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	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Kunst der Moderne</title>
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		<title>Spanische Malerei um 1900 &#8211; war da was?</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 22:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klar war da was. Picasso natürlich. Aber der war in Paris. Dass daneben auch noch andere interessante Maler aus Spanien zu entdecken sind, zeigt jetzt das Musée de l&#8217;Orangerie in Paris, das zuletzt immer wieder mit originellen Ausstellungen hervorgetreten ist. Manche von ihnen, deren Namen heute auch Fachleuten nicht mehr unbedingt viel sagt &#8211; oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klar war da was. Picasso natürlich. Aber der war in Paris. Dass daneben auch noch andere interessante Maler aus Spanien zu entdecken sind, zeigt jetzt das <a href="http://www.musee-orsay.fr/index.php?id=1388&amp;L=2&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=31727&amp;no_cache=1">Musée</a> de l&#8217;Orangerie in Paris, das zuletzt immer wieder mit originellen Ausstellungen hervorgetreten ist. Manche von ihnen, deren Namen heute auch Fachleuten nicht mehr unbedingt viel sagt &#8211; oder was verbinden Sie mit Zuloaga, Camarassa, Rusiñol, Sorolla oder Sunyer? &#8211; haben sich dem Symbolismus angeschlossen und eigenständige Versionen einer irgenwie Klimt ähnelnden Sprache gepflegt. Andere fühlten sich der Ideologie einer mediterranen Latinität verpflichtet und schlossen sich Cézanne an. Wiederum andere wählten Stoffe aus der Gegenwart und schreckten dabei auch nicht vor der misère de la vie moderne zurück &#8211; hier stellt man fest, dass der Picasso der blauen Periode gar nicht alles selber erfunden hat. Alle aber reagierten auf die tiefe Krise, die die spanische Kultur und Gesellschaft im Gefolge des endgültigen Verlustes des Weltmachtstatus gegen Ende des 19. Jahrhunderts ergriffen hatte. Also: mal wieder ein Grund, nach Paris zu fahren. Die Ausstellung endet am 9. Januar!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fspanische-malerei-um-1900-war-das-was%2F&amp;title=Spanische%20Malerei%20um%201900%20%26%238211%3B%20war%20da%20was%3F" id="wpa2a_4"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kunst auszustellen</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/die-kunst-auszustellen/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 19:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch wenn es nicht der Hauptzweck eines blogs sein kann, Veranstaltungen anzukündigen, mache ich mal eine Ausnahme. In Leipzig findet eine Tagung über kuratorische Konzepte nach 1945 statt, die mir außergwöhnlich interessant zu sein scheint Das Programm finden Sie hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es nicht der Hauptzweck eines blogs sein kann, Veranstaltungen anzukündigen, mache ich mal eine Ausnahme. In Leipzig findet eine Tagung über kuratorische Konzepte nach 1945 statt, die mir außergwöhnlich interessant zu sein scheint Das Programm finden Sie <a href="http://www.uni-leipzig.de/~kuge/uploads/flyer_homepage.pdf">hier</a>.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fdie-kunst-auszustellen%2F&amp;title=Die%20Kunst%20auszustellen" id="wpa2a_8"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nazibilder</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 11:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Münchener Zentralinstitut für Kunstgeschichte - selber in einem prominenten Nazi-Bau angesiedelt &#8211; hat man vor ein paar Jahren einige bis dahin wenig beachtete Bände neu entdeckt, die detailliert die Werke dokumentieren, welche in den großen deutschen Kunstausstellungen seit 1937 ausgestellt wurden, um den Deutschen und der Welt zu zeigen, was echte deutsche Kunst sei. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Münchener <a href="http://www.zikg.eu/index.htm">Zentralinstitut für Kunstgeschichte </a>- selber in einem prominenten Nazi-Bau angesiedelt &#8211; hat man vor ein paar Jahren einige bis dahin wenig beachtete Bände neu entdeckt, die detailliert die Werke dokumentieren, welche in den großen deutschen Kunstausstellungen seit 1937 ausgestellt wurden, um den Deutschen und der Welt zu zeigen, was echte deutsche Kunst sei. Ein von der DFG gefördertes digitales Dokumentationsprojekt weist all dies detailliert nach und zeigt, dass die Wirklichkeit noch deprimierender war als das, was man sich immer vorgestellt hat. Kurze Informationen dazu erhalten Sie <a href="http://www.zikg.eu/main/news.htm#gdk">hier</a>, anlässlich einer großen <a href="http://www.zikg.eu/main/2011/GDK/index.htm">Tagung </a>zum Thema wird die Datenbank freigeschaltet. Und heute <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,792246,00.html">berichtet </a>sogar Spiegel online. Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fnazibilder%2F&amp;title=Nazibilder" id="wpa2a_12"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ai Weiwei</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/ai-weiwei/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 13:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet ist ein Aggregationsmedium. Es ist sehr leicht möglich, Nachrichten, welche auf Servern gespeichert sind, die sich auf die ganze Welt verteilen, zusammenzufassen. Dadurch können kleinste Informationsmengen zu gewaltigen Wissens- und Meinungsfluten zusammenwachsen. So gesehen könnte mein Anliegen weniger rührend-hilflos sein, als es auf den ersten Blick erscheint. Ich lade die Leser/innen ein, ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet ist ein Aggregationsmedium. Es ist sehr leicht möglich, Nachrichten, welche auf Servern gespeichert sind, die sich auf die ganze Welt verteilen, zusammenzufassen. Dadurch können kleinste Informationsmengen zu gewaltigen Wissens- und Meinungsfluten zusammenwachsen. So gesehen könnte mein Anliegen weniger rührend-hilflos sein, als es auf den ersten Blick erscheint. Ich lade die Leser/innen ein, ihre Meinung zum Fall Ai Weiwei hier kundzutun und dazu die Kommentarfunktion noch fleißiger zu nutzen, als das in manchen anderen Fällen schon jetzt der Fall ist. Zur Hinführung empfehle ich folgendes <a href="http://www.art-in-berlin.de/incbmeldvideo.php?id=2135&amp;-AiWeiwei-Fairytale">Video</a>. Basisinformationen bekommen sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ai_Weiwei">hier</a>.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fai-weiwei%2F&amp;title=Ai%20Weiwei" id="wpa2a_16"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Isaac Julien in München</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 05:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Die weitgehende und als solche natürlich völlig gerechtfertigte Fokussierung auf die Menschenrechtssituation in China bringt die Gefahr mit sich, dass der ungeheure Reichtum dieses Landes kaum mehr zur Geltung kommt. Eines Landes mit mehr als einer Milliarde Einwohnern, in dem schon zu Zeiten Entdeckungen gemacht wurden, die die Europäer dann ein halbes Jahrtausend später nachvollzogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die weitgehende und als solche natürlich völlig gerechtfertigte Fokussierung auf die Menschenrechtssituation in China bringt die Gefahr mit sich, dass der ungeheure Reichtum dieses Landes kaum mehr zur Geltung kommt. Eines Landes mit mehr als einer Milliarde Einwohnern, in dem schon zu Zeiten Entdeckungen gemacht wurden, die die Europäer dann ein halbes Jahrtausend später nachvollzogen und für sich reklamierten. Und einer Kultur, deren Sprache vielleicht in 20, 30 Jahren das Englische als Weltsprache abgelöst haben wird.</p>
<p>Einen ungeheuer poetischen Einblick in die Geschichte und Gegenwart dieses Landes gibt<a href="http://www.isaacjulien.com/home"> Isaac Julien</a>s Videoinstallation &#8220;Ten Thousand Waves&#8221;, die zur Zeit in der Münchener <a href="http://www.museum-brandhorst.de/de/ausstellungsvorschau/isaac-julien.html">Brandhorst </a>Sammlung gezeigt wird. Dabei prallen verwunschene Landschaften und die Megahektik des heutigen Shanghai unvermittelt aufeinander, wechseln träumerische Phantasieszenen aus der chinesischen Mythologie mit Erinnerungen an das Shanghai der 30er Jahre ab. Ein absolutes Muss mindestens für alle, die in Süddeutschland leben!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fisaac-julien-in-munchen%2F&amp;title=Isaac%20Julien%20in%20M%C3%BCnchen" id="wpa2a_20"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alte und neue Museen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 05:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich war am Wochenende in zwei französischen Museen, im Straßburger Musée des Beaux Arts und im Pariser Théâtre de la Gaité lyrique. Das eine hat von Giotto über Raffael (na ja, die Zuschreibungen sind vielleicht nicht durchgängig akzeptiert) bis hin zu Goya und Bougereau manches Bemerkenswerte im Angebot, darunter ein paar atemberaubende Landschaften des hierzulande [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war am Wochenende in zwei französischen Museen, im Straßburger <a href="http://www.musees-strasbourg.org/index.php?page=Musee-des-Beaux-Arts-de">Musée</a> des Beaux Arts und im Pariser <a href="http://www.gaite-lyrique.net">Théâtre</a> de la Gaité lyrique. Das eine hat von Giotto über Raffael (na ja, die Zuschreibungen sind vielleicht nicht durchgängig akzeptiert) bis hin zu Goya und Bougereau manches Bemerkenswerte im Angebot, darunter ein paar atemberaubende Landschaften des hierzulande eigentlich ja nur als Zeichner bekannten, in Strasbourg geborenen Gustave Doré. Das andere ist ein soeben eröffnetes, zum Kulturzentrum für digitale Kunst und Musik umgebautes Theater, passenderweise neben dem Musée des Arts et Métiers gelegen, das Wissenschafts- und Technikgeschichte gewidmet ist.<br />
Ungelogen: In Straßburg waren neben mir nur ca. ein Dutzend Aufpasser anwesend, ich hatte das ganze Museum für mich allein. Draußen vor der Tür randalierten ein paar Dutzend 16-jährige, die der Anleitung ihres Lehrers entkommen waren und weder Interesse für das Museum noch für das direkt daneben liegende Münster zeigten. In Paris dagegen war die Atmosphäre wie im Apple-Shop: genauso hip, laut und voll. Durchschnittsalter vielleicht 20, ich war auf jeden Fall definitiv der älteste. Die Ausstellung war <a href="http://www.universaleverything.com">Matt</a> Pyke gewidmet, einem &#8220;Super Computer Romantic&#8221; mit Themen zwischen Mythos und Psychedelic. Aber die meisten Besucher schrieben emails auf den überall verfügbaren Rechnern oder widmeten sich Computerspielen.<br />
Es wäre sicherlich Quatsch, irgendwelche direkten Folgerungen aus dieser Gegenüberstelllung zu ziehen. Aber zu denken gibt sie mir schon!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Falte-und-neue-museen%2F&amp;title=Alte%20und%20neue%20Museen" id="wpa2a_24"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Würzburg: ein kunsthistorischer Appell</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 14:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Anders als die anhaltende Verehrung des Wunderkindes Mozart, hat die Wertschätzung der „Architektur der Wunderkinder“ vielerorts Rost angesetzt. Ein Paradebeispiel für die präkere Situation, in der sich Gebäude der Nachkriegszeit häufig immer noch befinden, ist die 1955-57 vom Stadtbaurat Rudolf Schlick errichtete Mozartschule unweit der Würzburger Residenz (1 u. 2). Der Bau gruppiert sich locker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Anders als die anhaltende Verehrung des Wunderkindes Mozart, hat die Wertschätzung der „<a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Ausstellung_in_Muenchen_ueber_Wiederaufbau_in_Bayern_19183.html">Architektur der Wunderkinder</a>“ vielerorts Rost angesetzt. Ein Paradebeispiel für die präkere Situation, in der sich Gebäude der Nachkriegszeit häufig immer noch befinden, ist die 1955-57 vom Stadtbaurat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Schlick">Rudolf Schlick</a> errichtete Mozartschule unweit der Würzburger Residenz (1 u. 2). Der Bau gruppiert sich locker um drei Hauptriegel im Kern und ein gegenüber dem Niveau der von Balthasar Neumann angelegten Hofstraße erhöhtes Atrium mit Foyer zu einem fein abgestuften, plastischen Bauarrangement. Durch die Zurücknahme der Bautrakte von der Straßenflucht respektiert er seinen urbanen Kontext. Er drängt sich nicht auf, sondern schafft durch diagonal zur Baukante an der Maxstraße stehende Volumina eigenständige Räume (3). Aus diesem Gruppenbau spricht die <strong>Bescheidenheit und Maßstäblichkeit der Nachkriegsarchitektur</strong>, die noch nicht vom lauten Ton der späteren Wirtschaftswunderzeit oder vom Primat maximaler Flächenverwertung unserer Tage, bestimmt war (vgl. <a href="http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Aktionen/Mozartschule">AK Denkmalschutz, &#8220;Rettet das Moz!&#8221;</a>).</p>
<div class="mceTemp"><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Hofstra%C3%9Fe-Mozartschule-Treppe.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Hofstra%C3%9Fe-Mozartschule-Treppe.jpg" alt="Würzburg, Hofstraße, Mozartschule, Treppe (Photo Martin Höppl)" width="239" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Hofstraße-Mozartschule-Eingang.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3774" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Hofstraße-Mozartschule-Eingang.jpg" alt="Würzburg, Hofstraße, Mozartschule, Eingang (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></div>
