<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.arthistoricum.net</title>
	<atom:link href="http://blog.arthistoricum.net/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.arthistoricum.net</link>
	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Mar 2010 16:21:26 +0000</lastBuildDate>
	
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Audioguides &#8211; Nachtrag</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/audioguides-nachtrag/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/audioguides-nachtrag/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 16:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Audioguides]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstvermittlung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2412</guid>
		<description><![CDATA[Noch ein kleiner Nachtrag zu dieser Diskussion, nachdem ich nun im privaten und beruflichen Umfeld mit vielen Personen gesprochen habe, auch mit solchen, die über geringe Vorkenntnisse in Sachen Kunst verfügen. Diese Umfrage ist selbstverständlich nicht repräsentativ. Aber es deuten sich zwei klare Haltungen an: eine völlige Ablehnung der Audiogeräte und ebenso großes Lob für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein kleiner Nachtrag zu <a href="http://blog.arthistoricum.net/der-audioguide-%E2%80%93-sinnvolles-vermittlungsinstrument-oder-belastigung/">dieser Diskussion</a>, nachdem ich nun im privaten und beruflichen Umfeld mit vielen Personen gesprochen habe, auch mit solchen, die über geringe Vorkenntnisse in Sachen Kunst verfügen. Diese Umfrage ist selbstverständlich nicht repräsentativ. Aber es deuten sich zwei klare Haltungen an: eine völlige Ablehnung der Audiogeräte und ebenso großes Lob für diese Vermittlungstechnik. Die Kritiker verweisen vor allem darauf, dass sie die Nutzung durch andere Besucher als störend empfinden während der Bildbetrachtung. Sie selbst würden sich dieser Geräte niemals bedienen, um die freie Sicht auf ein Kunstwerk nicht akustisch beeinträchtigen zu lassen, da die sinnende Betrachtung von Kunst für sie einen höheren Stellenwert hat und sie sich weigern, in eine Konsumhaltung zu fallen. Vielmehr stifte Nichtwissen zur intensiveren Beschäftigung mit der Thematik an, evtl. auch zum Kauf eines Kataloges, der im Nachhinein (!) konsultiert wird, um Fragen zu klären und Kenntnisse zu erweitern.</p>
<p>Nutzer der Audioguides schätzen diese Form der Vermittlung, weil Hemmschwellen überwunden und Zugänge erleichtert werden. Je häufiger die Geräte angeboten werden, desto wohler und sicherer fühlt sich der Besucher.</p>
<p>Doch hier stellen sich verschiedene Fragen: Wie verändert sich die Rezeption durch die Nutzung dieser Geräte. Wie wird die Erwartungshaltung des Besuchers beeinflusst? Bleibt er Ausstellungen fern, deren Themen ihm nicht zugänglich erscheinen, weil kein Audioguide produziert wurde? Was bleibt wirklich an Erkenntnis zurück, zumal ein akustischer Führer nur einen Bruchteil der ausgestellten Werke bespricht? Ist die visuelle Erinnerung eine andere, wenn sie ohne das gleichzeitige Hören einer Tonspur geschieht? Sollte Kunst nicht zum Sehen da sein, weniger zum Hören, auch wenn die im Hatje Cantz-Verlag erschienene Audioguide-Serie, zu welcher der oben beschriebene Botticelli-Führer erschien,  „Kunst zum Hören“ heißt. Hier ein Link auf die Verlagsseite mit Hörproben:</p>
<p><a href="http://www.hatjecantz.de/controller.php?cmd=suche&amp;schlagwort%5B%5D=Kunst+zum+H%F6ren&amp;SGR=014">Hörproben</a></p>
<p>Gibt es Studien zu diesem Thema? Der Aufsatz „Zur Wirkung von emotional und sachlich gestalteten Audio-Guides in Museen“ von Carola de Teffé und Lothar Müller-Hagedorn, (in: „Kulturmanagement der Zukunft“, hrsg. von Verena Lewinski-Reuter und Stefan Lüddemann, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, 219-247) sei hier zur Vertiefung empfohlen. Die Untersuchung macht deutlich, dass sich die Bereitstellung von Audioguides positiv auf die Zufriedenheit der Besucher auswirkt und damit ein wichtiges Instrument des Marketings geworden ist. Ein zufriedener Besucher empfiehlt den Besuch weiter, was sich letztendlich auf die Besucherzahlen auswirkt.</p>
<p>Ich denke, es ist an der Zeit, auch einmal die Hörtexte kritisch zu beleuchten. Ist die Werkauswahl nachvollziehbar oder zu knapp gehalten? Sind die Texte überzeugend? Ist die Sprache angemessen? Finden sich Fehler oder Verkürzungen, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren oder Interpretationen eine falsche Richtung geben? Das läge doch in der Kompetenz unseres Faches!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/audioguides-nachtrag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wissenschaft als work in progress</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/wissenschaft-als-work-in-progress/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/wissenschaft-als-work-in-progress/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2409</guid>
		<description><![CDATA[
