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	<title>blog.arthistoricum.net &#187; Architekturgeschichte</title>
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	<description>Das Blog von arthistoricum.net</description>
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		<title>Brunnen, Wasserfall und Wand. Eine Naturinstallation im Foyer der neuen ADAC Zentrale in München</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 08:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössische Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastkommentar von Ioana Herbert Ende des vergangenen Jahres wurde in der Hansastraße in München die neue ADAC Zentrale feierlich in Betrieb genommen. Der Entwurf der Stararchitekten Sauerbruch Hutton von 2004 mit einem wellenförmigen Sockelbau und einem Turm über 22 Stockwerken wurde nun realisiert und das Gebäude hebt sich von der Umgebung im Südwesten der Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gastkommentar von Ioana Herbert</p>
<div id="attachment_4762" class="wp-caption alignnone" style="width: 266px"><a href="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2012/01/herbert_5.jpg"><img class="size-full wp-image-4762" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2012/01/herbert_5.jpg" alt="" width="256" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">art aqua, Wasserwand, Edelstahl und Glas, 5 x 9 m, ADAC Zentrale München, Foyer, Nordeingang</p></div>
<p>Ende des vergangenen Jahres wurde in der Hansastraße in München die neue ADAC Zentrale feierlich in Betrieb genommen. Der Entwurf der Stararchitekten Sauerbruch Hutton von 2004 mit einem wellenförmigen Sockelbau und einem Turm über 22 Stockwerken wurde nun realisiert und das Gebäude hebt sich von der Umgebung im Südwesten der Stadt nicht nur wegen seiner Höhe von 92 Metern und der Leuchtkraft seiner gläsernen Wände ab, sondern auch wegen der kleinteiligen Splitterung der Fassade in Flächen unterschiedlicher, hier vorwiegend gelber Farbabstufungen. Dieses geradezu Markenzeichen des Berliner Architekturbüros, das in München bereits bei dem Museum Brandhorst erprobt und in leichter Abwandlung nun bei der Gestaltung des Neubaus der ADAC Zentrale übernommen wurde, nimmt optisch den kompakten Bauteilen ihr Gewicht ab und lässt die Konstruktion nicht nur chromatisch anziehend sondern auch leichter erscheinen.</p>
<div id="attachment_4763" class="wp-caption alignnone" style="width: 266px"><a href="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2012/01/herbert_6.jpg"><img class="size-full wp-image-4763" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2012/01/herbert_6.jpg" alt="" width="256" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">art aqua, Wasserwand, Edelstahl und Glas, 5 x 9 m, ADAC Zentrale München, Foyer, Blick nach Südwesten</p></div>
<p>Noch bevor die Kunstwerke der Sammlung „Spuren“, die um Themen der Mobilität kreisen, ihren Platz in dem neuen Gebäude einnehmen konnten, wurde im neuen Haus, im Eingangsbereich, der Kunst (und der Natur) eine Sonderstelle eingeräumt. Eine fünf Meter breite und neun Meter hohe Wand aus Spiegel- und Klarglas, die von Edelstahl umrahmt und in einer Hecke eingebettet ist, wird von fließendem Wasser umspült und zieht die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern und Besuchern auf sich. Die Installation der auf Indoor-Landschaften spezialisierten Firma art aqua hat sicher die Funktion Gerüche und Staub aus der Luft zu filtern, bietet aber auch allen Passanten eine ungewöhnliche visuelle Erfahrung.</p>
<div id="attachment_4764" class="wp-caption alignnone" style="width: 266px"><a href="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2012/01/herbert_7.jpg"><img class="size-full wp-image-4764" src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/uploads/2012/01/herbert_7.jpg" alt="" width="256" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">art aqua, Wasserwand, Edelstahl und Glas, 5 x 9 m, ADAC Zentrale München, Foyer, Nahaufnahme</p></div>
<p>Das nah an der glatten Oberfläche fließende Wasser bricht für den Abschnitt der künstlich aufgezogenen Wand die Spiegelbilder jeder Bewegung im Erdgeschoss und verwischt die Sicht auf jede Bewegung im Flur des ersten Obergeschosses. Vielleicht wird in diesem Schattenspiel, das Bewegungen optisch bremst, die erklärte Absicht der Autoren, den Alltag zu entschleunigen, deutlich. Auf jeden Fall darf man jetzt schon darauf gespannt sein, wie sich die formal unauffällige aber ästhetisch wirkungsvolle Naturinstallation in das Leben des Hauses integrieren wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fbrunnen-wasserfall-und-wand-eine-naturinstallation-im-foyer-der-neuen-adac-zentrale-in-munchen-von-ioana%2F&amp;title=Brunnen%2C%20Wasserfall%20und%20Wand.%20Eine%20Naturinstallation%20im%20Foyer%20der%20neuen%20ADAC%20Zentrale%20in%20M%C3%BCnchen" id="wpa2a_4"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gottfried Kiesow</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 20:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstgeschichte des Mittelalters]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des Frankfurter Kunsthistorikertages &#8211; das muss Anfang der 1990er Jahre gewesen sein &#8211; wurden wie immer eine Reihe von Exkursionen in die Umgebung angeboten. Ich entschied mich für eine zu den mittelalterlichen Kirchen in Fulda. Geleitet wurde diese Exkursion von Gottfried Kiesow, der mir im Bus schon dadurch auffiel, dass er ohne jede Kontaktscheu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Frankfurter Kunsthistorikertages &#8211; das muss Anfang der 1990er Jahre gewesen sein &#8211; wurden wie immer eine Reihe von Exkursionen in die Umgebung angeboten. Ich entschied mich für eine zu den mittelalterlichen Kirchen in Fulda. Geleitet wurde diese Exkursion von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Kiesow">Gottfried Kiesow</a>, der mir im Bus schon dadurch auffiel, dass er ohne jede Kontaktscheu auf die verschiedenen Mitreisenden zuging. Die Führungen selber waren dann eine Offenbarung: Niemals hatte ich jemanden kennen gelernt, der so packende Kirchenführungen hinlegen konnte wie dieser Charismatiker.</p>
<p>Mir war damals gar nicht klar, um wen es sich hier handelte. Kiesow hatte schon Mitte der 80er Jahre die <a href="http://www.denkmalschutz.de/">Deutsche Stiftung Denkmalschutz</a> gegründet. Diese Stiftung hat bis heute wahrscheinlich mehr für die Denkmalpflege in Deutschland getan als jede andere Organisation. Mehr als 3000 Denkmäler sind aus Mitteln der Stiftung restauriert worden. Insgesamt haben mehr als 170.000 private und unternehmerische Stifter  die Stiftung mit über 120 Millionen Euro gefördert. Ca.  400 Millionen Euro konnten über sie zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Kiesow ist gestern im Alter von 80 Jahren in Wiesbaden gestorben.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fgottfried-kiesow%2F&amp;title=Gottfried%20Kiesow" id="wpa2a_8"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Würzburg: ein kunsthistorischer Appell</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/wuerzburger-appell/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 14:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[XXXI. Kunsthistorikertag]]></category>

