris und persönlichen Zusätzen der Vorbesitzer versehen sein. &#8211; Ein (fiktives, aber mögliches) Beispiel: Das Ex. der hallischen UB von Chevreuls Farbenharmonie in der Bearbeitung von Jaennicke, 2. Aufl., Stuttgart 1902, enthält als Vorbesitzerstempel den von Schultze-Naumburg sowie Anmerkungen von seiner Hand. Ein Zeugnis für die ernsthafte Beschäftigung dieses Künstlers, der selbst ein Handbuch der Malerei verfaßt hat, mit Farbharmonielehren. &#8211; Würde aber lediglich das Ex. der Berliner Staatsbibliothek digitalisiert, welches als Bibliotheksexemplar erworben wurde und keine solchen individuellen Zusätze enthält, wäre dies künftig der Referenztext für alle Nutzer, und an das hallische Ex. würde man vermutlich schon aus Bestandsschutzgründen nur noch schwer herankommen.<br />
Der Vorteil der Digitalisierung könnte hier darin bestehen, daß der online zugänglich gemachte Text mit Anmerkungen zu den Abweichungen anderer Exemplare und ihren Standorten versehen werden könnte.</p>
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	<item>
		<title>Von: Heinrich Dilly</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunstbibliotheken-im-21-jahrhundert/#comment-28</link>
		<dc:creator>Heinrich Dilly</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 05:07:21 +0000</pubDate>
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		<description>Kommentar zu Hubertus Kohles erstem Beitrag: Eine zweite Aufgabe sehe ich darin, die Originale a) wenn unbedingt nötig zu restaurieren, b) auf jeden Fall zu konservieren und c) denjenigen, die diese nur noch &#039;verflüssigt&#039; kennen, die vormaligen Funktionen des Mediums Buch und Bild zu vermitteln. Denn wer weiss dann noch das zu schätzen, wie ein jedes Buch anders riecht, wie schwer es ist, wie es sich angefasst hat, wo es überhaupt stand, wie daraus gelesen wurde....?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kommentar zu Hubertus Kohles erstem Beitrag: Eine zweite Aufgabe sehe ich darin, die Originale a) wenn unbedingt nötig zu restaurieren, b) auf jeden Fall zu konservieren und c) denjenigen, die diese nur noch &#8216;verflüssigt&#8217; kennen, die vormaligen Funktionen des Mediums Buch und Bild zu vermitteln. Denn wer weiss dann noch das zu schätzen, wie ein jedes Buch anders riecht, wie schwer es ist, wie es sich angefasst hat, wo es überhaupt stand, wie daraus gelesen wurde&#8230;.?</p>
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	<item>
		<title>Von: Hubertus Kohle</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunstbibliotheken-im-21-jahrhundert/#comment-29</link>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 18:46:16 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kann ja schon mal ankündigen, worum es in meinem Vortrag in Berlin wohl gehen wird. Dabei beziehe ich mich auf zwei Beiträge in diesem blog, die ich schon mit Blick auf die Konferenz verfasst habe: &lt;a href=&quot;http://www.arthistoricum.net/blog/?p=309&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Social tagging&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.arthistoricum.net/blog/?p=690&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;The medium is the message&lt;/a&gt;. Momentan und bis auf weiteres sind alle möglichen Akteure - unter anderem auch die (Kunst)Bibliotheken - damit beschäftigt, die gedruckte Hinterlassenschaft der Geistesgeschichte ins digitale Medium zu übertragen. (By the way: Wenn die öffentlichen Institutionen sich früh genug darauf geeinigt hätten, dies zu tun, dann müsste man es heutzutage nicht solchen privatwirtschaftlichen Gesellschaften wie google überlassen, die ein Monopol aufbauen, das vielleicht doch nicht so harmlos ist). Es steht in den Sternen, womit sich dann Bibliotheken beschäftigen werden!? Denn: wenn ich alles an meinem Arbeitsplatz abrufen kann, warum soll ich dann noch in die Bibliothek gehen? Hier ein Vorschlag, womit sich die Bibliotheken dann befassen könnten.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Bibliotheken in ihrem gesamten Bestand auf meinen Computer zu bringen, ist eine ebenso verrückte wie erstrebenswerte Perspektive. Aber ein Text/Bild im digitalen Medium ist etwas ganz anderes als ein Text/Bild im Druck. Beides verflüssigt sich und wird - sehr viel ausdrücklicher als vorher - zum Bestandteil eines interaktiven Gefüges, einer Kooperation. Um hier nicht alles vorweg zu nehmen: Bilder werden im Internet Gegenstand einer weltweiten Kommentierung, Texte zum Fluchtpunkt einer ebenso weltweiten Diskussion. Wenn Bibliotheken die Aufgabe übernehmen, diesen durchgreifenden Prozess zu moderieren ud zu organsieren, dann mache ich mir um ihre Zukunft keine Sorgen. Wenn nicht, allerdings schon!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann ja schon mal ankündigen, worum es in meinem Vortrag in Berlin wohl gehen wird. Dabei beziehe ich mich auf zwei Beiträge in diesem blog, die ich schon mit Blick auf die Konferenz verfasst habe: <a href="http://www.arthistoricum.net/blog/?p=309" rel="nofollow">Social tagging</a> und <a href="http://www.arthistoricum.net/blog/?p=690" rel="nofollow">The medium is the message</a>. Momentan und bis auf weiteres sind alle möglichen Akteure &#8211; unter anderem auch die (Kunst)Bibliotheken &#8211; damit beschäftigt, die gedruckte Hinterlassenschaft der Geistesgeschichte ins digitale Medium zu übertragen. (By the way: Wenn die öffentlichen Institutionen sich früh genug darauf geeinigt hätten, dies zu tun, dann müsste man es heutzutage nicht solchen privatwirtschaftlichen Gesellschaften wie google überlassen, die ein Monopol aufbauen, das vielleicht doch nicht so harmlos ist). Es steht in den Sternen, womit sich dann Bibliotheken beschäftigen werden!? Denn: wenn ich alles an meinem Arbeitsplatz abrufen kann, warum soll ich dann noch in die Bibliothek gehen? Hier ein Vorschlag, womit sich die Bibliotheken dann befassen könnten.<br />
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Bibliotheken in ihrem gesamten Bestand auf meinen Computer zu bringen, ist eine ebenso verrückte wie erstrebenswerte Perspektive. Aber ein Text/Bild im digitalen Medium ist etwas ganz anderes als ein Text/Bild im Druck. Beides verflüssigt sich und wird &#8211; sehr viel ausdrücklicher als vorher &#8211; zum Bestandteil eines interaktiven Gefüges, einer Kooperation. Um hier nicht alles vorweg zu nehmen: Bilder werden im Internet Gegenstand einer weltweiten Kommentierung, Texte zum Fluchtpunkt einer ebenso weltweiten Diskussion. Wenn Bibliotheken die Aufgabe übernehmen, diesen durchgreifenden Prozess zu moderieren ud zu organsieren, dann mache ich mir um ihre Zukunft keine Sorgen. Wenn nicht, allerdings schon!</p>
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