Ende letzten Jahres war eine sehr sympathische ältere Frau bei mir, die sich um den Nachlass ihres Vaters kümmert. Dieser Mann spielt in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Besonders am Herzen lag ihr eine Biographie ihres Vaters, mit deren Zusammenstellung sie schon seit Jahren beschäftigt ist. Ich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ende letzten Jahres war eine sehr sympathische ältere Frau bei mir, die sich um den Nachlass ihres Vaters kümmert. Dieser Mann spielt in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Besonders am Herzen lag ihr eine Biographie ihres Vaters, mit deren Zusammenstellung sie schon seit Jahren beschäftigt ist. Ich habe sie gefragt, wie lange sie noch dafür brauchen würde, und sie meinte, es dürfte schon noch eine Weile dauern. Mein Vorschlag, das Vorhandene schon einmal niederzuschreiben und online zu veröffentlichen, stieß – wie nicht anders zu erwarten – auf wenig Begeisterung. Dabei hätte sie auf der Basis dann weiter arbeiten können, ohne dass man Gefahr liefe, dass etwa aus Krankheitsgründen selbst die vorläufige Version nicht zustandekäme. Im klassischen Druckwesen ist eine solche Vorgehensweise natürlich nicht denkbar, weil viel zu teuer und auch unpraktisch. Aber im Digitalen? Die ganze <a href="http://www.wikipedia.de/">wikipedia</a> funktioniert so. Das Medium erlaubt eine Neudefinition des Textes, der seinen Endgültigkeitscharakter verliert (welcher freilich auch im Gedruckten nur eine Fiktion ist) und zu einem permanenten work in progress mutiert. Viele von uns hören das mit Schrecken. Mich fasziniert es.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/wissenschaft-als-work-in-progress/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rudolf Stingel. Live</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/rudolf-stingel-live/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/rudolf-stingel-live/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Warnke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/rudolf-stingel-live/</guid>
		<description><![CDATA[Neue Nationalgalerie Berlin
Mi 10. Februar &#8211; Mo 24. Mai 2010
Allein Rudolf Stingels Gemälde von Fotografien im Untergeschoss der Nationalgalerie sind einen Berlin-Besuch wert. Wie er hier anhand von Fotos von Ernst Ludwig Kirchner, die er mitsamt Fusseln, Kratzern und Fingerabdrücken monumental in Öl gibt, eine radikale Antwort der Malerei auf die Fotografie findet, ist sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neue Nationalgalerie Berlin<br />
Mi 10. Februar &#8211; Mo 24. Mai 2010</p>
<p>Allein Rudolf Stingels Gemälde von Fotografien im Untergeschoss der Nationalgalerie sind einen Berlin-Besuch wert. Wie er hier anhand von Fotos von Ernst Ludwig Kirchner, die er mitsamt Fusseln, Kratzern und Fingerabdrücken monumental in Öl gibt, eine radikale Antwort der Malerei auf die Fotografie findet, ist sehr sehenswert und dazu ein wunderbar computerloses Stück Medienkunst.</p>
<p>Die riesengroße Installation im ebenerdigen Ausstellungsraum zeigt den Rand der Kunst: einen Boden aus Salon-gemusterter schwarzweißer fotorealistischer Auslegeware und einen gigantischen Kronleuchter. Die vielen Kinder nehmen das sehr ernst und tollen herum, wie sie es schon immer im elterlichen Wohnzimmer haben tun wollen. Dabei sähe das Ganze auch aus wie das Innere einer (lichtdurchfluteten) Moschee. Wenn eben die Kinder nicht wären.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/rudolf-stingel-live/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tribune de l’art – eingreifende Kunstgeschichte</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/tribune-de-l%e2%80%99art-%e2%80%93-eingreifende-kunstgeschichte/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/tribune-de-l%e2%80%99art-%e2%80%93-eingreifende-kunstgeschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 13:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian M. Geyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Museumswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[arthistoricum.net - neu]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[E-Journal]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst im öffentlichen Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstzeitschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2391</guid>
		<description><![CDATA[Das mit durchschnittlich 6.000 Besuchern pro Tag sehr erfolgreiche französische Kunstgeschichte-Portal Tribune de l’art,  das vom rührigen Didier Rykner betrieben wird und zeitverzögert auch in Englisch verfügbar ist, liefert klassische Buch- und aktuelle Ausstellungsbesprechungen. Es ist aber etwas Besonderes durch eingreifende Reportagen, wie seine wirksame Infragestellung der Zerstörung von Baudenkmälern, Vernachlässigung von Museen und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit durchschnittlich 6.000 Besuchern pro Tag sehr erfolgreiche französische Kunstgeschichte-Portal <a href="http://www.latribunedelart.com/spip.php" target="_blank"><em>Tribune de l’art</em></a>,  das vom rührigen Didier Rykner betrieben wird und zeitverzögert auch in <a href="http://www.thearttribune.com/" target="_blank">Englisch </a>verfügbar ist, liefert klassische Buch- und aktuelle Ausstellungsbesprechungen. Es ist aber etwas Besonderes durch eingreifende Reportagen, wie seine wirksame Infragestellung der Zerstörung von Baudenkmälern, Vernachlässigung von Museen und der fragwürdigen Expansionspläne des Louvre (Abu Dhabi, Lens) zeigt.<span id="more-2391"></span> Der <a href="http://www.latribunedelart.com/2009-a-annus-horribilis-a-article002386.html" target="_blank">Jahresrückblick 2009</a> kann als Kostprobe gelesen werden, da er an wichtige Themen erinnert und Verlinkung zu Artikeln des o. g. Spektrums liefert. Als Beispiel der Artikel zu bedrohten Museen sei hier auf den zum <a href="http://www.latribunedelart.com/musees-en-danger-2-le-cabinet-des-medailles-de-la-bibliotheque-nationale-article002433.html" target="_blank"><em>Cabinet des médailles de la Bibliotheque Nationale</em></a> verwiesen.</p>