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		<description><![CDATA[Anders als die anhaltende Verehrung des Wunderkindes Mozart, hat die Wertschätzung der „Architektur der Wunderkinder“ vielerorts Rost angesetzt. Ein Paradebeispiel für die präkere Situation, in der sich Gebäude der Nachkriegszeit häufig immer noch befinden, ist die 1955-57 vom Stadtbaurat Rudolf Schlick errichtete Mozartschule unweit der Würzburger Residenz (1 u. 2). Der Bau gruppiert sich locker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Anders als die anhaltende Verehrung des Wunderkindes Mozart, hat die Wertschätzung der „<a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Ausstellung_in_Muenchen_ueber_Wiederaufbau_in_Bayern_19183.html">Architektur der Wunderkinder</a>“ vielerorts Rost angesetzt. Ein Paradebeispiel für die präkere Situation, in der sich Gebäude der Nachkriegszeit häufig immer noch befinden, ist die 1955-57 vom Stadtbaurat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Schlick">Rudolf Schlick</a> errichtete Mozartschule unweit der Würzburger Residenz (1 u. 2). Der Bau gruppiert sich locker um drei Hauptriegel im Kern und ein gegenüber dem Niveau der von Balthasar Neumann angelegten Hofstraße erhöhtes Atrium mit Foyer zu einem fein abgestuften, plastischen Bauarrangement. Durch die Zurücknahme der Bautrakte von der Straßenflucht respektiert er seinen urbanen Kontext. Er drängt sich nicht auf, sondern schafft durch diagonal zur Baukante an der Maxstraße stehende Volumina eigenständige Räume (3). Aus diesem Gruppenbau spricht die <strong>Bescheidenheit und Maßstäblichkeit der Nachkriegsarchitektur</strong>, die noch nicht vom lauten Ton der späteren Wirtschaftswunderzeit oder vom Primat maximaler Flächenverwertung unserer Tage, bestimmt war (vgl. <a href="http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Aktionen/Mozartschule">AK Denkmalschutz, &#8220;Rettet das Moz!&#8221;</a>).</p>
<div class="mceTemp"><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Hofstra%C3%9Fe-Mozartschule-Treppe.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Hofstra%C3%9Fe-Mozartschule-Treppe.jpg" alt="Würzburg, Hofstraße, Mozartschule, Treppe (Photo Martin Höppl)" width="239" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Hofstraße-Mozartschule-Eingang.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3774" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Hofstraße-Mozartschule-Eingang.jpg" alt="Würzburg, Hofstraße, Mozartschule, Eingang (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></div>
<div class="mceTemp">(1) Mozartschule, Hofstraße, Treppe (Photo von Martin Höppl)</div>
<div class="mceTemp">(2) Eingangssituation (Photo von Martin Höppl)</div>
<div class="mceTemp">.</div>
<div class="mceTemp">Seit Jahren wird der Schulbau nicht mehr als solcher genutzt, sondern dient für kulturelle Umnutzungen, wie z. B. für ein <a href="http://www.central-programmkino.de/index.php?id=15">Kino</a>. Der Putz bröckelt, der Sanierungsrückstand ist unübersehbar. Die architektonischen Qualitäten des seit 1995 denkmalgeschützten Ensembles sperren sich gegen die Vorgaben wirtschaftlicher Verwertungsstrategien im Zusammenhang mit dem weiteren <a href="http://www.wuerzburg.de/de/lebenssituationen/neuinwuerzburg/einkaufeninwuerzburg/index.html">Ausbau der City zum Einzelhandelsstandort</a>. Es verwundert kaum, dass der Abriss des ehemaligen Schulbaus geplant ist. Wie allenthalben, nicht nur in Würzburg, soll auch hier <strong>ein weiteres gesichtsloses Einkaufszentrum</strong> entstehen, das durch seine Massivität sogar den <a href="http://www.germanplaces.com/de/deutschland/residenz-wuerzburg-welterbe.html">Weltkulturerbe-Status</a> der nahegelegenen Residenz gefährdet. Freilich scheint dieses Argument, wie auch im Falle der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waldschl%C3%B6%C3%9Fchenbr%C3%BCcke">Dresdner Waldschlößchenbrücke</a>, oder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelrheinbr%C3%BCcke">Mittelrheinbrücke</a> zwischen St. Goar und St. Goarshausen u. a. Planungen, eher zweitrangig.</div>
<div class="mceTemp">.</div>
<div><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Maxstraße-Mozartschule.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Maxstraße-Mozartschule.jpg" alt="Würzburg, Maxstraße, Mozartschule (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></div>
<div>(3) Mozartschule, Maxstraße (Photo von Martin Höppl)</div>
<p>Die Kassen der meisten Kommunen sind leer. Daher spielen Fragen ästhetischer Angemessenheit meist eine nachgeordnete Rolle bei der Stadtgestaltung. Erst 2006/07 sorgte der <a href="http://www.ais-online.de/6/pdcnewsitem/00/70/45/index_6.html">Neubau der VR-Bank</a> von „<a href="http://www.opus-architekten.de/inhalt/opus/impressum.html#">OPUS Architekten BDA Anke Mensing u. Andreas Sedler</a>“ am Marktplatz gegenüber der spätgotischen Marienkapelle für heftige Diskussionen (4). Der mächtige Baukubus passt nicht so ganz zu den Proportionen der geschlossenen Bebauung des Marktes. Die Gestaltung und Möblierung der Platzfläche sowie auffällige, modernistische Markthallen (6) unterstützen den <strong>sterilen Eindruck</strong> des Parkgaragenplatzes zudem.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Marktplatz-VR-Bank-Gebäude1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3782" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Marktplatz-VR-Bank-Gebäude1.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a> <a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg" alt="Würzburg, Marktplatz, Markthallen (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></p>
<div>(4) Marktplatz, VR-Bank-Gebäude (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>(5) Marktplatz, Markthallen (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>.</div>
