<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Denkmalpflege</title>
	<atom:link href="http://blog.arthistoricum.net/category/denkmalpflege/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.arthistoricum.net</link>
	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 09:14:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Gottfried Kiesow</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/gottfried-kiesow/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/gottfried-kiesow/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 20:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstgeschichte des Mittelalters]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=4487</guid>
		<description><![CDATA[Anlässlich des Frankfurter Kunsthistorikertages &#8211; das muss Anfang der 1990er Jahre gewesen sein &#8211; wurden wie immer eine Reihe von Exkursionen in die Umgebung angeboten. Ich entschied mich für eine zu den mittelalterlichen Kirchen in Fulda. Geleitet wurde diese Exkursion von Gottfried Kiesow, der mir im Bus schon dadurch auffiel, dass er ohne jede Kontaktscheu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Frankfurter Kunsthistorikertages &#8211; das muss Anfang der 1990er Jahre gewesen sein &#8211; wurden wie immer eine Reihe von Exkursionen in die Umgebung angeboten. Ich entschied mich für eine zu den mittelalterlichen Kirchen in Fulda. Geleitet wurde diese Exkursion von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Kiesow">Gottfried Kiesow</a>, der mir im Bus schon dadurch auffiel, dass er ohne jede Kontaktscheu auf die verschiedenen Mitreisenden zuging. Die Führungen selber waren dann eine Offenbarung: Niemals hatte ich jemanden kennen gelernt, der so packende Kirchenführungen hinlegen konnte wie dieser Charismatiker.</p>
<p>Mir war damals gar nicht klar, um wen es sich hier handelte. Kiesow hatte schon Mitte der 80er Jahre die <a href="http://www.denkmalschutz.de/">Deutsche Stiftung Denkmalschutz</a> gegründet. Diese Stiftung hat bis heute wahrscheinlich mehr für die Denkmalpflege in Deutschland getan als jede andere Organisation. Mehr als 3000 Denkmäler sind aus Mitteln der Stiftung restauriert worden. Insgesamt haben mehr als 170.000 private und unternehmerische Stifter  die Stiftung mit über 120 Millionen Euro gefördert. Ca.  400 Millionen Euro konnten über sie zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Kiesow ist gestern im Alter von 80 Jahren in Wiesbaden gestorben.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fgottfried-kiesow%2F&amp;title=Gottfried%20Kiesow" id="wpa2a_4"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/gottfried-kiesow/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Würzburg: ein kunsthistorischer Appell</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/wuerzburger-appell/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/wuerzburger-appell/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 14:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhofsplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Birkenau]]></category>
		<category><![CDATA[Felix-Freudenberger-Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Genius Loci]]></category>
		<category><![CDATA[Hochhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Marktplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Mozartschule]]></category>
		<category><![CDATA[Nachkriegsarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[organische Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Platz mit gesteigerter Aufenthaltsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Resolution]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtbaukunst]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tricyan Tower]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[VR-Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkulturerbe]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftswunderzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Würzburg]]></category>
		<category><![CDATA[XXXI. Kunsthistorikertag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=3773</guid>
		<description><![CDATA[Anders als die anhaltende Verehrung des Wunderkindes Mozart, hat die Wertschätzung der „Architektur der Wunderkinder“ vielerorts Rost angesetzt. Ein Paradebeispiel für die präkere Situation, in der sich Gebäude der Nachkriegszeit häufig immer noch befinden, ist die 1955-57 vom Stadtbaurat Rudolf Schlick errichtete Mozartschule unweit der Würzburger Residenz (1 u. 2). Der Bau gruppiert sich locker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Anders als die anhaltende Verehrung des Wunderkindes Mozart, hat die Wertschätzung der „<a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Ausstellung_in_Muenchen_ueber_Wiederaufbau_in_Bayern_19183.html">Architektur der Wunderkinder</a>“ vielerorts Rost angesetzt. Ein Paradebeispiel für die präkere Situation, in der sich Gebäude der Nachkriegszeit häufig immer noch befinden, ist die 1955-57 vom Stadtbaurat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Schlick">Rudolf Schlick</a> errichtete Mozartschule unweit der Würzburger Residenz (1 u. 2). Der Bau gruppiert sich locker um drei Hauptriegel im Kern und ein gegenüber dem Niveau der von Balthasar Neumann angelegten Hofstraße erhöhtes Atrium mit Foyer zu einem fein abgestuften, plastischen Bauarrangement. Durch die Zurücknahme der Bautrakte von der Straßenflucht respektiert er seinen urbanen Kontext. Er drängt sich nicht auf, sondern schafft durch diagonal zur Baukante an der Maxstraße stehende Volumina eigenständige Räume (3). Aus diesem Gruppenbau spricht die <strong>Bescheidenheit und Maßstäblichkeit der Nachkriegsarchitektur</strong>, die noch nicht vom lauten Ton der späteren Wirtschaftswunderzeit oder vom Primat maximaler Flächenverwertung unserer Tage, bestimmt war (vgl. <a href="http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Aktionen/Mozartschule">AK Denkmalschutz, &#8220;Rettet das Moz!&#8221;</a>).</p>
<div class="mceTemp"><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Hofstra%C3%9Fe-Mozartschule-Treppe.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Hofstra%C3%9Fe-Mozartschule-Treppe.jpg" alt="Würzburg, Hofstraße, Mozartschule, Treppe (Photo Martin Höppl)" width="239" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Hofstraße-Mozartschule-Eingang.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3774" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Hofstraße-Mozartschule-Eingang.jpg" alt="Würzburg, Hofstraße, Mozartschule, Eingang (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></div>
<div class="mceTemp">(1) Mozartschule, Hofstraße, Treppe (Photo von Martin Höppl)</div>
<div class="mceTemp">(2) Eingangssituation (Photo von Martin Höppl)</div>
<div class="mceTemp">.</div>
<div class="mceTemp">Seit Jahren wird der Schulbau nicht mehr als solcher genutzt, sondern dient für kulturelle Umnutzungen, wie z. B. für ein <a href="http://www.central-programmkino.de/index.php?id=15">Kino</a>. Der Putz bröckelt, der Sanierungsrückstand ist unübersehbar. Die architektonischen Qualitäten des seit 1995 denkmalgeschützten Ensembles sperren sich gegen die Vorgaben wirtschaftlicher Verwertungsstrategien im Zusammenhang mit dem weiteren <a href="http://www.wuerzburg.de/de/lebenssituationen/neuinwuerzburg/einkaufeninwuerzburg/index.html">Ausbau der City zum Einzelhandelsstandort</a>. Es verwundert kaum, dass der Abriss des ehemaligen Schulbaus geplant ist. Wie allenthalben, nicht nur in Würzburg, soll auch hier <strong>ein weiteres gesichtsloses Einkaufszentrum</strong> entstehen, das durch seine Massivität sogar den <a href="http://www.germanplaces.com/de/deutschland/residenz-wuerzburg-welterbe.html">Weltkulturerbe-Status</a> der nahegelegenen Residenz gefährdet. Freilich scheint dieses Argument, wie auch im Falle der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waldschl%C3%B6%C3%9Fchenbr%C3%BCcke">Dresdner Waldschlößchenbrücke</a>, oder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelrheinbr%C3%BCcke">Mittelrheinbrücke</a> zwischen St. Goar und St. Goarshausen u. a. Planungen, eher zweitrangig.</div>
