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	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Ausstellung</title>
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	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
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		<title>Sommerloch?!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 14:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Allerorts ist die Ferienzeit spürbar: Die übliche Flut an E-Mails nimmt deutlich ab,  es treffen nur noch vereinzelt Einladungen zu Ausstellungseröffnungen ein.  Das ist doch eine Gelegenheit, Museen zu besuchen, dabei Vertrautem wieder zu begegnen, Neues zu entdecken oder einfach mal über die persönlichen Interessengebiete hinauszugehen!
Wenn also die Temperatur des Arbeitszimmers den Computer lahmgelegt hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allerorts ist die Ferienzeit spürbar: Die übliche Flut an E-Mails nimmt deutlich ab,  es treffen nur noch vereinzelt Einladungen zu Ausstellungseröffnungen ein.  Das ist doch eine Gelegenheit, Museen zu besuchen, dabei Vertrautem wieder zu begegnen, Neues zu entdecken oder einfach mal über die persönlichen Interessengebiete hinauszugehen!</p>
<p>Wenn also die Temperatur des Arbeitszimmers den Computer lahmgelegt hat, dann sei ein Besuch in einem klimatisierten Ausstellungshaus empfohlen; zum Beispiel &#8211; aus Frankfurter Perspektive &#8211; die 360-Grad-Multimediainstallation des Österreichers <a href="http://www.schirn-kunsthalle.de/index.php?do=exhibitions_detail&amp;id=101&amp;lang=de">Peter Kogler</a> in der Schirn Kunsthalle. Man steht in einem riesigen, gut gekühlten Raum und wird von dem Bild einer sich auflösenden Gitternetzstruktur und vibrierenden Klängen umfangen. So kann man visuell stimuliert und körperlich erfrischt wieder in die Mittagshitze treten.</p>
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		<title>Kirchner-Retrospektive im Städel</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 16:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika Meier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[170 auf einen Streich: Das Städel Museum in Frankfurt wirbt für seine Kirchner-Retrospektive mit Quantität, dies geschieht aktuell auch in Berlin im Fall der Frida Kahlo-Retrospektive. In der FAZ ist von „Leistungsschau“ die Rede. Dabei möchte man meinen, dass gerade eine Retrospektive einen repräsentativen Überblick über das Œuvre eines Künstlers bieten möchte und man fragt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>170 auf einen Streich: Das Städel Museum in Frankfurt wirbt für seine Kirchner-Retrospektive mit Quantität, dies geschieht aktuell auch in Berlin im Fall der <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EEE0C803FE8B949ACBF42CD3758DC2D8A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Frida Kahlo-Retrospektive</a>. In der FAZ ist von <a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E66E0FCB0BD3749CD99F8CB6E695F26EE~ATpl~Ecommon~Scontent.html">„Leistungsschau“</a> die Rede. Dabei möchte man meinen, dass gerade eine Retrospektive einen repräsentativen Überblick über das Œuvre eines Künstlers bieten möchte und man fragt sich, warum in Rezensionen hauptsächlich die Quantität zur Sprache kommt. Nun ist es mal schwer, mal weniger schwer, andere Museen zu überzeugen, ihre Gemälde auszuleihen. Das Städel war hier leicht im Vorteil, besitzt es doch weltweit eine der größten Kirchner-Sammlungen, da bereits 1919 erste Werke gekauft wurden und später diejenigen des Sammlers Carl Hagemann hinzukamen. Man besitzt im Städel sogar so viele Gemälde, dass man vor Beginn und kurz vor Ende der Ausstellung zwei bislang unbekannte bzw. bisher nicht in Farbe abgebildete Werke präsentieren konnte. Dienstag wurde der Presse das Gemälde <a href="http://www.zeit.de/kultur/kunst/2010-07/kirchner-staedel">„Akt im Atelier“ </a>gezeigt, das sich auf der Rückseite der „Szene im Wald (Moritzburger Teich)“ befindet und vor Ausstellungsbeginn ist bereits ebenfalls eine Rückseite, nämlich die <a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~EBB172BACEA6C445B9A58979A3F22DD3C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">„Liegende Frau im weißen Hemd“</a> als Verso-Seite der „Nackten Frau am Fenster“, aufgetaucht. Zwei Glücksfälle für die Forschung!</p>