<div>Auch neu geschaffene Stellen, wie der <a href="http://www.unser-wuerzburg.de/index.php?site=news&amp;news_ID=1320&amp;titelindex=Neuer-Platz-am-Mainkai-wird-Felix-Freudenberger-Platz-getauft">Felix-Freudenberger-Platz</a>, spiegeln die schwierigen Rahmenbedingungen kommunaler  Gestaltungskonzepte (6 u.7). Wie vielerorts versucht man auch hier ein  monotones Reststück zwischen den Autofahrbahnen als <strong>sogenannten „Platz mit gesteigerter Aufenthaltsqualität“</strong> zu verkaufen. Leider handelt es sich dabei wie allzu oft lediglich um  eine Worthülse, deren Sinn im Zusammenhang von Inwertsetzungsstrategien  der marktwirtschaftlichen „Image City“ längst eskamotiert ist. Während  die autoverkehrsfreie nördliche Mainpromenade als Publikumsmagnet  fungiert, wirken die Parkbänke auf dem neu gestalteten Seitenstreifen  südlich der alten Mainbrücke geradezu verloren. Die Ausgestaltung von Verkehrsplätzen stellt in unseren Tagen ein zunehmendes Problem dar. Auch beim Effnerplatz in München laufen gerade ähnliche Diskussionen (vgl. zu diesem Thema <a href="http://blog.arthistoricum.net/mae-west-hohenrekord-oder-millionengrab/">hier</a>).</div>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz.jpg"><img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz-Bautafel.jpg"> <img src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Mainkai-Felix-Freudenberger-Platz-Bautafel.jpg" alt="Würzburg, Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz, Bautafel (Photo Martin Höppl)" width="241" height="180" /></a></p>
<div>(6) Mainkai, Felix-Freudenberger-Platz (Photo von Martin Höppl)</div>
<div>(7) Bautaufel am Felix-Freudenberger-Platz (Photo von Martin Höppl)</div>
<p>Zu allem Überdruss hat sich der Stadtrat nun auch noch für den Ausbau eines zentral an der Augustinerstraße gelegenen <a href="http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Main/HochhausAugustinerstra%DFe">Hochhauses</a> entschieden. Dieses <strong>„Maßlose Investorenprojekt“</strong>, wie es in einem Faltblatt der „<a href="http://www.historisches-franken.eu/Stiftungen_in_Franken/68heiner_reitberger_stiftung.htm">Heiner Reitberger Stiftung zur Erhaltung und Pflege historischer Denkmäler und bedeutsamen Kulturgutes in Würzburg und Umgebung</a>“ heißt, steht paradigmatisch für die Abkehr von der Wertschätzung einer historischen Stadtsilhouette. Das zu hohe und voluminöse Turmhaus wird in der Broschüre durchaus berechtigt als „dominanter Fremdkörper in der historischen Turm- und Dachlandschaft“ bezeichnet. Der Neubau wird sich vom Main aus betrachtet hinter der verhältnismäßig feinfühlig gruppierten Rückfassade des Einkaufszentrums Wöhrl – ein Positivbeispiel – markant gegen die historischen Kirchtürme abheben (8). Das modernistische Projekt geht zu Unkosten eines seit 1974 auf der Denkmalliste stehenden Baus der späten 1920er Jahre von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kleinsteuber">Franz Kleinsteuber</a> (vgl. das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4dtisches_Hochhaus_%28M%C3%BCnchen%29">städt. Hochhaus in München</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Leitenstorfer">Hermann Leitenstorfer</a>). Eine mögliche Sanierung wurde nicht ins Auge gefasst.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Ämterhochhaus-u.-Wöhrl.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3784" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Ämterhochhaus-u.-Wöhrl.jpg" alt="Würzburg, Ämterhochhaus u. Wöhrl (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></p>
<p>(8) Ämterhochhaus von der Alten Mainbrücke aus, im Vordergrund Wöhrl-Gebäude (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Am 25. März berichtete Kristina Maidt-Zinke im SZ-Feuilleton über die Gefährdung des siebengeschossigen „ersten ‚Wolkenkratzers’ Nordbayerns“, der ebenso wie das Leitenstorferhochhaus als Ämterbau errichtet wurde. Über Jahrzehnte hinweg wurde das Gebäude immer wieder umgebaut, um nicht zu sagen manipuliert und sabotiert. So gab es Änderungen am Walmdach, einen dunklen Anstrich und eine Mobilfunkanlage. Als sich 2004 ein Stein vom Kranzgesims löste, wurde das Haus eingerüstet. Die Würzburger taten sich schon immer schwer mit dem Bau, den sie als „Verschandelung“, als „Monstrum“ und als „hässlichen Klotz“ ansahen. Seine Wirkung wurde sogar als „Faustschlag eines Rohlings gegen ein edles Antlitz“ bezeichnet, wie Maidt-Zinke die Diskussion zusammenfasst in ihrem Artikel „Für ein Linsengericht. Verschachert Würzburg sein historisches Kapital zugunsten eines provinziellen Neubaus?“ Schon allein der Titel des geplanten Neubaus <strong>„<a href="http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Hochhaus-Gegner-kaempfen-weiter;art735,5957223">Tricyan Tower</a>“</strong> verspricht alles andere als Kontextbezogenheit. In der SZ heißt es weiter „von jenem angeberischen Plattenbaucharakter, mit dem die Provinz gern versucht, die „Tower“-Architektur der Metropolen nachzuahmen.“ (vgl. für solche Großprojekte <a href="http://blog.arthistoricum.net/kurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik/">hier</a>).</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"> </a><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Spiegelstra%C3%9Fe-Neubau-Brunowerk.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Spiegelstra%C3%9Fe-Neubau-Brunowerk.jpg" alt="Würzburg, Spiegelstraße, Neubau Brunowerk (Photo Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a><a href="../wp-content/uploads/2011/04/W%C3%BCrzburg-Marktplatz-Markthallen1.jpg"></a></p>
<p>(9) Spiegelstraße, Neubau des Brunowerks (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Es zeigt sich, dass auf Betreiben von Kommunen und privaten Investoren aufgrund des hohen finanziellen Verwertungsdrucks in den Innenstädten immer häufiger der <strong>Denkmalschutz ausgehebelt</strong> wird. Man denke etwa an die gefährdeten Kutscherhäuschen  (10) in München-Untergiesing (vgl. die Initative „<a href="http://www.wochenanzeiger.de/article/103751.html">Rettet die Birkenau</a>“) und zahlreiche andere Beispiele. Insbesondere der Ensembleschutz wird dabei in Frage gestellt. Selbst das kirchliche <a href="http://www.bruno-werk.de/">Brunowerk</a> verwirklicht in Würzburg mittlerweile Bauprojekte, die die Berücksichtigung des urbanen Kontextes gegenüber kommerziellen Gesichtspunkten hintenan stellen (9).</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/04/M%C3%BCnchen-Birkenau-Kutscherh%C3%A4uschen.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/04/M%C3%BCnchen-Birkenau-Kutscherh%C3%A4uschen-300x225.jpg" alt="München, Birkenau, Kutscherhäuschen (Photo von Martin Höppl)" width="434" height="327" /></a></p>
<p>(10) München, Untergiesing, Birkenau, Kutscherhäuschen (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass bei einer so weitgehend zerstörten Altstadt wie Würzburg die Stadtplanung seit dem Wiederaufbau zwischen Neuanfang und Rekonstruktion vor außergewöhnliche Aufgaben gestellt war. In der <strong>Sektion „<a href="http://www.kunsthistoriker.org/stadtbaukunst.html">Stadtbaukunst. Zerstörung und Wiederaufbau</a>“</strong> auf dem Kunsthistorikertag zum Thema &#8220;<a href="http://www.kunsthistoriker.org/kunsthistorikertag.html">Genius Loci</a>&#8221; Ende März wurde ausführlich über die schwierigen Bedingungen und begrenzten Möglichkeiten damaliger Planungen gesprochen. Insbesondere die Schöpfungen der Wirtschaftswunderzeit wurden überaus kontrovers diskutiert. Während manche von <strong>„Barbarei“</strong> sprachen, riefen andere zur <strong>Revision von Bewertungsmaßstäben</strong> auf. Ein Ergebnis der Sektion sowie der Mitgliederversammlung des „Verbands Deutscher Kunsthistoriker e.V.“ ist die „<a href="http://www.kunsthistoriker.org/1683.html">Resolution zum Erhalt der Würzburger Mozartschule</a>“, in der die städtischen Verantwortlichen eindringlich zum Erhalt der „organischen Architektur“, die keinesfalls einer „nicht angemessenen Großstadtstruktur geopfert werden“ dürfe, aufgefordert werden. Vgl. für meinen ausführlichen Bericht vom Kunsthistorikertag <a href="http://fachschaft-kunstgeschichte.blogspot.com/2011/04/impressionen-vom-xxxi-dt.html">hier</a>.</p>
