<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Kunsthandwerk</title>
	<atom:link href="http://blog.arthistoricum.net/category/kunsthandwerk/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.arthistoricum.net</link>
	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Jul 2010 15:53:34 +0000</lastBuildDate>
	
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Berlusconi verschenkte Canova</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/berlusconi-verschenkte-canova/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/berlusconi-verschenkte-canova/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 09:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian M. Geyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchmalerei / Buchillustration]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[arthistoricum.net - neu]]></category>
		<category><![CDATA[Canova]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeption]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=1929</guid>
		<description><![CDATA[Der italienische Ministerpräsident Berlusconi schenkte Anfang Juli beim G8-Gipfel in Aquila jedem der anwesenden Regierungschefs ein handgefertigtes, 24 Kilo schweres Buch über den Bildhauer Antonio Canova, mit dem Titel "L’invenzione della belleza".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der italienische Ministerpräsident Berlusconi schenkte Anfang Juli beim G8-Gipfel in Aquila jedem der anwesenden Regierungschefs ein handgefertigtes, 24 Kilo schweres Buch über den Bildhauer Antonio Canova, mit dem Titel &#8220;L’invenzione della bellezza&#8221;.<span id="more-1929"></span></p>
<div id="attachment_1933" class="wp-caption alignleft" style="width: 194px"><img class="size-thumbnail wp-image-1933" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2009/09/262-31-150x150.jpg" alt="Berlusconi, das Canova-Buch und Obama" width="184" height="184" /><p class="wp-caption-text">Berlusconi, das Canova-Buch und Obama</p></div>
<p>Angesichts einer zunehmend schlechteren wirtschaftlichen Position Italiens sollte berühmte italienische Kunst als Werbung für &#8220;made in Italy&#8221; und Italiens Schönheit dienen. Das Buch wurde vom Verlag FMR produziert, den die neue Eigentümerin 2004 von dem exzentrischen Verleger Francesco Maria Ricci übernommen hatte. <a title="Canova Buch" href="http://www.marilenaferrari-fmr.it/it/home/" target="_blank">http://www.marilenaferrari-fmr.it/it/home/</a></p>
<p>Der Canova-Experte Gianni Venturi kritisierte am 17.7.2009 in einem Leserbrief an <em>La Repubblica</em> das protzig Neureiche dieses Geschenkes und verglich die kitschige Marmorreproduktion der tanzenden Grazien auf der Titelseite mit den Schlagersternchen, welche die Abende und die Fernsehprogramme des Medien-Tycoons Berlusconis verschönern. <a title="Leserbrief Venturi" href="http://" target="_blank"><span><span> </span></span></a></p>
<p><a title="Leserbrief Venturi" href="http://www.patrimoniosos.it/rsol.php?op=getarticle&amp;id=59057">http://www.patrimoniosos.it/rsol.php?op=getarticle&amp;id=59057</a></p>
<p><span class="alignleft"><span> </span></span></p>
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: left">Als typisch für die Ignoranz der Regierung gegenüber der Kultur beklagte Venturi, daß die Gesamtausgabe der Canova-Schriften, die ein wirkliches Kulturgut sei, seit zwei Jahren nicht mehr von den zuständigen Ministerien gefördert würde.</p>
<p>Es wäre zu billig, sich nur über diese Eskapade des nach eigener Aussage „besten Regierungschefes Italiens“ zu amüsieren. Man kann sich leicht vorstellen, was die hier sichtbare Spitze des Eisbergs für Rückschlüsse auf die Rahmenbedingung für Kunstgeschichte, Museen und Ausstellungen in Italien zulässt. Und man erinnert sich beunruhigt daran, daß auch anderenorts in Europa bei höchsten Regierungsstellen mehr Begeisterung für lukrativen Glanz und Glamour als Erkenntnis fördernde Projekten besteht.</p>
<p>Nicht zuletzt betrübt, daß Canova, ein in Deutschland weithin unterschätzter Bildhauer, hier in schlechte Gesellschaft gerät, was eine werkgerechte Rezeption nicht erleichtern dürfte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/berlusconi-verschenkte-canova/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