<div class="mceTemp">(1) Mozartschule, Hofstraße, Treppe (Photo von Martin Höppl)</div>
<div class="mceTemp">(2) Eingangssituation (Photo von Martin Höppl)</div>
<div class="mceTemp">.</div>
<div class="mceTemp">Seit Jahren wird der Schulbau nicht mehr als solcher genutzt, sondern dient für kulturelle Umnutzungen, wie z. B. für ein <a href="http://www.central-programmkino.de/index.php?id=15">Kino</a>. Der Putz bröckelt, der Sanierungsrückstand ist unübersehbar. Die architektonischen Qualitäten des seit 1995 denkmalgeschützten Ensembles sperren sich gegen die Vorgaben wirtschaftlicher Verwertungsstrategien im Zusammenhang mit dem weiteren <a href="http://www.wuerzburg.de/de/lebenssituationen/neuinwuerzburg/einkaufeninwuerzburg/index.html">Ausbau der City zum Einzelhandelsstandort</a>. Es verwundert kaum, dass der Abriss des ehemaligen Schulbaus geplant ist. Wie allenthalben, nicht nur in Würzburg, soll auch hier <strong>ein weiteres gesichtsloses Einkaufszentrum</strong> entstehen, das durch seine Massivität sogar den <a href="http://www.germanplaces.com/de/deutschland/residenz-wuerzburg-welterbe.html">Weltkulturerbe-Status</a> der nahegelegenen Residenz gefährdet. Freilich scheint dieses Argument, wie auch im Falle der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waldschl%C3%B6%C3%9Fchenbr%C3%BCcke">Dresdner Waldschlößchenbrücke</a>, oder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelrheinbr%C3%BCcke">Mittelrheinbrücke</a> zwischen St. Goar und St. Goarshausen u. a. Planungen, eher zweitrangig.</div>
<div class="mceTemp">.</div>
<div><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Maxstraße-Mozartschule.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Maxstraße-Mozartschule.jpg" alt="Würzburg, Maxstraße, Mozartschule (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></div>
<div>(3) Mozartschule, Maxstraße (Photo von Martin Höppl)</div>
<p>Die Kassen der meisten Kommunen sind leer. Daher spielen Fragen ästhetischer Angemessenheit meist eine nachgeordnete Rolle bei der Stadtgestaltung. Erst 2006/07 sorgte der <a href="http://www.ais-online.de/6/pdcnewsitem/00/70/45/index_6.html">Neubau der VR-Bank</a> von „<a href="http://www.opus-architekten.de/inhalt/opus/impressum.html#">OPUS Architekten BDA Anke Mensing u. Andreas Sedler</a>“ am Marktplatz gegenüber der spätgotischen Marienkapelle für heftige Diskussionen (4). Der mächtige Baukubus passt nicht so ganz zu den Proportionen der geschlossenen Bebauung des Marktes. Die Gestaltung und Möblierung der Platzfläche sowie auffällige, modernistische Markthallen (6) unterstützen den <strong>sterilen Eindruck</strong> des Parkgaragenplatzes zudem.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Marktplatz-VR-Bank-Gebäude1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3782" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Marktplatz-VR-Bank-Gebäude1.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a> <a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg" alt="Würzburg, Marktplatz, Markthallen (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></p>
<div>(4) Marktplatz, VR-Bank-Gebäude (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>(5) Marktplatz, Markthallen (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>.</div>
<div>Auch neu geschaffene Stellen, wie der <a href="http://www.unser-wuerzburg.de/index.php?site=news&amp;news_ID=1320&amp;titelindex=Neuer-Platz-am-Mainkai-wird-Felix-Freudenberger-Platz-getauft">Felix-Freudenberger-Platz</a>, spiegeln die schwierigen Rahmenbedingungen kommunaler  Gestaltungskonzepte (6 u.7). Wie vielerorts versucht man auch hier ein  monotones Reststück zwischen den Autofahrbahnen als <strong>sogenannten „Platz mit gesteigerter Aufenthaltsqualität“</strong> zu verkaufen. Leider handelt es sich dabei wie allzu oft lediglich um  eine Worthülse, deren Sinn im Zusammenhang von Inwertsetzungsstrategien  der marktwirtschaftlichen „Image City“ längst eskamotiert ist. Während  die autoverkehrsfreie nördliche Mainpromenade als Publikumsmagnet  fungiert, wirken die Parkbänke auf dem neu gestalteten Seitenstreifen  südlich der alten Mainbrücke geradezu verloren. Die Ausgestaltung von Verkehrsplätzen stellt in unseren Tagen ein zunehmendes Problem dar. Auch beim Effnerplatz in München laufen gerade ähnliche Diskussionen (vgl. zu diesem Thema <a href="http://blog.arthistoricum.net/mae-west-hohenrekord-oder-millionengrab/">hier</a>).</div>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz-Bautafel.jpg"> <img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz-Bautafel.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz, Bautafel (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></p>