<p><a href="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2010/07/Kirchner.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2704" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2010/07/Kirchner-300x247.jpg" alt="" width="300" height="247" /></a>Weniger glücklich ist nun der Umstand zu nennen, dass die „Liegende Frau im weißen Hemd“ wenige Wochen nach Ausstellungsbeginn auf „Meisterwerke-Tour“ geschickt wurde. Auch hätte man sich als früher Museumsbesucher und Kunsthistoriker gewünscht, die Rückseite in der Tat als ebensolche zu Gesicht zu bekommen. Eine beidseitige Präsentation nicht nur dieses Werkes wäre wünschenswert (gewesen), finden sich doch in der Ausstellung mehrere doppelseitig bemalte Leinwände wie etwa das seit 1933 erstmals wieder zusammenhängend ausgestellte Triptychon „Badende Frauen“. Man hätte auch in der Ausstellungsarchitektur mit der Rückseitenthematik spielen und das Vorne und Hinten bzw. Innen und Außen thematisieren können &#8211; jüngst wurde beispielsweise in der Marbacher Schau „Randzeichen. Drei Annäherungen an den schöpferischen Prozess“ wunderbar in der Ausstellungsarchitektur mit dem <a href="http://www.artefakt-sz.net/allerart/regenschirm-und-naehmaschine-fehlen">„Rand“</a> gespielt. Vielleicht fehlte im Städel aufgrund der Quantität der Platz.</p>
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		<title>Der Audioguide – sinnvolles Vermittlungsinstrument oder Belästigung?</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/der-audioguide-%e2%80%93-sinnvolles-vermittlungsinstrument-oder-belastigung/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 16:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Museumswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Audioguide]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstvermittlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen habe ich die Frankfurter Botticelli-Ausstellung besucht. Endlich, nachdem man gar Grausiges über den Andrang und lange Wartezeiten hörte. Ich hatte Glück und konnte direkt durchgehen. Dennoch war die Ausstellung gut besucht, vor allem von älteren Interessenten, man sah auch ein paar junge Gesichter. Es wäre jedoch möglich gewesen, sich Zeit zu nehmen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen habe ich die Frankfurter Botticelli-Ausstellung besucht. Endlich, nachdem man gar Grausiges über den Andrang und lange Wartezeiten hörte. Ich hatte Glück und konnte direkt durchgehen. Dennoch war die Ausstellung gut besucht, vor allem von älteren Interessenten, man sah auch ein paar junge Gesichter. Es wäre jedoch möglich gewesen, sich Zeit zu nehmen, um die Bilder in Ruhe betrachten zu können. <span id="more-2300"></span>Was ich aber schon lange als sehr störend empfinde, muss ich an dieser Stelle einmal loswerden! Fast jeder Besucher hält einen Audioguide an sein Ohr. Nun, ich finde es absolut begrüßenswert, dass a) damit laute Führungen vermieden werden, die mit großen Pulks die Ausstellungsobjekte blockieren, und dass b) damit auch jeder Besucher Informationen bekommen kann und bereichert nach Hause geht. Leider ist Multitasking nicht jedermanns Sache: Gleichzeitig gehen und der Stimme – in diesem Fall laut Aushang – Veronica Ferres zu lauschen sowie die Informationen zu verarbeiten, funktioniert leider bei den meisten nicht. Ich wurde x-mal angerempelt. Hinzu kommt, dass die Bedienung nicht von allen verstanden wird, sie plötzlich stoppen und hektisch auf den Tasten des Gerätes herumdrücken. Mehrfach stand mir jemand wie angewurzelt „im Bild“. Ein Sehgenuss ist so kaum möglich. Ein weiteres Ärgernis ist, dass die Geräte sehr laut gestellt werden und einem Danebenstehenden jegliche Konzentration abhanden kommen kann. Zum Glück hatte ich noch ein paar Oropax in der Tasche &#8230;</p>
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		<title>Pedro Cabrita Reis in der Hamburger Kunsthalle</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 13:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yvonne Bialek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;One after another, a few silent steps&#8221;, so der Titel der großen Werkschau zum Schaffen von Pedro Cabrita Reis in der Hamburger Kunsthalle. Seit Langem ist das umfangreiche Oeuvre eines der wichtigsten portugiesischen Künstler unserer Zeit wieder in Deutschland zu sehen. Schon der Titel zeugt von einem transitorischen Charakter: Mit jedem Schritt durch die Ausstellungsräume begleitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;One after another, a few silent steps&#8221;, so der Titel der großen Werkschau zum Schaffen von Pedro Cabrita Reis in der Hamburger Kunsthalle. Seit Langem ist das umfangreiche Oeuvre eines der wichtigsten portugiesischen Künstler unserer Zeit wieder in Deutschland zu sehen. Schon der Titel zeugt von einem transitorischen Charakter: Mit jedem Schritt durch die Ausstellungsräume begleitet man den Künstler auf seiner Suche nach den Bedingungen der &#8220;conditio humana&#8221; – einer Reise mit offenem Ausgang.</p>
