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	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Theorie und Methode</title>
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		<title>Frühjahrsschule</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 15:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 14. bis zum 18. Mai 2012 findet die 10. &#8220;Ecole de Printemps&#8221; des &#8220;Réseau international d&#8217;histoire de l&#8217;art&#8221; in Paris statt. Diese Frühjahrsschulen geben jungen, aber auch erfahrenen Wissenschaftler/innen die Möglichkeit, ihre Forschungsinteressen einem größeren und überaus interessierten Publikum vorzustellen. Thema des kommenden Jubiläumskongresses ist &#8220;Arts et Savoirs&#8221;. Bewerbungen werden bis zum 12. Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 14. bis zum 18. Mai 2012 findet die 10. &#8220;Ecole de Printemps&#8221; des &#8220;Réseau international d&#8217;histoire de l&#8217;art&#8221; in Paris statt. Diese Frühjahrsschulen geben jungen, aber auch erfahrenen Wissenschaftler/innen die Möglichkeit, ihre Forschungsinteressen <a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/12/Houdon_-_Ecorche.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/12/Houdon_-_Ecorche-185x300.jpg" alt="" width="185" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4664" /></a>einem größeren und überaus interessierten Publikum vorzustellen. Thema des kommenden Jubiläumskongresses ist &#8220;Arts et Savoirs&#8221;. Bewerbungen werden bis zum 12. Januar bei den jeweiligen Länderbeauftragten entgegengenommen. Das sind in Deutschland:<br />
Thomas Kirchner (Goethe-Universität, Frankfurt/Main)<br />
kirchner@kunst.uni-frankfurt.de<br />
Michael Zimmermann (Katholische Universität Eichstaett)<br />
michael.zimmermann@ku-eichstaett.de</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Ffruhjahrsschule%2F&amp;title=Fr%C3%BChjahrsschule" id="wpa2a_4"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>E-Art(History)</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 09:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rückgriff auf vielfältige künstlerische und geisteswissenschaftliche Positionen begründen viele &#8211; eigentlich die meisten &#8211; Kunsthistoriker/innen auch heute noch ihre Abneigung gegen alles Technologische im allgemeinen und gegen das Internet im Besonderen. Welche Missverständnisse hier vorliegen und welche Chancen hier vergeben werden, beschreibt Gregory Sporton, (Director, Visualisation Research Unit, School of Art, Birmingham City University) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rückgriff auf vielfältige künstlerische und geisteswissenschaftliche Positionen begründen viele &#8211; eigentlich die meisten &#8211; Kunsthistoriker/innen auch heute noch ihre Abneigung gegen alles Technologische im allgemeinen und gegen das Internet im Besonderen. Welche Missverständnisse hier vorliegen und welche Chancen hier vergeben werden, beschreibt Gregory Sporton, (Director, Visualisation Research Unit, School of Art, Birmingham City University) in einem unbedingt lesenswerten Aufsatz, der auch Argumentationshilfe für diejenigen liefern kann, die sich auf einsamem Posten wähnen und gegensteuern wollen. Er wurde von der ebenfalls lesenswerten Zeitschrift <a href="http://digitalhumanities.org/dhq/">Digital Humanities Quarterly</a> veröffentlicht und kann natürlich <a href="http://digitalhumanities.org/dhq/vol/3/4/000074/000074.html">online </a>bezogen werden.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fe-arthistory%2F&amp;title=E-Art%28History%29" id="wpa2a_8"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Internet-Forschung</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 11:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wird an der Humboldt-Universität in Berlin (wo sonst?) ein Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft eröffnet. (Eine eigene Internet-Präsenz scheint es noch nicht zu geben) Erforscht werden sollen vor allem vier Themengebiete: Innovation, Internet Politik, Rechtsphilosophie und Verfassungsrecht, außerdem Medienpolitik. Mit dem Berkman Center for Internet and Society an der Harvard University in den USA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wird an der Humboldt-Universität in Berlin (wo sonst?) ein Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft eröffnet. (Eine eigene Internet-Präsenz