<div>(6) Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>(7) Bautaufel am Felix-Freudenberger-Platz (Photo von Martin Höppl)</div>
<p>Zu allem Überdruss hat sich der Stadtrat nun auch noch für den Ausbau eines zentral an der Augustinerstraße gelegenen <a href="http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Main/HochhausAugustinerstra%DFe">Hochhauses</a> entschieden. Dieses <strong>„Maßlose Investorenprojekt“</strong>, wie es in einem Faltblatt der „<a href="http://www.historisches-franken.eu/Stiftungen_in_Franken/68heiner_reitberger_stiftung.htm">Heiner Reitberger Stiftung zur Erhaltung und Pflege historischer Denkmäler und bedeutsamen Kulturgutes in Würzburg und Umgebung</a>“ heißt, steht paradigmatisch für die Abkehr von der Wertschätzung einer historischen Stadtsilhouette. Das zu hohe und voluminöse Turmhaus wird in der Broschüre durchaus berechtigt als „dominanter Fremdkörper in der historischen Turm- und Dachlandschaft“ bezeichnet. Der Neubau wird sich vom Main aus betrachtet hinter der verhältnismäßig feinfühlig gruppierten Rückfassade des Einkaufszentrums Wöhrl – ein Positivbeispiel – markant gegen die historischen Kirchtürme abheben (8). Das modernistische Projekt geht zu Unkosten eines seit 1974 auf der Denkmalliste stehenden Baus der späten 1920er Jahre von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kleinsteuber">Franz Kleinsteuber</a> (vgl. das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4dtisches_Hochhaus_%28M%C3%BCnchen%29">städt. Hochhaus in München</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Leitenstorfer">Hermann Leitenstorfer</a>). Eine mögliche Sanierung wurde nicht ins Auge gefasst.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Ämterhochhaus-u.-Wöhrl.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3784" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Ämterhochhaus-u.-Wöhrl.jpg" alt="Würzburg, Ämterhochhaus u. Wöhrl (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></p>
<p>(8) Ämterhochhaus von der Alten Mainbrücke aus, im Vordergrund Wöhrl-Gebäude (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Am 25. März berichtete Kristina Maidt-Zinke im SZ-Feuilleton über die Gefährdung des siebengeschossigen „ersten ‚Wolkenkratzers’ Nordbayerns“, der ebenso wie das Leitenstorferhochhaus als Ämterbau errichtet wurde. Über Jahrzehnte hinweg wurde das Gebäude immer wieder umgebaut, um nicht zu sagen manipuliert und sabotiert. So gab es Änderungen am Walmdach, einen dunklen Anstrich und eine Mobilfunkanlage. Als sich 2004 ein Stein vom Kranzgesims löste, wurde das Haus eingerüstet. Die Würzburger taten sich schon immer schwer mit dem Bau, den sie als „Verschandelung“, als „Monstrum“ und als „hässlichen Klotz“ ansahen. Seine Wirkung wurde sogar als „Faustschlag eines Rohlings gegen ein edles Antlitz“ bezeichnet, wie Maidt-Zinke die Diskussion zusammenfasst in ihrem Artikel „Für ein Linsengericht. Verschachert Würzburg sein historisches Kapital zugunsten eines provinziellen Neubaus?“ Schon allein der Titel des geplanten Neubaus <strong>„<a href="http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Hochhaus-Gegner-kaempfen-weiter;art735,5957223">Tricyan Tower</a>“</strong> verspricht alles andere als Kontextbezogenheit. In der SZ heißt es weiter „von jenem angeberischen Plattenbaucharakter, mit dem die Provinz gern versucht, die „Tower“-Architektur der Metropolen nachzuahmen.“ (vgl. für solche Großprojekte <a href="http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/">hier</a>).</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"> </a><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Spiegelstra%C3%9Fe-Neubau-Brunowerk.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Spiegelstra%C3%9Fe-Neubau-Brunowerk.jpg" alt="Würzburg, Spiegelstraße, Neubau Brunowerk (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"></a></p>