<div class="mceTemp">.</div>
<div><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Maxstraße-Mozartschule.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Maxstraße-Mozartschule.jpg" alt="Würzburg, Maxstraße, Mozartschule (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></div>
<div>(3) Mozartschule, Maxstraße (Photo von Martin Höppl)</div>
<p>Die Kassen der meisten Kommunen sind leer. Daher spielen Fragen ästhetischer Angemessenheit meist eine nachgeordnete Rolle bei der Stadtgestaltung. Erst 2006/07 sorgte der <a href="http://www.ais-online.de/6/pdcnewsitem/00/70/45/index_6.html">Neubau der VR-Bank</a> von „<a href="http://www.opus-architekten.de/inhalt/opus/impressum.html#">OPUS Architekten BDA Anke Mensing u. Andreas Sedler</a>“ am Marktplatz gegenüber der spätgotischen Marienkapelle für heftige Diskussionen (4). Der mächtige Baukubus passt nicht so ganz zu den Proportionen der geschlossenen Bebauung des Marktes. Die Gestaltung und Möblierung der Platzfläche sowie auffällige, modernistische Markthallen (6) unterstützen den <strong>sterilen Eindruck</strong> des Parkgaragenplatzes zudem.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Marktplatz-VR-Bank-Gebäude1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3782" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Marktplatz-VR-Bank-Gebäude1.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a> <a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg" alt="Würzburg, Marktplatz, Markthallen (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></p>
<div>(4) Marktplatz, VR-Bank-Gebäude (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>(5) Marktplatz, Markthallen (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>.</div>
<div>Auch neu geschaffene Stellen, wie der <a href="http://www.unser-wuerzburg.de/index.php?site=news&amp;news_ID=1320&amp;titelindex=Neuer-Platz-am-Mainkai-wird-Felix-Freudenberger-Platz-getauft">Felix-Freudenberger-Platz</a>, spiegeln die schwierigen Rahmenbedingungen kommunaler  Gestaltungskonzepte (6 u.7). Wie vielerorts versucht man auch hier ein  monotones Reststück zwischen den Autofahrbahnen als <strong>sogenannten „Platz mit gesteigerter Aufenthaltsqualität“</strong> zu verkaufen. Leider handelt es sich dabei wie allzu oft lediglich um  eine Worthülse, deren Sinn im Zusammenhang von Inwertsetzungsstrategien  der marktwirtschaftlichen „Image City“ längst eskamotiert ist. Während  die autoverkehrsfreie nördliche Mainpromenade als Publikumsmagnet  fungiert, wirken die Parkbänke auf dem neu gestalteten Seitenstreifen  südlich der alten Mainbrücke geradezu verloren. Die Ausgestaltung von Verkehrsplätzen stellt in unseren Tagen ein zunehmendes Problem dar. Auch beim Effnerplatz in München laufen gerade ähnliche Diskussionen (vgl. zu diesem Thema <a href="http://blog.arthistoricum.net/mae-west-hohenrekord-oder-millionengrab/">hier</a>).</div>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz-Bautafel.jpg"> <img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz-Bautafel.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz, Bautafel (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></p>
<div>(6) Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>(7) Bautaufel am Felix-Freudenberger-Platz (Photo von Martin Höppl)</div>
<p>Zu allem Überdruss hat sich der Stadtrat nun auch noch für den Ausbau eines zentral an der Augustinerstraße gelegenen <a href="http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Main/HochhausAugustinerstra%DFe">Hochhauses</a> entschieden. Dieses <strong>„Maßlose Investorenprojekt“</strong>, wie es in einem Faltblatt der „<a href="http://www.historisches-franken.eu/Stiftungen_in_Franken/68heiner_reitberger_stiftung.htm">Heiner Reitberger Stiftung zur Erhaltung und Pflege historischer Denkmäler und bedeutsamen Kulturgutes in Würzburg und Umgebung</a>“ heißt, steht paradigmatisch für die Abkehr von der Wertschätzung einer historischen Stadtsilhouette. Das zu hohe und voluminöse Turmhaus wird in der Broschüre durchaus berechtigt als „dominanter Fremdkörper in der historischen Turm- und Dachlandschaft“ bezeichnet. Der Neubau wird sich vom Main aus betrachtet hinter der verhältnismäßig feinfühlig gruppierten Rückfassade des Einkaufszentrums Wöhrl – ein Positivbeispiel – markant gegen die historischen Kirchtürme abheben (8). Das modernistische Projekt geht zu Unkosten eines seit 1974 auf der Denkmalliste stehenden Baus der späten 1920er Jahre von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kleinsteuber">Franz Kleinsteuber</a> (vgl. das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4dtisches_Hochhaus_%28M%C3%BCnchen%29">städt. Hochhaus in München</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Leitenstorfer">Hermann Leitenstorfer</a>). Eine mögliche Sanierung wurde nicht ins Auge gefasst.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Ämterhochhaus-u.-Wöhrl.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3784" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Ämterhochhaus-u.-Wöhrl.jpg" alt="Würzburg, Ämterhochhaus u. Wöhrl (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></p>
<p>(8) Ämterhochhaus von der Alten Mainbrücke aus, im Vordergrund Wöhrl-Gebäude (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Am 25. März berichtete Kristina Maidt-Zinke im SZ-Feuilleton über die Gefährdung des siebengeschossigen „ersten ‚Wolkenkratzers’ Nordbayerns“, der ebenso wie das Leitenstorferhochhaus als Ämterbau errichtet wurde. Über Jahrzehnte hinweg wurde das Gebäude immer wieder umgebaut, um nicht zu sagen manipuliert und sabotiert. So gab es Änderungen am Walmdach, einen dunklen Anstrich und eine Mobilfunkanlage. Als sich 2004 ein Stein vom Kranzgesims löste, wurde das Haus eingerüstet. Die Würzburger taten sich schon immer schwer mit dem Bau, den sie als „Verschandelung“, als „Monstrum“ und als „hässlichen Klotz“ ansahen. Seine Wirkung wurde sogar als „Faustschlag eines Rohlings gegen ein edles Antlitz“ bezeichnet, wie Maidt-Zinke die Diskussion zusammenfasst in ihrem Artikel „Für ein Linsengericht. Verschachert Würzburg sein historisches Kapital zugunsten eines provinziellen Neubaus?“ Schon allein der Titel des geplanten Neubaus <strong>„<a href="http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Hochhaus-Gegner-kaempfen-weiter;art735,5957223">Tricyan Tower</a>“</strong> verspricht alles andere als Kontextbezogenheit. In der SZ heißt es weiter „von jenem angeberischen Plattenbaucharakter, mit dem die Provinz gern versucht, die „Tower“-Architektur der Metropolen nachzuahmen.“ (vgl. für solche Großprojekte <a href="http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/">hier</a>).</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"> </a><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Spiegelstra%C3%9Fe-Neubau-Brunowerk.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Spiegelstra%C3%9Fe-Neubau-Brunowerk.jpg" alt="Würzburg, Spiegelstraße, Neubau Brunowerk (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"></a></p>
<p>(9) Spiegelstraße, Neubau des Brunowerks (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Es zeigt sich, dass auf Betreiben von Kommunen und privaten Investoren aufgrund des hohen finanziellen Verwertungsdrucks in den Innenstädten immer häufiger der <strong>Denkmalschutz ausgehebelt</strong> wird. Man denke etwa an die gefährdeten Kutscherhäuschen  (10) in München-Untergiesing (vgl. die Initative „<a href="http://www.wochenanzeiger.de/article/103751.html">Rettet die Birkenau</a>“) und zahlreiche andere Beispiele. Insbesondere der Ensembleschutz wird dabei in Frage gestellt. Selbst das kirchliche <a href="http://www.bruno-werk.de/">Brunowerk</a> verwirklicht in Würzburg mittlerweile Bauprojekte, die die Berücksichtigung des urbanen Kontextes gegenüber kommerziellen Gesichtspunkten hintenan stellen (9).</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/04/M%C3%BCnchen-Birkenau-Kutscherh%C3%A4uschen.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/M%C3%BCnchen-Birkenau-Kutscherh%C3%A4uschen-300x225.jpg" alt="München, Birkenau, Kutscherhäuschen (Photo von Martin Höppl)" width="434" height="327" /></a></p>