<p>Auf dem Weg durch das Sockelgeschoss säumen weiträumige Installationen den Weg des Besuchers: Eine Treppe, die ins Nirgends führt, eine labyrinthische Ziegelmauer im Zerfall, raumgreifende Konstruktionen aus Stahl und Glas besetzen die hermetischen Zellen des White Cube. Wie verlassene Inseln erloschener Zivilisationen treiben die Arbeiten vorbei. Allen haftet eine Patina des Verschleißes an. Cabrita Reis’ Einsatz von Bau-Materialien und gebrauchten Gütern – dem „zivilisatorischen Treibgut“ – bindet die Werke an den Strom der Zeit. „Hamburg Door“ beispielsweise entstand während des Aufbaus der Ausstellung, mit Fundstücken aus der Umgebung: Eine Tür ohne dazugehörigen Raum, durch die Singularität ihrer Funktion beraubt. Die Gebrauchsgegenstände haben sich zu Objekten gewandelt, doch anders als im Ready-Made geht es nicht um das Eröffnen einer neuen Bedeutungsdimension im musealen Raum. Die vom Lauf der Zeit verschlissenen Oberflächen deuten auf eine außer-museale Realität. Es sind keine Symbole, die hier sprechen. Die Bedeutung erschließt sich vielmehr indexikalisch: Die raum-zeitliche Kontinuität scheint aus den Angeln gehoben. Die Zeichen verweisen auf Kontexte, deren Teil sie nicht mehr sind.</p>
<p>Stahlträger, Bretter und Neonröhren, von Kabeln und Klebband zusammengehalten, offenbaren einen prekären Charakter, der nur den status quo eines „Dazwischen“ kennt. So könnte jedes Planken-Gerüst von einem hoffnungsvollen Anfang zeugen, von Aufbruchstimmung und dem Ziel, einen Raum zu besetzen und Umgebung neu zu schaffen. Genauso jedoch könnten in Schieflage geratene Holzkonstruktionen für das Ende einer Katastrophe stehen, der man gerade beiwohnt. Die Leuchtstoffröhre wird zu einem konstanten Begleiter der inselhaften Gebilde, doch ist ihre Funktion fernab ihrer kunstgeschichtlichen Konnotation verankert. Der Aussage „what you see is what you see“ folgend, erhellt sie in einer aufklärerischen Geste die Szenerie.</p>
<p>Von der Arte Povera bis zur Minimal Art bedient sich Cabrita Reis zielsicher aller Spielarten der Nachkriegskunst, ohne sich einer Richtung zu verpflichten. Jedes Kunstwerk lässt Anklänge deutlich werden, die Ausstellung als Ganzes jedoch eröffnet einen Diskurs, der in seiner Aussage offen bleibt. Die Suche geht mit jedem Schritt weiter. „I dreamt your house was a line“, so der Titel einer Arbeit. Wird der Zielpunkt zur Horizontlinie, verschiebt sich der Ausgang der Reise ins Unendliche.</p>
<p>Die <a title="Pedro Cabrita Reis in der Hamburger Kunsthalle" href="http://www.hamburger-kunsthalle.de/start/start.html" target="_blank">Ausstellung</a> ist noch bis zum 28. Februar zu sehen.</p>
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		<title>Blog von Ai Weiwei zur Ausstellung im Haus der Kunst, München</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Gries</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 01. September 09 hat das Haus der Kunst unter http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de seinen Blog zur Ausstellung von Ai Weiwei gestartet, der als der bedeutendste chinesische Künstler der Gegenwart gilt.
Ai Weiwei (*1957) ist ein scharfer Kritiker der politischen Führung Chinas und fordert ein Ende der Zensur. Sein eigener Blog https://blog.aiweiwei.com wird täglich von Zehntausenden Chinesen besucht und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 01. September 09 hat das Haus der Kunst unter <a href="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/">http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de</a> seinen Blog zur Ausstellung von Ai Weiwei gestartet, der als der bedeutendste chinesische Künstler der Gegenwart gilt.</p>
<p>Ai Weiwei (*1957) ist ein scharfer Kritiker der politischen Führung Chinas und fordert ein Ende der Zensur. Sein eigener Blog <a href="https://blog.aiweiwei.com/">https://blog.aiweiwei.com</a> wird täglich von Zehntausenden Chinesen besucht und wurde in den letzten Monaten immer wieder zensiert oder komplett geschlossen. Jedes Mal, wenn sein Blog geschlossen wird, eröffnet Ai Weiwei an anderer Stelle einen neuen. Nach Ansicht des Künstlers sind in China die wichtigsten politischen Debatten der letzten 10 Jahre durch das Internet initiiert worden. Daher spricht Ai Weiwei dem Internet das größte Potenzial zu, gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. In seinem Blog dokumentiert Ai Weiwei seine Aktivitäten und künstlerischen Projekte, fordert immer wieder Meinungs- und Pressefreiheit und ruft seine chinesischen Mitbürger zu Kritik und unabhängigem Urteil auf.<br />