scheint es noch nicht zu geben) Erforscht werden sollen vor allem vier Themengebiete: Innovation, Internet Politik, Rechtsphilosophie und Verfassungsrecht, außerdem Medienpolitik. Mit dem <a href="http://cyber.law.harvard.edu/">Berkman Center</a> for Internet and Society an der Harvard University in den USA und dem <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/">Oxford Internet Institute</a> in England gibt es so etwas andernorts schon lange. Da wurde es höchste Zeit. Etwas ins Gerade gekommen ist das Berliner Institut dadurch, dass es vorläufig ausschließlich von google finanziert wird. Das dürfte auch der Grund sein, warum auf der <a href="http://www.hu-berlin.de/pr/pressemitteilungen/pm1107/pm_110711_01">Homepage</a> der Pressestelle gleich zu Beginn von einem &#8220;unabhängigen Forschungsinstitut&#8221; gesprochen wird. Wollen wir das Beste hoffen! Und hoffen wir auch, dass sich die Themenschwerpunkte über den Bereich des Rechts/Politischen hinaus noch deutlich erweitern!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Finternet-forschung%2F&amp;title=Internet-Forschung" id="wpa2a_12"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gesellschaftliche Relevanz von Forschung</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 07:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[In England tobt ein Krieg um die Finanzierung der Wissenschaft. Die konservativ-liberale Regierung will ihr Geld (das des Steuerzahlers natürlich) nur in solche Bereiche geben, die gesellschaftliche Relevanz nachweisen können. Hier kommt natürlich alles auf die Definition des Begriffes an. Heißt gesellschaftlich relevant, dass es industriell unmittelbar umsetzbar sein soll? Dann wären die Geisteswissenschaften am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In England <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,783684,00.html">tobt ein Krieg</a> um die Finanzierung der Wissenschaft. Die konservativ-liberale Regierung will ihr Geld (das des Steuerzahlers natürlich) nur in solche Bereiche geben, die gesellschaftliche Relevanz nachweisen können. Hier kommt natürlich alles auf die Definition des Begriffes an. Heißt gesellschaftlich relevant, dass es industriell unmittelbar umsetzbar sein soll? Dann wären die Geisteswissenschaften am Ende. Ist gesellschaftlich relevant auch das, was Reflexion über die und Erfahrungsmöglichkeiten in der modernen Lebensform anregt? Dann könnten sie aufatmen. Aber dass auch die Geisteswissenschaften sich grundsätzlich die Frage stellen sollten, scheint mir schon angebracht. Die Behauptung, dass inbesondere die Geisteswissenschaften zumindestens <span style="text-decoration: underline"><span style="text-decoration: underline">auch</span></span> Dinge tun sollten, die sich in irgendein Verhältnis zur Öffentlichkeit stellen, sollte nicht immer gleich als Populismus weggeputzt werden. Und wie wäre es mit den Möglichkeiten des Internet? Z.B. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access">open access</a> publizieren, damit die Gesellschaft, die die Wissenschaften finanziert, deren Produkte nicht auch noch bezahlen muss? Oder wie wäre es mit einem Blog wie diesem, in dem eine ganze Universität der Öffentlichkeit erklärt, was sie so alles tut? Ich habe das in meiner eigenen Universität mal vorgeschlagen. Viel Resonanz habe ich nicht bekommen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fgesellschaftliche-relevanz-von-forschung%2F&amp;title=Gesellschaftliche%20Relevanz%20von%20Forschung" id="wpa2a_16"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Global Art History</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/global-art-history/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 11:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstgeschichte des Mittelalters]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Welt redet zur Zeit von Global Art History. Man hat allerdings nicht den Eindruck, dass alle Welt auch weiss, was es damit auf sich haben koennte. Sollen wir jetzt auch Asien und Afrika einbeziehen? Um den Universaldilettantismus noch ein wenig weiter zu treiben? Abgesehen davon: An der Unversitaet steht schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Welt redet zur Zeit von Global Art History. Man hat allerdings nicht den Eindruck, dass alle Welt auch weiss, was es damit auf sich haben koennte. Sollen wir jetzt auch Asien und Afrika einbeziehen? Um