<p>(9) Spiegelstraße, Neubau des Brunowerks (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Es zeigt sich, dass auf Betreiben von Kommunen und privaten Investoren aufgrund des hohen finanziellen Verwertungsdrucks in den Innenstädten immer häufiger der <strong>Denkmalschutz ausgehebelt</strong> wird. Man denke etwa an die gefährdeten Kutscherhäuschen  (10) in München-Untergiesing (vgl. die Initative „<a href="http://www.wochenanzeiger.de/article/103751.html">Rettet die Birkenau</a>“) und zahlreiche andere Beispiele. Insbesondere der Ensembleschutz wird dabei in Frage gestellt. Selbst das kirchliche <a href="http://www.bruno-werk.de/">Brunowerk</a> verwirklicht in Würzburg mittlerweile Bauprojekte, die die Berücksichtigung des urbanen Kontextes gegenüber kommerziellen Gesichtspunkten hintenan stellen (9).</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/04/M%C3%BCnchen-Birkenau-Kutscherh%C3%A4uschen.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/M%C3%BCnchen-Birkenau-Kutscherh%C3%A4uschen-300x225.jpg" alt="München, Birkenau, Kutscherhäuschen (Photo von Martin Höppl)" width="434" height="327" /></a></p>
<p>(10) München, Untergiesing, Birkenau, Kutscherhäuschen (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass bei einer so weitgehend zerstörten Altstadt wie Würzburg die Stadtplanung seit dem Wiederaufbau zwischen Neuanfang und Rekonstruktion vor außergewöhnliche Aufgaben gestellt war. In der <strong>Sektion „<a href="http://www.kunsthistoriker.org/stadtbaukunst.html">Stadtbaukunst. Zerstörung und Wiederaufbau</a>“</strong> auf dem Kunsthistorikertag zum Thema &#8220;<a href="http://www.kunsthistoriker.org/kunsthistorikertag.html">Genius Loci</a>&#8221; Ende März wurde ausführlich über die schwierigen Bedingungen und begrenzten Möglichkeiten damaliger Planungen gesprochen. Insbesondere die Schöpfungen der Wirtschaftswunderzeit wurden überaus kontrovers diskutiert. Während manche von <strong>„Barbarei“</strong> sprachen, riefen andere zur <strong>Revision von Bewertungsmaßstäben</strong> auf. Ein Ergebnis der Sektion sowie der Mitgliederversammlung des „Verbands Deutscher Kunsthistoriker e.V.“ ist die „<a href="http://www.kunsthistoriker.org/1683.html">Resolution zum Erhalt der Würzburger Mozartschule</a>“, in der die städtischen Verantwortlichen eindringlich zum Erhalt der „organischen Architektur“, die keinesfalls einer „nicht angemessenen Großstadtstruktur geopfert werden“ dürfe, aufgefordert werden. Vgl. für meinen ausführlichen Bericht vom Kunsthistorikertag <a href="http://fachschaft-kunstgeschichte.blogspot.com/2011/04/impressionen-vom-xxxi-dt.html">hier</a>.</p>
<p>Der SZ-Artikel von Maidt-Zinke schließt mit dem <strong>Appell an uns Kunsthistoriker</strong>: „Letzte Hoffnung der lokalen Denkmalschützer ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normenkontrolle">Normenkontrollklage</a> eines benachbarten Eigentümers, über die Ende Mai entschieden wird. Die Stadt könnte jetzt ein paar „Wutbürger“ gebrauchen. Zumindest aber einen Aufschrei der Fachwelt, von der sich ein Teil in diesen Tagen zum Kunsthistorikertag in Würzburg versammelt.“ Vielleicht kann auch dieser Post einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der Appell der Resolution nicht ungehört verhallt.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Bahnhofsplatz-Pavillons.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3786" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Bahnhofsplatz-Pavillons.jpg" alt="Würzburg, Bahnhofsplatz, Pavillons (Poto von Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></p>
<p>(11) Bahnhofsplatz mit Pavillons vom Kiliansbrunnen aus (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Einzelbauten berühmter Nachkriegsarchiteken, wie etwa Sep Ruf, sind mittlerweile gut geschützt und saniert. Weniger prominente Beispiele hingegen fristen oft ein <strong>Schattendasein</strong>. In Würzburg scheint man sich offensichtlich gerade der Lösungen der ersten Nachkriegsjahrzehnte gerne entledigen zu wollen. So ist von Seiten der Stadt ein Abriss der rahmenden Pavillons am <a href="http://www.radiogong.com/index.php?id=126&amp;singelid=14919">Bahnhofsplatz/Kiliansplatz</a>, die zeitgleich mit der Mozartschule errichtet wurden, angedacht. Die Kioske aus Stahl, Glas und Holz stammen bezeichnender Weise ebenfalls vom überregional wenig bekannten Baurat Schlick (11).</p>
<p>Es gilt wachsam zu bleiben, damit nicht, wie häufig geschehen, ein bewusst erzeugter <strong>Sanierungsstau</strong> und damit einhergehende Verwahrlosung von Gebäuden, deren radikale Sanierung oder ihren Abriss legitimieren können.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fwuerzburger-appell%2F&amp;title=W%C3%BCrzburg%3A%20ein%20kunsthistorischer%20Appell" id="wpa2a_28"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abriss des Eiffelturms</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 10:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Eiffelturm]]></category>