2008 erschütterte ein Erdbeben die chinesische Provinz Sichuan. Unter den etwa 80.000 Opfern waren mehrere tausend Kinder, die unter den Trümmern eingestürzter Schulen begraben wurden. Da die Nachbargebäude dieser Schulen auffallend oft unbeschädigt geblieben waren, wurde der Vorwurf von Pfusch am Bau erhoben, den die Regierung jedoch von sich wies. Mit einem Team von rund 30 Freiwilligen recherchierte Ai Weiwei die Namen der Opfer – gegen den Widerstand der Regierung, die die Anzahl der Toten verschwieg und  &#8211; im Gegenteil – den Eltern der Opfer, würden sie den Namen ihres verunglückten Kindes nennen, mit Repressalien drohte. Dennoch konnte Ai Weiwei auf seinem Blog über 4.000 Namen beim Erdbeben umgekommener Schüler veröffentlichen.<br />
In seiner Ausstellung im Haus der Kunst wird Ai Weiwei sein neuestes Werk „Remembering“ zeigen: eine Installation von 9000 Rucksäcken, die an jene der vermissten und umgekommenen Kinder erinnern, und die von weitem betrachtet das Zitat einer Mutter, die beim Erdbeben ihre Tochter verlor, wiedergeben: „Sieben Jahre lebte sie glücklich auf dieser Welt.“ Neben Chris Dercon, dem Direktor des Haus der Kunst, wird auch Ai Weiwei im Blog des Haus der Kunst posten.</p>
<div id="attachment_1831" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1831" title="HDK_AI_Weiwei_Remembering" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2009/09/HDK_AI_Weiwei_Remembering1.jpg" alt="Ai Weiwei, Remembering, 2009 © Ai Weiwei" width="400" height="53" /><p class="wp-caption-text">Ai Weiwei, Remembering, 2009 © Ai Weiwei</p></div>
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		<title>Groß-Paris</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/gros-paris/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 08:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern in Vergangenheit wie Gegenwart ein ziemlich schwer zu regulierendes urbanes Konglomerat. Bis in die frühe Neuzeit hinein wurde dem massiven Bevölkerungswachstum mit permanenter Erweiterung begegnet, so wie es sich in den in immer weiteren Kreisen angelegten Stadtmauern ausdrückt. In der Aufklärung versuchte man, dem Chaos mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><img class="alignleft size-full wp-image-1701" style="margin-top: 8px;margin-bottom: 8px" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2009/08/imagenouvel_cb237.jpg" alt="imagenouvel_cb237" width="339" height="255" />Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern in Vergangenheit wie Gegenwart ein ziemlich schwer zu regulierendes urbanes Konglomerat. Bis in die frühe Neuzeit hinein wurde dem massiven Bevölkerungswachstum mit permanenter Erweiterung begegnet, so wie es sich in den in immer weiteren Kreisen angelegten Stadtmauern ausdrückt. In der Aufklärung versuchte man, dem Chaos mit Maßnahmen des <em>embellissement</em> zu Leibe zu rücken. Berühmt (und berüchtigt) wurden im 19. Jahrhundert die radikalen Durchbrüche des Baron Haussmann. Im 20. Jahrhundert dann fiel Le Corbusier nichts Besseres ein, als das historische Zentrum durch eine Reihe von Punkthochhäusern zu ersetzen. Der umtriebige und immer an der <em>gloire</em> seines Landes und seiner Hauptstadt orientierte Nicolas Sarkozy hat zuletzt eine Reihe von (inter)nationalen Architekturbüros damit beauftragt, das <em>Grand Paris</em> der Zukunft zu planen. Von den Ergebnissen war auch in deutschen Zeitungen zu lesen, ausgestellt sind sie zur Zeit im <em>Palais de Chaillot</em>, eingerahmt von den Moulagen des <em>Musée des Monuments français</em> und gleichsam bewacht vom Eiffelturm, auf den sich dem Besucher beim Rundgang die grandiosesten Blicke bieten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Die Probleme dieser zuletzt auch vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama zur „schönsten Stadt“ der Welt gekürten Kapitale sind bekannt. Die eigentliche Stadt Paris ist eingeklemmt in den Boulevard Périphérique, die Gebiete darumherum, die sich zur über 10 Millionen Einwohnern Wohnraum bietenden <em>Ile de France</em> zusammenfügen, unterliegen jeweils eigenen Verwaltungen. Investitionen gehen vor allem in das glänzende Zentrum, das nichtsdestoweniger an einem entschiedenen Mangel an Grünflächen und an einem Überhand nehmenden Verkehr leidet, die Vorstädte sind schlecht angebunden, von den gewalttätigen Bewegungen der unterprivilegierten Bewohner vor allem in den im Norden liegenden „Vorstädten“ ist ebenfalls einiges nach Deutschland gedrungen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Die Vorschläge der Architekten sind mannigfaltig, sie werden mit dem in der zeitgenössischen Architekturszene verbreiteten theoretischen Aufwand einem staunenden Publikum präsentiert. Die Akzente liegen auf der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Zeichen einer nachhaltigen Stadtplanung (gleich nebenan wird die Ausstellung <em>Habiter écologique. Quelles architectures pour une ville durable?