den Universaldilettantismus noch ein wenig weiter zu treiben? Abgesehen davon: An der Unversitaet steht schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, die Beschaeftigung mit nicht-europaeischer Kunst auf dem Programm. Eher schon soll es wohl um eine methodische Reflexion des europaeischen Kunstbegriffs im Horizont des Globalen gehen sowie die Thematisierung eines Kunstgeschehens, das seinen Schwerpunkt immer deutlicher in einen Bereich verschiebt, der mit der westlichen Welt nicht mehr identisch ist. In letzterem aber verengt sich der Gegenstand auf das Zeitgenoessische bzw. Rezente. Wir versuchen in Muenchen etwas Bescheideneres, das uns aber vielversprechend erscheint: <a href="http://www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/personen/prof_uni/shalem/index.html">Avinoam Shalem</a> und <a href="http://www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/personen/prof_uni/dogramaci/index.html">Burcu Dogramaci </a>schliessen beide die islamische Kunstgeschichte mit ein, legen aber einen Schwerpunkt auf die europaeisch-islamischen Austauschverhaeltnisse, der eine in der Vormoderne, die andere in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Das ist einerseits unter den Bedingungen eines kleinen Faches machbar, andererseits beruehrt es einen der faszinierendsten Aspekte des Gegenstandes. Was wohl an anderen Orten passiert?</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fglobal-art-history%2F&amp;title=Global%20Art%20History" id="wpa2a_20"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Theorien des Internet</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/theorien-des-internet/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 16:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Warnke schreibt nicht nur ab und zu einmal für diesen Blog, sondern auch Bücher. So zuletzt &#8220;Theorien des Internet&#8221; in der Reihe &#8220;Zur Einführung&#8221; des Junius-Verlages. &#8220;Theorien&#8221; statt &#8220;Theorie&#8221; muss man wohl als Gestus der Bescheidenheit verstehen, denn der Autor will nicht etwa die Theorie des Internets liefern, sondern er geht historisch vor, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leuphana.de/martin-warnke.html">Martin Warnke</a> schreibt nicht nur ab und zu einmal für diesen Blog, sondern auch Bücher. So zuletzt &#8220;Theorien des Internet&#8221; in der Reihe &#8220;Zur Einführung&#8221; des Junius-Verlages. &#8220;Theorien&#8221; statt &#8220;Theorie&#8221; muss man wohl als Gestus der Bescheidenheit verstehen, denn der Autor will nicht etwa <strong>die</strong> Theorie des Internets liefern, sondern er geht historisch vor, wenn auch seine Neigung zu systemtheoretischen Ansätzen unverkennbar ist. Medientheoretisches Geschwurbel wird man umsonst erwarten. Warnke arbeitet zwar hauptsächlich kulturwissenschaftlich, ist aber von der Ausbildung her Mathetmatiker und Physiker, hat sogar mal eine Weile das Rechenzentrum der Universität Lüneburg geleitet. In dem kurzen Buch geht es entsprechend auch erst einmal eher technisch zu. Ein Kapitel widmet sich der Geschichte des Internets (zur Erinnerung: der erst vierzig-jährige Geburtstag des Mediums wurde auch in diesem Blog <a href="http://blog.arthistoricum.net/geburtstag/">gefeiert</a>), ein weiteres dessen Technik. Besonders eindrücklich dann die Wissenschaft von den Netzen mit dem Hinweis auf die skalenfreie Natur des Internets, das gerade aufgrund seiner dem Pareto-Prinzip gehorchenden ungleichen Verteiltheit besonders stabil ist. Ein weiteres Kapitel klärt über die Ökonomie des Internet auf, die manche scheinbar eherne Wahrheit volkswirtschaftlichen Handelns über den Haufen wirft. Ziemlich spät dann (eigentlich hätte man es eher am Anfang erwartet) das Kapitel über den Hypertext als Grundlage des Internets, und dann das eigentlich theoretische Kapitel über die &#8220;Theorie des Internet&#8221;. Hard stuff , ich weiß auch nicht, ob ich das alles richtig verstanden habe. Aber den Autor fasziniert am meisten die emergente Struktur dieses &#8220;Mediums des 21. Jahrhunderts&#8221;, d.i. die in der Summierung der Millionen und Milliarden beitragenden Einzelrechner diese Summe übertreffende Gesamtleistung des Netzes. Ausgesprochen wird es im Text nicht, aber könnte die Emergenz in der Tatsache bestehen, dass aus diesen Milliarden Maschinen dann einmal ein großes neues Lebewesen entsteht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Martin Warnke, Theorien des Internet zur Einführung, Hamburg 2011, 187 S., ISBN 978-3885066798, 13,90 Euro</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Ftheorien-des-internet%2F&amp;title=Theorien%20des%20Internet" id="wpa2a_24"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bildwissenschaft und Architekturgeschichte?