<p>Der SZ-Artikel von Maidt-Zinke schließt mit dem <strong>Appell an uns Kunsthistoriker</strong>: „Letzte Hoffnung der lokalen Denkmalschützer ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normenkontrolle">Normenkontrollklage</a> eines benachbarten Eigentümers, über die Ende Mai entschieden wird. Die Stadt könnte jetzt ein paar „Wutbürger“ gebrauchen. Zumindest aber einen Aufschrei der Fachwelt, von der sich ein Teil in diesen Tagen zum Kunsthistorikertag in Würzburg versammelt.“ Vielleicht kann auch dieser Post einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der Appell der Resolution nicht ungehört verhallt.</p>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Bahnhofsplatz-Pavillons.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3786" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/04/Würzburg-Bahnhofsplatz-Pavillons.jpg" alt="Würzburg, Bahnhofsplatz, Pavillons (Poto von Martin Höppl)" width="437" height="328" /></a></p>
<p>(11) Bahnhofsplatz mit Pavillons vom Kiliansbrunnen aus (Photo von Martin Höppl)</p>
<p>Einzelbauten berühmter Nachkriegsarchiteken, wie etwa Sep Ruf, sind mittlerweile gut geschützt und saniert. Weniger prominente Beispiele hingegen fristen oft ein <strong>Schattendasein</strong>. In Würzburg scheint man sich offensichtlich gerade der Lösungen der ersten Nachkriegsjahrzehnte gerne entledigen zu wollen. So ist von Seiten der Stadt ein Abriss der rahmenden Pavillons am <a href="http://www.radiogong.com/index.php?id=126&amp;singelid=14919">Bahnhofsplatz/Kiliansplatz</a>, die zeitgleich mit der Mozartschule errichtet wurden, angedacht. Die Kioske aus Stahl, Glas und Holz stammen bezeichnender Weise ebenfalls vom überregional wenig bekannten Baurat Schlick (11).</p>
<p>Es gilt wachsam zu bleiben, damit nicht, wie häufig geschehen, ein bewusst erzeugter <strong>Sanierungsstau</strong> und damit einhergehende Verwahrlosung von Gebäuden, deren radikale Sanierung oder ihren Abriss legitimieren können.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fwuerzburger-appell%2F&amp;title=W%C3%BCrzburg%3A%20ein%20kunsthistorischer%20Appell" id="wpa2a_12"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abriss des Eiffelturms</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/abriss-des-eiffelturms/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 10:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsttechnik und Restaurierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Eisenkonstruktion]]></category>
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		<category><![CDATA[Gustave Eiffel]]></category>
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		<category><![CDATA[Ingenieurbaukunst]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus Bernau]]></category>
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		<category><![CDATA[Rekonstruktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit über 120 Jahren bereichert der Eiffelturm das Stadtbild von Paris bzw. verunstaltet er die Silhouette der Stadt, wie zahlreiche Künstler und Gelehrte schon bei seiner Errichtung 1889 meinten. Nun muss die unverkleidete, marode Eisenkonstruktion abgetragen werden. Rost und Korrosion sowie witterungs- und nutzungsbedingte Materialermüdung haben nicht nur den sichtbaren 300 Metern stark zugesetzt, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 120 Jahren bereichert der Eiffelturm das Stadtbild von Paris bzw. verunstaltet er die Silhouette der Stadt, wie zahlreiche Künstler und Gelehrte schon bei seiner Errichtung 1889 meinten. Nun muss die unverkleidete, marode Eisenkonstruktion abgetragen werden. <strong>Rost und Korrosion</strong> sowie witterungs- und nutzungsbedingte Materialermüdung haben nicht nur den sichtbaren 300 Metern stark zugesetzt, auch die Verfassung der vier Fundamentblöcke bedrohen die Standfestigkeit des Wahrzeichens und Revolutionsdenkmals (vgl. dazu u. a. Kohle <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/frontdoor.php?source_opus=119&amp;la=de">2000</a>, <a href="http://www.kabonline.de/system.php?katalog=12&amp;nr=10&amp;epoche=Werkbesprechungen">2001</a> u. <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2006/120/">2002</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freilich kommt die Diagnose – bestätigt durch moderne Computertomographie – nicht überraschend: Gustave Eiffel hatte den Stahlfachwerkbau <strong>nicht für die Ewigkeit</strong> errichtet, sondern zum Jubiläum der Revolution und als Attraktion der Weltausstellung. Daher sollte er schon 1909 wieder abgerissen werden. Aufgrund seiner Funktion als Rundfunkstation war er aber schon damals unentbehrlich geworden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis zum Herbst soll der Ingenieurbau nun komplett demontiert und innerhalb von drei Jahren, bis zu seinem 125jährigen Jubiläum am 1. April 2014 wieder aufgebaut werden. Neben der momentan ins Auge gefassten <strong>Komplettdemontage </strong>gibt es auch Überlegungen zur schrittweisen konservatorischen Rundumerneuerung, was jedoch wesentlich teuerer kommen dürfte. In einem Deutschlandradio Kultur-Interview zog der Arichitekturkritiker Nikolaus Bernau den Vergleich mit Eisenbahnbrücken, die wie zahlreiche andere Zeugnisse der Industriearchitektur heute nur noch auf alten Photographien zu bewundern sind (vgl. z. B. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fhesseloher_Br%C3%BCcke">Großhesseloher Brücke</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei einem Gebäude von darart eminenter Bedeutung für das kollektive Bewusstsein einer Stadt und einer ganzen Nation, wird man sich wohl auf hitzige Diskussionen gefasst machen können. Schließlich ist der Eiffelturm aufgrund seiner ikonischen Qualitäten in unseren Köpfen als Symbolbild eingebrannt. Auch im Falle des französischen Nationalsymbols wird darüber hinaus die Frage der <strong>Teil-, oder Total<a href="http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/">rekonstruktion</a></strong> noch kontrovers verhandelt werden. Man kann also gespannt sein, ob man den Turm beim nächsten Parisaufenthalt noch einmal wird bewundern können oder nicht. Laut Statikern könnte man dem rostigen Riesen noch ein paar Jahre Galgenfrist einräumen.</p>