<p>Das Portal scheint sich durch unaufdringliche Werbung (ohne Spam) von Verlagen und Galerien finanzieren zu können. Ein kostenloser Hinweis auf neue Nachrichten erfolgt per RSS-Feed oder eine wöchentliche Mail.</p>
<p>Eine Publikation dieses Profils, welche sich nicht mit nachträglichem Beklagen begnügt, sondern die eigenen Kenntnisse einsetzt, um kunstpolitische Fehlentwicklungen zu verhindern, fehlt leider in Deutschland. Vielleicht wirkt der Blick über Grenzen aber auch hier anregend.</p>
<p>2007 lud das renommierte Sterling Clark Art Institute übrigens zu einem <a href="http://www.observatoire-critique.org/article.php3?id_article=153" target="_blank">Treffen</a> internationaler Kunstgeschichte Portale ein, das weitere solche Vergleiche erlaubte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/tribune-de-l%e2%80%99art-%e2%80%93-eingreifende-kunstgeschichte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FONTES 50: Vincenzo Borghini: &#8220;MDLX a 28 d’ottobre, nel qual dì, Sua Eccellenza hebbe il tosone, fece l’entrata in Siena come appresso&#8221; (1560)</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/fontes-50-vincenzo-borghini-mdlx-a-28-d%e2%80%99ottobre-nel-qual-di-sua-eccellenza-hebbe-il-tosone-fece-l%e2%80%99entrata-in-siena-come-appresso-1560/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/fontes-50-vincenzo-borghini-mdlx-a-28-d%e2%80%99ottobre-nel-qual-di-sua-eccellenza-hebbe-il-tosone-fece-l%e2%80%99entrata-in-siena-come-appresso-1560/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 12:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Schümmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[arthistoricum.net - neu]]></category>
		<category><![CDATA[FONTES]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2386</guid>
		<description><![CDATA[arthistoricum.net
FONTES 46 (Ammanati), FONTES 48 (Cirni), and FONTES 49 (Martellini) behandeln die schriftlichen Zeugnisse, die dasselbe öffentliche Fest dokumentieren: ein Triumph-Einzug, der für die Entstehung und Entwicklung der politischen Ikonographie des Medici-Prinzipats (1537 ff.) ein wichtiges Ereignis darstellte. Dabei spielen Architektur und Bild eine zentrale Rolle. Es handelt sich um den triumphalen Einzug von Cosimo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>arthistoricum.net</strong></p>
<p>FONTES 46 (Ammanati), FONTES 48 (Cirni), and FONTES 49 (Martellini) behandeln die schriftlichen Zeugnisse, die dasselbe öffentliche Fest dokumentieren: ein Triumph-Einzug, der für die Entstehung und Entwicklung der politischen Ikonographie des Medici-Prinzipats (1537 ff.) ein wichtiges Ereignis darstellte. Dabei spielen Architektur und Bild eine zentrale Rolle. Es handelt sich um den triumphalen Einzug von Cosimo I. de’ Medici und seiner Familie in die Stadt Siena am 28. Oktober 1560 aus Anlass des im Jahr zuvor siegreich beendeten Krieges von Siena und der daraufhin erfolgten Annexion von Siena, die mit die territoriale Grundlage für die Gründung eines toskanischen Staates bildete. Der Einzug war die erste Station auf einer Reise, an der ein großer Teil des herzoglichen Hofes beteiligt war. Danach reiste das herzogliche Gefolge weiter nach Rom, wo der Herzog und seine Begleitung am 6. November 1560 zu einen längeren Aufenthalt eintrafen. Der Sieg über Siena erlaubte die grundlegende Konsolidierung der territorialen und dynastischen Ambitionen von Cosimo. Mit dem Einzug selbst beabsichtigte er, die Unterwerfung der Besiegten durchzusetzen und gleichzeitig ein Zeichen der Versöhnung zu setzen. Gleichzeitig sollte die Feier Cosimos neuen königlichen Machtstatus verdeutlichen, den der erweiterte Medici-Staat beanspruchte. Um diese Ziele durchzusetzen, reiste der Herzog, seine Familie und sein Hof anschließend zum päpstlichen Hof Pius IV.</p>
<p>Um die Bilder der Macht zu entdecken, die bei diesem Ereignis verwendet wurden, muss man die die umfangreichen schriftlichen Quellen konsultieren, die diese Feier beschreiben. Deshalb publiziert FONTES 50 das letzte der bekannten schriftlichen Dokumente, das den Einzug in Siena beschreibt. Dieses ist eine zusammenfassende Schrift, die sich auf die programmatischen Aspekte des Einzuges (Bilderfindungen und Inschriften) konzentriert. Diese Beschreibung befindet sich unter den Handschriften Vincenzo Borghinis in der Biblioteca Nazionale Centrale in Florenz (BNCF). Vincenzo Borghini (1515-1580) war der langjährige Freund und Ratgeber von Giorgio Vasari. Er war auch der &#8220;luogotenente&#8221; (Statthalter) der Künstlerakademie in Florenz und ein wichtiger künstlerischer Berater der Medici. Die Beschreibung Borghinis ist Teil einer Handschrift in der zahlreiche Festbeschreibungen aus verschiedenen Zeiten gesammelt sind. Sie stammen aus Italien und weiteren europäischen Ländern. Die Beschreibung Borghinis basiert auf Angaben von Informanten. Die Existenz dieser Sammlung von Festbeschreibungen dokumentiert die Kristallisation einer europäischen Tradition der Festkultur und Festbeschreibung.</p>
<p>Der Einzug von 1560 in Siena verdient eine weitere Erforschung in Bezug auf eine Ausarbeitung einer erkennbaren &#8220;Iconics&#8221; der Mediceer während des Prinzipats und speziell während der Herrschaft des ersten Medici-Herzogs, Cosimo I. Dieser Fragenkomplex wurde intensiv im letzten halben Jahrhundert erforscht. Der Einzug von 1560 ist ein frühes Ereignis in der zweiten Phase der politisch geprägten Ausarbeitung der ideologischen Imagerie der Medici, eine Phase, die im Jahre 1555 begann und schon kurz vor 1574, als Cosimo I. starb, zu verblassen begann. Der Einzug in Siena findet also in einer Zeit statt, in der die laufende und kumulative Ausarbeitung symbolischer Programme für die Medici noch in einer sehr aktiven Phase war.</p>