</em> gezeigt), auf der Bildung von Unterzentren an der Peripherie, der Begrünung und in eingen Fällen der konzeptionellen Einbindung des Umlandes. In einem der Vorschläge wird – im Rückgriff auf eine Idee Napoleons (!) &#8211; gleich der gesamte untere Seine-Raum als ein modernes Groß-Paris gedacht, mit der existierenden Autobahn als neuem Stadtboulevard und einem neuen TGV, der den als lockeres Gefüge von Stadträumen und Agrar- bzw. Parkfläche gedachten, immerhin an die 250 Kilometer langen Streifen durchmessen soll.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Das Ganze bleibt in der Ausstellung ein wenig abstrakt, man muss viel lesen und braucht eine gute Vorstellungskraft. Aber irgendwie hat man auch den Eindruck, sich ein letztes Mal im Zentrum einer Welt zu befinden, die diesen Anspruch immer mehr an die neuen Zenren im Osten abgeben muss.</p>
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		<title>Kunstverein Hamburg: Karla Black und Marcel Tyroller / Fred Sandbank</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kunstverein-hamburg-karla-black-und-marcel-tyroller-fred-sandbank/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 08:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yvonne Bialek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kunstverein Hamburg steht momentan ganz unter dem Zeichen der harmonischen Verbindung: Noch bis zum 6. September 2009 gibt es dort zwei Kleinst-Gruppen-Ausstellungen zu sehen.
Das Erdgeschoss teilen sich Marcel Tyrollers „Schnur 2“ (2008) und Fred Sandbanks „Untitled (Seven-part Vertical Contruction)&#8221; (1987) aus der Sammlung Falckenberg. Während Sandbanks verschiedenfarbige Fäden senkrecht und solide im Raum stehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.kunstverein.de/" target="_blank">Kunstverein Hamburg</a> steht momentan ganz unter dem Zeichen der harmonischen Verbindung: Noch bis zum 6. September 2009 gibt es dort zwei Kleinst-Gruppen-Ausstellungen zu sehen.<br />
Das Erdgeschoss teilen sich Marcel Tyrollers „Schnur 2“ (2008) und Fred Sandbanks „Untitled (Seven-part Vertical Contruction)&#8221; (1987) aus der Sammlung Falckenberg. Während Sandbanks verschiedenfarbige Fäden senkrecht und solide im Raum stehen, ist Tyrollers Arbeit nicht zu bändigen: Eine Maschine wirft die Schnur elliptisch vor sich her. Diese prallt dabei an die Wand, wandert an ihr entlang und erschließt sich in einer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung ihre Umgebung.<br />
Tyroller setzt Sandbanks Konzept des minimalistischen Korpus des Kunstwerks fort. Gemeinsam ist ihnen auch die Überlegungen zur Relation von Körper und Raum. Die Dynamik der Gegenwart in Tyrollers Arbeit geht eine gelungene Symbiose mit der historischen Position Sandbanks ein, greift sie auf und trägt sie mit sich fort.<br />
Auch im Obergeschoss des Kunstvereins geht es symbiotisch zu: die schottische Künstlerin Karla Black hat vier Werke von Kostis Velonis, der den Raum zuvor mit seiner Ausstellung bespielte, am Ort belassen und ihrerseits vier Arbeiten hinzugefügt. Black lässt in ihren skulpturalen Strukturen verschiedene Materialien, wie Gipspulver und Make-up, miteinander verschmelzen. Daraus entstehen ephemere Erscheinungen, die in ihrer Distension jedoch den Raum besetzen und für sich in Anspruch nehmen. Die helle, monochrome Palette ihrer Arbeiten wird durch pink- und apricotfarbene Impulse durchbrochen. Trotzdem wirkt die Komposition ruhig und ausgeglichen. Die angedeuteten Konnotationen der spezifischen Materialien und geprägten Farben werden nur angedeutet, nicht ausgespielt.</p>
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		<title>ART+COM im Linzer Ars Electronica Center</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/artcom-im-linzer-ars-electronica-center/</link>
		<comments>http://blog.arthistoricum.net/artcom-im-linzer-ars-electronica-center/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 10:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kwastek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ars Electronica]]></category>
		<category><![CDATA[Art+COM]]></category>
		<category><![CDATA[Linz]]></category>

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		<description><![CDATA[Das im Januar diesen Jahres neu eröffnete Ars Electronica Center in Linz zeigt zur Zeit eine Ausstellung zu den Arbeiten von „ART+COM&#8221;.
Schon die Frage, als was man ART+COM bezeichnen soll, ist nicht einfach zu beantworten. Um eine ‚Künstlergruppe&#8217; handelt es sich sicher nicht.
