blog.arthistoricum.net

Das Gebetbuch Kaiser Maximilians I. - Beide Teile in der Bayerischen Staatsbibliothek temporär wieder vereint

In der Ausstellung "Bilderwelten. Buchmalerei zwischen Mittelalter und Neuzeit" zeigt die Bayerische Staatsbibliothek in München als Höhepunkt der Ausstellung das von Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer, Hans Burgkmair, Hans Baldung und Jörg Breu mit Zeichnungen ausgestattete weltberühmte Gebetbuch Kaiser Maximilians I.; der im 16. Jahrhundert in zwei Teile getrennte Druck  (der erste Teil in München, BSB, der zweite in Besançon, BM) mit seinen zarten Federzeichnungen der berühmtesten altdeutschen Künstler wird hier in der Ausstellung erstmals nach 60 Jahren wieder gemeinsam präsentiert. Für die Ausstellung wurde das Gebetbuch Maximilians digitalisiert und digital rekonstruiert: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00107790/images/

 Doch wartet die Ausstellung der BSB auch mit anderen hervorragenden Stücken auf. Direkt neben dem Gebetbuch Maximilians wird  Albrecht Dürers "Underweysung der Messung mit dem zirckel und richtscheyt" gezeigt, das Handexemplar Dürers, mit eigenhändigen Textergänzungen und Zeichnungen für die von ihm geplante, aber erst postum erschienene zweite Auflage. Ferner ist der 1507 gedruckte seltene Globus Martin Waldseemüllers zu sehen, auf dem das erste Mal der durch Kolumbus neu entdeckte Kontinent als „America“ bezeichnet wird. Andere Handschriften und Drucke erläutern den Aufbruch in die neue Zeit der Renaissance. Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich der Bibel und der Bibelrevision von Karl dem Großen bis zu Martin Luther mit einem Schwerpunkt der Bibelübersetzung ins Deutsche seit dem 15. Jahrhundert. Gezeigt wird hier u.a. die Gutenbergbibel sowie die für den Erzbischof Sigismund von Brandenburg (1538-1566) überreich ausgestattete Lutherbibel. Die Präsentation wird durch eine virtuelle Ausstellung ergänzt, in der auch auf die Volldigitalisate verlinkt wird: https://www.bilderwelten2016.de/index.php?id=818

Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. Februar. Geöffnet, Montag-Freitag 10-17 Uhr. Donnerstag 10-20 Uhr sowie am Sonntag, den 5. Februar von 13-17 Uhr. An Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen. Eintritt frei. Kostenlose öffentliche Führungen jeden Donnerstag um 16.30 Uhr

0 Kommentar(e)

Kommentar

Kontakt

Kommentar

Absenden