<p>Festbeschreibungen sind fast gänzlich von Julius Schlosser in seiner &#8220;Kunstliteratur&#8221; (1924) vernachlässigt. Die wichtige Stellung dieser Gattung als fester Bestandteil der Geschichte der Kunst und der Kunstliteratur wurde jedoch schon von Giorgio Vasari in seinen &#8220;Viten&#8221; (1568) zum Ausdruck gebracht. Das Werk Vasaris enthielt eine lange und ausführliche Beschreibung der Feierlichkeiten für die Hochzeit des Francesco de’ Medici, des Sohnes von Cosimo (1565). Der Wegfall dieses Textes in den meisten der späteren Ausgaben der &#8220;Viten&#8221; zeigt die lange Emarginierung der Gattung der Festbeschreibung in der Kunstgeschichte. Festbeschreibungen bildeten dagegen eine wichtige Sektion in der Bibliothek Aby Warburgs (1866-1929).</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2010/1021/" target="_blank"><strong>direkt zum Volltext</strong></a></p>
<p> </p>
<p>FONTES 46 (Ammanati), FONTES 48 (Cirni), and FONTES 49 (Martellini) have each treated the written testimonies that document a civic festival important for the emergence and evolution of the political iconography of the Medici principate, established in 1537, an event in which architecture and images played a central rôle. This event was the triumphal entry of Cosimo de’ Medici and his family into Siena following the conclusion of the War of Siena, in 1559, and the subsequent annexation of Siena to Cosimo’s territories, laying the basis for a Tuscan State. The entry itself took place on 28 October 1560, and it was the first stop on a journey undertaken by a large part of the ducal court which led the entourage to Rome, where the Duke and his company arrived on 6 November 1560 for an extended stay. The victory over Siena represented the first and the essential consolidation of Cosimo’s territorial and dynastic ambitions, and the entry was intended to enforce the submission that followed victory and the conciliation that healed defeat, both accompanied by the celebration of a new power status enjoyed by the expanded Medici state and by the assertion of claims to a regal rank. It was the advancement of these aims that led the Duke, his family, and his court to continue on to the Rome of Pope Pius IV.</p>
<p>If one attempts to discover and visualise the images of power that accompanied this event, it is to the extensive written sources that one must turn. The subject of FONTES 50 is the last of the known written documents that describe the entry into Siena. It is a somewhat summary description of the entry which focuses on its programmatic elements (inventions and inscriptions). It is found among the papers of Vincenzo Borghini in the Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze (BNCF). Vincenzo Borghini (1515-1580) was the friend, confidant, and counselor of Giorgio Vasari, the luogotenente of the Accademia del Disegno, and an important artistic adviser to the Medici. Borghini’s description belongs to a manuscript which contains a collection of Borghini’s notes about various public festivals extending over many years and drawn from many places within Italy and beyond in Europe. Borghini’s description is based on information furnished to him by informants. The existence of Borghini’s collection of festival descriptions documents the crystallization of a European tradition for such events.</p>
<p>The Siena entry of 1560 merits further study in the context of the elaboration of Medici iconics during the principate, especially during the reign of the first Medici duke, Cosimo I, a topic which has been intensively researched in the last half-century. It is an early event in the second phase of the elaboration of the &#8220;imagerie&#8221; of Medicean ideology, which began in 1555 and was already beginning to fade a few years before 1574, the year Cosimo I died. The entry into Siena thus comes at a time when the ongoing and cumulative elaboration of symbolic programmes for the Medici was still in a very active phase.</p>
<p>&gt;&gt; <strong><a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2010/1021/" target="_blank">Fulltext</a></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/fontes-50-vincenzo-borghini-mdlx-a-28-d%e2%80%99ottobre-nel-qual-di-sua-eccellenza-hebbe-il-tosone-fece-l%e2%80%99entrata-in-siena-come-appresso-1560/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Publish first &#8211; filter later</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:17:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2382</guid>
		<description><![CDATA[Es ist üblich geworden, sich über die steigende Flut wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu mockieren. Im Grunde steckt darin ein großes Maß an Heuchelei: Wir bilden – gerade auch in den Geisteswissenschaften im allgemeinen und der Kunstgeschichte im besonderen  &#8211; immer mehr Nachwuchs aus, der dann (wenn auch zuletzt lange nicht mehr so flächendeckend) promoviert. Und wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist üblich geworden, sich über die steigende Flut wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu mockieren. Im Grunde steckt darin ein großes Maß an Heuchelei: Wir bilden – gerade auch in den Geisteswissenschaften im allgemeinen und der Kunstgeschichte im besonderen  &#8211; immer mehr Nachwuchs aus, der dann (wenn auch zuletzt lange nicht mehr so flächendeckend) promoviert. Und wir gründen immer mehr Forschergruppen, die sich nach der Promotion wissenschaftlich betätigen. Dass alle diese Leute dann auch publizieren wollen bzw. müssen, lässt sich ja gar nicht verhindern. Und es ist zunächst einmal ein Gewinn.<br />