Zunächst als Verein, später als GmbH, heute als Aktiengesellschaft geführt, handelt es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">Das im Januar diesen Jahres neu eröffnete Ars Electronica Center in Linz zeigt zur Zeit eine Ausstellung zu den Arbeiten von „ART+COM&#8221;.</div>
<div class="mceTemp">Schon die Frage, als was man ART+COM bezeichnen soll, ist nicht einfach zu beantworten. Um eine ‚Künstlergruppe&#8217; handelt es sich sicher nicht.</div>
<div id="attachment_1200" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://p112808.typo3server.info/wp-content/uploads/2009/06/med_01_artcomretro4.jpg"><img class="size-full wp-image-1200" src="http://p112808.typo3server.info/wp-content/uploads/2009/06/med_01_artcomretro4.jpg" alt="ART+COM Retrospektive im AEC (Bild: artcom.de)" width="240" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">ART+COM Retrospektive im AEC (Bild: artcom.de)</p></div>
<div class="mceTemp">Zunächst als Verein, später als GmbH, heute als Aktiengesellschaft geführt, handelt es sich um eine inzwischen über zwanzig Jahre aktive Gruppierung von Designern, Architekten, Informatikern und Künstlern, die sich &#8211; so beschreiben sie es selbst &#8211; mit der Forschung und Entwicklung interaktiver medialer Lösungen beschäftigen. Ihr Spektrum reicht von interaktiven Stadtmodellen über wissenschaftliche Visualisierungen bis zu Medienarchitekturen, etwa im neu eröffneten BMW-Museum in München. Ihre Projekte sind damit ein gutes Beispiel dafür, wie fließend die Grenzen zwischen Medienkunst, Design, Architektur und wissenschaftlicher Forschung, zwischen  autonomer künstlerischer Arbeit und Auftragsarbeiten sind. Zwei dieser Arbeiten seien hier kurz beschrieben:</div>
<p><strong>Der Zerseher</strong></p>
<div class="mceTemp">
<div id="attachment_1220" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://p112808.typo3server.info/wp-content/uploads/2009/06/med_03_zerseher9.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1220" src="http://www.arthistoricum.net/blog/wp-content/uploads/2009/06/med_03_zerseher9-150x150.jpg" alt="ART+COM: Der Zerseher (Bild: artcom.de)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">ART+COM: Der Zerseher (Bild: artcom.de)</p></div>
<p>Bereits 1992 präsentierten Joachim Sauter und Dirk Lüsebrink den ‚Zerseher&#8217;, eine Installation, bei der die Augenbewegungen des Betrachters der digitalen Reproduktion eines Gemäldes von Giovanni Francesco Carotos erfasst werden und die sukzessive Zerstörung der Bildinformationen steuern. Die damals innovative Technologie des eye-tracking wird hier eingesetzt, um unsere Wahrnehmung von Bildern nicht nur zu visualisieren, sondern auch zu reflektieren: Inwieweit bestimmt die Motivik und Komposition eines Gemäldes unsere Blickbewegungen? Ist schon die Betrachtung eines Gemäldes interaktiv? Sieht jeder Betrachter im Endeffekt auf einem Bild etwas anderes? Zerstört die digitale Reproduktion von Bildern deren Aura?</p></div>
<p><strong>The Invisible Shape of Things Past</strong></p>
<div class="mceTemp">
<div id="attachment_1221" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://p112808.typo3server.info/wp-content/uploads/2009/06/med_inv_083.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1221" src="http://www.arthistoricum.net/blog/wp-content/uploads/2009/06/med_inv_083-150x150.jpg" alt="ART+COM: The Invisible Shape of Things Past (Bild:artcom.de)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">ART+COM: The Invisible Shape of Things Past (Bild:artcom.de)</p></div>
</div>
<p>Das von 1995 bis 2007 entwickelte Projekt ‚The Invisible Shape of Things Past&#8217; ging von einer konkreten Vermittlungsidee aus: der Einbindung historischer Filmmaterialien in virtuelle Stadtmodelle. Die Produzenten wollten die Filme als Objekte im Stadtmodell positionieren und kamen zu der Lösung, die mit der Kamera durchfahrenen Räume als plastisch modellierte Folge von hintereinander gereihten Frames darzustellen. Das Projekt mündete schließlich in Skulpturen, die &#8211; als ‚Kunst über Medien&#8217; &#8211;  die Kamerafahrten von Filmen als räumliche Zeitskulpturen konservieren und damit eine interessante Reflexion der Zusammenhänge von Zeit und Raum in Film, Wahrnehmung und Kunst bieten.</p>
<p>Viele weitere Projekte sind in der Ausstellung im <a href="http://www.aec.at" target="_blank">Ars Electronica Center </a>-  aber auch auf der umfangreichen Website von <a href="http://www.artcom.de" target="_blank">ART+COM </a>- dokumentiert.</p>