<p>(10) München, Untergiesing, Birkenau, Kutscherhäuschen (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass bei einer so weitgehend zerstörten Altstadt wie Würzburg die Stadtplanung seit dem Wiederaufbau zwischen Neuanfang und Rekonstruktion vor außergewöhnliche Aufgaben gestellt war. In der <strong>Sektion „<a href="http://www.kunsthistoriker.org/stadtbaukunst.html">Stadtbaukunst. Zerstörung und Wiederaufbau</a>“</strong> auf dem Kunsthistorikertag zum Thema &#8220;<a href="http://www.kunsthistoriker.org/kunsthistorikertag.html">Genius Loci</a>&#8221; Ende März wurde ausführlich über die schwierigen Bedingungen und begrenzten Möglichkeiten damaliger Planungen gesprochen. Insbesondere die Schöpfungen der Wirtschaftswunderzeit wurden überaus kontrovers diskutiert. Während manche von <strong>„Barbarei“</strong> sprachen, riefen andere zur <strong>Revision von Bewertungsmaßstäben</strong> auf. Ein Ergebnis der Sektion sowie der Mitgliederversammlung des „Verbands Deutscher Kunsthistoriker e.V.“ ist die „<a href="http://www.kunsthistoriker.org/1683.html">Resolution zum Erhalt der Würzburger Mozartschule</a>“, in der die städtischen Verantwortlichen eindringlich zum Erhalt der „organischen Architektur“, die keinesfalls einer „nicht angemessenen Großstadtstruktur geopfert werden“ dürfe, aufgefordert werden. Vgl. für meinen ausführlichen Bericht vom Kunsthistorikertag <a href="http://fachschaft-kunstgeschichte.blogspot.com/2011/04/impressionen-vom-xxxi-dt.html">hier</a>.</p>
<p>Der SZ-Artikel von Maidt-Zinke schließt mit dem <strong>Appell an uns Kunsthistoriker</strong>: „Letzte Hoffnung der lokalen Denkmalschützer ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normenkontrolle">Normenkontrollklage</a> eines benachbarten Eigentümers, über die Ende Mai entschieden wird. Die Stadt könnte jetzt ein paar „Wutbürger“ gebrauchen. Zumindest aber einen Aufschrei der Fachwelt, von der sich ein Teil in diesen Tagen zum Kunsthistorikertag in Würzburg versammelt.“ Vielleicht kann auch dieser Post einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der Appell der Resolution nicht ungehört verhallt.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Bahnhofsplatz-Pavillons.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3786" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Bahnhofsplatz-Pavillons.jpg" alt="Würzburg, Bahnhofsplatz, Pavillons (Poto von Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></p>
<p>(11) Bahnhofsplatz mit Pavillons vom Kiliansbrunnen aus (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Einzelbauten berühmter Nachkriegsarchiteken, wie etwa Sep Ruf, sind mittlerweile gut geschützt und saniert. Weniger prominente Beispiele hingegen fristen oft ein <strong>Schattendasein</strong>. In Würzburg scheint man sich offensichtlich gerade der Lösungen der ersten Nachkriegsjahrzehnte gerne entledigen zu wollen. So ist von Seiten der Stadt ein Abriss der rahmenden Pavillons am <a href="http://www.radiogong.com/index.php?id=126&amp;singelid=14919">Bahnhofsplatz/Kiliansplatz</a>, die zeitgleich mit der Mozartschule errichtet wurden, angedacht. Die Kioske aus Stahl, Glas und Holz stammen bezeichnender Weise ebenfalls vom überregional wenig bekannten Baurat Schlick (11).</p>
<p>Es gilt wachsam zu bleiben, damit nicht, wie häufig geschehen, ein bewusst erzeugter <strong>Sanierungsstau</strong> und damit einhergehende Verwahrlosung von Gebäuden, deren radikale Sanierung oder ihren Abriss legitimieren können.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fwuerzburger-appell%2F&amp;title=W%C3%BCrzburg%3A%20ein%20kunsthistorischer%20Appell" id="wpa2a_8"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/wuerzburger-appell/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abriss des Eiffelturms</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/abriss-des-eiffelturms/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/abriss-des-eiffelturms/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 10:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Eiffelturm]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenkonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungsorte]]></category>
		<category><![CDATA[Französische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gustave Eiffel]]></category>
		<category><![CDATA[Ingenieurbau]]></category>
		<category><![CDATA[Ingenieurbaukunst]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Bernau]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Rekonstruktion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=3739</guid>
		<description><![CDATA[Seit über 120 Jahren bereichert der Eiffelturm das Stadtbild von Paris bzw. verunstaltet er die Silhouette der Stadt, wie zahlreiche Künstler und Gelehrte schon bei seiner Errichtung 1889 meinten. Nun muss die unverkleidete, marode Eisenkonstruktion abgetragen werden. Rost und Korrosion sowie witterungs- und nutzungsbedingte Materialermüdung haben nicht nur den sichtbaren 300 Metern stark zugesetzt, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 120 Jahren bereichert der Eiffelturm das Stadtbild von Paris bzw. verunstaltet er die Silhouette der Stadt, wie zahlreiche Künstler und Gelehrte schon bei seiner Errichtung 1889 meinten. Nun muss die unverkleidete, marode Eisenkonstruktion abgetragen werden. <strong>Rost und Korrosion</strong> sowie witterungs- und nutzungsbedingte Materialermüdung haben nicht nur den sichtbaren 300 Metern stark zugesetzt, auch die Verfassung der vier Fundamentblöcke bedrohen die Standfestigkeit des Wahrzeichens und Revolutionsdenkmals (vgl. dazu u. a. Kohle <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/frontdoor.php?source_opus=119&amp;la=de">2000</a>, <a href="http://www.kabonline.de/system.php?katalog=12&amp;nr=10&amp;epoche=Werkbesprechungen">2001</a> u. <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2006/120/">2002</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freilich kommt die Diagnose – bestätigt durch moderne Computertomographie – nicht überraschend: Gustave Eiffel hatte den Stahlfachwerkbau <strong>nicht für die Ewigkeit</strong> errichtet, sondern zum Jubiläum der Revolution und als Attraktion der Weltausstellung. Daher sollte er schon 1909 wieder abgerissen werden. Aufgrund seiner Funktion als Rundfunkstation war er aber schon damals unentbehrlich geworden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis zum Herbst soll der Ingenieurbau nun komplett demontiert und innerhalb von drei Jahren, bis zu seinem 125jährigen Jubiläum am 1. April 2014 wieder aufgebaut werden. Neben der momentan ins Auge gefassten <strong>Komplettdemontage </strong>gibt es auch Überlegungen zur schrittweisen konservatorischen Rundumerneuerung, was jedoch wesentlich teuerer kommen dürfte. In einem Deutschlandradio Kultur-Interview zog der Arichitekturkritiker Nikolaus Bernau den Vergleich mit Eisenbahnbrücken, die wie zahlreiche andere Zeugnisse der Industriearchitektur heute nur noch auf alten Photographien zu bewundern sind (vgl. z. B. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fhesseloher_Br%C3%BCcke">Großhesseloher Brücke</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei einem Gebäude von darart eminenter Bedeutung für das kollektive Bewusstsein einer Stadt und einer ganzen Nation, wird man sich wohl auf hitzige Diskussionen gefasst machen können. Schließlich ist der Eiffelturm aufgrund seiner ikonischen Qualitäten in unseren Köpfen als Symbolbild eingebrannt. Auch im Falle des französischen Nationalsymbols wird darüber hinaus die Frage der <strong>Teil-, oder Total<a href="http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/">rekonstruktion</a></strong> noch kontrovers verhandelt werden. Man kann also gespannt sein, ob man den Turm beim nächsten Parisaufenthalt noch einmal wird bewundern können oder nicht. Laut Statikern könnte man dem rostigen Riesen noch ein paar Jahre Galgenfrist einräumen.</p>
