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	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Lexikon</title>
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	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
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		<title>Pinsel, Geschichte (1)</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/pinsel-geschichte-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 07:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albrecht Pohlmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>

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		<description><![CDATA[Pinsel, Geschichte (1) Pinselartige Werkzeuge eignen sich ausgezeichnet, um Farbflüssigkeiten oder -pasten sowohl linaer, wie flächig aufzutragen. Feldforschungen zum traditionellen Kunsthandwerk von Naturvölkern, aber auch Werkspuren an entsprechenden Artefakten belegen die Verwendung pinselähnlicher Werkzeuge. Diese können zum Beispiel im Stück eines Zweigs oder Stengels bestehen, vom welchem ein Ende breitgeklopft wurde, so daß die Pflanzenfasern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pinsel, Geschichte (1)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Pinselartige Werkzeuge eignen sich ausgezeichnet, um Farbflüssigkeiten oder -pasten sowohl linaer, wie flächig aufzutragen. Feldforschungen zum traditionellen Kunsthandwerk von Naturvölkern, aber auch Werkspuren an entsprechenden Artefakten belegen die Verwendung pinselähnlicher Werkzeuge. Diese können zum Beispiel im Stück eines Zweigs oder Stengels bestehen, vom welchem ein Ende breitgeklopft wurde, so daß die Pflanzenfasern wie Pinselhaare abstehen. Daß derartige &#8211; und ähnlich geeignete &#8211; einfache Werkzeuge auch in der Vorgeschichte verwendet wurden, ist wahrscheinlich.</p>
<p>Es ist allerdings Wunschdenken, wenn Kühn &#8211; aufgrund seiner Untersuchung der Höhle von Altamira zusammen mit Obermaier &#8211; lediglich aus dem Fund von Röhrenknochen auf „Pinsel&#8221; schließt, bei welchen die Haarbüschel im Röhrenknochen „gefaßt&#8221; gewesen sein sollen (Kühn, Herbert, Eiszeitmalerei, München 1956, S. 9f.). Solche Angaben sind immer wieder ungeprüft übernommen worden und finden sich leider auch bei Welter 1992 (s. Pinsel, allgemein [1]).</p>
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		<title>Pinsel, allgemein (1)</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/pinsel-allgemein-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 07:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albrecht Pohlmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>

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		<description><![CDATA[Pinsel [...] 2) Am üblichsten bedeutet es einen Büschel zusammen gebundener Haare an einem Stiele, einen flüssigen Körper damit aufzutragen. Kruenitz, Johann Georg, Oeconomisch-technologische Encyklopädie &#8230; Bd. &#8230; Berlin 1810, S. 94 Im kunsttechnischen Verständnis ein Mal- und Zeichenwerkzeug, welches aus einem Stiel und einem Pinselkopf besteht und zum Auftragen von Zeichen- oder Malflüssigkeiten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pinsel [...] 2) </strong>Am üblichsten bedeutet es einen Büschel zusammen gebundener Haare an einem Stiele, einen flüssigen Körper damit aufzutragen.</p>
<p><strong>Kruenitz, Johann Georg, Oeconomisch-technologische Encyklopädie &#8230; </strong>Bd. &#8230; Berlin 1810, S. 94</p>
<p>Im kunsttechnischen Verständnis ein Mal- und Zeichenwerkzeug, welches aus einem Stiel und einem Pinselkopf besteht und zum Auftragen von Zeichen- oder Malflüssigkeiten und -pasten dient. Der Pinselkopf besteht in der Regel aus dem Besatz (Besteckmaterial) und der Fassung, welche den Besatz am Stiel befestigt. Der Besatz kann dabei aus natürlichen oder künstlichen Haaren oder Borsten, sowie aus Pflanzenfasern bestehen, auch andere Materialien, welche leicht Flüssigkeiten und Pasten aufnehmen und abgeben können, sind denkbar (wie Flaumfedern, Plüsch oder schwammartige Stoffe).</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Literatur:</span> Von kunsttechnischer Seite gibt es bisher relativ wenige Untersuchungen zum Thema. Wegen ihrer Gründlichkeit und Systematik ist nach wie vor die Arbeit von Lulu Welter zu empfehlen, welche sich hauptsächlich der Herstellung von Künstlerpinseln widmet. Die von anderen Autoren übernommenen Angaben zu Pinseln in Prähistorie und Antike bedürfen allerdings der Überprüfung. Eine umfassende, epochenübergreifende Studie zum Gebrauch von Pinseln und anderen Malwerkzeugen steht noch aus.</p>
<p><strong><em>Welter</em></strong><em>, Lulu, Die Geschichte und die Herstellung des abendländischen Künstlerpinsels, Stuttgart 1992 (Schriftenreihe des Instituts für Museumskunde an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart; <img src='http://blog.arthistoricum.net/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fpinsel-allgemein-1%2F&amp;title=Pinsel%2C%20allgemein%20%281%29" id="wpa2a_8"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Werkzeuge in der traditionellen Kunst &#8211; Arten (1)</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/werkzeuge-in-der-traditionellen-kunst-arten-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 07:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albrecht Pohlmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>