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		<title>&#8220;How to be satisfied with 70%&#8221; &#8211; Paik Ausstellung im MUMOK</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/how-to-be-satisfied-with-70-paik-ausstellung-im-mumok/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 14:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Kwastek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Nam June Paik; Medienkunstgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Wiener Museum für Moderne Kunst (MUMOK) ist noch bis zum 17. Mai die Ausstellung: „Nam June Paik: Music for all Senses&#8221; zu sehen. Sie widmet sich einer Reinszenierung (so der Ausstellungskatalog) von Paiks inzwischen als legendär zu bezeichnenden Ausstellung „Exposition of Music, Electronic Television&#8221; in der Wuppertaler Galerie Parnaß im Jahr 1963:. Schon der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">Im Wiener Museum für Moderne Kunst (MUMOK) ist noch bis zum 17. Mai die Ausstellung: „Nam June Paik: Music for all Senses&#8221; zu sehen. Sie widmet sich einer Reinszenierung (so der Ausstellungskatalog) von Paiks inzwischen als legendär zu bezeichnenden Ausstellung „Exposition of Music, Electronic Television&#8221; in der Wuppertaler Galerie Parnaß im Jahr 1963:. Schon der Titel war für Paik programmatisch: „I have resigned the performance of Music, I expose the Music&#8221; (24)</div>
<div id="attachment_1059" class="wp-caption alignleft" style="width: 274px"><a href="http://p112808.typo3server.info/wp-content/uploads/2009/05/paik2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1059" src="http://www.arthistoricum.net/blog/wp-content/uploads/2009/05/paik2-264x300.jpg" alt="paik2" width="264" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ausstellungsansicht &quot;Music for all Senses&quot; MUMOK, Wien (Foto: Katalog)</p></div>
<p>Dieser Ausstellung wird in der kontinentaleuropäischen Medienkunstgeschichte eine ähnliche Bedeutung zugemessen,  wie den New Yorker &#8220;Nine Evenings&#8221; (1966) oder der Londoner Ausstellung &#8220;Cybernetic Serendipity&#8221; (1968). Dies allerdings weniger wegen der Musikinstallationen &#8211; u. a. vier &#8220;präparierte Klaviere&#8221; -  als wegen der Ausstellung von zwölf  manipulierten Fernsehgeräten, Arbeiten, die als Pionierleistung der Medienkunst gelten.  Es ist sehr zu begrüßen, dass die umfangreiche Dokumentation des MUMOK nun einen konkreteren Eindruck von der Ausstellung vermittelt, hat diese doch ihre Berühmtheit wie so oft erst posthum erreicht und wurde 1963 wohl nur von wenigen Besuchern erlebt (so erinnert sich Tomas Schmit: &#8220;Am Eröffnungsabend kommen fast nur freunde der beteiligten, an den weiteren abenden fast niemand mehr&#8221; (124).</p>
<p>Das MUMOK versucht keine Simulation der ursprünglichen räumlichen Situation und verzichtet auch auf denkbare sensationsträchtige Repliken, etwa den damals im Eingang hängenden echten Bullenkopf, vermittelt aber dennoch viel von der Atmosphäre des ursprünglichen Events. So sind alle Wände mit hochkopierten Fotografien der Eröffnung tapeziert, auf denen eine Vielzahl kleinerer &#8216;Originalfotografien&#8217; sowie schriftliche Dokumente gehängt wurden. Davor stehen erhaltene Exponate und Nachbauten derselben (s. u.). Der entstehende fließende Übergang zwischen Originalen, Dokumenten und Reproduktionen legt auf anregende Weise die Verschmelzung von Ausstellung, Dokumentation und Rezeption offen. Das spannendste Exponat der Ausstellung ist denn auch ein Text, den ein Ausstellungsmitarbeiter, Tomas Schmit, erst 1976 aus der Erinnerung verfasste. Er hängt im MUMOK &#8216;im Original&#8217; (als Manuskript) und dokumentiert das Event durch die Brille von und aus der Erinnerung von Schmit, und vermittelt daher zwar eine subjektive, dafür aber umso lebhaftere und spannende Perspektive auf die Ausstellung, die Schmit selbst mit dem Paik Zitat „how to be satisfied with 70%&#8221; (129) kommentiert.</p>
<p>Ein schönes Konzept, dass ein Exponat, das selbst ursprünglich den Status einer Sekundärquelle (der Ausstellung) hatte, nun als Primärquelle (der Rezeption) ausgestellt wird, und in seiner zweifachen Quellenfunktion (als historisches Dokument und aktueller Ausstellungsführer) genutzt werden kann. Dass die Rezeptionsgeschichte einer Ausstellung sich fast untrennbar mit dieser verbinden kann, zeigt auch der Ausstellungskatalog, der Fotos der aktuellen Wiener Reinszenierung gleich mit beinhaltet.</p>