Auch hier ist das Internet Teil des Problems genau wie Teil seiner Lösung: Internet-Publikationen sind billiger und lassen sich viel unkomplizierter bewerkstelligen. Dieser blog ist ein Beispiel dafür.<br />
Aber das Internet ist eben nicht nur ein Ort, an dem man Dateien abladen kann, es ist wesensmäßig interaktiv und darüber hinaus in seiner Eigenschaft, elektronisch organisiert zu sein, punktgenau adressierbar. Steigender Datenmasse korrespondiert damit steigend präzise Suchbarkeit, mit der die Masse besser zu bewältigen ist als früher. Und die Interaktivität erlaubt vielfältige Bewertungsmöglichkeiten, die den mehr und mehr überforderten Leser/innen Orientierungsmöglichkeiten bieten. Davon ist bislang noch nicht viel realisiert – was sich ändern wird. Vgl. <a href="http://blog.arthistoricum.net/social-tagging/">hier</a><br />
Die Interaktivität des Mediums entwertet im übrigen ein geläufiges Verfahren, mit dem bislang Publikationswürdiges von -unwürdigem unterschieden wurde: Das Peer-Reviewing-Verfahren durch Spezialisten, die den Daumen nach oben oder nach unten gedreht haben. Die neue Regel wird sein: „Publish first – filter later“ (vgl. hierzu übrigens das unbedingt lesenswerte Buch von <a href="http://www.shirky.com/">Clay Shirky: Here comes everybody</a>). Vorgelagerte Bewertungsverfahren resultierten bislang aus einem Mangelzustand, nämlich dem Mangel an papierernem Publikationsraum. Dieser Mangel fällt jetzt weg, und damit der Grundpfeiler für das „filter first – publish later“. Die Leser/innen der Beiträge im Internet werden diese Wertung selber übernehmen – und wenn das intelligent organisiert wird, kann es ein entscheidender Beitrag zur Demokratisierung der Wissenschaft werden. Einer qualitätvollen Demokratisierung im übrigen – dies als optimistische Antwort auf die Unkenrufe der Konservativen, und sei es auch, dass diese im Deckmäntelchen der Avantgarde <a href="http://archiv.twoday.net/stories/6197189/">daher</a> kommen. Intelligent organisiert würde in diesem Fall z.B. heißen, dass die Qualifikationen der Bewertenden in die Gewichtung der Wertung mit einbezogen werden.</p>
<p>Weniger herausragende Beiträge, die aber durchaus wertvolle Informationen enthalten können, finden dann ebenfalls ihren Publikationsort. Auf ihren Wert (oder dessen Mangel) lässt sich in der Evaluation hinweisen, und die Suchmöglichkeiten tun ein übriges. Ein Beispiel: In Frankreich entstehen speziell in der Kunstgeschichte ganze Serien von äußerst umfangreichen Qualifikationsarbeiten zu eher zweit-, wenn nicht drittrangigen Künstlern. Bislang landen diese in irgendeinem Archiv, an sich eine Unverschämtheit gegenüber den jungen Leuten, die meist Jahre intensivster Arbeit investiert haben. Sie sind argumentativ häufig nicht so herausragend, dass ihnen in einem klassischen review-Verfahren Publikationschancen eingeräumt würden. Und eben so lang, dass der Druck Unsummen kosten würde. Aber warum sollten wir darauf verzichten, die darin enthaltenen Informationen greifbar zu machen?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/publish-first-filter-later/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FONTES 49: Antonio Martellini: &#8220;La solenne entrata del lo illustrissimo, et eccellentissimo Signore il Signor Duca di Fiorenza et Siena, fatta a XXVIII. d&#8217;ottobre, MDLX, in Siena&#8221; (Firenze, 1560)</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/fontes-49-antonio-martellini-la-solenne-entrata-del-lo-illustrissimo-et-eccellentissimo-signore-il-signor-duca-di-fiorenza-et-siena-fatta-a-xxviii-dottobre-mdlx-in-siena-firenze-1560/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/fontes-49-antonio-martellini-la-solenne-entrata-del-lo-illustrissimo-et-eccellentissimo-signore-il-signor-duca-di-fiorenza-et-siena-fatta-a-xxviii-dottobre-mdlx-in-siena-firenze-1560/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 22:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Schümmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[arthistoricum.net - neu]]></category>
		<category><![CDATA[FONTES]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2377</guid>
		<description><![CDATA[arthistoricum.net
FONTES 49 stellt die Volltext-Version eines seltenen, wenig bekannten und kaum gelesenen Buches zur Verfügung: Antonio Martellinis &#8220;La Solenne entrata dello Illustrissimo, et Eccellentissimo Signore il Signor Duca di Fiorenza et Siena, fatta a XXVIII. d’Ottobre, MDLX, in Siena&#8221; (Firenze: Lorenzo Torrentino, 1560). Es enthält eine Beschreibung des Triumph-Einzugs von Herzog Cosimo I. de’ Medici [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>arthistoricum.net</strong></p>