</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/bildwissenschaft-und-architekturgeschichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 15:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Fitzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bildwissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die „Theorie des Bildakts“ spaltet die Feuilletons. Doch warum eigentlich bildet die Architektur im Feld der Bildwissenschaften eine noch immer so große Leerstelle? Damit wären wir sogleich in einer noch ungelösten, aber Virulenz gewinnenden Debatte: die um das Verhältnis von Bildwissenschaft und Architektur. Mit der jüngst von der Abteilung Architekturgeschichte der Universität zu Köln und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die „Theorie des Bildakts“ spaltet die Feuilletons. Doch warum eigentlich bildet die Architektur im Feld der Bildwissenschaften eine noch immer so große Leerstelle? Damit wären wir sogleich in einer noch ungelösten, aber Virulenz gewinnenden Debatte: die um das Verhältnis von Bildwissenschaft und Architektur.</p>
<p>Mit der jüngst von der Abteilung Architekturgeschichte der Universität zu Köln und dem Internationalen Kolleg Morphomata (ebenso Köln) ausgerichteten Tagung <a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=15434">Diagrammatik der Architektur (27.-29. Januar)</a> ist nun ein weiterer Schritt des Zusammendenkens von Architektur und Bild vorbildlich vollzogen worden. Hierbei erwies sich der Diagrammbegriff als vielversprechende Kategorie in der Analyse von Entwurfs- und Wissensprozessen innerhalb der Architektur und des Bildes.</p>
<p>Zugleich kann diese Tagung auch als ein Appell an die Architekturgeschichte gelten, die methodologischen Neuorientierungen als Stärkung der an den kunsthistorischen Instituten und Seminaren immer weniger in der Lehre vertretenden Disziplin anzuerkennen und als diskursive Praxis zu erproben.</p>
<p>Entscheidend scheint mir, dass die Überwindung der Grenze von Bildwissenschaft und Architektur &#8211; und vice versa &#8211; maßgeblich über die Diskussion graphischer Medien wie der Architekturzeichnung und des Diagramms möglich ist.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fbildwissenschaft-und-architekturgeschichte%2F&amp;title=Bildwissenschaft%20und%20Architekturgeschichte%3F" id="wpa2a_28"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwei Kunsthistorikertage</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/zwei-kunsthistorikertage/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 18:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthistorikertag]]></category>

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		<description><![CDATA[In den nächsten 18 Monaten finden in Deutschland (genauer gesagt: in Franken) zwei Kunsthistorikertage statt: Der nationale in Würzburg und der internationale in Nürnberg. Der nationale firmiert unter dem &#8220;Genius Loci&#8221; und schlägt folgende Sektionen vor: Früh- und hochmittelalterliche Buchmalerei/ Dekorationssysteme für repräsentative Profanräume im Mittelalter/ Kontexte – Bildformen – Traditionslinien/ Spätmittelalterliche Skulptur: Stilerneuerung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den nächsten 18 Monaten finden in Deutschland (genauer gesagt: in Franken) zwei Kunsthistorikertage statt: Der nationale in Würzburg und der internationale in Nürnberg. Der nationale firmiert unter dem &#8220;Genius Loci&#8221; und schlägt folgende Sektionen vor:</p>
<p>Früh- 	und hochmittelalterliche Buchmalerei/ Dekorationssysteme 	für  repräsentative Profanräume im 	Mittelalter/ Kontexte – Bildformen –  Traditionslinien/ Spätmittelalterliche 	Skulptur: Stilerneuerung und  Stiltradition/ Um 	1530/ Barocker 	Schlossbau in Süddeutschland/  Legitimation 	durch Fiktion. Neue Forschungen zur Kunst der  Repräsentation in 	profanen Bildprogrammen der Frühen Neuzeit/  Interieur/ Quellenprobleme 	der Gartenkunstgeschichte/ Zeichnung 	in  Kunst und Wissenschaft. Zwischen Darstellungsmedium und 	 Erkenntnisinstrument/ Architekturzeichnung/ Stadtbaukunst. 	Zerstörung  und Wiederaufbau/ Kunstgeschichte 	und Bildung</p>