<p>P.S. Als ich heute Vormittag die Meldung im Radio gehört habe, hatte ich für einen Moment das Gefühl, dass es sich um einen Aprilscherz handeln könnte.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fabriss-des-eiffelturms%2F&amp;title=Abriss%20des%20Eiffelturms" id="wpa2a_16"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bildwissenschaft und Architekturgeschichte?</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/bildwissenschaft-und-architekturgeschichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 15:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Fitzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie und Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bildwissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die „Theorie des Bildakts“ spaltet die Feuilletons. Doch warum eigentlich bildet die Architektur im Feld der Bildwissenschaften eine noch immer so große Leerstelle? Damit wären wir sogleich in einer noch ungelösten, aber Virulenz gewinnenden Debatte: die um das Verhältnis von Bildwissenschaft und Architektur. Mit der jüngst von der Abteilung Architekturgeschichte der Universität zu Köln und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die „Theorie des Bildakts“ spaltet die Feuilletons. Doch warum eigentlich bildet die Architektur im Feld der Bildwissenschaften eine noch immer so große Leerstelle? Damit wären wir sogleich in einer noch ungelösten, aber Virulenz gewinnenden Debatte: die um das Verhältnis von Bildwissenschaft und Architektur.</p>
<p>Mit der jüngst von der Abteilung Architekturgeschichte der Universität zu Köln und dem Internationalen Kolleg Morphomata (ebenso Köln) ausgerichteten Tagung <a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=15434">Diagrammatik der Architektur (27.-29. Januar)</a> ist nun ein weiterer Schritt des Zusammendenkens von Architektur und Bild vorbildlich vollzogen worden. Hierbei erwies sich der Diagrammbegriff als vielversprechende Kategorie in der Analyse von Entwurfs- und Wissensprozessen innerhalb der Architektur und des Bildes.</p>
<p>Zugleich kann diese Tagung auch als ein Appell an die Architekturgeschichte gelten, die methodologischen Neuorientierungen als Stärkung der an den kunsthistorischen Instituten und Seminaren immer weniger in der Lehre vertretenden Disziplin anzuerkennen und als diskursive Praxis zu erproben.</p>
<p>Entscheidend scheint mir, dass die Überwindung der Grenze von Bildwissenschaft und Architektur &#8211; und vice versa &#8211; maßgeblich über die Diskussion graphischer Medien wie der Architekturzeichnung und des Diagramms möglich ist.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fbildwissenschaft-und-architekturgeschichte%2F&amp;title=Bildwissenschaft%20und%20Architekturgeschichte%3F" id="wpa2a_20"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die geträumte Antike</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/die-getraumte-antike/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 14:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hubertus Kohle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Frühen Neuzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer in diesen Tagen nach Paris kommt, ist vom Ausstellungsangenot schier erschlagen. &#8220;Mondrian und de Stijl&#8221; im Pompidou, &#8220;Cranach und seine Zeit&#8221; im Luxembourg, &#8220;Tony Cragg&#8221;, &#8220;Franz Xaver Messerschmidt&#8221; und &#8220;L&#8217;Antiquitė revėe. Innovations et rėsistances au XVIIIe siecle&#8221; im Louvre. Aus alter Verbundenheit war ich in letzterer. Die Gattungen sind alle vertreten. Malerei, Plastik, Zeichnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in diesen Tagen nach Paris kommt, ist vom Ausstellungsangenot schier erschlagen. &#8220;Mondrian und de Stijl&#8221; im Pompidou, &#8220;Cranach und seine Zeit&#8221; im Luxembourg, &#8220;Tony Cragg&#8221;, &#8220;Franz Xaver Messerschmidt&#8221; und &#8220;L&#8217;Antiquitė revėe. Innovations et rėsistances au XVIIIe siecle&#8221; im Louvre. Aus alter Verbundenheit war ich in <a href="http://www.louvre.fr/llv/exposition/detail_exposition.jsp?pageId=0&amp;baseIndex=0">letzterer</a>.<br />
Die Gattungen sind alle vertreten. Malerei, Plastik, Zeichnung und auch ein wenig Kunsthandwerk. Die ausgestellten Stücke &#8211; wie es sich für den Louvre gehört &#8211; durchwegs exquisit, mit einem Schwerpunkt auf England, Italien und Frankreich. Dabei keine Marathonausstellung, sondern eher nach dem Motto &#8220;klein aber fein&#8221; organisiert.</p>
<div id="attachment_3549" class="wp-caption alignleft" style="width: 366px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/02/thumb_a716358096.jpg"><img class="size-full wp-image-3549" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;border: 5px solid black" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/02/thumb_a716358096.jpg" alt="" width="356" height="229" /></a><p class="wp-caption-text">Gavin Hamilton, Achill betrauert den toten Patroklus</p></div>
<p>Der innovative Aspekt der Ausstellung soll sich wohl im Untertitel zeigen. &#8220;Erneuerung und Widerstand&#8221;. Gemeint ist, ganz im Sinne des revisionistischen Zeitgeistes, dass das traditionelle lineare Schema einer teleologischen Entwicklung vom Rokoko zum Neoklassizismus falsch ist und viel differenzierter gesehen werden muss. Da ist man natürlich besonders auf die rėsistances gespannt. Das sind die Neobarocken (worunter hier auch der Erzklassizist und Winckelmann-Freund Anton Raphael Mengs mit seinem &#8220;Thronenden Petrus&#8221; fällt, daneben natürlich Tiepolo, Fragonard etc.), die Neomanieristen (ein paar mehr oder weniger unbekannte Italiener) und die Sublimen (Füssli und Konsorten). Mir hat dieses überall mit großem Applomb daher kommende revisionistische Programm noch nie so richtig eingeleuchtet, vor allem, wenn damit der Anspruch verbunden ist, die traditionelle &#8220;historistische&#8221; Kunstgeschichte über den Haufen werfen zu wollen. Einerseits werden Selbstverständlichkeiten verkündet: es ist ja nicht so, dass man die Eigenheiten eines Füssli nicht längst gesehen und unter Begriffen wie &#8220;protoromantische Aufklärung&#8221; gefasst hätte. Andererseits traut man sich keine Verallgemeinerungen mehr zu, die man ja auch ohne den Holzhammer vornehmen kann. Frei nach dem Motto: Wenn ich nur nahe genug rangehe, sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Im übrigen bleibt es auch und gerade hier bei den Stereotypen. Denn wenn ich angeblich unklassizistische Werte wie das Sublime in die Rėsistance-Bewegung auslagere, kann ich sie im Klasizismus nicht mehr sehen und Maler wie David ganz traditionell (und unzutreffend) als einen schlichten Moralapostel deklarieren. Was hier genau passiert.<br />