<p>FONTES 49 stellt die Volltext-Version eines seltenen, wenig bekannten und kaum gelesenen Buches zur Verfügung: Antonio Martellinis &#8220;La Solenne entrata dello Illustrissimo, et Eccellentissimo Signore il Signor Duca di Fiorenza et Siena, fatta a XXVIII. d’Ottobre, MDLX, in Siena&#8221; (Firenze: Lorenzo Torrentino, 1560). Es enthält eine Beschreibung des Triumph-Einzugs von Herzog Cosimo I. de’ Medici nach Siena im Jahre 1560. Dasselbe Ereignis war auch Gegenstand von <a href="http://blog.arthistoricum.net/fontes-46-brief-von-bartolomeo-ammannati-uber-bildprogramm-des-%E2%80%9Aapparato%E2%80%99-fur-den-einzug-des-cosimo-i-de%E2%80%99-medici-in-siena-1560/">FONTES 46</a> und <a href="http://blog.arthistoricum.net/fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/">FONTES 48</a>. Antonio Martellini war ein sienesischer Literat des 16. Jahrhunderts, von dem – außer das hier veröffentlichte Werk – kaum etwas bekannt ist. Martellini war Mitglied der ebenso geheimnisvollen Accademia dei Travagliati in Siena (begründet um 1550-1555). Martellinis Festbeschreibung der Entrata ist in mancher Hinsicht ausführlicher und genauer als die Beschreibung von Anton Francesco Cirni (<a href="../fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/">FONTES  48</a>). Martellinis Schilderung erfolgt in Form eines Briefes, der auf Tag des Einzuges, den 28. Oktober 1560 datiert ist. Sie ist bemerkenswert für den sienesischen Blick des Ereignisses, für die akkurate Art der Beschreibung, für die entwickelte Architektursprache, für die Klarheit der Struktur, für das lebendige Bild, das von der sienesische Gesellschaft und vom Hofe Cosimos I. gezeichnet wird,, und nicht zuletzt für die detailliert Beobachtung von Kleidung und Tracht. Die zentrale Rolle, die Inschriften bei diesem Einzug spielten, wird auch bei Martellini dokumentiert. Er verzeichnet einige Inschriften, die bei Cirni nicht zu finden sind und überliefert zudem in einigen Fällen Varianten bei der Lektüre der Inschriften, die bei beiden Verfassern wiedergegeben werden. Auch das Buch Martinellis ist vor allem ein Dokument der politischen Ikonographie. Mit der Veröffentlichung der Volltext-Version von Martellinis Werk sind nun die wesentlichen Primärquellen für dieses wichtige Fest online zugänglich (vgl. <a href="../fontes-46-brief-von-bartolomeo-ammannati-uber-bildprogramm-des-%E2%80%9Aapparato%E2%80%99-fur-den-einzug-des-cosimo-i-de%E2%80%99-medici-in-siena-1560/">FONTES  46</a> und <a href="../fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/">FONTES  48</a>). Sie liefern den Basis für eine eingehende zukünftige Behandlung des Ereignisses. Der Text von FONTES 49 wird durch ein Register von Inschriften, Orten, Personen, Bildern und Attributen intensiv erschlossen.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2010/1011/" target="_blank"><strong>direkt zum Volltext</strong></a></p>
<p>FONTES 49 makes widely available a full text version of a rare, little-known, and seldom consulted work, Antonio Martellini’s &#8220;La Solenne entrata dello Illustrissimo, et Eccellentissimo Signore il Signor Duca di Fiorenza et Siena, fatta a XXVIII. d’Ottobre, MDLX, in Siena&#8221; (Firenze: Lorenzo Torrentino, 1560), a description of the Triumphal Entry into Siena of Duke Cosimo I de’ Medici on 28 October 1560. Antonio Martellini was a sixteenth-century letterato of Siena, about whom almost nothing is known, with the exception of the work published here. Martellini was a member of the equally mysterious Accademia dei Travagliati in Siena (founded 1550-1555). The description of the entry contained in Martellini’s book is, in some respects, more extensive and exact than that in Cirni’s (<a href="../fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/">FONTES   48</a>). Martellini’s festival description is dated the day of Cosimo’s entry into Siena. It is notable for its Sienese perspective, its accurate description, its developed architectural vocabulary, its clarity of structure, its vivid picture of Sienese society and the ducal court, and its detailed description of costume and dress. The large rôle that inscriptions played in the entry is also documented by Martellini, who includes a few inscriptions not found in Cirni, and he offers variant readings for some inscriptions. As is Anton Francesco Cirni’s description of the same entry, Martellini’s book is an important document of political iconography. The Siena Entry of 1560 has been treated in <a href="../fontes-46-brief-von-bartolomeo-ammannati-uber-bildprogramm-des-%E2%80%9Aapparato%E2%80%99-fur-den-einzug-des-cosimo-i-de%E2%80%99-medici-in-siena-1560/">FONTES  46</a> and <a href="../fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/">FONTES   48</a>, and, with the publication of the full text version of Martellini, the primary sources for this entry are accessible online, providing a basis for a more penetrating study of this important occasion, a study which remains to be made. The text is indexed by inscriptions, places, persons, images, and attributes.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2010/1011/" target="_blank"><strong>Fulltext</strong></a></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/fontes-49-antonio-martellini-la-solenne-entrata-del-lo-illustrissimo-et-eccellentissimo-signore-il-signor-duca-di-fiorenza-et-siena-fatta-a-xxviii-dottobre-mdlx-in-siena-firenze-1560/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Späte Promotion</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/spate-promotion/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/spate-promotion/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 14:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunsthistorische Berufe]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Promotionsalter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2370</guid>
		<description><![CDATA[Im November wurde hier im Blog das durchschnittliche Promotionsalter von 33 Jahren als zu hoch beurteilt. Vielfältigste und auch nicht selbstschuldete Gründe können eine lange Promotionszeit verursachen, ein Artikel von Matthias Weiß in der Kunstzeitung (Nr. 162, Ausgabe Februar 2010, S. 8) zeigt jedoch, dass die Karriere eines/r Kunsthistorikers/Kunsthistorikerin nicht immer geradlinig verlaufen muss.