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		<category><![CDATA[Französische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gustave Eiffel]]></category>
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		<category><![CDATA[Ingenieurbaukunst]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Bernau]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Rekonstruktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit über 120 Jahren bereichert der Eiffelturm das Stadtbild von Paris bzw. verunstaltet er die Silhouette der Stadt, wie zahlreiche Künstler und Gelehrte schon bei seiner Errichtung 1889 meinten. Nun muss die unverkleidete, marode Eisenkonstruktion abgetragen werden. Rost und Korrosion sowie witterungs- und nutzungsbedingte Materialermüdung haben nicht nur den sichtbaren 300 Metern stark zugesetzt, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 120 Jahren bereichert der Eiffelturm das Stadtbild von Paris bzw. verunstaltet er die Silhouette der Stadt, wie zahlreiche Künstler und Gelehrte schon bei seiner Errichtung 1889 meinten. Nun muss die unverkleidete, marode Eisenkonstruktion abgetragen werden. <strong>Rost und Korrosion</strong> sowie witterungs- und nutzungsbedingte Materialermüdung haben nicht nur den sichtbaren 300 Metern stark zugesetzt, auch die Verfassung der vier Fundamentblöcke bedrohen die Standfestigkeit des Wahrzeichens und Revolutionsdenkmals (vgl. dazu u. a. Kohle <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/frontdoor.php?source_opus=119&amp;la=de">2000</a>, <a href="http://www.kabonline.de/system.php?katalog=12&amp;nr=10&amp;epoche=Werkbesprechungen">2001</a> u. <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2006/120/">2002</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freilich kommt die Diagnose – bestätigt durch moderne Computertomographie – nicht überraschend: Gustave Eiffel hatte den Stahlfachwerkbau <strong>nicht für die Ewigkeit</strong> errichtet, sondern zum Jubiläum der Revolution und als Attraktion der Weltausstellung. Daher sollte er schon 1909 wieder abgerissen werden. Aufgrund seiner Funktion als Rundfunkstation war er aber schon damals unentbehrlich geworden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis zum Herbst soll der Ingenieurbau nun komplett demontiert und innerhalb von drei Jahren, bis zu seinem 125jährigen Jubiläum am 1. April 2014 wieder aufgebaut werden. Neben der momentan ins Auge gefassten <strong>Komplettdemontage </strong>gibt es auch Überlegungen zur schrittweisen konservatorischen Rundumerneuerung, was jedoch wesentlich teuerer kommen dürfte. In einem Deutschlandradio Kultur-Interview zog der Arichitekturkritiker Nikolaus Bernau den Vergleich mit Eisenbahnbrücken, die wie zahlreiche andere Zeugnisse der Industriearchitektur heute nur noch auf alten Photographien zu bewundern sind (vgl. z. B. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fhesseloher_Br%C3%BCcke">Großhesseloher Brücke</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei einem Gebäude von darart eminenter Bedeutung für das kollektive Bewusstsein einer Stadt und einer ganzen Nation, wird man sich wohl auf hitzige Diskussionen gefasst machen können. Schließlich ist der Eiffelturm aufgrund seiner ikonischen Qualitäten in unseren Köpfen als Symbolbild eingebrannt. Auch im Falle des französischen Nationalsymbols wird darüber hinaus die Frage der <strong>Teil-, oder Total<a href="http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/">rekonstruktion</a></strong> noch kontrovers verhandelt werden. Man kann also gespannt sein, ob man den Turm beim nächsten Parisaufenthalt noch einmal wird bewundern können oder nicht. Laut Statikern könnte man dem rostigen Riesen noch ein paar Jahre Galgenfrist einräumen.</p>
<p>P.S. Als ich heute Vormittag die Meldung im Radio gehört habe, hatte ich für einen Moment das Gefühl, dass es sich um einen Aprilscherz handeln könnte.