Trotzdem: Aufgrund der gezeigten Werke eine absolut lohnende Ausstellung!</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fdie-getraumte-antike%2F&amp;title=Die%20getr%C3%A4umte%20Antike" id="wpa2a_24"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/kostenexplosion-bei-der-elbphilharmonie/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 13:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architekturgeschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit 2007 wird an der Elphilharmonie in Hamburg gebaut. Der Rohbau ist mittlerweile fertiggestellt. Ursprünglich waren 77 Mio. Euro für das Projekt veranschlagt. Bis heute sind die Kosten auf 351 Mio. Euro angewachsen (Quelle: Deutschlandradio Kultur). Das Konzerthaus soll vergleichbar der Oper von Sydney zum Wahrzeichen der Stadt werden. In einem Video, das zur Expo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2007 wird an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elbphilharmonie_Hamburg">Elphilharmonie</a> in Hamburg gebaut. Der Rohbau ist mittlerweile fertiggestellt. Ursprünglich waren <strong>77 Mio. Euro</strong> für das Projekt veranschlagt. Bis heute sind die Kosten auf <strong>351 Mio. Euro</strong> angewachsen (Quelle: Deutschlandradio Kultur). Das Konzerthaus soll vergleichbar der Oper von Sydney zum Wahrzeichen der Stadt werden. In einem <a href="http://www.elbphilharmonie-erleben.de/de/eine-vision/">Video</a>, das zur Expo in Shanghai entstanden ist, wird der Bau als große &#8220;Vision&#8221; gerühmt. Auch die Baufirma HochTief, gegen die Hamburg wegen Verzögerungen Klage erhoben hat, zeigt auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hc6FRUqVMUM">youtube</a> ein überaus aufwändiges Video über den Bauablauf.</p>
<p>Wegen der enormen Kostensteigerung wurden nun neuerliche Vorwürfe der Bürgerschaft gegen die <a href="http://www.rege-hamburg.de/">ReGe Hamburg</a> laut. Auf deren Homepage heißt es: &#8220;Die ReGe Hamburg <strong>Projekt-Realisierungsgesellschaft</strong> mbH ist eine  Managementgesellschaft, die komplexe und anspruchsvolle  Infrastrukturmaßnahmen und Bauprojekte für Hamburgs öffentliche  Verwaltung realisiert.&#8221; Zudem seien der ReGe &#8220;ganzheitliches Management und die konsequente Handlungsfähigkeit einer  Projektorganisation mit schnellen Entscheidungswegen und strikter  Projektbezogenheit&#8221; wichtig.</p>
<p>Der Philharmoniebau der Architekten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herzog_%26_de_Meuron">Herzog &amp; de Meuron</a> steht am Auftakt des, seit <strong>1997 </strong>geplanten Stadtteils <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HafenCity">HafenCity</a>, deren luxuriöse Kernzone um die Speicherstadt bereits von international renommierten Stararchitekten verwirklicht wurde. Ein großes Modell im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HafenCity#HafenCity_InfoCenter_im_Kesselhaus">HafenCity InfoCenter im Kesselhaus</a> lässt die Dimensionen dieses Projekts erahnen. Es handelt sich um das derzeit umfangreichste städtebauliche Unternehmen hierzulande. Bis <strong>2012 </strong>soll das Flaggschiff der Hafen-Stadt, das neue Konzerthaus, fertiggestellt sein. Im Jahr darauf würde dann der Konzertbetrieb aufgenommen werden. Die Streitigkeiten über den Sinn und Unsinn des Großprojekts werden aber bestimmt noch länger anhalten.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fkostenexplosion-bei-der-elbphilharmonie%2F&amp;title=Kostenexplosion%20bei%20der%20Elbphilharmonie" id="wpa2a_28"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mae West &#8211; Höhenrekord oder Millionengrab</title>
		<link>http://blog.arthistoricum.net/mae-west-hohenrekord-oder-millionengrab/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 14:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Nacht von 30. auf 31. Januar wurde die 52-Meter-Figur &#8220;Mae West&#8221; von Rita McBride (Prof. in Düsseldorf) auf dem Effnerplatz im Osten von München aufgebaut. Sie hat über 1,5 Mio. Euro gekostet und dient dem Verkehrsplatz als Blickpunkt. Ihren Namen bezieht sie von der amerikanischen Schauspielerin Mae West, die in den 30er Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nacht von 30. auf 31. Januar wurde die 52-Meter-Figur &#8220;Mae West&#8221; von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rita_McBride">Rita McBride</a> (Prof. in Düsseldorf) auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Effnerplatz">Effnerplatz</a> im Osten von München aufgebaut. Sie hat über 1,5 Mio. Euro gekostet und dient dem Verkehrsplatz als Blickpunkt. Ihren Namen bezieht sie von der amerikanischen Schauspielerin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mae_West">Mae West</a>, die in den 30er Jahren große Erfolge feierte. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstofffaserverst%C3%A4rkter_Kunststoff">Carbon</a>-Stahl-Skelett-Skulptur steht über einem Tunnel des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstra%C3%9Fe_2_R">Mittleren Rings</a> und wird demnächst auch von Trambahnen durchfahren werden. Damit findet die fast 10jährige Planungsgeschichte ein Ende. Für einen ausführlichen Bericht über die künstlerische und urbane Bedeutung von &#8220;Mae West&#8221; mit vielen Abbildungen siehe <a href="http://martinhoeppl.blogspot.com/2011/01/29-31111-munchen-effnerplatz-mae-west.html">hier</a>.</p>
<div id="attachment_3467" class="wp-caption alignnone" style="width: 448px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Effnerplatz-Mae-West-Zusammenbau.jpg"><img class="size-full wp-image-3467" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Effnerplatz-Mae-West-Zusammenbau.jpg" alt="München, Effnerplatz, Mae West - Photo von Martin Höppl" width="438" height="328" /></a><p class="wp-caption-text">München, Effnerplatz, Mae West - Photo von Martin Höppl</p></div>
<div id="attachment_3464" class="wp-caption alignnone" style="width: 447px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Effnerplatz-Mae-West.jpg"><img class="size-full wp-image-3464" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Effnerplatz-Mae-West.jpg" alt="München, Effnerplatz, Mae West - Photo von Martin Höppl" width="437" height="328" /></a><p class="wp-caption-text">München, Effnerplatz, Mae West - Photo von Martin Höppl</p></div>
<p><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Effnerplatz-Mae-West-Zusammenbau.jpg"></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fmae-west-hohenrekord-oder-millionengrab%2F&amp;title=Mae%20West%20%26%238211%3B%20H%C3%B6henrekord%20oder%20Millionengrab" id="wpa2a_32"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kurze Nacht ohne Architektur &#8211; Eine Kritik</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 13:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag könnte auch den Untertitel „Dysfunktionalität eines Reichenghettos, oder: Wie Neubaugentrification das kulturelle Leben sabotiert“ tragen. Bei meiner Ankündigung der „Langen Nacht der Architektur“ in München habe ich mich bewusst sehr mit Kommentaren zurückgehalten. Daher ist es nun doch notwendig noch einmal auf dieses nächtliche Architekturschauspiel zu sprechen zu kommen, das unter dem Motto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag könnte auch den Untertitel „<strong>Dysfunktionalität eines Reichenghettos</strong>, oder: <strong>Wie Neubau<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung">gentrification</a> das kulturelle Leben sabotiert</strong>“ tragen.</p>