Weiß, heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im November wurde hier im <a href="http://blog.arthistoricum.net/volontariat-karrierebeginn-oder-billiger-arbeitskraftersatz/">Blog</a> das durchschnittliche Promotionsalter von 33 Jahren als zu hoch beurteilt. Vielfältigste und auch nicht selbstschuldete Gründe können eine lange Promotionszeit verursachen, ein Artikel von Matthias Weiß in der Kunstzeitung (Nr. 162, Ausgabe Februar 2010, S. 8) zeigt jedoch, dass die Karriere eines/r Kunsthistorikers/Kunsthistorikerin nicht immer geradlinig verlaufen muss.</p>
<p>Weiß, heute Redakteur der Kunstzeitung, berichtet unter der Überschrift „Auf dem Königsweg des Nebenbei“ von seinem Weg zur Promotion, die er jetzt mit 43 Jahren erlangte. Nach dem Magister absolvierte er ein zweijähriges Redaktionsvolontariat beim Westfälischen Anzeiger in Hamm. Das und die Mitarbeit als freier Mitarbeiter bei diversen Tageszeitungen haben ihm heute eine berufliche Position gesichert. Die Arbeit an dem auf Medienkunst spezialisierten Dortmunder Kunstverein Hartware führte zum Promotionsthema Netzkunst. Er verfolgte seine Promotion also neben einer Vollzeittätigkeit.</p>
<p>Wenn man nicht mit 30 schon habilitierter Hochschullehrer sein kann oder will, dann ist Weiß sicher ein gutes Beispiel für die berufliche Etablierung auf der Grundlage eines Magisterabschlusses und sollte Mut machen. Angesichts der mageren Berufsaussichten in unserem Fach ist Querdenken gefragt, zumindest so lange der Zulauf  Studierwilliger zur Kunstgeschichte ungebrochen ist und auf jede freie Stelle viele Interessenten kommen. „Am Ende steht die Frage,“ so Weiß in seinem Artikel, „ob sich das Projekt Promotion denn gelohnt hat. Das Ja überstrahlt alle selbstkritischen Infragestellungen, auch diejenigen, welche in Zeiten von Arbeitslosigkeit und Hartz IV bisweilen die Sinnfrage arg virulent werden ließen. Aber gibt es denn den einen, den Königsweg? Meiner war einer, das kann ich guten Gewissens als Fazit geben.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/spate-promotion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie finde ich online-Publikationen?</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/wie-finde-ich-online-publikationen/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/wie-finde-ich-online-publikationen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 09:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2366</guid>
		<description><![CDATA[Elektronische Bibliothekskataloge weisen fuer gewoehnlich analoge, also gedruckte Publikationen nach. Aber wie steht es mit online-Publikationen, ueber die ich ja vor kurzem hier berichtet habe? Muss man die ueber google suchen? Das geht natuerlich, aber es gibt auch andere Wege.
Sciencegate stellt sich die Aufgabe, &#8220;to make scientific literature from the open access segment available free [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Elektronische Bibliothekskataloge weisen fuer gewoehnlich analoge, also gedruckte Publikationen nach. Aber wie steht es mit online-Publikationen, ueber die ich ja vor kurzem hier <a href="http://blog.arthistoricum.net/heidelberger-ub-publiziert-kunsthistorische-artikel-und-bucher-online/">berichtet</a> habe? Muss man die ueber google suchen? Das geht natuerlich, aber es gibt auch andere Wege.</p>
<p><a href="http://www.sciencegate.ch/web/guest">Sciencegate</a> stellt sich die Aufgabe, &#8220;to make scientific literature from the open access segment available free of charge on the internet&#8221;. Dafuer werden die Angaben von ueber 1400 Universitaeten und open access- Zeitschriften ausgewertet und taeglich ajourniert. Die Schweizer Anbieter behaupten von sich, sie haetten 1.800.000 Artikel nach Wissenschafts-Disziplinen kategorisiert bei sich gespeichert, darunter befinden sich nicht nur original open access publizierte,  sondern auch auf dem green way veroeffentlichte, also retrodigitalisierte Versionen von frueher schon einmal gedruckten Beitraegen. 1.800.000 &#8211; das ist im Vergleich zur Gesamtsumme der wissenschaftichen Artikel wahrscheinlich verschwindend wenig. Aber die Zahl zeigt doch, dass sich hier etwas entwickelt. Gut zu sehen ist auch, dass die Geisteswissenschaften hinterherhinken: Die Kategorie &#8220;Kunst und Architektur&#8221; weist gerade einmal gut 4000 Artikel auf, &#8220;Physik und Astronomie&#8221; kommen auf ueber 250.000. Warum das so ist, versuchen gediegene Vertreter einer noch gediegeneren Geisteswissenschaft immer wieder wortreich zu erklaeren. Immer grundlos. Denn es gibt keine Gruende dafuer, die ueber eine ideologische Verbiesterung hinaus gehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/wie-finde-ich-online-publikationen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FONTES 48: Anton Francesco Cirni: &#8220;La Reale Entrata dell&#8217;Eccellentissimo Signor Duca et Duchessa di Fiorenza, in Siena&#8221; (Rom 1560)</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Schümmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[arthistoricum.net - neu]]></category>
