blog.arthistoricum.net

20 Jahre Journal für Kunstgeschichte - jetzt auch digital

Ein Gastbeitrag von Anne Wiegand  von der Universität Regensburg.

Titelseite, Journal für Kunstgeschichte, Heft 1, 1(1997)
Titelseite, Journal für Kunstgeschichte, Heft 1, 1(1997)

Im eben erst angebrochenen, noch so jungen Jahr 2017 gibt es für das Journal für Kunstgeschichte gleich doppelten Grund zu feiern: Die 1997 ins Leben gerufene internationale Rezensionszeitschrift begeht mit dem Erscheinen des 21. Jahrgangs nicht nur ein großes Jubiläum; die seit nunmehr 20 Jahren in vier Ausgaben per annum publizierten Besprechungen ausgewählter, einschlägiger Neuerscheinungen aus allen Bereichen der Kunstgeschichte sind nun auch – bis auf die jeweils letzten drei Jahrgänge – weltweit und kostenfrei im Open Access für jedermann zugänglich.
Ohne spezielle Methoden oder Forschungsansätze mit einem Privileg auszustatten, verschaffen zahlreiche wissenschaftlich fundierte und erstmals veröffentlichte Rezensionen ausgewiesener Experten einen konzentrierten, aber stets unabhängigen Überblick über die aktuelle kunsthistorische Forschungsliteratur: Neben Buchbesprechungen zu allgemeinen kunst- und bildwissenschaftlichen Aspekten wie Ikonografie, Kunsttheorie und Methodologie werden im Journal für Kunstgeschichte selbstverständlich alle Epochen – von der Antike über das Mittelalter bis hin zur zeitgenössischen Kunst – paritätisch beleuchtet, wobei natürlich auch die Bereiche Denkmalpflege, Museologie und Kunstvermittlung nicht ausgespart bleiben. Von den Herausgebern, Prof. Dr. Nils Büttner von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und Prof. Dr. Christoph Wagner vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, wird dabei stets auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Themengebieten Bildkünste, Architektur und Kunsthandwerk geachtet, wobei auch immer regionale Bezüge, zum Beispiel in Beiträgen zur Welt- oder außereuropäischen Kunst, hergestellt werden. Neben Kurzbesprechungen zu Design, Fotografie und Film, also jenen Disziplinen, die insbesondere das 20. Jahrhundert prägten, wird auch den sogenannten Neuen Medien gebührend Platz eingeräumt. Seinem Ruf als internationale Rezensionszeitschrift wird das Journal für Kunstgeschichte absolut gerecht und druckt – obgleich die Besprechung deutschsprachiger Fachliteratur im Fokus steht – auch regelmäßig Rezensionen in Englisch, Französisch oder Italienisch ab.

Das digitale Archiv des Journals für Kunstgeschichte.
Das digitale Archiv des Journals für Kunstgeschichte.

Dass alle zwischen 1997 und 2012 publizierten Besprechungen nun für jedermann, jederzeit und von beinahe jedem Ort dieser Welt online abrufbar sind, hat eine in enger Abstimmung mit dem Regensburger Verlag Schnell und Steiner stattfindende Kooperation der Herausgeber des Journals für Kunstgeschichte mit der Universitätsbibliothek Heidelberg möglich gemacht. In nur wenigen Monaten stellten die Mitarbeiter der Bibliothek die Retro-Digitalisierung der Beiträge fertig, sodass man dank einer direkten Verlinkung nun mühelos zu den Volltexten gelangt, diese als PDF herunterladen und dauerhaft abspeichern kann. Den Interessierten stehen die einzelnen Beiträge nicht nur im Heidelberger Open Journal System heiJOURNALS zur Verfügung, welches die Permanenz der veröffentlichten Inhalte garantiert und für maximale Präsenz sorgt. Die Rezensionen sind darüber hinaus auch im SWB Online-Katalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbunds erfasst worden, sodass sich die digitalisierten Inhalte auf beiden Plattformen problemlos finden lassen:

Die Herausgeber des Journals für Kunstgeschichte, Nils Büttner und Christoph Wagner, freuen sich über diese zukunftsweisende Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg und danken insbesondere Frau Dr. Maria Effinger, Leiterin der Abteilung Publikationsdienste, für die so reibungslose wie fruchtbare Zusammenarbeit.

Anne Wiegand
Universität Regensburg

0 Kommentar(e)

Kommentar

Kontakt

Kommentar

Absenden