<p>Bei meiner <a href="http://blog.arthistoricum.net/lange-nacht-der-architektur-am-fr-den-21-1-11/">Ankündigung</a> der „<a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/index.php">Langen Nacht der Architektur</a>“ in München habe ich mich bewusst sehr mit Kommentaren zurückgehalten. Daher ist es nun doch notwendig noch einmal auf dieses nächtliche Architekturschauspiel zu sprechen zu kommen, das unter dem Motto der BAU 2011, oder „<strong>Weltleitmesse BAU</strong>“, wie sie die Organisatoren nennen „Die Zukunft des Bauens“, beworben wurde. Gemäß dem <a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/30_grusswort.php">Grußwort von OB Christian Ude</a> stürzten sich am letzten Freitag Tausende in das Gedränge, um „eine Nacht lang den Gedanken freien Lauf lassen, abschalten, zuschauen, zuhören“ zu können. Zuversichtlich meinte Ude: „Ich bin mir sicher, dass sich viele für diesen nächtlichen Streifzug durch die Münchner Architekturwelt begeistern werden.“ Und der Geschäftsführer der Messe München GmbH, Dr. Reinhard Pfeiffer versprach <strong>„ein weiteres begeisterndes Erlebnis“</strong> für die Bürger. Pfeiffer weiter: „Auf dieser Tour durch Münchens Herzkammer gehen Ihnen die Augen auf.“</p>
<p>Mich und meine vier Mitstreiter hat die Innenstadttour – aus unerfindlichen Gründen als „<a href="http://www.lange-nacht-der-architektur.de/de/1x_touren.php?t=3">Flaniermeile</a>“ tituliert – weder begeistert, noch war es ein Erlebnis bei dem mir die Augen auf gegangen wären. Statt Abschalten und Gedanken-Schweifen-Lassen war eher Aufregen und Frieren angesagt: Als ich gegen 19 Uhr, also frühzeitig zu einer der Führungen an der VIP-Diskothek „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/P1_%28M%C3%BCnchen%29">P1 Club</a>“ am Haus der Kunst eintraf, wurde mir gleich entgegengerufen, dass die <strong>Räumlichkeiten total überfüllt</strong> und daher geschlossen seien. Von einem Programmheft wusste man nichts. Auch im eben erst umgebauten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Caf%C3%A9_Luitpold">Café Luitpold</a> an der Briennerstraße, einstmals das prunkvollste Kaffeehaus der Stadt, gab es keine Begleithefte. Die Architekturführung war dermaßen überlaufen, dass die Räumlichkeiten ebenso wie wir Besucher an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit kamen.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-Werbefl%C3%A4che-vor-dem-P1.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-Werbefl%C3%A4che-vor-dem-P1.jpg" alt="" width="296" height="222" /></a><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Café-Luitpold.jpg"> <img class="alignnone size-full wp-image-3431" src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/München-Café-Luitpold.jpg" alt="" width="166" height="222" /></a></p>
<p>Werbefläche vor dem P1 und neue Räumlichkeiten des Café Luitpold (im Hintergrund Portraittafel Prinzregent Luitpolds) &#8211; Photos von Martin Höppl</p>
<p>Weiter zur nächsten Station: Bereits im luxuriösen Foyer des Promi-Hotels „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_Bayerischer_Hof_%28M%C3%BCnchen%29">Bayerischer Hof</a>“ versicherte uns die Concierge, dass alle <strong>Führungen seit Stunden voll</strong> seien… Am „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sofitel">Sofitel</a> Munich“ in der ehemaligen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchen_Hauptbahnhof#Sonstige_Einrichtungen">Bayerpost</a> südlich des Hauptbahnhofs wurde uns versichert es gäbe alle 20 Minuten eine Führung. Als wir nach einer kurzen Pause – es war sehr kalt – zurückkamen, gab es nur noch den genervten Kommentar eines Hotelangestellten: „Wie würden Sie es denn finden, wenn sie mehrere Hundert Euro für eine Suite zahlen würden und dann die ganze Nacht […]“ Komisch, dass diese Überschneidung von Nutzerinteressen nicht gleich aufgefallen war.</p>
<p>Als wir gegen 22 Uhr den Innenhof des Programmpunkts „<a href="http://www.suedhausbau.de/news/stadthaus-muellerstrasse.html">SÜDHAUSBAU STADTHAUS – VISION &amp; ARCHITEKTUR</a>“ betraten, hieß es lapidar, dass die Anwohner jetzt [schon!] Ruhe haben wollten. Beim gegenüber gelegenen „<a href="http://www.leonwohlhagewernik.de/index.php?id=339">The Seven</a>“, dem Umbau eines Heinzkraftwerks in eine Luxusimmobilie, hätte es jeder Serpentologe mit der Angst bekommen, angesichts der angestauten Bürgermassen auf dem Trottoir. Vielleicht hätten sich die Interessierten günstiger verteilt, wenn die Idee ein Panoramarestaurant bzw. Dachcafé mit dem schönsten Ausblick über die Altstadt einzurichten, sich nicht durch die, um einige Millionen lukrativere Idee dort <strong>Luxusappartements </strong>zu verwirklichen, durchgesetzt hätte. Angeblich wird „<a href="http://aip.eu/">Alpha Invest Projekt</a>“ (AIP) den Bürgern zweimal im Jahr die Möglichkeit bieten den grandiosen Rundblick zu genießen. Doch das wäre eine neue Geschichte. Es bleibt nur zu hoffen, dass die wirkliche Zukunft des Bauens sich günstiger präsentieren wird. Wir haben den „Architekturabend“ an dieser Stelle, früher als gedacht (ca. 22:30 Uhr), beendet und sind zum gemütlichen Teil übergegangen…</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-S%C3%BCdhausbau-Stadthaus.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-S%C3%BCdhausbau-Stadthaus.jpg" alt="" width="298" height="222" /></a><a href="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-The-Seven-Tower.jpg"> <img src="../wp-content/uploads/2011/01/M%C3%BCnchen-M%C3%BCllerstra%C3%9Fe-The-Seven-Tower.jpg" alt="" width="166" height="222" /></a></p>
<p>Müllerstraße, Südhausbau Stadthaus und der sog. The Seven Tower &#8211; Photos von Martin Höppl</p>
<p>Man muss den Veranstaltern zu Gute halten, dass sie noch keine Erfahrungen mit der Organisation hatten, schließlich wurde die „Lange Nacht der Architektur“ zum erstenmal ausgerichtet. Es bleibt abzuwarten, ob sie langfristig als ernst zu nehmende Veranstaltung neben „Lange Nacht der Museen“ und „Lange Nacht der Musik“ treten wird.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fkurze-nacht-ohne-architektur-eine-kritik%2F&amp;title=Kurze%20Nacht%20ohne%20Architektur%20%26%238211%3B%20Eine%20Kritik" id="wpa2a_36"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dresden. Stadt der Skandale?