<p>Der internationale heißt: &#8220;Die Herausforderung des Objets&#8221;<strong> </strong> und umfasst folgende Sektionen:</p>
<p>Die Frage des Objekts in der Kunstgeschichte/ Begriff und Theorien des „Originals” als hermeneutisches Problem/ Die Religionen und ihre Objektivierungen in der Kunst aus interkultureller Perspektive/ Das Objekt als SubjektObjekte im Museum: Kunstgeschichte versus Kulturgeschichte/  Weltkulturerbe: Kulturelle Identität und der Krieg gegen Kunstwerke/ Beutekunst: Die Sicht auf die Anderen &#8211; Die Sicht der Anderen/ Zur Archäologie des materiellen Objektes: Technologische Bildanalyse versus Kennerschaft/ Objekte auf Reisen: Überlieferungsgeschichten/ Schnittstelle Kunsthandel: Das Objekt im Auge des Marktes/ Das Kunstwerk und seine Repräsentationen/ Jenseits der Aura/ Das multiple Kunstwerk/ Dürers Leben und Werk – Das Objekt als Schlüssel zum Subjekt?/ Ereignisorte/ Das geschlechtsbezogene Objekt/ Fragen an das Objekt/ Die Abwesenheit des Objekts und die Leere/ Restitution/ Architektur als Objekt/ Die Rolle des CIHA in der Kunstgeschichte</p>
<p>Es ist unmöglich, die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Sektionen zu beurteilen, da diese im Falle des internationalen Kongresses noch gar nicht klar ist. Aber immerhin lässt sich doch so viel sagen. Erstens scheint die Themenstellung des internationalen Kongresses homogener, da sie sich am Objekt-Begriff orientiert. Dagegen wirkt das Programm des Würzburger Kongresses disparater. Zweitens &#8211; und das scheint mir wichtiger &#8211; zeigt sich doch auch ein Unterschied in der Zeitgemäßheit: In Würzburg wird das gemacht, was wir immer schon getan haben, beim internationalen Kongress hat man doch immerhin den Eindruck, dass Fragestellungen diskutiert werden, die in hohem Maße up to date scheinen.</p>
<p>Ich will hier keineswegs dem Modischen das Wort reden. Eine Kunstgeschichte, die wie im Fall der in Würzbug betriebenen, mindestens so sehr am Objekt als der unhintergehbaren Wirklichkeit des historischen  Kunstgeschehens orientiert ist wie die, in der dies ausdrücklicher Gegenstand ist, verdient uneingeschränkte Unterstützung. Aber wird das Fach überlebensfähig sein, wenn es sich ein wenig bockig auf die Notwendigkeit des immer schon Betriebenen versteift? Ich fürchte nein.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fzwei-kunsthistorikertage%2F&amp;title=Zwei%20Kunsthistorikertage" id="wpa2a_32"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Stern des Jahres&#8221; für Winfried Nerdingers Rekonstruktionen</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 12:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Münchner AZ hat Winfried Nerdinger für die Ausstellung &#8220;Geschichte der Rekonstruktion. Konstruktion der Geschichte&#8221; den diesjährigen &#8220;Stern des Jahres&#8221; verliehen (vgl. die Meldung unter &#8220;Aktuelles&#8221; der Fakultät für Architektur der TUM). Die Zusammenschau unzähliger Einzelobjekte hat sich in einem gewichtigen, opulent bebilderten Katalog niedergeschlagen. Damit wurde ein gewisser Höhepunkt der Debatte um Rekonstruktionen von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchner <em>AZ </em>hat Winfried Nerdinger für die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.pinakothek.de/kalender/2010-07-22/1871/geschichte-der-rekonstruktion-konstruktion-der-geschichte">Geschichte der Rekonstruktion. Konstruktion der Geschichte</a>&#8221; den diesjährigen &#8220;<a href="http://www.abendzeitung.de/kultur/sterne2010/242094">Stern des Jahres</a>&#8221; verliehen (vgl. die <a href="http://www.ar.tum.de/aktuell/newsdetails/?tx_ttnews[tt_news]=745&amp;tx_ttnews[backPid]=249&amp;cHash=0ad80be555">Meldung unter &#8220;Aktuelles&#8221; der Fakultät für Architektur der TUM</a>). Die Zusammenschau unzähliger Einzelobjekte hat sich in einem gewichtigen, opulent bebilderten Katalog niedergeschlagen. Damit wurde ein gewisser Höhepunkt der <strong>Debatte um Rekonstruktionen</strong> von Architekturen und ganzen Stadtanlagen erreicht. Neben der <a href="http://blog.arthistoricum.net/dresden-stadt-der-skandale/">Frauenkirche in Dresden</a> und dem Berliner Stadtschloss wurden zahlreiche andere Bauten zusammengetragen.</p>