<p>P.S. Als ich heute Vormittag die Meldung im Radio gehört habe, hatte ich für einen Moment das Gefühl, dass es sich um einen Aprilscherz handeln könnte.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fabriss-des-eiffelturms%2F&amp;title=Abriss%20des%20Eiffelturms" id="wpa2a_12"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/abriss-des-eiffelturms/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kurze Nacht ohne Architektur &#8211; Eine Kritik</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 13:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[BAU 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bayerpost]]></category>
		<category><![CDATA[Café Luitpold]]></category>
		<category><![CDATA[Flaniermeile]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Haus der Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel Bayerischer Hof]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel Sofitel Munich]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Nacht der Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Messe Riem]]></category>
		<category><![CDATA[P1 Club]]></category>
		<category><![CDATA[Südhausbau Stadthaus]]></category>
		<category><![CDATA[The Seven]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=3429</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Beitrag könnte auch den Untertitel „Dysfunktionalität eines Reichenghettos, oder: Wie Neubaugentrification das kulturelle Leben sabotiert“ tragen. Bei meiner Ankündigung der „Langen Nacht der Architektur“ in München habe ich mich bewusst sehr mit Kommentaren zurückgehalten. Daher ist es nun doch notwendig noch einmal auf dieses nächtliche Architekturschauspiel zu sprechen zu kommen, das unter dem Motto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag könnte auch den Untertitel „<strong>Dysfunktionalität eines Reichenghettos</strong>, oder: <strong>Wie Neubau<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung">gentrification</a> das kulturelle Leben sabotiert</strong>“ tragen.</p>
<p>Bei meiner <a href="http://blog.arthistoricum.net/lange-nacht-der-architektur-am-fr-den-21-1-11/">Ankündigung</a> der „<a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/index.php">Langen Nacht der Architektur</a>“ in München habe ich mich bewusst sehr mit Kommentaren zurückgehalten. Daher ist es nun doch notwendig noch einmal auf dieses nächtliche Architekturschauspiel zu sprechen zu kommen, das unter dem Motto der BAU 2011, oder „<strong>Weltleitmesse BAU</strong>“, wie sie die Organisatoren nennen „Die Zukunft des Bauens“, beworben wurde. Gemäß dem <a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/30_grusswort.php">Grußwort von OB Christian Ude</a> stürzten sich am letzten Freitag Tausende in das Gedränge, um „eine Nacht lang den Gedanken freien Lauf lassen, abschalten, zuschauen, zuhören“ zu können. Zuversichtlich meinte Ude: „Ich bin mir sicher, dass sich viele für diesen nächtlichen Streifzug durch die Münchner Architekturwelt begeistern werden.“ Und der Geschäftsführer der Messe München GmbH, Dr. Reinhard Pfeiffer versprach <strong>„ein weiteres begeisterndes Erlebnis“</strong> für die Bürger. Pfeiffer weiter: „Auf dieser Tour durch Münchens Herzkammer gehen Ihnen die Augen auf.“</p>
<p>Mich und meine vier Mitstreiter hat die Innenstadttour – aus unerfindlichen Gründen als „<a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/1x_touren.php?t=3">Flaniermeile</a>“ tituliert – weder begeistert, noch war es ein Erlebnis bei dem mir die Augen auf gegangen wären. Statt Abschalten und Gedanken-Schweifen-Lassen war eher Aufregen und Frieren angesagt: Als ich gegen 19 Uhr, also frühzeitig zu einer der Führungen an der VIP-Diskothek „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/P1_%28M%C3%BCnchen%29">P1 Club</a>“ am Haus der Kunst eintraf, wurde mir gleich entgegengerufen, dass die <strong>Räumlichkeiten total überfüllt</strong> und daher geschlossen seien. Von einem Programmheft wusste man nichts. Auch im eben erst umgebauten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Caf%C3%A9_Luitpold">Café Luitpold</a> an der Briennerstraße, einstmals das prunkvollste Kaffeehaus der Stadt, gab es keine Begleithefte. Die Architekturführung war dermaßen überlaufen, dass die Räumlichkeiten ebenso wie wir Besucher an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit kamen.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-Werbefl%C3%A4che-vor-dem-P1.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-Werbefl%C3%A4che-vor-dem-P1.jpg" alt="" width="296" height="222" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Café-Luitpold.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3431" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Café-Luitpold.jpg" alt="" width="166" height="222" /></a></p>
<p>Werbefläche vor dem P1 und neue Räumlichkeiten des Café Luitpold (im Hintergrund Portraittafel Prinzregent Luitpolds) &#8211; Photos von Martin Höppl</p>
<p>Weiter zur nächsten Station: Bereits im luxuriösen Foyer des Promi-Hotels „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_Bayerischer_Hof_%28M%C3%BCnchen%29">Bayerischer Hof</a>“ versicherte uns die Concierge, dass alle <strong>Führungen seit Stunden voll</strong> seien… Am „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sofitel">Sofitel</a> Munich“ in der ehemaligen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchen_Hauptbahnhof#Sonstige_Einrichtungen">Bayerpost</a> südlich des Hauptbahnhofs wurde uns versichert es gäbe alle 20 Minuten eine Führung. Als wir nach einer kurzen Pause – es war sehr kalt – zurückkamen, gab es nur noch den genervten Kommentar eines Hotelangestellten: „Wie würden Sie es denn finden, wenn sie mehrere Hundert Euro für eine Suite zahlen würden und dann die ganze Nacht […]“ Komisch, dass diese Überschneidung von Nutzerinteressen nicht gleich aufgefallen war.</p>
<p>Als wir gegen 22 Uhr den Innenhof des Programmpunkts „<a href="http://www.suedhausbau.de/news/stadthaus-muellerstrasse.html">SÜDHAUSBAU STADTHAUS – VISION &amp; ARCHITEKTUR</a>“ betraten, hieß es lapidar, dass die Anwohner jetzt [schon!] Ruhe haben wollten. Beim gegenüber gelegenen „<a href="http://www.leonwohlhagewernik.de/index.php?id=339">The Seven</a>“, dem Umbau eines Heinzkraftwerks in eine Luxusimmobilie, hätte es jeder Serpentologe mit der Angst bekommen, angesichts der angestauten Bürgermassen auf dem Trottoir. Vielleicht hätten sich die Interessierten günstiger verteilt, wenn die Idee ein Panoramarestaurant bzw. Dachcafé mit dem schönsten Ausblick über die Altstadt einzurichten, sich nicht durch die, um einige Millionen lukrativere Idee dort <strong>Luxusappartements </strong>zu verwirklichen, durchgesetzt hätte. Angeblich wird „<a href="http://aip.eu/">Alpha Invest Projekt</a>“ (AIP) den Bürgern zweimal im Jahr die Möglichkeit bieten den grandiosen Rundblick zu genießen. Doch das wäre eine neue Geschichte. Es bleibt nur zu hoffen, dass die wirkliche Zukunft des Bauens sich günstiger präsentieren wird. Wir haben den „Architekturabend“ an dieser Stelle, früher als gedacht (ca. 22:30 Uhr), beendet und sind zum gemütlichen Teil übergegangen…</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-S%C3%BCdhausbau-Stadthaus.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-S%C3%BCdhausbau-Stadthaus.jpg" alt="" width="298" height="222" /></a><a href="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-The-Seven-Tower.jpg"> <img src="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-The-Seven-Tower.jpg" alt="" width="166" height="222" /></a></p>