<p>Viele der ursprüngliche partizipativen Exponate sind erhalten, allerdings natürlich längst musealisiert, d. h. nicht mehr &#8216;benutzbar&#8217;. Daher wurden für die Ausstellung neben den historischen Objekten einiger dieser Exponate als benutzbare &#8220;Ausstellungsobjekte&#8221; (so der Katalog) nachgebaut. Dies erscheint sehr sinnvoll, ging es doch schon damals nicht um eine Ästhetik der Objekts, sondern um eine Einladung zur Aktion, etwa die Möglichkeit, beim so genannten &#8220;Plattenschaschlik&#8221; eigenhändig einen Tonabnehmer auf verschiedene sich drehende Langspielplatten aufzusetzen, um Musikfragmente zu aktivieren. Von den ursprünglich zwölf Fernsehern werden leider nur drei als Nachbauten gezeigt, von denen einer bereits defekt ist, genauso wie die Rekonstruktion von &#8220;Random Access&#8217;&#8221;(einer Komposition aus auf die Wand geklebten Magnetbändern eines Tonbandes, die per frei bewegbarem Tonkopf abzufahren war). Das ist zwar schade und gemahnt einen daran, Medienkunstausstellungen immer möglichst zeitnah zur Eröffnung zu besuchen, andererseits bietet gerade die Anfälligkeit der Nachbauten wahrscheinlich ein sehr authentisches Erlebnis. So erinnert sich Tomas Schmit: „und manche der viele armaturen waren &#8211; wenn nicht absichtlich, so doch bewusst &#8211; arg labil: ging eine sache kaputt, wurde sie repariert; oder durch eine andere ersetzt; oder einfach fallengelassen&#8221; (126).</p>
<p>Der Ausstellungskatalog selbst dokumentiert und kontextualisiert das Event ausführlich und mit zahlreichen aktuellen Interviews, was allerdings fehlt ist ein Passus von Paik, der im ausgestellten Entwurf (?) für eine Veröffentlichung des Fluxus-Magazins noch vorhanden war, in der im Ausstellungskatalog abgedruckten publizierten Fassung allerdings fehlt &#8211; aus organisatorischen Gründen, oder vielleicht doch, weil Paik hier ziemlich schonungslos mit seinem Publikum abrechnet? „In Gallery Parnass (Wuppertal) one Bull&#8217;s Head made more sensation than 13 TV-sets &#8211; justifiably, these were too intellectual for Wuppertal. According to Mr. Jähring, who really managed to manage all the hubbub in his Galery, see-ers should learn how to see experimental TV before seeing. Brötzmann and Montwé, very creative collaborators, who interpreted and realized many of the ideas better than I ever imagined (Tudor to Cage?) were left quite cold by my TV-sets at the beginning of session, but they became day by day more attracted to the TVs, and finally for them won over all the other &#8217;sensational&#8217; attractions [...] But for the normal, cold, stupid visitors, who &#8216;glances at it for a couple of minutes&#8217; such as at the stable painting, it is just the distorted TV, just as electronic music was only the noise of Anti Hi-Fi Amplifier 10 years ago&#8221; (Television Experiment, 1963/64).</p>
<p>(Zahlenangaben in Klammern = Seitenangabe Ausstellungskatalog)</p>
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		<title>Erste Retrospektive von Zoe Leonard</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 18:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[feministische Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[leonard]]></category>
		<category><![CDATA[retrspektive]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine, ungewöhnliche Ausstellung ist derzeit in der Pinakothek der
Moderne in München zu sehen. Konzipiert vom Fotomuseum Winterthur und für München übernommen zeigt die Retrospektive rund 90 Arbeiten der New Yorker Fotografin.
Ungewöhnlich ist die Ausstellung insofern als die Bilder aus jeder
Kategorisierung rausfallen. Während man im zweiten Part der Ausstellung
den Eindruck erhält, dass Leonard dokumentarische Schnappschüsse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine, ungewöhnliche Ausstellung ist derzeit in der Pinakothek der<br />
Moderne in München zu sehen. Konzipiert vom Fotomuseum Winterthur und für München übernommen zeigt die Retrospektive rund 90 Arbeiten der New Yorker Fotografin.<br />
Ungewöhnlich ist die Ausstellung insofern als die Bilder aus jeder<br />
Kategorisierung rausfallen. Während man im zweiten Part der Ausstellung<br />
den Eindruck erhält, dass Leonard dokumentarische Schnappschüsse à la<br />
Eggleston oder Stephen Shore festhält, zeigt der erste Raum ein ganz<br />
anderes Bild der Fotografin. Hier geht es um Spurensuche, visuelle<br />
Erkundungen gesellschaftlicher Verhältnisse in Natur und Stadt. Der Hinweis, dass die Künstlerin zur feministischen Kunst gezählt wird, mag für das Gesamtwerk von Leonard nicht unwichtig sein, hilft einem bei der Bildbetrachtung aber nur wenig.</p>
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