<p>Auf detail.de findet sich eine durchaus <a href="http://www.detail.de/artikel_rekonstruktion-geschichte-architekturmuseum-nerdinger_26241_De.htm">kritische Besprechung</a> mit zahlreichen Abbildungen und einer Beschreibung der Ausstellung. Interessant ist in diesem Zusammenhang u. a. auch die <a href="http://schlossdebatte.de/?p=301#more-301">Position von Wolfgang Pehnt auf schlossbaudebatte.de</a>, die er <strong>2008 </strong>auf der Jahrestagung des Dt. Nationalkomitees für Denkmalschutz in Leipzig vorgetragen hat. Im gleichen Jahr hatte sich auch Nerdinger in der Wissenschafts- und Kulturzeitung &#8220;<a href="http://www.stmwfk.bayern.de/mediathek/Aviso.aspx">aviso</a>&#8221; zu diesem Thema geäußert. Zudem hielt er am 6. Februar 2008 einen Vortrag im Zentralinstitut für Kunstgeschichte zum Thema &#8220;<a href="http://www.zikg.eu/main/vortrag/2008/20080206.htm">Rekonstruktion &#8211; in historischer und aktueller Perspektive</a>&#8221; mit vielen Bildern zahlreicher Objekte.</p>
<p>Die große These könnte man bei Nerdingers Rekonstruktionen-Konzept darin sehen, dass er Rekonstruktion und Konstruktion als <strong>architektonische Grundprinzipien</strong> in allen Epochen und Regionen der Welt auffasst. Man denke an den Zyklus von Zerstörung und Kreation bei Pierre Nora und den produktiven Kreislauf von Vergessen und Erinnern in den Schriften von Aleida Assmann (vgl. z. B. &#8220;Erinnerungsräume&#8221; von 1999). Sie spricht beispielsweise von der &#8220;Dynamik des kulturellen Erinnerns und Vergessens&#8221; (Seite 22). Auch für Nerdingers Katalog hat sie einen Beitrag verfasst (vgl. dazu einen <a href="http://berliner-schloss.de/de/pressespiegel/entkrampfung-fuer-die-altstadtdebatte.htm">Artikel auf berliner-schloss.de</a>, einem Internetportal pro Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses).</p>
<p>Eine dezidierte <strong>Gegenposition</strong> zu Nerdingers Ausstellung vertritt der eben erst erschienene Bauwelt Fundamente-Band &#8220;<a href="http://edoc.hu-berlin.de/kunsttexte/2010-4/von-buttlar-adrian-9/PDF/von-buttlar.pdf">Denkmalpflege statt Attrappenkultur. Gegen die Rekonstruktion von Baudenkmälern</a>&#8221; (vgl. die Besprechung &#8220;<a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/verformte_geschichte_1.8925641.html">Verformte Geschichte</a>&#8221; in der Neuen Zürcher Zeitung). Die Anthologie wurde von Adrian von Buttlar und Gabi Dolff-Bonekämper aus Berlin, dem Bamberger Denkmalpfleger Achim Hubel, Georg Mörsch (ehemals ETH Zürich)  sowie Michael S. Falser (Heidelberg) herausgegeben.</p>
<p>Da ich mir den Band jedoch gerade erst bestellt habe, werde ich mich erst näher dazu äußern, wenn ich mehr gelesen habe. Persönlich könnte ich mir eine Versöhnung einiger Positionen durchaus vorstellen. Es wäre wichtig, dass man nicht nur von übergeordneten Standpunkten aus argumentiert, sondern jeden <strong>Einzelfall </strong>mit Fingerspitzengefühl behandelt. Jede Stadt hat schließlich ihre eigene Geschichte und ihre eigene architektonische Tradition.</p>
<p>Durch die Auszeichnung befindet sich Nerdinger in der Gesellschaft bisheriger <strong>Preisträger</strong>, wie Chris Dercon, dem Designer Ingo Maurer, dem Filmemacher Michael Haneke und dem Architektenbüro Wandel Hoefer Lorch &amp; Hirsch (vgl. <a href="http://www.pinakothek.de/kalender/2010-12-09/1891/material-zeit-wandel-hoefer-lorch-hirsch">Ausstellung Material Zeit in der Pinakothek der Moderne</a> bis 6. März).</p>
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		<title>Lampugnanis Frage nach der modernen Stadt und ihren Räumen</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 15:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[„Die Stadt im 20. Jahrhundert. Visionen, Entwürfe, Gebautes“ von Vittorio Magnano Lampugnani ist ein wahres Opus Magnus. Am Dienstag, den 7. Dezember wurde es im neu eröffneten, überaus komfortablen Vorhoelzer-Forum der TU München vorgestellt und diskutiert. Das über 1000 Seiten starke, zweibändige Werk ist nach 20-jähriger Vorarbeit im Berliner Wagenbach-Verlag erschienen. Da das Publikum noch nicht genug Zeit gehabt hatte, sich die zahlreichen Kapitel von der Gartenstadtbewegung bis zur Postmoderne zu Gemüte zu führen, verlagerte sich die Diskussion auf das Podium. Obwohl im AudiMax gleichzeitig der Verteidigungsminister einen Vortrag hielt, war der Tagungsraum bis zum letzten Platz gefüllt, was auch an den hochkarätigen Diskutanten gelegen haben dürfte, wie man der Ankündigung entnehmen konnte: Prof. Dr.