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fabriss-des-eiffelturms%2F&amp;title=Abriss%20des%20Eiffelturms" id="wpa2a_32"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>19th century art worldwide &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 10:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; ist eine Zeitschrift, die es geschafft hat, ihre online-Existenz mit hoechsten Qualitaetsanspruechen zu verbinden. Sie existiert seit nunmehr fast 10 Jahren, wird auch von prominenten Autorinnen und Autoren beliefert, veroeffentlicht wissenschaftliche Aufsaetze wie Rezensionen und macht einen inhaltlich wie erscheinungsmaessig frischen Eindruck. Sicher, die Publikationsweise ist einigermassen konventionell und duerfte den Anforderungen von echten semantic-web-Adepten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist eine <a href="http://www.19thc-artworldwide.org/">Zeitschrift</a>, die es geschafft hat, ihre online-Existenz mit hoechsten Qualitaetsanspruechen zu verbinden. Sie existiert seit nunmehr fast 10 Jahren, wird auch von prominenten Autorinnen und Autoren beliefert, veroeffentlicht wissenschaftliche Aufsaetze wie Rezensionen und macht einen inhaltlich wie erscheinungsmaessig frischen Eindruck. Sicher, die Publikationsweise ist einigermassen konventionell und duerfte den Anforderungen von echten semantic-web-Adepten nicht genuegen, aber hier wird doch dem Fach ein unschaetzbarer Dienst erwiesen, weil mit grossem Engagement und Zielstrebigkeit, dabei ganz unaufgeregt eine neue inhaltliche wie mediale Perspektive aufgezeichnet wird, an die es sich mehr und mehr gewoehnen werden muss. Dass hier der Ansatz einer globalen wie digitalen Ausrichtung gewaehlt wird, scheint mir besonders interessant, obwohl eine deutliche Europalastigkeit natuerlich nicht zu uebersehen ist. Ich wuensche dieser Zeitschrift noch ein langes Leben. Auch Sie koennen das tun, indem Sie sie intensiv nutzen!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2F19th-century-art-worldwide%2F&amp;title=19th%20century%20art%20worldwide%20%26%238230%3B" id="wpa2a_36"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Karikaturen aus dem deutsch-französischen Krieg (1870/71) und der Pariser Kommune</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 19:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria Effinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des DFG-Projekts&#8221; Digitalisierung und Erschließung illustrierter Kunst- und Satirezeitschriften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts&#8221; werden auch französische Satirezeitschriften und eine herausragende Sammlung französischer Einzelkarikaturen, Bilderserien und Flugblätter bearbeitet. Das Konvolut setzt sich aus den Satirezeitschriften L&#8217;Eclipse, Le Grelot, La Scie, Le fils du Père Duchêne, Le Sifflet sowie einer sehr seltenen Karikaturen- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des DFG-Projekts&#8221; Digitalisierung und Erschließung illustrierter Kunst- und Satirezeitschriften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts&#8221; werden auch <a href="http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/digilit/artjournals/frzzeit.html"><strong>französische Satirezeitschriften und eine herausragende Sammlung französischer Einzelkarikaturen, Bilderserien und Flugblätter</strong></a> bearbeitet.<br />
<a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/03/caricatures1870_1871bd1.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/03/caricatures1870_1871bd1-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" class="alignright size-medium wp-image-3719" /></a>Das Konvolut setzt sich aus den Satirezeitschriften L&#8217;Eclipse, Le Grelot, La Scie, Le fils du Père Duchêne, Le Sifflet sowie einer sehr seltenen Karikaturen- und Flugblattsammlung, der neunbändigen &#8220;Collection de caricatures et de charges pour servir à l&#8217;histoire de la guerre et de la révolution de 1870-1871&#8243;, zusammen.</p>
<p>Im Rahmen des Projektes werden zusätzlich zur Digitalisierung der verschiedenen Zeitschriften und Sammlungen <strong>sämtliche Karikaturen und Illustrationen in der von der Universitätsbibliothek Heidelberg betriebenen Bilddatenbank HeidICON</strong> erfasst und erschlossen. Die Abbildungen können einzeln nach Künstlern, Themen und Bildgegenständen gezielt recherchiert werden<br />
Der Nutzer kann sich somit schnell einen Überblick verschaffen über Karikaturen von Persönlichkeiten der Pariser Kommune, Politikern wie Alfred Thiers und Künstlern wie Victor Hugo, um nur einige Beispiele zu nennen.<br />
Den direkten Zugang zu derzeit über 2.200 Bildern finden Sie <a href="http://heidicon.ub.uni-heidelberg.de/pool/ubfrcari"><strong>hier</strong></a>.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fkarikaturen-aus-dem-deutsch-franzosischen-krieg-187071-und-der-pariser-kommune%2F&amp;title=Karikaturen%20aus%20dem%20deutsch-franz%C3%B6sischen%20Krieg%20%281870%2F71%29%20und%20der%20Pariser%20Kommune" id="wpa2a_40"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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