</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 15:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Höppl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder einmal hat es die Stadt Dresden in die Schlagzeilen geschafft. Man erinnert sich noch an Berichte über Straßenschlachten zwischen Neonazis und linksautonomen Gegendemonstranten rund um den Bahnhof Neustadt sowie den stillen Protest gegen Rechts und die Debatte um die Historikerkomission zur Ermittlung der Opferzahlen von Bombenkrieg und Feuersturm. Überaus emotionale Diskussionen verursachte auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal hat es die Stadt Dresden in die Schlagzeilen geschafft. Man erinnert sich noch an Berichte über Straßenschlachten zwischen Neonazis und linksautonomen Gegendemonstranten rund um den Bahnhof Neustadt sowie den stillen Protest gegen Rechts und die Debatte um die Historikerkomission zur Ermittlung der Opferzahlen von Bombenkrieg und Feuersturm. Überaus emotionale Diskussionen verursachte auch die <a href="http://blog.arthistoricum.net/stern-des-jahres-fur-winfried-nerdingers-rekonstruktionen/">Rekonstruktion</a> der Frauenkirche (vgl. etwa das Projekt „<a href="http://www.dresden-canaletto.de/">Auf den Spuren Canalettos. Stadtansichten mit der Camera Obscura</a>“). Erst kürzlich sorgten der Bau der Waldschlösschenbrücke und die damit verbundene Aberkennung des UNESCO-Weltkulturerbestatus für internationale Aufmerksamkeit. Zu denken ist aber auch an Fernseh- und Filmproduktionen, die sich der Vergangenheit Dresdens aus einer zeitgeschichtlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Infotainment">Infotainment</a>-Perspektive angenähert haben. Und nun <strong>Glücksgas</strong>!?</p>
<div id="attachment_3423" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/Bellotto-Rahmen-auf-der-Brühlschen-Terrasse.jpg"><img class="size-medium wp-image-3423 " src="http://194.95.145.75/wp-content/uploads/2011/01/Bellotto-Rahmen-auf-der-Brühlschen-Terrasse-300x225.jpg" alt="Bellotto-Rahmen auf der Brühlschen Terrasse - Photo von Martin Höppl" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bellotto-Rahmen auf der Brühlschen Terrasse - Photo von Martin Höppl</p></div>
<p>Der Gasanbieter mit dem durchaus sonderbaren Namen <a href="http://www.gluecksgas.de/wirueberuns.html">Glücksgas</a> wurde jüngst auserkoren, als Namensgeber für das gerade fertiggestellte <a href="http://www.gluecksgas.de/wirueberuns.html">Dynamo-Stadion</a> (vormals Rudolf-Harbig-Stadion) von „<a href="http://www.architekten-rostock.de/">Beyer + Partner Architekten</a>“ aus Rostock herzuhalten. Das Stadion am Dresdner Volkspark liegt nur etwa 2 km Luftline von der Waldschlösschenbrücke entfernt. Der unmittelbar neben dem, nach dem jüdischen Arzt und Bankier benannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Arnhold">Georg-Arnhold</a>-Bades gelegene Millionenbau soll einem zeitweise mit der Insolvenz kämpfenden Fußballclub als Spielstätte dienen. Zudem hatte der Verein in den letzten Jahrzehnten zu Recht mit einem durchaus zweifelhaften Ruf zu kämpfen. Geradezu albtraumhaft erlebte etwa auch ich eine Zugfahrt von der Lausitz in die sächsische Landeshauptstadt vor ein paar Jahren: Der Zug war voll besetzt mit alkoholisierten, agressiven <strong>Schlachtenbummlern</strong>, die nicht davor zurückscheuten antisemitisches und rassistisches Liedgut zum Besten zu geben… Wie tiefgreifend die jüngsten Maßnahmen von Fanprojekten waren bleibt abzuwarten. Da der Verein nicht der Besitzer des Stadions ist, hatte er wohl kaum Mitspracherechte bei der Umbenennung des Stadions.</p>
<p>Mittlerweile ist die Praxis Sportstadien und Stadthallen nach Sponsoren zu benennen allgemein etabliert. Während noch vor wenigen Jahren lediglich verdienten Persönlichkeiten wie Fritz Walter die Ehre zu Teil wurde ein Bestandteil des kollektiven Namensgedächtnisses zu werden, genügt kulturelles und soziales Kapital heute offensichtlich nicht mehr für eine prominente Widmung. So wurde etwa das ehrwürdige Westfahlenstadion in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Signal_Iduna_Park">Signal Iduna Park</a> umbenannt (wohl gemerkt ohne Bindestriche), oder die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Veltins-Arena">Sportarena auf Schalke</a> erhielt den Namen des Bierproduzenten Veltins. Das Hamburger Volksparkstadion heißt derzeit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imtech_Arena">Imtech Arena</a> und hat seit 2001 bereits viermal den Namen gewechselt. Bekanntheit erreichte auch die <a href="http://www.shortnews.de/id/463457/Der-Name-Nacktarschhalle-sorgt-in-Kroev-fuer-Unmut">Kröver Nacktarschhalle</a>, benannt nach einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nacktarsch">Moselweinsorte</a>. Können manche Namen noch assoziativ mit einem Sinn gefüllt werden, so etwa bei dem verhältnismäßig kleinen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trolli_Arena">Playmobilstadion</a> in Fürth (mittlerweile Trolli Arena), oder der FCB/1860-Spielstätte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allianz-Arena">Allianz-Arena</a> von Herzog &amp; de Meuron, müsste der Otto Normalverbraucher die meisten neuen Namen erst googlen (vgl. die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Fu%C3%9Fballstadien_in_Deutschland">größten Fußballstadien in Deutschland</a>). Im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen offensichtlich nicht mehr hohes Renommée und Verdienste um die Allgemeinheit, sondern Fragen der Wertsteigerung und Finazoptimierung. Manche Unternehmen versuchen somit ihr <strong>Branding </strong>zu unterstützen, d. h. ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markenpositionierung">Markenpositionierung</a> zu optimieren.</p>
<p>Es bleibt festzuhalten, dass die Umbenennung in Glücksgas-Stadion nicht von übermäßigem Fingerspitzengefühl zeugt. Die ambivalente und missverständliche Bedeutung des Wortes <strong>„Gas“ in einem historischen Kontext</strong>, dürfte man meinen, sollte eigentlich jedermann bekannt sein. So wurden umgangsprachliche Redewendung, wie etwa „Üben bis zur Vergasung“ glücklicherweise seit längerem in den verbalen Giftschrank verbannt und auch die Formulierung „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Innerer_Reichsparteitag">innerer Reichsparteitag</a>“ bricht sich nurmehr mit unfreiwilliger Komik Bahn (vgl. Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tuqUIUQ0Af0">youtube</a>). Was es über unsere Erinnerungskultur und das <strong>Geschichtsbewußtsein </strong>aussagt, dass Teile des allgemeinen Gedächtnisses von häufig nichtssagenden Konzernnamen geprägt sind, werden zukünftige Generationen neuerlich beurteilen. Was der internationale Umbenennungsboom noch bringen wird bleibt abzuwarten: Auch die Umbenennung des Münchner Hauptbahnhofs (vormals Centralbahnhof) in Munich Re Central Station (vormals <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_R%C3%BCck">Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft</a>) wäre vielleicht denkbar. Oder wie wäre es damit, das Brandenburger Tor in Berliner Pilsner Gate umbzubenennen? Vielleicht ließe sich auch der Hamburger Michel als Holsten Tower vermarkten.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fblog.arthistoricum.net%2Fdresden-stadt-der-skandale%2F&amp;title=Dresden.%20Stadt%20der%20Skandale%3F" id="wpa2a_40"><img src="http://blog.arthistoricum.net/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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