-Ing. Vittorio Magnago Lampugnani (Architekt, Mailand), Markus Lanz (Fotograf und Urbanist, München), Christoph Sattler (Architekt, München), Prof. Sophie Wolfrum (Urbanistin, München) und Susanne Schüssler (Verlegerin, Berlin).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„<a href="http://www.wagenbach.de/component/verlag/titel/771-Die_Stadt_im_20_Jahrhundert.html">Die Stadt im 20. Jahrhundert. Visionen, Entwürfe, Gebautes</a>“ von <a href="http://www.wagenbach.de/autoren/autor/68-Vittorio_Magnago_Lampugnani.html">Vittorio Magnano Lampugnani</a> ist ein wahres <strong>Opus Magnum</strong>. Am Dienstag, den 7. Dezember wurde es im neu eröffneten, überaus komfortablen <a href="http://www.ar.tum.de/einrichtungen/vorhoelzer_forum/">Vorhoelzer-Forum</a> der TU München vorgestellt und diskutiert. Das annähernd 1000 Seiten starke, zweibändige Werk ist nach 20-jähriger Vorarbeit im <a href="http://www.wagenbach.de/">Berliner Wagenbach-Verlag</a> erschienen. Da das Publikum noch nicht genug Zeit gehabt hatte, sich die zahlreichen Kapitel von der Gartenstadtbewegung bis zur Postmoderne zu Gemüte zu führen, verlagerte sich die Diskussion auf das Podium. Obwohl im AudiMax gleichzeitig der Verteidigungsminister einen Vortrag hielt, war der Tagungsraum bis zum letzten Platz gefüllt, was auch an den hochkarätigen Diskutanten gelegen haben dürfte, wie man der Ankündigung entnehmen konnte:</p>
<p>Prof. Dr.-Ing. Vittorio Magnago <strong>Lampugnani </strong>(Architekt, Mailand); Markus <strong>Lanz </strong>(Fotograf und Urbanist, München); Christoph <strong>Sattler </strong>(Architekt, München); Prof. Sophie <strong>Wolfrum </strong>(Urbanistin, München); Susanne <strong>Schüssler </strong>(Verlegerin, Berlin).</p>
<div id="attachment_3174" class="wp-caption alignnone" style="width: 293px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Cover.jpg"><img class="size-medium wp-image-3174 " src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Cover-225x300.jpg" alt="Buchcover" width="283" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Metropolitan Museum of Art, New York; Permission Joanna T. Steichen (S.54) - Wagenbach-Verlag</p></div>
<p>Nach einem Grußwort der Verlegerin Frau Schüssler führte Lampugnani zunächst aus, welche drei Grundgedanken ihn bei der Verfassung des Buches leiteten:</p>
<p><strong>1. </strong>In seinem Fokus stand „<strong>das Projekt der Stadt</strong>“, oder die „<a href="http://www.britannica.com/facts/6/673249/Who-is-the-author-of-L-architettura-della-citta">Architektur der Stadt</a>“, wie er das Buch zunächst anspielungsschwanger nennen wollte. Er behandelt also nicht die gesamte gebaute Stadt, sondern fokussiert auf Ideen und Entwürfe, die Stadt geformt haben, oder auch nur als unverwirklichte Projekte von Bedeutung waren.</p>
<p><strong>2.</strong> Die isolierte Betrachtung des 20. Jahrhunderts begründete er mit dem spannenden Reichtum an Experimenten, die er als „<strong>Explosion der Projekte</strong>“ bezeichnete.</p>
<p><strong>3.</strong> Bei der notwendigen Auswahl und Eingrenzung des Materials habe er sich auf die großen Strategien des Jahrhunderts konzentriert, genauer gesagt auf deren <strong>Anfangspunkte</strong>. Es sei ihm wichtig gewesen, die Projekte und Stadtmodelle an ihren eigenen theoretischen Ansprüchen zu messen.</p>
<p>Frau Prof. Wolfrum, als <a href="http://www.stb.arch.tu-muenchen.de/professorin.html">Lehrstuhlinhaberin für Städtebau und Regionalplanung</a> gewissermaßen die Nachfolgerin Theodor Fischers, verstand es sehr gut, die brennenden Problempunkte um die Themenfelder der modernen Stadtplanung und den Wandel des urbanen Raums auf das Tapet zu bringen. Ausgehend von der Neuerscheinung stand die <strong>Problemgeschichte des Urbanen nach dem Zweiten Weltkrieg</strong> im Mittelpunkt, wobei sich das Podium die Frage nach der zentralen These des Buches stellte. Lediglich ein paar wichtige Aspekte seien an dieser Stelle angesprochen: Carl Sattler stellte fest, dass „unsere deutschen Städte in der Wiederaufbauphase zerstört“ worden seien. Lampugnani habe eine Aufspaltung von Konzepten der „innovativen Gelassenheit“ und der „ideologischen Aufgeregtheit“ vorgenommen. Markus Lanz hingegen entdeckte die große These darin, dass die Postmoderne an das Ende des Buches gestellt worden sei, um einen skeptischen Blick auf die Entwicklungen im 21. Jahrhundert zu werfen.</p>