<p>Müllerstraße, Südhausbau Stadthaus und der sog. The Seven Tower &#8211; Photos von Martin Höppl</p>
<p>Man muss den Veranstaltern zu Gute halten, dass sie noch keine Erfahrungen mit der Organisation hatten, schließlich wurde die „Lange Nacht der Architektur“ zum erstenmal ausgerichtet. Es bleibt abzuwarten, ob sie langfristig als ernst zu nehmende Veranstaltung neben „Lange Nacht der Museen“ und „Lange Nacht der Musik“ treten wird.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fkurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik%2F&amp;title=Kurze%20Nacht%20ohne%20Architektur%20%26%238211%3B%20Eine%20Kritik" id="wpa2a_16"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Stern des Jahres&#8221; für Winfried Nerdingers Rekonstruktionen</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 12:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Museumswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian von Buttlar]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Pinakothek der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Rekonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Winfried Nerdinger]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Pehnt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=3399</guid>
		<description><![CDATA[Die Münchner AZ hat Winfried Nerdinger für die Ausstellung &#8220;Geschichte der Rekonstruktion. Konstruktion der Geschichte&#8221; den diesjährigen &#8220;Stern des Jahres&#8221; verliehen (vgl. die Meldung unter &#8220;Aktuelles&#8221; der Fakultät für Architektur der TUM). Die Zusammenschau unzähliger Einzelobjekte hat sich in einem gewichtigen, opulent bebilderten Katalog niedergeschlagen. Damit wurde ein gewisser Höhepunkt der Debatte um Rekonstruktionen von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchner <em>AZ </em>hat Winfried Nerdinger für die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.pinakothek.de/kalender/2010-07-22/1871/geschichte-der-rekonstruktion-konstruktion-der-geschichte">Geschichte der Rekonstruktion. Konstruktion der Geschichte</a>&#8221; den diesjährigen &#8220;<a href="http://www.abendzeitung.de/kultur/sterne2010/242094">Stern des Jahres</a>&#8221; verliehen (vgl. die <a href="http://www.ar.tum.de/aktuell/newsdetails/?tx_ttnews[tt_news]=745&amp;tx_ttnews[backPid]=249&amp;cHash=0ad80be555">Meldung unter &#8220;Aktuelles&#8221; der Fakultät für Architektur der TUM</a>). Die Zusammenschau unzähliger Einzelobjekte hat sich in einem gewichtigen, opulent bebilderten Katalog niedergeschlagen. Damit wurde ein gewisser Höhepunkt der <strong>Debatte um Rekonstruktionen</strong> von Architekturen und ganzen Stadtanlagen erreicht. Neben der <a href="http://blog.arthistoricum.net/dresden-stadt-der-skandale/">Frauenkirche in Dresden</a> und dem Berliner Stadtschloss wurden zahlreiche andere Bauten zusammengetragen.</p>
<p>Auf detail.de findet sich eine durchaus <a href="http://www.detail.de/artikel_rekonstruktion-geschichte-architekturmuseum-nerdinger_26241_De.htm">kritische Besprechung</a> mit zahlreichen Abbildungen und einer Beschreibung der Ausstellung. Interessant ist in diesem Zusammenhang u. a. auch die <a href="http://schlossdebatte.de/?p=301#more-301">Position von Wolfgang Pehnt auf schlossbaudebatte.de</a>, die er <strong>2008 </strong>auf der Jahrestagung des Dt. Nationalkomitees für Denkmalschutz in Leipzig vorgetragen hat. Im gleichen Jahr hatte sich auch Nerdinger in der Wissenschafts- und Kulturzeitung &#8220;<a href="http://www.stmwfk.bayern.de/mediathek/Aviso.aspx">aviso</a>&#8221; zu diesem Thema geäußert. Zudem hielt er am 6. Februar 2008 einen Vortrag im Zentralinstitut für Kunstgeschichte zum Thema &#8220;<a href="http://www.zikg.eu/main/vortrag/2008/20080206.htm">Rekonstruktion &#8211; in historischer und aktueller Perspektive</a>&#8221; mit vielen Bildern zahlreicher Objekte.</p>
<p>Die große These könnte man bei Nerdingers Rekonstruktionen-Konzept darin sehen, dass er Rekonstruktion und Konstruktion als <strong>architektonische Grundprinzipien</strong> in allen Epochen und Regionen der Welt auffasst. Man denke an den Zyklus von Zerstörung und Kreation bei Pierre Nora und den produktiven Kreislauf von Vergessen und Erinnern in den Schriften von Aleida Assmann (vgl. z. B. &#8220;Erinnerungsräume&#8221; von 1999). Sie spricht beispielsweise von der &#8220;Dynamik des kulturellen Erinnerns und Vergessens&#8221; (Seite 22). Auch für Nerdingers Katalog hat sie einen Beitrag verfasst (vgl. dazu einen <a href="http://berliner-schloss.de/de/pressespiegel/entkrampfung-fuer-die-altstadtdebatte.htm">Artikel auf berliner-schloss.de</a>, einem Internetportal pro Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses).</p>
<p>Eine dezidierte <strong>Gegenposition</strong> zu Nerdingers Ausstellung vertritt der eben erst erschienene Bauwelt Fundamente-Band &#8220;<a href="http://edoc.hu-berlin.de/kunsttexte/2010-4/von-buttlar-adrian-9/PDF/von-buttlar.pdf">Denkmalpflege statt Attrappenkultur. Gegen die Rekonstruktion von Baudenkmälern</a>&#8221; (vgl. die Besprechung &#8220;<a href="http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/verformte_geschichte_1.8925641.html">Verformte Geschichte</a>&#8221; in der Neuen Zürcher Zeitung). Die Anthologie wurde von Adrian von Buttlar und Gabi Dolff-Bonekämper aus Berlin, dem Bamberger Denkmalpfleger Achim Hubel, Georg Mörsch (ehemals ETH Zürich)  sowie Michael S. Falser (Heidelberg) herausgegeben.</p>
<p>Da ich mir den Band jedoch gerade erst bestellt habe, werde ich mich erst näher dazu äußern, wenn ich mehr gelesen habe. Persönlich könnte ich mir eine Versöhnung einiger Positionen durchaus vorstellen. Es wäre wichtig, dass man nicht nur von übergeordneten Standpunkten aus argumentiert, sondern jeden <strong>Einzelfall </strong>mit Fingerspitzengefühl behandelt. Jede Stadt hat schließlich ihre eigene Geschichte und ihre eigene architektonische Tradition.</p>
<p>Durch die Auszeichnung befindet sich Nerdinger in der Gesellschaft bisheriger <strong>Preisträger</strong>, wie Chris Dercon, dem Designer Ingo Maurer, dem Filmemacher Michael Haneke und dem Architektenbüro Wandel Hoefer Lorch &amp; Hirsch (vgl. <a href="http://www.pinakothek.de/kalender/2010-12-09/1891/material-zeit-wandel-hoefer-lorch-hirsch">Ausstellung Material Zeit in der Pinakothek der Moderne</a> bis 6. März).</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fstern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen%2F&amp;title=%26%238220%3BStern%20des%20Jahres%26%238221%3B%20f%C3%BCr%20Winfried%20Nerdingers%20Rekonstruktionen" id="wpa2a_20"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lange Nacht der Architektur am Fr., den 21.1.11</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/lange-nacht-der-architektur-am-fr-den-21-1-11/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/lange-nacht-der-architektur-am-fr-den-21-1-11/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 11:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Museumswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[BAU 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bauzentrum Poing]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst im öffentlichen Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Nacht der Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Messe München International]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Messe Riem]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=3372</guid>