		<category><![CDATA[FONTES]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2362</guid>
		<description><![CDATA[arthistoricum.net
Nummer 48 von FONTES – E-Quellen und Dokumente zur Kunst 1350-1750 enthält Francesco Cirnis „La Reale Entrata dell&#8217;Eccellentissimo Signor Duca et Duchessa di Fiorenza, in Siena“ (Rom 1560). Dabei handelt es sich um eine gedruckte Festbeschreibung des Triumph-Einzugs von Herzog Cosimo I. de’ Medici und seiner Gattin der Herzogin Eleonora von Toledo nach Siena im Jahre 1560. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>arthistoricum.net</strong></p>
<p>Nummer 48 von <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/portal/fontes/"><strong>FONTES – E-Quellen und Dokumente zur Kunst 1350-1750</strong></a> enthält Francesco Cirnis „La Reale Entrata dell&#8217;Eccellentissimo Signor Duca et Duchessa di Fiorenza, in Siena“ (Rom 1560). Dabei handelt es sich um eine gedruckte Festbeschreibung des Triumph-Einzugs von Herzog Cosimo I. de’ Medici und seiner Gattin der Herzogin Eleonora von Toledo nach Siena im Jahre 1560. Im Rahmen dieser Beschreibung wird auch auf die Triumphbögen, Bildwerke und Gemälde, die für den Anlass angefertigt wurden, eingegangen. Der Text ist vor allem ein Dokument der politischen Ikonographie und ein frühes Beispiele einer Festbeschreibung die zeitgleich mit dem beschriebenen Ereignis gedruckt wurde. Dabei wird das Buch selbst zum Teil des Ereignisses und trägt zur Verbreitung des Inhaltes bei einem breiteren Publikum bei. Das Werk dokumentiert die Bildererfindungen, das Bildprogramm und die beim Einzug verwendeten Inschriften und übermittelt folglich die Bilder und Wörter, die die politischen und propagandistischen Botschaften transportierten. Der Einzug in Siena 1560 war eine wichtige Etappe in der entstehenden Selbstdarstellung des neuen Medici Fürstentums, das unter Cosimo I. etabliert wurde. Der Triumph-Apparat feiert den Sieg der Medici über Siena und fördert gleichzeitig die Aussöhnung der Sieger mit den Bürgern von Siena. Vor dem Hintergrund der territorialen Ausbreitung des Medici-Staates in der Toskana verdeutlichen sowohl der Einzug selbst als auch das Buch von Cirni nachdrücklich die Ansprüche und Ambitionen der Medici auf einen neuen königlichen Rang. Die Rolle Cirnis war weder die des Auftraggebers, noch die des Künstlers oder die des humanistischen Beraters für das ikonographische Programm. Er spielte eher eine untergeordnete Rolle im Hause Medici, war mehr ein Mitläufer, der die Ziele und die Ambitionen der Herrschaften als Publizist öffentlich bekannt gab. Während er den Ruhm der Medici verbreitet, versucht er, die Gunst des päpstlichsten Hofes für sich zu erwerben.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2010/983/" target="_blank"><strong>direkt zum Volltext</strong></a></p>
<p> </p>
<p>Nr. 48 of <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/portal/fontes/"><strong>FONTES - E-Sources and Documents for the History of Art 1350-1750</strong></a> publishes a full text version of Anton Francesco Cirni, &#8216;La Reale Entrata dell&#8217;Eccellentissimo Signor Duca et Duchessa di Fiorenza, in Siena&#8217; (Roma 1560). Cirni&#8217;s &#8216;Reale Entrata&#8217; is a festival book describing both the triumphal entry of Duke Cosimo I de&#8217; Medici and his Duchess Eleonora di Toledo into Siena on 28 October 1560 and the triumphal apparatus of arches, sculptures, and paintings that was created for this public civic occasion. The text is a primary document of political iconography and an early example of a festival book printed at about the same time as the event it describes. Thus the festival book become part of the event itself, serving to disseminate its content to a wider public. The booklet records the inventions, the programme, and the inscriptions presented at this symbolic event, that is, the words and images that conveyed its political and propagandistic messages. The 1560 Siena Entry was an important station in the emerging self-representation of the new Medici Principate established under Duke Cosimo I. The triumphal apparatus celebrated the victory over Siena, while proposing reconciliation with her citizens. In light of Florence&#8217;s territorial expansion in Tuscany, the Medici regime&#8217;s claims and aspirations to a new royal status found expression both in the entry and in Cirni&#8217;s text. Cirni&#8217;s rôle was not that of patron, artist, or humanist adviser. He was essentially a client of the Medici, who publicised their aims and ambitions. As he spread their fame in Rome, he also sought favour at the papal court of Pius IV.</p>
<p>&gt;&gt; <strong><a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2010/983/" target="_blank">Fulltext</a></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/fontes-48-anton-francesco-cirni-la-reale-entrata-delleccellentissimo-signor-duca-et-duchessa-di-fiorenza-in-siena-rom-1560/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