<p>Es zeigte sich einmal mehr, dass der Architektur- und Städtebaudiskurs bei einigen Grundproblemen nicht recht viel weiter gekommen ist, als die Diskussion von vor 100 Jahren: Lampugnani erinnerte insbesondere an sein Vorbild Camillo Sitte. Würdigte Wolfrum das Buch als imposante „<strong>Häufung von historischem Wissen</strong>“, so schwenkte der <a href="http://www.h-s-a.de/">Praktiker Sattler</a> auf die zivilisationskritische Sicht, es habe nur „sehr wenige gelungene Stadträume im 20. Jahrhundert“ gegeben. Bei der alles entscheidenden Frage nach „dem Raum der Stadt“ seien wir in einer unentschlossenen „manieristischen Phase“ angelangt. In dieser Weise schwankte das gesamte Gespräch zwischen Grundlagendisussion und Buchbesprechung.</p>
<p>Sowohl Lanz, als auch Wolfrum wiesen darauf hin, dass es jedoch auch im vergangenen Jahrhundert zahlreiche <strong>gute, moderne Stadtentwürfe</strong> gegeben habe. Man könne einfach nicht mehr vom Ideal des Stadtplatzes im 19. Jahrhundert ausgehen. Auch Planungen, die aus der Vogelschau projektiert worden seien, hätten ihre räumlichen Werte. Lanz warnte, dass die Wiederentdeckung der traditionalistischen Stadt in den letzten Jahrzehnten nicht zur pauschalen, generalisierenden Kritik an der Moderne führen dürfe.</p>
<div id="attachment_3177" class="wp-caption alignnone" style="width: 491px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Flatiron-Building-NY.jpg"><img class="size-large wp-image-3177  " src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Flatiron-Building-NY-779x1024.jpg" alt="" width="481" height="620" /></a><p class="wp-caption-text">Metropolitan Museum of Art, New York; Permission Joanna T. Steichen (S.54) - Wagenbach-Verlag</p></div>
<p>In diesem Sinne rief Lampugnani, der fast alle Städte, die er beschreibt auch selbst besucht hat, eindringlich dazu auf, die Qualitäten moderner Raumkonzepte neu zu entdecken. Die weitere Debatte um einzelne Stadtkonezpte der Moderne sei hier nicht wiederholt. Abschließend wurden die Aufgabe und die Verantwortung des Architekten in der pluralistischen, von digitaler Kommunikation geprägten Gesellschaft diskutiert. Die oftmals mangelhaften Mobilitätskonzepte wurden als der eigentliche Knackpunkt herausgestellt. Lampugnani gipfelte in der zugespitzten Frage: <strong>„Wollen wir eine Stadt für Autos, oder für Menschen?“</strong> Er lehne den Fußgänger- und Radfahrerfundamentalismus zwar ab, empfahl jedoch genau hinzusehen, um Stadtstrukturen zu kreieren, die zwar autokompatibel, aber primär für Fußgänger gestaltet seien.</p>
<p>Als Fazit des Abends kann man festhalten, <strong>dass die Aufspaltung architektonischer und stadtplanerischer Raumgestaltungskonzepte überwunden werden muss</strong>, um lebenswerte Stadträume für Menschen zu schaffen. Diesem Credo folgend kritisierte Lampugnani unlängst in einem Deutschlandfunk-Interview zur Auseinandersetzung um Stuttgart 21, dass es nicht angehen könne, ein Baudenkmal, wie den Bahnhof von Bonatz „als eine Art Reliquie“ zu erhalten und die Freiflächen-Gestaltung isoliert zu verhandeln (vgl. die DLF Buchbesprechung &#8220;<a href="http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&amp;stream=1&amp;/">Stein auf Stein</a>&#8220;).</p>
<div id="attachment_3184" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/SEITE-171.jpg"><img class="size-medium wp-image-3184" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/SEITE-171-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Regional Plan Association - Wagenbach-Verlag</p></div>
<p>Ein Grund für die <strong>Vernachlässung der künstlerischen Grundsätze im jüngeren Städtebau</strong> ist, abgesehen von finanziellen, rechtlichen und technischen Fragestellungen, auch in der auffallenden Zurückhaltung der kunstgeschichtlichen Fachvertreter gegenüber der Urbanistik auszumachen. Lampugnani kann uns bei dieser aktiven Teilhabe am laufenden Diskurs eine wichtige Handreichung liefern, wenngleich er gegenwärtige Diskussionen und Entwicklungen, etwa im Zusammenhang mit dem Stadtumbau und der Gentrifizierung, in seinem Buch nicht thematisiert.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Flampugnanis-frage-nach-der-modernen-stadt-und-ihren-raeumen%2F&amp;title=Lampugnanis%20Frage%20nach%20der%20modernen%20Stadt%20und%20ihren%20R%C3%A4umen" id="wpa2a_38"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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