		<description><![CDATA[Ende dieser Woche findet im Rahmen der Ausstellung BAU 2011 die Lange nach der Architektur in München statt. Es geht am Freitag von 19 bis 24 Uhr: Infos über das Vorhoelzer Forum der TUM (selbst Station der Innenstadt-Tour): http://www.ar.tum.de/aktuell/newsdetails/?tx_ttnews[tt_news]=738&#38;tx_ttnews[backPid]=249&#38;cHash=d2d137bb52 Das Programm auf der offiziellen Seite: http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/10_programm.php Die sog. &#8220;Flaniermeile&#8221; Innenstadt/Altstadt: http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/1x_touren.php?t=3 Ich enthalte mich weiterer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende dieser Woche findet im Rahmen der Ausstellung BAU 2011 die Lange nach der Architektur in München statt. Es geht am Freitag von 19 bis 24 Uhr:</p>
<p>Infos über das Vorhoelzer Forum der TUM (selbst Station der Innenstadt-Tour):</p>
<p><a href="http://www.ar.tum.de/aktuell/newsdetails/?tx_ttnews[tt_news]=738&amp;tx_ttnews[backPid]=249&amp;cHash=d2d137bb52">http://www.ar.tum.de/aktuell/newsdetails/?tx_ttnews[tt_news]=738&amp;tx_ttnews[backPid]=249&amp;cHash=d2d137bb52</a></p>
<p>Das Programm auf der offiziellen Seite:</p>
<p><a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/10_programm.php">http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/10_programm.php</a></p>
<p>Die sog. &#8220;Flaniermeile&#8221; Innenstadt/Altstadt:</p>
<p><a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/1x_touren.php?t=3">http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/1x_touren.php?t=3</a></p>
<p>Ich enthalte mich weiterer Kommentare. Für die <a href="http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/">nachträgliche Kritik siehe hier</a>.</p>
<div id="attachment_3378" class="wp-caption alignnone" style="width: 304px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/IMG_2477.jpg"><img class="size-full wp-image-3378" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/IMG_2477.jpg" alt="" width="294" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">Photo von Martin Höppl</p></div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Flange-nacht-der-architektur-am-fr-den-21-1-11%2F&amp;title=Lange%20Nacht%20der%20Architektur%20am%20Fr.%2C%20den%2021.1.11" id="wpa2a_24"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/lange-nacht-der-architektur-am-fr-den-21-1-11/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein neuer, barocker Klang</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/ein-neuer-barocker-klang/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/ein-neuer-barocker-klang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 15:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Frühen Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Bayr]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Barock]]></category>
		<category><![CDATA[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[BLfD]]></category>
		<category><![CDATA[christliche Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Francois Cuvilliés d.Ä.]]></category>
		<category><![CDATA[Fresko]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Baptist Gunetzrhainer]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Baptist Straub]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Baptist Zimmermann]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Michael Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster Schäftlarn]]></category>
		<category><![CDATA[Orgel]]></category>
		<category><![CDATA[Rekonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rokoko]]></category>
		<category><![CDATA[Sakralarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[Schäftlarn]]></category>
		<category><![CDATA[Spätbarock]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=3247</guid>
		<description><![CDATA[Als sich im Jahre 2000 einzelne Stuckteile losgelöst hatten musste die Abteikirche Dionys und Juliana im Kloster Schäftlarn vorübergehend geschlossen werden, ehe sie mit einem Sicherungsnetz im Langhaus wieder geöffnet werden konnte. Nach Voruntersuchungen zur Instandsetzung wurde 2003 eine Haushaltsunterlage-Bau beim bayerischen Landtag über fast sieben Mio. Euro eingereicht. Im Jahr darauf erfolgte der Bauauftrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl> </dl>
</div>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Chorraum-Messgerät-am-Gewölbefuß.jpg"> </a></p>
<p>Als sich im Jahre 2000 einzelne Stuckteile losgelöst hatten musste die Abteikirche Dionys und Juliana im Kloster Schäftlarn vorübergehend geschlossen werden, ehe sie mit einem Sicherungsnetz im Langhaus wieder geöffnet werden konnte. Nach Voruntersuchungen zur Instandsetzung wurde 2003 eine Haushaltsunterlage-Bau beim bayerischen Landtag über fast sieben Mio. Euro eingereicht. Im Jahr darauf erfolgte der Bauauftrag und es konnte mit dem ersten Bauabschnitt zur <strong>statischen Sicherung</strong> begonnen werden. Nach und nach verschwanden die Fassade und der Innenraum hinter Gerüsten. Unter grundsätzlicher Beibehaltung des barocken Bausystems wurde 2005/06 insbesondere der Dachstuhl statisch abgesichert, wobei vorhandene Provisorien zurückgebaut wurden. Mit hydraulischen Hebevorrichtungen versucht man den deformierten Dachstuhl wieder in die Form zu bringen. 2007 erfolgte die Wiederherstellung von Turm und Fassade in der alten Fassung (zu den Daten vgl. Dipfl. Ing. FH Alfred Floßmann über die <a href="http://www.abtei-schaeftlarn.de/kircherestaurierung.htm">Bau-, Ausstattungs- und Restaurierungsgeschichte</a>).</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Innenraum.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3248" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Innenraum.jpg" alt="" width="233" height="175" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Chorraum-Messgerät-am-Gewölbefuß.jpg"> <img class="size-full wp-image-3249    " src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Chorraum-Messgerät-am-Gewölbefuß.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="234" height="175" /></a></p>
<p>Kloster Schäftlarn, Abteikirche St. Dionys und Juliana, Innenraum sowie Chorraum, Messgerät am Gewölbefuß oberhalb des Gesimses &#8211; Photos Martin Höppl</p>
<p>Die Planungs- und Baugeschichte der Abteikirche liest sich wie ein <strong>Who&#8217;s Who der  Barockkunst</strong>. Neben Giovanni Antonio Viscardi, der 1707 die Pläne lieferte, sowie Francois Cuvilliés d. Ä., der den Bau 1733-40 begann, finden sich die illustren Namen Johann Baptist Gunetzrhainer und Johann Michael Fischer, die den Bau 1751-60 vollendeten. Kloster Schäftlarn gehört somit zu denjenigen Bauten, in denen der bayerische Spätbarock seine finale Blüte erreichte. Dazu kommt noch die vortreffliche Innenausstattung durch den Maler und Stukkateur Johann Baptist Zimmermann (1754-56). Johann Baptist Straub lieferte bis 1764 Altäre und die Kanzel. Diese Meister ihrer Zunft formten ein spätbarockes Gesamtkunstwerk, dem die Generalsanierung der letzten Jahre gegolten hat. Zur Geschichte des (Prämonstratenser-)Klosters, das 762 gegründet und 1040 erneuert wurde, vgl. die <a href="http://www.abtei-schaeftlarn.de/kunststart.htm">Seite der Abtei</a>.</p>