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		<description><![CDATA[Grundsätzlich lassen sich in der traditionellen Kunst drei Arten von Werkzeugen unterscheiden, die alle als Erweiterung der menschlichen Hand in ihren Fähigkeiten verstanden werden können: 1. abtragende Werkzeuge: also solche, mit denen Material entfernt wird, wie z. B. der Meißel des Bildhauers oder der Grabstichel des Kupferstechers. 2. verformende Werkzeuge: also solche, die das Material [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grundsätzlich lassen sich in der traditionellen Kunst drei Arten von Werkzeugen unterscheiden, die alle als Erweiterung der menschlichen Hand in ihren Fähigkeiten verstanden werden können:</p>
<p>1. abtragende Werkzeuge: also solche, mit denen Material entfernt wird, wie z. B. der Meißel des Bildhauers oder der Grabstichel des Kupferstechers.</p>
<p>2. verformende Werkzeuge: also solche, die das Material verformen, wie z. B. Modellierholz oder Radiernadel (bei der Kaltnadelradierung).</p>
<p>3. auftragende Werkzeuge: also solche, die auf ein Trägermaterial zusätzliche Substanz auftragen, wie z. B. Pinsel, Zeichenfedern oder Stifte.</p>
<p>Diese säuberliche Trennung läßt sich in der Praxis der zahlreichen Verfahren nicht aufrechterhalten, die Funktionen der Werkzeuge mischen sich oder verlieren in mehrstufigen Verfahren ihren direkten Charakter: so kann das Modellierholz auch zum An- oder Abtragen der Modelliermasse verwendet werden, bei den Ätzverfahren wird mit der Radiernadel das Material &#8211; hier: der Asphaltlack &#8211; herausgekratzt und nicht nur, wie bei der direkten Arbeit im Metall, verdrängt.</p>
<p>Bei den Ätzverfahren ließe sich denn auch fragen, ob die Säure nicht auch in gewisser Weise Werkzeugfunktion innehätte: je nach Konzentration und Einwirkzeit läßt sich mit ihr die Tiefe der Ätzung beeinflussen.</p>
<p>Auch Pinsel können abtragende oder verdrängende Funktion haben, wenn mit Zwinge oder Stiel Farbsubstanz wieder herausgekratzt oder wenn beim Aquarell Partien ausgewaschen werden.</p>
<p>Die Kategorisierung läßt auch eine Reihe weiterer Instrumente außer acht, die zwar keine bild-, wohl aber strukturgebende Funktion haben, so wie das Rädchen für die Aufrauhung des Grundes bei der Schabkunst oder das Scharriereisen bei der Steinbildhauerei.</p>
<p>Betrachten wir nach diesen Unterscheidungen die Hand, so stellen wir fest, daß sie in mehr oder weniger vollkommener Weise die drei Grundfunktionen selbst erfüllt: Fingerkuppen und -nägel vermögen Material bis zu einem gewissen, sehr niedrigen Härtegrad abzutragen, sie vermögen es ebenso zu verdrängen und zu verformen &#8211; viele Plastiker verwenden bloße Hand und Werkzeug im Wechsel. Ebenso lassen sich Farben oder Modelliermasse mit dem Finger auftragen oder verwischen &#8211; es gibt zahlreiche Beispiele in der Malereigeschichte für letztere Funktion.</p>
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