<p>Auf die Sicherungsarbeiten folgte seit 2008 der zweite Bauabschnitt mit der <strong>Innenrestaurierung</strong>. Nachdem man eine Musterachse im Chorraum angelegt hatte, stellte man sukzessive das Erscheinungsbild des gesamten Kirchenraumes wieder her. An Weihnachten war nun auch wieder der Klang der Barockorgel zu vernehmen, die nach wie vor teilweise eingerüstet ist. Das Instrument stammt von Anton Bayr (1716-1792), der über 150 Orgeln baute, u. a. auch für die Klöster Tegernsee, Neustift bei Freising und Raitenhaslach (vgl. die Seite <a href="http://www.orgelgalerie.de/index062.html">Orgelgalerie</a> mit Bildern der eingerüsteten Kirche und der Orgel). Auch das Altarretabel ist mittlerweile nicht mehr durch ein Duplikat verhängt. An den Wandpfeilersockeln im  Langhaus und in den Abseiten sind zudem Kabelschächte der ehemaligen Elektrifizierung zu erkennen. In diesem Bereich werden noch Putzarbeiten anfallen. Mit der Restaurierung hielt Hightech in der Klosterkirche einzug. So wurden am Gewölbefuß, oberhalb des Gesimses hoch sensible Messgeräte installiert, die ständig die Gewölbestatik überprüfen und etwaige Bewegungen registrieren.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Orgelempore-eingerüstete-Orgel.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3252" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Orgelempore-eingerüstete-Orgel.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="241" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Wandpfeiler-Sockel-Mauerwerk.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3253" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Wandpfeiler-Sockel-Mauerwerk.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="241" height="180" /></a></p>
<p>Westempore mit teilweise eingerüsteter Orgel, sowie unverputzter Sockel der nördlichen Abseite (Wandpfeiler) &#8211; Photos Martin Höppl</p>
<p>Bis Sommer werden die letzten Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sein. Schon jetzt erstrahlt der Innenraum in neuem Glanz. Wie immer nach Renovierungskampagnen an spätbarocken Raumschalen, verblüffen die <strong>Helligkeit und Buntfarbigkeit</strong> der gereinigten Fresken und vergoldeten Rocaillen. Vielerorts müssen sich Ortsansässige erst daran gewöhnen, dass ihre vormals in gedeckten Tönen gehaltene Kirche nun wie Marzipan und Lametta glänzt. Ein vergleichbarer Effekt war auch nach der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche zu beobachten, bei der nicht die Farbigkeit des frühen 20. Jahrhunderts, sondern annäherungsweise die Fassung der Erbauungszeit (1726-43) rekonstruiert worden war. Jede Restaurierung ist eben auch zu einem Teil eine Rekonstruktion, wenngleich man heute glücklicherweise meist nicht mehr versucht, einen purifizierten Ursprungszustand zurückzugewinnen.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Sch%C3%A4ftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Hauptfassade-mit-Infotafel-zur-Restaurierung.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Sch%C3%A4ftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Hauptfassade-mit-Infotafel-zur-Restaurierung.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="232" height="309" /></a><a href="../wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Sch%C3%A4ftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Infotafel-zur-Restaurierung.jpg"></a><a href="../wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Sch%C3%A4ftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Infotafel-zur-Restaurierung.jpg"> <img src="../wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Sch%C3%A4ftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Infotafel-zur-Restaurierung.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="232" height="309" /></a></p>
<p>Hauptfassade und Infotafel &#8211; Photos Martin Höppl</p>
<p>Auf der Tafel zur „Instandsetzung der Klosterkirche St. Dionys und Juliana in Schäftlarn“, die vor einigen Jahren neben der Hauptfassade aufgestellt wurde, finden sich die <strong>Basisdaten</strong> zur aktuellen Kampagne: Als Bauherr wird das Bayerische Staatsministerium für Untericht und Kultus genannt, als Nutzer die Benediktinerabtei Schäftlarn. Die technische und geschäftliche Oberleitung liegt beim Staatlichen Bauamt München 1. Außerdem beteilitgten sich zahlreiche Planungs- und Ingenieursbüros sowie Restauratoren und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege. Zahlreiche private Spender, die für einzelne Teilstücke der Malereien gewissermaßen Patenschaften übernommen haben, haben die Restaurierungsarbeiten möglich gemacht.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Spendentafel.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3254" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Spendentafel.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="242" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Hauptfresko1.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3255" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2010/12/Kloster-Schäftlarn-Abteikirche-St.-Dionys-u.-Juliana-Hauptfresko1.jpg" alt="Photo Martin Höppl" width="241" height="180" /></a></p>
<p>Spendentafel und Hauptfresko &#8211; Photos Martin Höppl</p>
<p><strong>Ausflugstipp</strong>: Für alle Barockfans bietet sich im Frühjahr und Sommer ein Ausflug zum Kloster Schäftlarn an. Man erreicht es einfach per S-Bahn. Von der Haltestelle Ebenhausen-Schäflarn aus benötigt man zu Fuß etwa 20 Minuten. Der <a href="http://maps.google.de/maps?q=kloster+sch%C3%A4ftlarn&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;hl=de&amp;tab=wl">Fußweg</a> zweigt am nördlichen Ortsausgang (B11/Wolfratshausener Str.) vom Rodelweg ab und stößt gegenüber der Kirche auf die Klosterstraße. An dieser Stelle steht auch ein altes Schulgebäude für das bisher (offensichtlich) die Gelder zur notwendigen Instandsetzung gefehlt haben.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fein-neuer-barocker-klang%2F&amp;title=Ein%20neuer%2C%20barocker%20Klang" id="wpa2a_28"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/ein-neuer-barocker-klang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tribune de l’art – eingreifende Kunstgeschichte</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/tribune-de-lart-eingreifende-kunstgeschichte/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/tribune-de-lart-eingreifende-kunstgeschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 13:32:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian M. Geyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[arthistoricum.net - neu]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Museumswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[E-Journal]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst im öffentlichen Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstzeitschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2391</guid>
		<description><![CDATA[Das mit durchschnittlich 6.000 Besuchern pro Tag sehr erfolgreiche französische Kunstgeschichte-Portal Tribune de l’art,  das vom rührigen Didier Rykner betrieben wird und zeitverzögert auch in Englisch verfügbar ist, liefert klassische Buch- und aktuelle Ausstellungsbesprechungen. Es ist aber etwas Besonderes durch eingreifende Reportagen, wie seine wirksame Infragestellung der Zerstörung von Baudenkmälern, Vernachlässigung von Museen und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit durchschnittlich 6.000 Besuchern pro Tag sehr erfolgreiche französische Kunstgeschichte-Portal <a href="http://www.latribunedelart.com/spip.php" target="_blank"><em>Tribune de l’art</em></a>,  das vom rührigen Didier Rykner betrieben wird und zeitverzögert auch in <a href="http://www.thearttribune.com/" target="_blank">Englisch </a>verfügbar ist, liefert klassische Buch- und aktuelle Ausstellungsbesprechungen. Es ist aber etwas Besonderes durch eingreifende Reportagen, wie seine wirksame Infragestellung der Zerstörung von Baudenkmälern, Vernachlässigung von Museen und der fragwürdigen Expansionspläne des Louvre (Abu Dhabi, Lens) zeigt.<span id="more-2391"></span> Der <a href="http://www.latribunedelart.com/2009-a-annus-horribilis-a-article002386.html" target="_blank">Jahresrückblick 2009</a> kann als Kostprobe gelesen werden, da er an wichtige Themen erinnert und Verlinkung zu Artikeln des o. g. Spektrums liefert. Als Beispiel der Artikel zu bedrohten Museen sei hier auf den zum <a href="http://www.latribunedelart.com/musees-en-danger-2-le-cabinet-des-medailles-de-la-bibliotheque-nationale-article002433.html" target="_blank"><em>Cabinet des médailles de la Bibliotheque Nationale</em></a> verwiesen.</p>
<p>Das Portal scheint sich durch unaufdringliche Werbung (ohne Spam) von Verlagen und Galerien finanzieren zu können. Ein kostenloser Hinweis auf neue Nachrichten erfolgt per RSS-Feed oder eine wöchentliche Mail.</p>
<p>Eine Publikation dieses Profils, welche sich nicht mit nachträglichem Beklagen begnügt, sondern die eigenen Kenntnisse einsetzt, um kunstpolitische Fehlentwicklungen zu verhindern, fehlt leider in Deutschland. Vielleicht wirkt der Blick über Grenzen aber auch hier anregend.</p>
<p>2007 lud das renommierte Sterling Clark Art Institute übrigens zu einem <a href="http://www.observatoire-critique.org/article.php3?id_article=153" target="_blank">Treffen</a> internationaler Kunstgeschichte Portale ein, das weitere solche Vergleiche erlaubte.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Ftribune-de-lart-eingreifende-kunstgeschichte%2F&amp;title=Tribune%20de%20l%E2%80%99art%20%E2%80%93%20eingreifende%20Kunstgeschichte" id="wpa2a_32"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/tribune-de-lart-eingreifende-kunstgeschichte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Krimi um Vasaris Archiv</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/der-krimi-um-vasaris-archiv/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/der-krimi-um-vasaris-archiv/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 16:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matteo Burioni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Frühen Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Arezzo]]></category>
		<category><![CDATA[Casa Vasari]]></category>
		<category><![CDATA[Giorgio Vasari]]></category>
		<category><![CDATA[Nachlass]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.arthistoricum.net/?p=2102</guid>
		<description><![CDATA[Um Giorgio Vasaris Archiv in Arezzo ist ein öffentlicher Streit entbrannt, seit der Corriere della Sera berichtet hat, dass ein anonymer, russischer Käufer den gesamten schriftlichen Nachlass für 150 Millionen Euro erworben hat. Der Nachlass Vasaris befand sich schon lange im Familienbesitz der Familie Rasponi-Spinelli und wurde für die kunsthistorische Forschung erst 1909 von Giovanni [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um Giorgio Vasaris Archiv in Arezzo ist ein öffentlicher Streit entbrannt, seit der <a href="http://www.corriere.it/cultura/09_ottobre_23/vasari-archivio-arezzo-russi-panza_7d3cda66-bf97-11de-856b-00144f02aabc.shtml" target="_blank">Corriere della Sera</a> berichtet hat, dass ein anonymer, russischer Käufer den gesamten schriftlichen Nachlass für 150 Millionen Euro erworben hat. Der Nachlass Vasaris befand sich schon lange im Familienbesitz der Familie Rasponi-Spinelli und wurde für die kunsthistorische Forschung erst 1909 von Giovanni Poggi entdeckt. Dem Vasari-Forscher Karl Frey gelang es jedoch kurz darauf, das gesamte Material mit Hilfe des damaligen Reichsinnenministerium nach Berlin zu verbringen, wo er auf den Quellen sitzend, ungestört durch die Konkurrenz der Kollegen, an der Edition des Nachlasses arbeitete. Julius von Schlosser kommentierte damals schon treffend: „Dem Entdecker Poggi wurde nämlich sein Fund in ziemlich brutaler [...] Weise entwunden; […].“<br />
Sollte sich die Geschichte wiederholen? Steht uns kurz vor dem 500. Geburtstag des „Vaters der Kunstgeschichte“ wieder ein Streit um Vasaris Nachlass ins Haus? Die Familie Rasponi-Spinelli hatte den Nachlass an Giovanni Festari verkauft, dessen Erben nun scheinbar seinerseits einen stattlichen Kaufpreis einstreichen konnten. Die Kulturschutzgesetze in Italien verhindern jedenfalls, dass der Nachlass aus der Casa Vasari in Arezzo entfernt werden kann. Insofern sollten sich die Auswirkungen des neuerlichen Besitzerwechsels in Grenzen halten. Der überhöhte Kaufpreis, der einen Ankauf durch den italienischen Staat unmöglich machte, führt möglicherweise dazu, dass die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet. Denn es ist naheliegend, dass der Kaufpreis künstlich in die Höhe getrieben wurde, um den Wechsel in den Staatsbesitz zu verhindern.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fder-krimi-um-vasaris-archiv%2F&amp;title=Der%20Krimi%20um%20Vasaris%20Archiv" id="wpa2a_36"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/der-krimi-um-vasaris-archiv/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pausanio &#8211; Kunst und Kultur durchs Ohr</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/pausanio-kunst-und-kultur-durchs-ohr/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/pausanio-kunst-und-kultur-durchs-ohr/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 08:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthistorische Berufe]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.arthistoricum.net/blog/?p=1607</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich ist es nicht Sinn dieses blogs, auf kommerzielle Angebote hinzuweisen. Ich mache hier eine Ausnahme, weil mir dieses Projekt so ungewoehnlich scheint, dass es unbedingt bekannt werden sollte. Ueber pausanio kann man auf Hoerfuehrer zu Kunstdenkmaelern zugreifen und sich mit dem Knopf im Ohr direkt begleiten lassen. Man kennt das ja: In der schoenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist es nicht Sinn dieses blogs, auf kommerzielle Angebote hinzuweisen. Ich mache hier eine Ausnahme, weil mir dieses Projekt so ungewoehnlich scheint, dass es unbedingt bekannt werden sollte.</p>
<p>Ueber <a href="http://www.pausanio.de">pausanio</a> kann man auf Hoerfuehrer zu Kunstdenkmaelern zugreifen und sich mit dem Knopf im Ohr direkt begleiten lassen. Man kennt das ja: In der schoenen Rokokokirche liegt ein Schnell und Steiner-Fuehrer aus, alternativ hat man den Dehio in der Tasche. Beides ist eher unpraktisch und empfiehlt sich eher als Vorbereitung eines Besuches, denn am Ort selber will man doch eher gleich loslegen. Mit einem Hoerfuehrer, der den Besucher direkt durch die Oertlichkeiten fuehrt, geht das viel bequemer. Okay, es ist vielleicht zu bequem, aber die Macher von pausanio muessen natuerlich auf (Kultur)Touristen setzen, wenn sie auch geschaeftlich Erfolg haben wollen, und da duerfte das Konzept stimmig sein.</p>
<p>Voerlaeufig ist das Angebot noch einigermassen beschraenkt, aber es wird kontinuierlich wachsen. Man kann die Fuehrer kaufen oder mieten &#8211; zu ganz unterschiedlichen, aber akzeptablen Preisen. Und das Allerbeste: Ueber ein internetfaehiges Handy kann ich mir die Hoerfuehrer auch erst am Ort herunterladen und muss nicht immer schon alles in der Planung beruecksichtigen!</p>
<p>Was fuer Perspektiven! Fuer die Kunst und fuer deren Bearbeiter/innen! Fuer die Kunst, weil &#8211; ganz im Sinne des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Long_Tail">long tail</a> &#8211; jetzt auch weniger bedeutende, zweitrangige, selten besuchte Denkmaeler mit einem Angebot versehen werden koennen. Fuer die Bearbeiter/innen, weil hier natuerlich ein ungeheures Wirkungsfeld wartet, das sich noch dadurch potenziert, dass man auf Dauer gesehen unterschiedliche Charakteristika der Fuehrer vorsehen kann: Der Koelner Dom in 10, 30 oder 60 Minuten,  fuer Kinder oder fuer Erwachsene, als Kunstwerk oder als Monument der Christenheit,  auf deutsch, englisch oder chinesisch, etc. pp.</p>
<p>Spannend ist das Projekt auch, weil es von professionellen Kunsthistorikern gemanagt wird und damit als einer der in den Geisteswissenschaften ja nicht eben verbreiteten spinoffs in die Wirtschaft gelten kann. Ich hoffe, Sie sind mit mir der Meinung, dass man dem Unternehmen Glueck wuenschen sollte!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fpausanio-kunst-und-kultur-durchs-ohr%2F&amp;title=Pausanio%20%26%238211%3B%20Kunst%20und%20Kultur%20durchs%20Ohr" id="wpa2a_40"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.arthistoricum.net/pausanio-kunst-und-kultur-durchs-ohr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

